{"id":76684,"date":"2019-12-03T11:12:20","date_gmt":"2019-12-03T10:12:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=76684"},"modified":"2019-12-03T11:12:20","modified_gmt":"2019-12-03T10:12:20","slug":"schweigen-der-mitte-vornehm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schweigen-der-mitte-vornehm\/","title":{"rendered":"Schweigen der Mitte &#8211; vornehm"},"content":{"rendered":"<p>Die <a title=\"Schweigen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/schweigen\/\">&#8222;schweigende Mehrheit&#8220;<\/a>, das &#8222;gro\u00dfe Schweigen der <a title=\"Mittelstand\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/\">Mitte<\/a>&#8222;, begleiteten die Zeiten von Wachstum und <a title=\"Sozialstaat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/sozialstaat\/\">Prosperit\u00e4t<\/a> seit den 1960er Jahren. In den sogenannten besseren Kreisen galt es geradezu als <a title=\"Konformismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/political-correctness\/konformismus\/\">vornehm<\/a>,\u00a0 sein <a title=\"Naivitaet\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/naivitaet\/\">Desinteresse<\/a> am tagsespolitischen Geschehen zu bekunden: &#8222;Aber bitte keine politischen Themen&#8220;, &#8222;Die da oben machen es schon&#8220; bzw. &#8222;Politik regt mich nur auf&#8220;.<br \/>\n.<br \/>\n<!--more-->Man hatte sich daran gew\u00f6hnt, dass &#8222;Keine Experimente&#8220; und &#8222;Weiter so&#8220; Einkommen und Rente sicherten. Sp\u00e4testens seit der <a title=\"Grenz\u00f6ffnung2015\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/grenzoeffnung2015\/\">Grenz\u00f6ffnung 9\/2015<\/a> jedoch macht sich Unsicherheit breit &#8211; noch nicht auf dem Konto, wohl aber im <a title=\"Gesellschaft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/\">gesellschaftlichen<\/a> Alltag. Machen &#8222;<a title=\"Eliten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/eliten\/\">Die da oben<\/a>&#8220; wirklich alles gut &#8211; wie es die Medien melden &#8211; und vor allem was? Die B\u00fcrger beginnen zu diskutieren und zu hinterfragen &#8211; im Grunde positiv, denn die <a title=\"Diskussionskultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskussionskultur\/\">Diskussionskultur<\/a> mit dem ehrlichen Austauschen von Argumenten geh\u00f6rt zum &#8222;<a title=\"Consent-of-the-Governed\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/consent-of-the-governed\/\">Consent of the Governed<\/a>&#8220; der <a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie<\/a> und f\u00f6rdert den <a title=\"Gesellschaftsvertrag \u2013 Consent\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gesellschaftsvertrag-consent\/\">inneren Frieden<\/a>.<br \/>\n.<br \/>\nDoch je mehr Fragen, Kritik und Zweifel die &#8222;<a title=\"Schweigespirale zur Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schweigespirale-zur-migration\/\">schweigende Mehrheit&#8220;<\/a> \u00e4u\u00dfert, umso mehr werden diese von Politik wie den ihr willf\u00e4hrigen Medien blockiert und als nicht-links, sprich als rechts, rassistisch bis hin zu Nazi abgetan. Zwei Beispiele:<br \/>\nAuf die Frage &#8222;Wieviele der \u00fcber 1000 Mrd Euro an EU-Target-Salden (also \u00fcber eine Billion bzw. mit stolzen 15 Nullen 1.000.000.000.000.000 Euro) mu\u00df der deutsche Sparer wohl bezahlen?