{"id":76812,"date":"2019-12-08T18:12:23","date_gmt":"2019-12-08T17:12:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=76812"},"modified":"2019-12-08T18:16:43","modified_gmt":"2019-12-08T17:16:43","slug":"invent-a-chip-sieger-kirchzarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/invent-a-chip-sieger-kirchzarten\/","title":{"rendered":"Invent-a-chip Sieger Kirchzarten"},"content":{"rendered":"<p>Platz Eins f\u00fcr Finn Liebner beim VDE\/BMBF-<a title=\"Jugend-forscht\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/forschung\/jugend-forscht\/\">Sch\u00fclerwettbewerb<\/a> \u201eInvent a Chip&#8220;.\u00a0Die Vorz\u00fcge von Licht setzt Finn Liebner (16) vom <a title=\"Schulzentrum Dreisamtal ist 40\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schulzentrum-dreisamtal-ist-40\/\">Marie-Curie-Gymnasium<\/a> in <a title=\"Kirchzarten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/kirchzarten\/\">Kirchzarten<\/a> gezielt ein. Er <a title=\"Science\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/science\/\">entwickelte<\/a> ein Mikrochip-gesteuertes optisches Daten\u00fcbertragungssystem. \u201eDie grundlegende \u00dcbertragung funktioniert mit ein paar Extras, wie einer Ver- und Entschl\u00fcsselung der Daten\u201c, beschreibt er die von ihm konzipierte Modell-Laserstrecke.<br \/>\n.<br \/>\n<!--more-->Das Prinzip der Daten\u00fcbertragung per Licht ist h\u00e4ufig durch die Infrarotfernbedienung des Fernsehers bekannt. \u201eVorteilhaft ist, dass auf optischem Wege sehr hohe \u00dcbertragungsraten von mehreren Terabits pro Sekunde m\u00f6glich sind. Au\u00dferdem ist Licht als Ersatz zu Funksystemen interessant, weil das Funkspektrum zunehmend dichter belegt ist und dadurch h\u00e4ufiger St\u00f6rungen oder Einschr\u00e4nkungen auftreten\u201c erkl\u00e4rt der Gymnasiast sein Projekt \u201eDatenreiches Licht\u201c.<br \/>\nSeine <a title=\"Science\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/science\/\">Mikrochipanwendung<\/a> \u00fcberzeugte die Jury des Sch\u00fclerwettbewerbs \u201eInvent a Chip\u201c und bescherte dem Sch\u00fcler den mit 3.000 Euro dotierten ersten Platz. Zum 18. Mal richten das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) und die Technologieorganisation VDE den weltweit einmaligen Wettbewerb an \u00fcber 3.000 Schulen aus, an dem sich 1.600 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Klassen acht bis dreizehn beteiligten.<br \/>\n&#8230; Alles vom 29.10.2019 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vde.com\/de\/presse\/pressemitteilungen\/iac-schueler-aus-kirchzarten-uebertraegt-daten-mit-licht\">https:\/\/www.vde.com\/de\/presse\/pressemitteilungen\/iac-schueler-aus-kirchzarten-uebertraegt-daten-mit-licht<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Siegreiches Datenleuchten &#8211; <\/strong><br \/>\n<strong>Wie Sch\u00fcler Finn Liebner aus Kirchzarten einen TECHNOLOGIEWETTBEWERB gewann<\/strong><br \/>\nRund 3000 Schulen nehmen an einem <a title=\"Jugend-forscht\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/forschung\/jugend-forscht\/\">Wissenschaftswettbewerb<\/a> teil, und am Ende gewinnt ein 16-j\u00e4hriger Sch\u00fcler des Gymnasiums Kirchzarten mit einer recht erwachsenen Forschungsarbeit: einem Chip, der Daten\u00fcbertragung per Licht erm\u00f6glicht.<br \/>\nDa ist sie, die typische Werkraum-Atmosph\u00e4re, der Geruch von PVC-Boden und S\u00e4gemehl, auch die passenden Maschinen stehen da. Die Sch\u00fcler im Raum sitzen allerdings vor Laptops, auf denen Dinge passieren, die abstrakter sind als Laubs\u00e4gearbeit. Nach Schulende, drau\u00dfen ist es dunkel, haben sie sich im Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten zur Elektronik-AG eingefunden. Auch Finn Liebner, der j\u00fcngst ein Projekt fertiggestellt hat, dem Fachleute bescheinigen, das Niveau einer studentischen Masterarbeit zu haben. Dabei ist er gerade 16 Jahre alt. Es beginnt im Elternhaus im \u00d6rtchen Himmelreich bei Kirchzarten. Liebners Vater ist Elektroingenieur, \u201eeine grobe Richtung hatte ich dadurch schon\u201c, sagt sein Sohn. Erste Schritte machte er mit einem Roboter bei \u201eJugend forscht\u201c, danach war klar, es musste weitergehen. Mit Licht diesmal, Inspiration war die Fernbedienung des Fernsehers. \u201eDas ist ja eine einfache \u00dcbertragung von Daten per Licht.\u201c Wie, fragte er sich, lie\u00dfen sich damit auch komplexere Daten \u00fcber freie Strecken \u00fcbertragen wie beispielsweise bei einer Internet-Verbindung? Das b\u00f6te Vorteile, beispielsweise einen h\u00f6heren Datendurchsatz als bei \u00dcbertragung per Funk.