{"id":75749,"date":"2019-11-06T20:39:48","date_gmt":"2019-11-06T19:39:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=75749"},"modified":"2019-11-06T20:43:53","modified_gmt":"2019-11-06T19:43:53","slug":"energie-co2-dekarbonisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie-co2-dekarbonisierung\/","title":{"rendered":"Energie CO2 Dekarbonisierung"},"content":{"rendered":"<p>Was tun, wenn Sie als Nicht-PhysikerIn von <a title=\"Energiewende\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/energiewende\/\">Energiewende<\/a>, &#8222;Weltrettung durch deutsche <a title=\"CO2\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/co2\/\">CO2-Reduzierung<\/a>&#8222;, <a title=\"Strom\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/\">Stromnetz<\/a>, &#8222;<a title=\"Kohle\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/kohle\/\">Dekarbonisierung<\/a> der Stromerzeugung&#8220; oder Energiedichte nichts verstehen? Den nachfolgend dokumentierten Beitrag von <a title=\"Klimaleugner: psychisch Kranke\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/klimaleugner-psychisch-kranke\/\">Manfred Haferburg<\/a> lesen. Er kann anschaulich erkl\u00e4ren.<br \/>\n6.11.2019<br \/>\n.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Gau im Illusionsreaktor (3) \u2013 den Wahnsinn anschaulich machen<br \/>\n<\/strong>&#8211; von Manfred Haferburg<br \/>\nDer physikalische Unsinn der Energiewende begann schon mit den Namen \u201eErneuerbare Energie\u201c.<br \/>\nEnergie kann nach den Haupts\u00e4tzen der W\u00e4rmelehre n\u00e4mlich nicht erneuert werden.<br \/>\nUnd sie l\u00e4sst sich auch nicht wenden.<br \/>\nIch will hier keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, davon gibt es bereits genug. Ich will versuchen, mit einigen einfachen Vergleichen den Energiewende-Unfug auch denen verst\u00e4ndlich zu machen, die sonst nichts mit Physik am Hut haben. Und ja, nat\u00fcrlich hinken meine Vergleiche. Ich werde trotzdem versuchen, mal eben kurz zu erkl\u00e4ren, wie das Stromnetz funktioniert, was Energiedichte ist und was die deutsche CO2-Reduzierung zur Weltrettung beitragen kann \u2013 deshalb ist es ein langer Artikel geworden.<br \/>\n.<br \/>\nFangen wir damit an, ob das Ziel der Deutschen Energiewende, den CO2-Ausstoss in Deutschland zur Rettung des Klimas um irgendeine Prozentzahl \u2013 seien es 60 oder gar 96 Prozent \u2013 zu senken, \u00fcberhaupt Sinn macht. Kann das vergleichsweise kleine Deutschland nennenswert zur weltweiten Klimarettung beitragen?<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Der Eiffelturm und ein Blatt Papier<\/strong><br \/>\nDie Atmosph\u00e4re besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff und zu 21 Prozent aus Sauerstoff \u2013 das sind 99 Prozent. Argon, D\u00e4mpfe und Spurengase machen 0,93 Prozent aus. Jetzt sind wir sozusagen beim DDR-Wahlergebnis: 99,93 Prozent, immer noch ohne CO2.<br \/>\nNur 4.000 von 10 Millionen Molek\u00fclen in der Atmosph\u00e4re sind CO2, das sind 0,04 Prozent. Von den 4.000 CO2-Molek\u00fclen sind 120 menschengemacht. Von diesen 120 menschengemachten CO2-Molek\u00fclen stammen drei (3) aus Deutschland, das sind 0,00003 Prozent der Atmosph\u00e4re. Drei CO2-Gasmolek\u00fcle von 10 Millionen Gasmolek\u00fclen in der Atmosph\u00e4re sind Gasmolek\u00fcle aus Deutschland. Der deutsche Beitrag zum weltweiten CO2 ist so viel, wie ein Blatt Papier im Vergleich zum Eiffelturm. Um sich das bildlich vorstellen zu k\u00f6nnen, machen wir mal einen H\u00f6henvergleich daraus: Wenn die Erdatmosph\u00e4re so hoch wie der Eiffelturm (324 m) w\u00e4re, dann w\u00e4re<br \/>\nStickstoff etwa 253 m hoch, so wie der Messeturm in Frankfurt.