{"id":78358,"date":"2020-01-19T15:37:16","date_gmt":"2020-01-19T14:37:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=78358"},"modified":"2020-01-19T22:23:23","modified_gmt":"2020-01-19T21:23:23","slug":"roger-scruton-ohne-die-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/roger-scruton-ohne-die-medien\/","title":{"rendered":"Roger Scruton ohne die Medien"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201e<a title=\"Konservativismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/konservativismus\/\">Konservativismus<\/a> beginnt mit einem Gef\u00fchl, das alle reifen Menschen bereitwillig teilen: das Gef\u00fchl, da\u00df das, was gut ist, leicht zu zerst\u00f6ren, aber nur schwer zu erschaffen ist. Das gilt insbesondere f\u00fcr die G\u00fcter, die uns als gemeinschaft-licher Besitz entgegentreten: Frieden, <a title=\"Freiheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freiheit\/\">Freiheit<\/a>, Recht, Anstand, <a title=\"Commons\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/commons\/\">Gemeinsinn<\/a>, Besitzsicherheit und Familienleben&#8220;<\/em> &#8211; so <a title=\"Konservative braucht das Land\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/konservative-braucht-das-land\/\">Roger Scruton<\/a>, <!--more-->einer der wichtigsten, mutigsten und vielseitigsten <a title=\"Konservativ\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/konservativ\/\">konservativen<\/a> <a title=\"Intellektuelle\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/intellektuelle\/\">Intellektuellen<\/a> nicht nur Gro\u00dfbri-tanniens, der am 12.1.2020 mit 75 Jahren dem Lungenkrebs erlegen ist.<br \/>\n.<br \/>\n<a title=\"Mainstream\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Medien<\/a> und Presse weltweit, rechts- wie linksorientierte, berichten \u00fcber den Tod von Sir Roger Scruton ausf\u00fchrlich: In USA, Kanada, Australien, Japan, <a title=\"Grossbritannien\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/grossbritannien\/\">GBR<\/a>, Schweiz, <a title=\"EU-Reform\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-reform\/\">EU-Staaten<\/a>, selbst in <a title=\"Russland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/\">Russland<\/a>. Nur die deutschen <a title=\"GEZ-Medien\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/gez-medien\/\">Medien<\/a> schweigen &#8211; bewu\u00dft? Da vermeintlich nicht-linkes Denken den deutschen B\u00fcrger nicht zu interessieren hat? Dabei ist doch <a title=\"Konservativismus \u2013 rechts links\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/konservativismus-rechts-links\/\">konservatives Denken<\/a> und Fragen gerade f\u00fcr die &#8222;Zeitspanne\u00a0 9\/1995 bis 2020&#8220; der Migration brisant. Scruton w\u00fcrde argumentieren: Was \u00fcber viele <a title=\"Generationen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/generationen\/\">Generatonen<\/a> hinweg gewachsen ist und geschaffen wurde, l\u00e4\u00dft sich allzu leicht in kurzer Zeit zerst\u00f6ren. Um dann unwiderruflich verloren zu sein, da die lange, generationen\u00fcbergreifende Zeit zum kulturellen Aufbau nie mehr zur Verf\u00fcgung stehen wird.