{"id":77173,"date":"2019-12-15T18:47:51","date_gmt":"2019-12-15T17:47:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=77173"},"modified":"2019-12-15T18:47:51","modified_gmt":"2019-12-15T17:47:51","slug":"klimaclub-weltweit-nordhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/klimaclub-weltweit-nordhaus\/","title":{"rendered":"Klimaclub weltweit &#8211; Nordhaus"},"content":{"rendered":"<p>Im Internationalen Fr\u00fchschoppen am 15.12.2019 wies <a title=\"Sinn\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/sinn\/\">Prof Hans-Werner Sinn<\/a>, ehem. Pr\u00e4sident ifo-Institut M\u00fcnchen, vehement auf den von Nobelpreistr\u00e4ger William Nordhaus angeregten <em>&#8222;weltweiten Klimaclub&#8220;<\/em> hin: Denn der CO2-<a title=\"Emissionshandel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/emissionshandel\/\">Emissionshandel<\/a>\u00a0zur CO2-Bepreisung \u00fcber eine Steuer funktioniert nur <a title=\"Globalisierung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/\">weltweit<\/a>. Nationale (Deutschland) oder <a title=\"EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/\">EU<\/a>-weite (von der Leyen&#8217;s Green Deal) Einsparungen durch <a title=\"CO2\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/co2\/\">CO2<\/a>-Bepreisung wirken sogar kontraproduktiv: <!--more-->&#8222;Erd\u00f6l, das wir nicht verbrauchen, steht zu fallenden Preisen anderen L\u00e4ndern zur Verf\u00fcgung, um dort unkontrolliert verbrannt zu werden.&#8220; Dabei geht Prof Sinn davon aus, dass &#8222;die \u00d6lscheichs die \u00d6lf\u00f6rderung niemals drosseln werden.&#8220;<br \/>\n.<br \/>\nDeshalb m\u00fcsse ein z.B. an die WTO angelehnter <em>weltweit agierender Klimaclub<\/em> eingerichtet werden, \u00fcber den dann die gr\u00f6\u00dften Handelsnationen einen <a title=\"CO2-Abgabe statt viele Steuern\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/co2-abgabe-statt-viele-steuern\/\">CO2-Abgabe<\/a> entrichten. \u00dcber Sanktionen ist zu hoffen, dass alle wichtigen L\u00e4nder (auch USA, China, Russland, Indien, Brasilien, &#8230;) dem <em>Klimacub<\/em> beitreten.\u00a0Lokalen Aktionismus verurteilte Prof Sinn.<br \/>\nEinige Zitate:<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Der Ostblock f\u00e4hrt mit unseren alten Autos ohne Katalysator, und das Benzin geben wir ihnen auch gleich mit.&#8220;<br \/>\n.<br \/>\nZum &#8222;Green Deal&#8220;, den v.d.Leye als &#8222;wundersamen Tag, wie die bemannte Landung auf dem Mond&#8220; bezeichnete: &#8222;Eine klimaneutrale EU bis 2050 ohne Erd\u00f6l, Kohle und Atomkraft bedeutet Wachstumsverlust&#8220;.<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;23% bzw. gar 50% CO2-Reduktion bis 2050 ist Utopie. Es ist Zeit, da\u00df dieses Land mal erwacht.&#8220;<br \/>\n&#8222;F\u00fcr eine klimawirksame CO2-Steuer ist die EU viel zu klein&#8220;.<br \/>\n&#8222;Erd\u00f6l als wichtigsten Produktionsfaktor abschalten, dazu noch Kohle und Atomkraft, ist gegen alle Vernunft.&#8220;<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Der Windkraft-Industrie mit ihren von Siemens vor 100 Jahren erfundenen Turbinen stehen aus Berlin 25 Mrd Euro zur Verf\u00fcgung. Der Max-Planck-Gesellschaft in Greifswald f\u00fcr ihre Forschungen zu hochmodernen Fusions-Atomkraftwerken gerade mal der 100. Teil davon.&#8220;<br \/>\n&#8222;Beim SUV kostet die Einsparung einer Tonne CO2 400 Euro, bei der Hausd\u00e4mmung hingegen nur 50 Euro&#8220;.<br \/>\n.<br \/>\nFazit: Als Ma\u00dfnahme gegen die Erw\u00e4rmung bietet sich die Bepreisung des CO2-Aussto\u00dfes \u00fcber eine CO2-Abgabe an. Diese mu\u00df aber weltweit bzw. \u00fcber einen <em>&#8222;Klimaclub&#8220;<\/em> erfolgen, dem alle gro\u00dfen Handelsnationen angeh\u00f6ren. Das isolierte Einf\u00fchren einer CO2-Steuer auf nationaler Ebene wirkt weltweit gesehen klima-kontraproduktiv. Wenn die Gr\u00fcnen und die Umweltministerin Svenja Schulze so sehr auf nationale Alleing\u00e4nge bzw. Vorreiterrolle\u00a0erpicht sind, dann deutet dies daraufhin, dass es ihnen nicht prim\u00e4r ums Klima geht, sondern um den eigenen politischen Machterhalt.<br \/>\n15.12.2019<br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.hanswernersin.de\">https:\/\/www.hanswernersin.de<\/a><\/p>\n<p><strong>William Nordhaus: Wie teuer ist der Klimaschutz?