&#8220; erhalten Sie die Gegenfrage &#8222;Sind sie etwa Nationalist und gegen die EU?&#8220;, aber aus Berlin keine ehrliche Antwort &#8211; au\u00dfer etwa inoffiziell von Prof. Sinn\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.hanswernersinn.de\/\">https:\/\/www.hanswernersinn.de\/<br \/>\n<\/a>Auf die Frage nach den j\u00e4hrlichen <a title=\"Migration-Kosten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migration-kosten\/\">Fl\u00fcchtlingskosten<\/a> erh\u00e4lt der B\u00fcrger die Gegenfrage &#8222;Sind Sie Ausl\u00e4nderfeind bzw. von der AfD?&#8220;, aber von offizieller Seite keine Antwort &#8211; die von Minister Seehofer genannten 20 Mrd sind eine nicht ernstzunehmende L\u00fcge, denn Hochrechnungen von Universit\u00e4ten kommen auf weit \u00fcber 50 Mrd\/Jahr. Dabei r\u00fchmt sich das deutsche Statistikwesen, weltweit f\u00fchrend zu sein.<br \/>\n.<br \/>\nDass <a title=\"Political-Correctness\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/political-correctness\/\">Political Correctness<\/a> und <a title=\"Kampf-gegen-Rechts\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/kampf-gegen-rechts\/\">&#8222;Kampf gegen Rechts&#8220;<\/a> wirken, zeigt die j\u00fcngste Allensbach-Umfrage, nach der \u00fcber 70% der B\u00fcrger sich eingesch\u00fcchtert nicht mehr trauen, ihre politische Meinung offen und \u00fcberall zu sagen. Der m\u00fcndige B\u00fcrger scheint unerw\u00fcnscht zu sein in Zeiten ungel\u00f6ster Probleme wie Migration, EU-Haftung, Energie, Klima und Rente. Die &#8222;schweigende Mehrheit&#8220; der deutschen <a title=\"Mittelschicht\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/mittelschicht\/\">Mittelschicht<\/a> (Arbeitnehmer wie Unternehmer) wandelt sich zur &#8222;schweigenden Minderheit&#8220; &#8211; und die Regierung als auch die <a title=\"GEZ-Medien\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/gez-medien\/\">Medien<\/a> schweigen dazu ebenso.<br \/>\n2.12.2019<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Umfrage des IFT Allensbach zur Meinungsfreiheit: 71%<\/strong><br \/>\n\u201cAnders ist das bei den Themen, die mehr als alle anderen als Tabuzonen eingesch\u00e4tzt werden, Fl\u00fcchtlinge und Islam. 71 Prozent haben den Eindruck, dass man sich zur Fl\u00fcchtlingsthematik nur mit Vorsicht \u00e4u\u00dfern kann. \u201d<br \/>\n\u2026 Alles zu \u201cGrenzen der Freiheit\u201d des Instituts f\u00fcr Demoskopie Allensbach vom 23.5.2019 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ifd-allensbach.de\/fileadmin\/user_upload\/FAZ_Mai2019_Meinungsfreiheit.pdf\">https:\/\/www.ifd-allensbach.de\/fileadmin\/user_upload\/FAZ_Mai2019_Meinungsfreiheit.pdf<br \/>\n<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Wir haben keine Streitkultur mehr, alles wird als indiskutabel erkl\u00e4rt<\/strong><br \/>\n\u201eStatt Streit zuzulassen, ihn sportlich zu nehmen, ihn gar anzufachen, erstickt man ihn meistens schon im Keim, indem etwas f\u00fcr indiskutabel oder nicht tolerierbar erkl\u00e4rt wird.<br \/>\nBevor Standpunkte ausgetauscht werden, schreitet meistens schon die Gesinnungspolizei ein und verlangt, da\u00df sich alle sofort (\u2026) vom moralisch Ge\u00e4chteten distanzieren.