<br \/>\n20.1.2020<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.roger-scruton.com\/\">https:\/\/www.roger-scruton.com\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2020\/jan\/18\/the-uncomfortable-truths-about-roger-scruton-conservatism\">https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2020\/jan\/18\/the-uncomfortable-truths-about-roger-scruton-conservatism<br \/>\n<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Zum Tod von Roger Scruton: Wie man einen Denker erledigt<\/strong><br \/>\nAm letzten Sonntag ist Roger Scruton, einer der wichtigsten, mutigsten und vielseitigsten <a title=\"Neue-Rechte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/rechts\/neue-rechte\/\">konservativen<\/a> Intellektuellen nicht nur Gro\u00dfbritanniens, sondern des Westens \u00fcberhaupt, mit 75 Jahren dem Lungenkrebs erlegen. Er hat ein Leben lang die linke Kulturschickeria, die \u201eGuardian-Klasse\u201c, wie er sie nannte, ge\u00e4rgert und aus der Fassung gebracht. Doch selbst der Guardian kam nicht umhin, in einem langen Nachruf seine geistige Bandbreite und seine stupende Produktivit\u00e4t hervorzuheben, wovon mehr als 50 B\u00fccher, darunter scharfsinnige Analysen von Spinoza, Kant und Wittgenstein, aber auch vier Romane zeugen \u2013 neben unz\u00e4hligen Zeitungs- und Zeitschriftenkolumnen \u00fcber Wein, Jagd und Politik, ganz zu schweigen von seinem Schaffen als Komponist, Pianist und Organist.<br \/>\n.<br \/>\nSir Roger (den Adelstitel bekam er vor drei Jahren verliehen) war nicht nur in der akademischen und publizistischen Szene ein Schwergewicht, sondern im \u00f6ffentlichen Leben Englands \u00fcberhaupt. Premierminister Boris Johnson beklagte Scrutons Tod mit den Worten: <em>\u201eWir haben den gr\u00f6\u00dften modernen konservativen Denker verloren \u2013 der nicht nur den Mumm hatte zu sagen, was er dachte, sondern es auch auf sch\u00f6ne Weise sagte.\u201c<\/em> Denn wahrhaftig, in Formulierungs-witz und Ausdruckspr\u00e4gnanz waren Scrutons Texte immer Spitze.<br \/>\nDoch was von alledem ist in <a title=\"Deutschland-kaputt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-kaputt\/\">Deutschland<\/a> angekommen? Wann und wie haben die deutschen Medien, die Feuilletons der Presse und die Kultursendungen der \u00d6ffis, \u00fcber den Tod dieses Mannes berichtet? Eines Mannes, \u00fcber den sowohl die New York Times als auch Radio Prag Nachrufe brachten\u2026 Machen wir es kurz: au\u00dfer bei der FAZ und der S\u00fcddeutschen herrscht Fehlanzeige. Kein Sterbensw\u00f6rtchen in den anderen Gazetten, auch nicht im <a title=\"GEZ-Medien\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/gez-medien\/\">Deutschlandfunk<\/a>, Deutschlandfunk Kultur und den \u00fcbrigen <a title=\"WDR\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/wdr\/\">milliardenfinanzierten Sendern<\/a>. Nicht mal die Deutsche Presseagentur brachte eine Meldung.<br \/>\n.<br \/>\nZusammenhang von Bias und Bl\u00f6dheit<br \/>\nIst das politisch bedingt oder blo\u00df ein Ergebnis kultureller Kenntnislosigkeit, beziehungsweise genereller Kulturlosigkeit in den Redaktionen? Bekanntlich soll man keine B\u00f6swilligkeit unterstellen, wenn Dummheit als Erkl\u00e4rung eines Ph\u00e4nomens ausreicht. In Wahrheit aber schlie\u00dfen die beiden Hypothesen einander nicht aus. In Wahrheit ist dieses Versagen geradezu paradigmatisch f\u00fcr den intrikaten Zusammenhang von Bias und Bl\u00f6dheit im <a title=\"Haltungsjournalismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/journalismus\/haltungsjournalismus\/\">heutigen Journalismus<\/a>.<br \/>\nWenn wir diesem Zusammenhang nachgehen, sto\u00dfen wir auf denselben Mechanismus, der uns beim Blick auf die einseitige Stimmungsmache in den Medien immer wieder mi\u00dftrauisch macht: Gibt es irgendein heimliches Kommando? <em><strong>Oder welche Struktur, welches System erzeugt jene linke Meinungshomogenit\u00e4t auf fast allen Wellen und in fast s\u00e4mtlichen Bl\u00e4ttern?