<\/strong><br \/>\nSeine neueste Idee: Das Zwei-Grad-Ziel muss man vielleicht nicht sofort erreichen, sondern es reicht, wenn man es im 100-j\u00e4hrigen Durchschnitt erreicht. Schlie\u00dflich tr\u00e4ten einige besonders sch\u00e4dliche Folgen des Klimawandels erst ein, wenn das Klima sehr lange hei\u00df bleibt. Insgesamt w\u00fcrde das optimale Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis selbst unter pessimistischen Annahmen bei einem Emissionspfad erreicht, der bis 2100 zu einer Erderw\u00e4rmung um drei Grad f\u00fchrt.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nDamit kommt Nordhaus auf Sch\u00e4tzungen, welcher CO2-Preis wann n\u00f6tig w\u00e4re. Um das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten, m\u00fcsste der Preis laut Nordhaus\u2018 Berechnungen schon n\u00e4chstes Jahr bei 275 Dollar je Tonne liegen, das w\u00e4ren 58 Euro-Cent je Liter Benzin, 32 Euro f\u00fcr einen Economy-Flug von M\u00fcnchen nach Hamburg und fast 1600 Euro f\u00fcr einen Flug von Frankfurt nach Singapur. Bis 2050 w\u00fcrde der Preis sich fast verdreifachen.<br \/>\nNordhaus\u2018 optimaler Pfad (100j\u00e4hriger Durchschnitt) w\u00e4re deutlich g\u00fcnstiger. Da l\u00e4ge der CO2-Preis im kommenden Jahr bei 43 Dollar je Tonne, das w\u00e4ren 10 Cent je Liter Benzin, 5,60 Euro f\u00fcr einen Economy-Flug von M\u00fcnchen nach Hamburg (130 kg) und 270 Euro f\u00fcr einen Flug von Frankfurt nach Singapur. Bis 2050 w\u00fcrde der Preis auf 105 Dollar je Tonne steigen \u2013 immer noch weniger als im Zwei-Grad-Ziel.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nEin CO2-Preis f\u00fcr alle<br \/>\nUnabh\u00e4ngig davon macht Nordhaus einen Punkt, der auch in der deutschen Debatte manchmal untergeht: <em><strong>Wichtig ist aus seiner Sicht, dass ein CO2-Preis \u00fcberall der gleiche ist<\/strong><\/em> \u2013 in allen L\u00e4ndern und in allen Sektoren, von Verkehr bis Landwirtschaft. Das sieht nicht jeder so. Umweltministerin Svenja Schulze und DIW-\u00d6konomin Claudia Kemfert zum Beispiel streiten daf\u00fcr, dass alle Sektoren die gleiche CO2-Einsparung bringen \u2013 doch weil Einsparungen im Verkehr schwerer fallen als bei der Energiegewinnung, m\u00fcsste der Preis im Verkehr demzufolge h\u00f6her sein. Nordhaus hat mit seinem Modell festgestellt: Man kann mehr erreichen, wenn der Preis \u00fcberall gleich ist \u2013 und man eben dort mehr spart, wo es einfacher ist.<br \/>\nEin Preis f\u00fcr CO2 habe vier Vorteile: Erstens zeige er den Verbrauchern, welche Produkte CO2-intensiv sind und vermieden werden sollten. Zweitens zeige er Produktherstellern, welche Zutaten sie vermeiden sollten, und schaffe einen Anreiz daf\u00fcr. Drittens schaffe er Anreize, neue klimafreundliche Produkte zu schaffen. Viertens w\u00fcrde auch die Information f\u00fcr all das wertvoller.<br \/>\nAm Ende schl\u00e4gt Nordhaus vor, dass willige L\u00e4nder einen <em>\u201eKlimaclub\u201c<\/em> gr\u00fcnden, in dem tats\u00e4chlich bestraft wird, wer sich nicht an die Einsparungsziele h\u00e4lt.<br \/>\n&#8230; Alles vom 2.6.2019 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2019\/06\/02\/wie-teuer-ist-der-klimaschutz-10737\/\">https:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2019\/06\/02\/wie-teuer-ist-der-klimaschutz-10737\/<br \/>\n<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Zwei-Grad-Grenze-Erfinder kein Verfechter von Temperaturzielen<\/strong><br \/>\nDer amerikanische \u00d6konom William Nordhaus hat 1977 zum ersten Mal von einer Zwei-Grad-Grenze gesprochen. 2018 bekam er unter anderem daf\u00fcr den Wirtschaftsnobelpreis. &#8230;.<br \/>\nNordhaus lobte explizit die Sch\u00fcler f\u00fcr ihre Freitags-Demos pro Klimaschutz. \u201cDie \u00d6ffentlichkeit muss verstehen und akzeptieren, wie ernst die Situation ist. Daf\u00fcr gibt es viele Wege, auch diesen\u201d, sagte er.<br \/>\nNordhaus pl\u00e4dierte in der FAS daf\u00fcr, dass Staaten CO2-Emissionen verteuern. Das k\u00f6nnte in Form von Steuern geschehen oder in Form eines Emissionshandels&#8230;. <em><strong>Staaten, die auf CO2-Bepreisungen verzichten, sollten wegen unlauteren Wettbewerbs Z\u00f6lle f\u00fcr ihre Exporte hohe Z\u00f6lle zahlen m\u00fcssen.<\/strong><\/em><br \/>\n&#8230;. Alles vom 4.3.2019 von Franz Alt bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sonnenseite.com\/de\/zukunft\/zwei-grad-grenze-erfinder-kein-verfechter-von-temperaturzielen.html\">https:\/\/www.sonnenseite.com\/de\/zukunft\/zwei-grad-grenze-erfinder-kein-verfechter-von-temperaturzielen.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Internationalen Fr\u00fchschoppen am 15.12.2019 wies Prof Hans-Werner Sinn, ehem. 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