\u201c<br \/>\nEdo Reents, Feuilleton-Leiter, in der \u201eFAZ\u201c vom 14. Oktober 2019<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Das Schweigen der Mitte<\/strong><br \/>\nEs gibt L\u00e4nder, in denen kann man schlicht nicht glauben, dass einem einigerma\u00dfen gut verdienenden Arbeitnehmer in Deutschland von seinem Lohn nicht viel mehr als die H\u00e4lfte bleibt. Dass in den vergangenen zehn Jahren guter Konjunktur keine Regierung auf die Idee gekommen ist, Steuern oder Sozialbeitr\u00e4ge in sp\u00fcrbaren Gr\u00f6\u00dfenordnung zu senken, ist irritierend. &#8230;.<br \/>\nWenn nicht alles t\u00e4uscht, hat sich bei vielen das Gef\u00fchl verst\u00e4rkt, zunehmend ausgenutzt zu werden. Sie begreifen, dass sie es sind, die zur Kasse gebeten werden \u2013 und wenden sich von der Politik ab oder populistischen Kr\u00e4ften zu. Dieser pers\u00f6nliche Eindruck, trotz Arbeit jedes Jahr ein bisschen weiter abzurutschen, wird von Politikern nicht ernst genug genommen. Die Mitte, die von Parteien umworben, aber nicht verstanden wird, schrumpft zunehmend. Dabei ist sie es, die die Gesellschaft tr\u00e4gt. F\u00fchlt sie sich aber nicht mehr wertgesch\u00e4tzt, birgt sie durchaus Radikalisierungspotenzial. Es sind weniger die sozial Abgest\u00fcrzten, die sich radikalisieren. Diese neigen eher zur Politikferne. Politisch gef\u00e4hrlich wird es, wenn in der Mitte die Angst umgeht, dass sie selbst trotz Arbeit und Flei\u00df abzust\u00fcrzen droht. Im Moment grassiert diese Gefahr nicht im gro\u00dfen Stil. Aber was ist, wenn die Wirtschaft nicht mehr so gut l\u00e4uft und so vielen Menschen Arbeit gibt? Dann sitzt man auf all den Wohltaten und kann sie nicht mehr seri\u00f6s finanzieren.<br \/>\nUnd da ist noch etwas, was Politiker aus Gr\u00fcnden der Political Correctness am liebsten nicht diskutieren. Bei vielen B\u00fcrgern ist es hingegen Thema: die Kosten der Fl\u00fcchtlingspolitik. Mehr als 20 Milliarden Euro veranschlagt allein der Bund im Haushalt f\u00fcr die Finanzierung der Fl\u00fcchtlinge und die Bek\u00e4mpfung von Fluchtursachen in anderen L\u00e4ndern.<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.11.2019 von Karlheinz Fesenmeier bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/das-schweigen-der-mitte--179590428.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/das-schweigen-der-mitte&#8211;179590428.html<br \/>\n<\/a>\u00a0.<br \/>\n<strong>Zur Meinungsfreiheit der &#8222;schweigenden Mitte&#8220;<\/strong><br \/>\nDie Frage ist doch, woher kommt das von Karl-Heinz Fesenmeier in der Badischen Zeitung (siehe oben) so treffend beschriebene &#8222;Schweigen der Mitte&#8220;? Woher kommen Political Correctness und Konformit\u00e4tsdruck? Wird Artikel 5 des Grundgesetzes, welcher die Meinungsfreiheit garaniert, zur Fiktion?<br \/>\nEine Allensbach-Umfrage vom Mai 2019 ergab, da\u00df bis zu 70 Prozent der Deutschen das Gef\u00fchl haben, sich zu wichtigen Fragen nicht frei \u00e4u\u00dfern zu k\u00f6nnen: Zur Einwanderung, zum Islam, zu Minderheiten- und Genderfragen. Inzwischen mu\u00df man wahrscheinlich auch den Klimakomplex auf diese Tabuliste setzen. Eine neue Jugendstudie (Shell) best\u00e4tigt den Allensbach-Befund speziell f\u00fcr die j\u00fcngere Generation.<br \/>\n.<br \/>\nEs ist noch gar nicht so lange her, da wurde auch uns, meinem Mann und mir, von unseren Kindern ein Redeverbot erteilt. Erst nachdem wir uns ausbedungen hatten, zumindest in unseren eigenen vier W\u00e4nden denken und sagen zu d\u00fcrfen, wie und was wir wollen, wurden unsere Diskussionen wieder bunter und damit auch interessanter.