<\/strong><\/em><br \/>\nIn der Praxis sieht es n\u00e4mlich so aus: Die Entscheidung, ob ein Nachruf auf Roger Scruton gedruckt oder gesendet wird, f\u00e4llt irgendein diensthabender Redakteur, der keine Ahnung hat. Normalerweise hilft hier eine dpa-Meldung weiter, denn was \u00fcber die Agentur kommt, gilt als wichtig. Sodann: Selbst wenn dpa ausf\u00e4llt, wie bei Scruton passiert, gibt es Heerscharen von Mitarbeitern, die Vorschl\u00e4ge machen, Ideen einbringen und Content in die Medienmaschine einspeisen. Nur: Diese Mitarbeiter sind zu 99 Prozent linkskonform. Das ergibt sich aus 40 Jahren Meinungsklima. F\u00fcr sie ist Scruton eine Unperson oder ein Feind.<br \/>\n.<br \/>\nSo dreht sich die Schweigespirale eine Runde weiter; die deutsche \u00d6ffentlichkeit erf\u00e4hrt nicht einmal aus Anla\u00df seines Ablebens von jenem \u201echeerfully pessimistic conservative\u201c, den der Historiker Timothy Garton Ash nach eigenem Bekunden vermissen wird, und der in den 1980er Jahren (zusammen mit Garton Ash) Samizdat-Schriften nach Polen, Ungarn und in die Tschechoslowakei schmuggelte und klandestine Vorlesungen hielt, bis er \u2013 mehrfach \u2013 von der Polizei festgenommen und aus dem Land geworfen wurde. Daf\u00fcr erhielt Scruton sp\u00e4ter diverse mitteleurop\u00e4ische Staatsmedaillen, darunter eine von seinem Freund V\u00e1clav Havel.<br \/>\nHavel, der einstige Darling des deutschen Feuilletons, hatte es sich in sp\u00e4teren Jahren mit dessen linken Meinungsoffizieren t\u00fcchtig verscherzt. Nur gut, dass er schon acht Jahre tot ist. Heute bek\u00e4me er in den Kulturprogrammen der ARD sicher auch keinen Nachruf mehr.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.1.2020 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/zum_tod_von_roger_scruton_wie_man_einen_denker_erledigt\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/zum_tod_von_roger_scruton_wie_man_einen_denker_erledigt<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\n<strong>Rechts-Intellektueller &#8211; eine ausgestorbene Art?<\/strong><br \/>\nScruton ist ein Vertreter einer in Deutschland und weiteren L\u00e4ndern nun bereits ausgestorbenen Art : ein konservativer Intellektueller. Man nannte sie fr\u00fcher auch schon mal Rechts-Intellektuelle. Heute scheint das einen Widerspruch in sich zu bedeuten : Rechts und intellektuell. Der Begriff Rechts ist kontaminiert. Ist aus der Bandbreite des politischen Spektrums aussortiert worden. Bedeutet keine anerkannte, legitime Denkweise mehr, sondern gilt als Nazi-verd\u00e4chtig. Jeder, der als intelligent gelten m\u00f6chte, gibt schnell ein paar linke Statements ab, um weiterhin mitreden zu d\u00fcrfen. Um nicht vom Bannstrahl der linken Medien getroffen zu werden. Wir brauchen nichts n\u00f6tiger als Konservative, die zu ihrem Konservativismus stehen. Nichts n\u00f6tiger als Menschen, die dem zerst\u00f6rerischen, linken Zeitgeist Einhalt gebieten, ihm zumindest wagen, zu widersprechen. Und dieses auch \u00f6ffentlich tun. Scruton hat erkannt, dass die linken \u201eErneuerer\u201c das Gute zerst\u00f6ren und zwar unwiederbringlich. Dieses Zerst\u00f6rungswerk gilt es zu entlarven. Die Linken versuchen das Erhaltenswerte ver\u00e4chtlich zu machen, es l\u00e4cherlich zu machen oder es gar zu kriminalisieren. \u00dcbernehmen wir nicht ihre Denkweise, lassen wir uns diese nicht \u00fcberst\u00fclpen, \u00fcbernehmen wir nicht unkritisch ihre Argumentation. Es braucht Selbstbewusstsein gegen Links und Gr\u00fcn. Es braucht Selbstbewusstsein, um sich nicht zum Sargtr\u00e4ger unserer Errungenschaften degradieren zu lassen. Die Alternative zum Geschaffenen bedeutet in Wirklichkeit Leere, Charakterlosigkeit und Beliebigkeit.