<\/p>\n<p>Das Experimentieren ging los. Welche Distanzen lie\u00dfen sich \u00fcberwinden, bei welchen Winkeln zwischen Sender und Empf\u00e4nger kam die Botschaft noch an,wie lie\u00dfen sich St\u00f6rungen herausrechnen? Dann begann der 16-J\u00e4hrige Text per Licht zu \u00fcbertragen. Bin\u00e4r, das An und Aus erzeugt die Information. Eine ungesicherte \u00dcbertragung w\u00e4re nicht alltagstauglich, also musste der Datenstrom verschl\u00fcsselt werden, wie es der heimische Wlan-Router tut. Mit der Arbeit betraute Liebner einen EinfachRechner vom Typ Raspberry Pi. Das \u00fcbliche Betriebssystem f\u00fcr die Ger\u00e4te arbeitete f\u00fcr Liebners Zwecke zu tr\u00e4ge \u2013 also schrieb er eben selbst eines. Zu dieser Zeit landete die Ausschreibung f\u00fcr einen Wettbewerb auf Wolfgang Wolffs Schreibtisch. Wolff ist Lehrer f\u00fcr Naturwissenschaft und Technik und auch Informatik am Gymnasium in Kirchzarten, und als er die Beschreibung las, dachte er an Finn. \u201eDas war genau der richtige Wettbewerb f\u00fcr diese Art von Projekt.\u201c \u201eInvent a Chip\u201c, Erfinde einen Chip, hei\u00dft er, ausgeschrieben vom Bundesforschungsministerium und dem Elektrotechnikverband VDE.<br \/>\n.<br \/>\nErste Aufgabe: Ein Fragebogen, leicht am Anfang, sehr anspruchsvoll am Ende, wie sich Sch\u00fcler wie Lehrer erinnern. Liebner bew\u00e4ltigte ihn und arbeitete weiter an seinem \u00dcbertragungssystem. Am Ende der Qualifikation geh\u00f6rte sein Konzept zu den zehn bundesweit f\u00fcrs Finale zugelassenen Projekten.<br \/>\nKurz vor den Sommerferien durfte Liebner damit an die Universit\u00e4t Hannover reisen. \u201eDort konnte ich mit Profis daran arbeiten, das Projekt umzusetzen\u201c, erz\u00e4hlt er. Und damit anfangen, sein System in einem Chip unterzubringen, was ja Ziel des Wettbewerbs war. Es folgten vier Monate Arbeit. \u201eAm Anfang jeden zweiten Tag, am Ende dann ganzt\u00e4gig.\u201c Weiterentwickeln, \u00fcberarbeiten, Abgleich mit den VDE-Leuten, Gespr\u00e4che mit Lehrer Wolfgang Wolff. Konnte der zu so einer spezialisierten Angelegenheit \u00fcberhaupt noch beitragen? \u201eTja\u201c, grinst der, \u201ewenn ein Sch\u00fcler sich so reinfuchst, ist er irgendwann nat\u00fcrlich weiter als ich.\u201c<br \/>\n.<br \/>\nDann das Finale: Auf einem Mikrosystemtechnik-Kongress in Berlin lie\u00df Finn Ende Oktober sein \u201eDatenreiches Licht\u201c begutachten und landete schlie\u00dflich auf dem ersten Platz. Der bedeutete unter anderem: 3000 Euro, Gl\u00fcckw\u00fcnsche, Kontakte zu Industrie und Hochschulen, Fachsimpeln mit Gunther Kegel, dem Pr\u00e4sidenten des VDE, und zu Hause noch einen Empfang bei B\u00fcrgermeister Andreas Hall im Kirchzartener Rathaus. Und nat\u00fcrlich geht es jetzt weiter, die Visionen sind da. Wie w\u00e4re es mit Wlan, das in einem Raum per Licht ausgestrahlt wird? \u201eDas w\u00e4re abh\u00f6rsicher\u201c, sagt er, \u201eanders als die Wellen normaler Router kann Licht den Raumja nichtverlassen.\u201c Nebenbei wird Finn Liebner bald noch das Abitur ablegen. Und dann? Studium in Freiburg, Physik soll<br \/>\n8.12.2019, Jens Kitzler, <a href=\"https:\/\/der-sonntag.de\">https:\/\/der-sonntag.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Sieger &#8222;Invent-a-chip&#8220; 2019: 1. Preis an Finn Liebner aus Kirchzarten<\/strong><br \/>\nFinn Liebner vom Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten hat mit seinem Projekt &#8222;Datenreiches Licht&#8220; den ersten Platz belegt.<br \/>\nFinn entwickelte ein chipgesteuertes optisches Daten\u00fcbertragungssystem f\u00fcr die \u00dcbermittlung von ASCII-Zeichen. \u201eDie grundlegende \u00dcbertragung funktioniert mit ein paar Extras, wie einer Ver- und Entschl\u00fcsselung der Daten\u201c, beschreibt er die von ihm konzipierte Modell-Laserstrecke.<br \/>\nDas Prinzip der Daten\u00fcbertragung per Licht ist h\u00e4ufig durch die Infrarotfernbedienung des Fernsehers bekannt. \u201eVorteilhaft ist, dass auf optischem Wege sehr hohe \u00dcbertragungsraten von mehreren Terrabits pro Sekunde m\u00f6glich sind. Au\u00dferdem ist Licht als Ersatz zu Funksystemen interessant, weil das Funkspektrum zunehmend dichter belegt ist und dadurch h\u00e4ufiger St\u00f6rungen oder Einschr\u00e4nkungen auftreten.\u201c<br \/>\n&#8230; Alles bitte lesen auf <a href=\"https:\/\/www.invent-a-chip.de\/invent-a-chip\">https:\/\/www.invent-a-chip.de\/invent-a-chip<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Platz Eins f\u00fcr Finn Liebner beim VDE\/BMBF-Sch\u00fclerwettbewerb \u201eInvent a Chip&#8220;.\u00a0Die Vorz\u00fcge von Licht setzt Finn Liebner (16) vom Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten gezielt ein. 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