<br \/>\nTrotz Greta und dem angeblich baldigst bevorstehenden Weltuntergang kommen wir eigenartigerweise innerhalb unseres Familien- und Bekanntenkreises immer wieder auf das Migrationsproblem zu sprechen. Nach einer solchen Diskussion bekam ich unl\u00e4ngst von einer mir sehr nahestehenden Person den Rat, ich solle mir doch nicht so viele Sorgen machen. Sie meinte es gut mit mir, und dar\u00fcber freut man sich. Aber dann kam von der gegen\u00fcberliegenden Seite der Kaffeetafel ein Satz, der mich aufhorchen lie\u00df: <em>&#8222;Ich f\u00fchle mich von den offenen Grenzen und den Migranten nicht bedroht.&#8220;<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\n&#8222;Aber ja,&#8220; dachte ich, &#8222;diese Dame hat ja recht!&#8220; Und ich antwortete ihr:<br \/>\n<em>&#8222;Ich selbst f\u00fchle mich von den offenen Grenzen und den Migranten auch nicht bedroht.<\/em><br \/>\n<em>Ich war noch nie in meinem Leben auf diesen Sozialstaat angewiesen und werde es h\u00f6chstwahrscheinlich auch in Zukunft nicht sein. <\/em><br \/>\n<em>Ich werde niemals mit den Neuank\u00f6mmlingen konkurieren m\u00fcssen. Weder um immer knapper werdenden st\u00e4dtischen Wohnraum noch um immer knapper werdende Billigjobs f\u00fcr Geringqualifizierte.<\/em><br \/>\n<em>Wenn die Lernleistung in unseren staatlichen Schulen st\u00e4ndig geringer wird und inzwischen deutsche und vor allem j\u00fcdische Kinder dort immer \u00f6fters gemobbt werden, schicke ich meine Kinder in Privatschulen. Das kann ich mir leisten.<\/em><br \/>\n<em>Falls die Eltern von H\u00e4nschen M\u00fcller und von Menachem Blumenschein sich dies nicht leisten k\u00f6nnen oder wollen, dann haben H\u00e4nschen M\u00fcller und Menachem Blumenschein eben Pech gehabt. Das geht mich nichts an.<\/em><br \/>\n<em>Vor \u00fcblen Nachstellungen testosterongesteuerter junger M\u00e4nner aus dem Orient oder aus Afrika sch\u00fctzt mich mein fortgeschrittenes Alter. <\/em><br \/>\n<em>Und solange es nur die Kinder und Enkel anderer Leute sind, die gew\u00fcrgt, vergewaltigt, gemessert und umgebracht werden, l\u00e4\u00dft mich das kalt, das ber\u00fchrt mich \u00fcberhaupt nicht.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Nun wurde es aber doch unruhig auf den gepolsterten St\u00fchlen. Und &#8222;Madam Unbedroht&#8220; von der anderen Seite des Kuchenbuffets meinte, da\u00df ich sehr zynisch daherk\u00e4me. &#8222;So denkst du doch nicht wirklich?&#8220; wollte sie wissen.<br \/>\n&#8222;Ich?, nein, ich denke nicht so,&#8220; sagte ich. &#8222;Aber du.&#8220;<br \/>\n\u00dcbrigens: &#8222;Auch die Sorge ist eine Klugheit, wiewohl nur eine passive. Die Dummheit wei\u00df von keiner Sorge.&#8220; Johann Wolfgang von Goethe am 16. August 1824 zu Eckermann bei einem Gespr\u00e4ch \u00fcber &#8222;besorgte B\u00fcrger&#8220;. Machen wir uns also ein paar Sorgen und sprechen dar\u00fcber, das steht uns zu.<br \/>\n17.11.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die &#8222;schweigende Mehrheit&#8220;, das &#8222;gro\u00dfe Schweigen der Mitte&#8222;, begleiteten die Zeiten von Wachstum und Prosperit\u00e4t seit den 1960er Jahren. 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