<br \/>\n19.1.2020, W.A.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Die Filter der staatlichen Informations-, Meinungs- und Propagandafabriken<\/strong><br \/>\nObwohl zuweilen recht m\u00fchsam, hat sich die Achgut-Community freigemacht von den Filtern der staatlichen Informations-, Meinungs- und Propagandafabriken. Wir haben aber jeden Anlass zu beklagen, mit welcher an Notstand erinnernden Intensit\u00e4t Kritiker, anders Denkende und \u00fcberhaupt Denkende mundtot gemacht werden. Dabei ist es doch klar, dass die vermuteten Kommandostrukturen &#8211; sagen wir Bundeskanzleramt -&gt; dpa -&gt; ARDZDFDLF -&gt; Lingner-Schlossverein &#8211; nicht konstitutiv sind.<br \/>\nVerantwortliche Medienleute beschr\u00e4nken sich auf die beiden Aussagen, es g\u00e4be keine Direktiven \u201cvon oben\u201d und sie h\u00e4tten nichts falsch gemacht. Sie hoffen, das Thema damit erledigt zu haben! Hier f\u00e4ngt die Diskussion aber erst an: Am Beispiel von Leben und Werk des britischen Gelehrten Sir Roger Scruton kann ein Missstand im\u00a0\u00d6R-Rundfunksystem nachgewiesen werden. Und die Schlussfolgerung muss sein: <em><strong>Die Bundesrepublik Deutschland darf nicht zulassen, dass das staatliche Rundfunksystem einseitig parteipolitisch instrumentalisiert wird. Dieser massive Bruch von Verfassung und Rundfunkstaatsvertr\u00e4gen darf nicht ungeahndet bleiben<\/strong><\/em>. &#8211; Ich habe unter Verwendung der Argumentation von Steinh\u00f6fel und Neuhaus per Einschreiben die dauerhafte Befreiung von der Beitragszahlung gefordert &#8211; aus Gewissensgr\u00fcnden!<br \/>\n19.1.2020, A.R.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Besser, dass unsere rotgr\u00fcnen Staatsmedien nicht berichten.<\/strong><br \/>\nIhr Schweigen ist aussagekr\u00e4ftiger, als jeder Standardnachruf. Die Radionachrichten des WDR sind mir in Ihrer besonderen Gewichtung von Todesmeldungen schon lange aufgefallen, mega suspekt. Der abgelenkte H\u00f6rer ahnt es nicht. Es wirkt nach breiter Berichterstattung der weltweiten Geschehnisse, wenn zum Schlu\u00df der 5 Minuten, ein Kurznachruf auf argentinische Tangot\u00e4nzer, Vorsitzende einer Mangobauern-Kooperative im Hochland Afrikas mit fair trade Zertifizierung, Sozialarbeiter aus der Bronx (PoC), oder langj\u00e4hrigen SPD Stadtr\u00e4t*Innen aus dem Sauerland, erfolgt. Wichtigeres f\u00e4llt weg! Mit der Nichterw\u00e4hnung von Roger Sruton samt Werk auch. \u00dcber lesbare B\u00fccher befindet allein Denis Scheck. Dass h\u00e4ufig mit dem Tod eines Schriftstellers die Renaissance von Werken stattfindet, wei\u00df und f\u00fcrchtet der \u00d6RR, fallweise nat\u00fcrlich nur. Sendeauftrag! Es ist, wie von Ihnen beschrieben Herr M\u00fcller- Ulrich.<br \/>\n19.1.2020, U.U.,<br \/>\n<strong>Kulturlosgkeit in Deutschland<\/strong><br \/>\nDanke f\u00fcr diesen kleinen Nachruf auf einen gro\u00dfen Mann. Ihr Absatz: \u201cIst das politisch bedingt oder blo\u00df ein Ergebnis kultureller Kenntnislosigkeit, beziehungsweise genereller Kulturlosigkeit in den Redaktionen? Bekanntlich soll man keine B\u00f6swilligkeit unterstellen, wenn Dummheit als Erkl\u00e4rung eines Ph\u00e4nomens ausreicht\u2026..\u201d und \u201c&#8230;..diese Mitarbeiter sind zu 99 Prozent linkskonform, das ergibt sich aus 40 Jahren Meinungsklima\u201d trifft meiner Meinung nach den Kern der Sache. Darum ist Herr Scruton als Konservativer hier in Deutschland auch kaum bekannt. &#8230;<br \/>\n&#8230; daf\u00fcr berichten die Medien in Deutschland ausf\u00fchrlich vom Dschungelcamp. Das spricht f\u00fcr sich.<br \/>\n19.1.2020, J.H.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Lieber Herr M\u00fcller-Ullrich, warum wollen Sie den \u201cKulturschaffenden\u201d von DLF und DLF Kultur<br \/>\n<\/strong>nicht zugestehen, dass sie wirklich noch nie von Roger Scruton geh\u00f6rt haben und dass deshalb das Fehlen der Nachricht bei den Agenturen keinem aufgefallen ist? Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Leute tats\u00e4chlich die t\u00e4gliche Konfrontation mit der Realit\u00e4t aushalten w\u00fcrden. Die haben sich deshalb in eine doppelt isolierte Thermoswelt zur\u00fcckgezogen, in der es infolge ihrer Ausd\u00fcnstungen auch immer w\u00e4rmer wird. W\u00e4re Scruton wirklich ein Feind der Kulturschaffenden gewesen, w\u00fcrde es mich wundern, wenn niemand den Tod des Feindes triumphierend \u201cDing-Dong\u201d herausposaunt h\u00e4tte? Nein, diese Spezies ist in der unschuldig-unwissenden Rolle des Edlen Wilden, der uns verwahrlostem Pack die Begriffe Kultur, Anstand, Gerechtigkeit und \u201cSolidarit\u00e4t\u201d erst beibringen muss. Wir sind die \u201cZur\u00fcckgebliebenen\u201d, die vom ahnungslosen Edlen Wilden, der vor guter Absicht \u00fcbersch\u00e4umt, erst m\u00fchsam zivilisiert werden m\u00fcssen. Und nat\u00fcrlich wissen die Kulturschaffenden, wie m\u00fchsam dieses Gesch\u00e4ft ist und wie leicht das Ergebnis durch einen einzigen unvorsichtigen Blick auf die Realit\u00e4t gef\u00e4hrdet werden kann. Der Gutmensch ist nicht b\u00f6se und erst recht nicht dumm. Er ist edel, hilfreich und gut und im seltenen schlimmsten Fall ist er an irgendeiner unwichtigen Stelle nicht vollst\u00e4ndig informiert. Hier sehe ich den Einfluss Berlins und des Preu\u00dfischem an sich. Dem Preu\u00dfen gilt weder Bildung noch Wissbegier. Sein Elexier hei\u00dft Informiertheit. Da kann er immer mitreden, ohne irgendwelche Zusammenh\u00e4nge zu beachten. Er ist ja nicht der Forscher. Er ist der Wiederk\u00e4uer, der nur gepr\u00fcftes Material vorgesetzt bekommt. Sein Beitrag ist edle Haltung und Verachtung gegen die Ungl\u00e4ubigen. Das verbindet ihn mit dem K\u00f6llner. \u00dcberhaupt ist K\u00f6lln und Berlin urspr\u00fcnglich das Selbe. Man hat Angst vor dem Wandel. Die \u201cProgressiven\u201d sind die wahren Konservativen.<br \/>\n20.1.2020, A.O.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Wahrheit setzt sich immer durch, ist meine optimistische Maxime.<\/strong><br \/>\nRedakteure k\u00f6nnen normalerweise immer nur so klug sein wie die Chefredakteure, von denen sie eingestellt worden sind. Die Erkl\u00e4rung ist also ganz einfach, f\u00fcr mich jedenfalls: Es war im Fehlen eines Nachrufs f\u00fcr Roger Scruton nicht die fehlende Direktive von oben schuld (\u00fcbersetzt nicht die ARGU aus dem Zentralkomitee), sondern die fehlende Bildung der verantwortlichen Redakteure, denn der Fisch f\u00e4ngt vom Kopf an zu stinken. Wenn nun dieser Mangel im Fall Scruton auch nicht mehr kaschiert werden konnte, weil sie bei dpa offensichtlich genau so minderbemittelt aufgestellt sind, f\u00e4llt das im deutschen Medienbetrieb nat\u00fcrlich ganz besonders peinlich auf. Wahrheit setzt sich immer durch, ist meine optimistische Maxime. In dieser Causa ist es in erster Linie die Bl\u00f6dheit, in zweiter Linie erst gr\u00fcn-linke oder was wei\u00df ich Verblendung.<br \/>\n20.1.2020, G.D.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKonservativismus beginnt mit einem Gef\u00fchl, das alle reifen Menschen bereitwillig teilen: das Gef\u00fchl, da\u00df das, was gut ist, leicht zu zerst\u00f6ren, aber nur schwer zu erschaffen ist. 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