<br \/>\nSauerstoff w\u00e4re 68 m hoch, so etwa wie die Thomaskirche in Leipzig.<br \/>\nArgon und die Spurengase w\u00e4ren 3 m hoch, wie das Goethe-\/Schiller-Denkmal in Weimar.<br \/>\nCO2 w\u00e4re so hoch wie ein Kugelschreiber, etwa 13 cm.<br \/>\nUnd der deutsche Anteil am CO2 w\u00e4re so hoch wie ein Blatt Papier, n\u00e4mlich 0,1 mm.<br \/>\n(Danke an die Ersteller dieses sehenswerten Videos)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QlvnYXE7www\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QlvnYXE7www<br \/>\n<\/a>\u00a0.<br \/>\nDeutschland will eine gigantische energetische Transformation einleiten, die das gesamte Leben der Gesellschaft umkrempelt und m\u00f6glicherweise zur De-Industrialisieung f\u00fchrt: wegen 0,00003 Prozent CO2? Die Welt wird jedenfalls auch dann nicht gerettet werden, wenn Deutschland sich samt seiner Bev\u00f6lkerung aus unergr\u00fcndlichen Gr\u00fcnden pl\u00f6tzlich in CO2-freie Luft aufl\u00f6sen w\u00fcrde.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Wie funktioniert ein Stromnetz?<\/strong><br \/>\nWenn Deutschland dennoch eine Dekarbonisierung der Stromerzeugung versuchen will \u2013 ist es dann technisch m\u00f6glich, die Versorgungssicherheit ohne gro\u00dftechnische Speicher zu gew\u00e4hrleisten?<br \/>\nWaren Sie, lieber Leser, schon einmal in einem alten Fabrikmuseum? Da gibt es eine gro\u00dfe Welle mit vielen Riementreibr\u00e4dern unter der Decke \u2013 so lang wie die ganze Werkhalle. Diese Welle dreht sich mit konstanter Drehzahl, angetrieben von einer Dampfmaschine \u00fcber einen Riementrieb auf der einen Seite. Diese Welle versinnbildlicht das Stromnetz. Das Netz stellt physikalisch eine starre Welle dar, die sich mit 50 Umdrehungen pro Sekunde im ganzen Land \u2013 von M\u00fcnchen bis Hamburg \u2013 \u00fcberall gleich dreht.<br \/>\nDie Stromnetzwelle wird von tausenden \u201eDampfmaschinen\u201c \u2013 den Kraftwerken \u2013 angetrieben, und Millionen Verbraucher k\u00f6nnen, ohne zu fragen, beliebig Verbraucher zuschalten.<br \/>\nIn unserem Museum stehen unter der Welle in Reih und Glied die Werkzeugmaschinen. Das sind die Verbraucher. Jeder Arbeiter in der Halle kann jetzt bei Bedarf den Treibriemen seiner Maschine auf die sich drehende Welle werfen (daher kommt der Ausdruck: \u201eden Riemen auf die Orgel werfen\u201c) und somit Last abnehmen \u2013 also in unserem Sinne Strom verbrauchen.<br \/>\nRein physikalisch sinkt jetzt durch die neue Belastung die Drehzahl der Welle. (Etwa wie bei einem Auto, das pl\u00f6tzlich den Berg hoch muss). Die Dampfmaschine \u201egibt etwas mehr Gas\u201c, der Fliehkraftregler \u00f6ffnet die Dampfzufuhr und h\u00e4lt die Drehzahl konstant.<br \/>\nWenn jetzt viele Arbeiter gleichzeitig den Riemen auf die Orgel werfen, dann MUSS die Dampfmaschine stark genug sein \u2013 und zwar sekundengenau \u2013 um die Drehzahl konstant zu halten, sonst dreht sich die Welle durch die \u00dcberlast immer langsamer. (Das ist wie beim Auto: Wenn der Motor nicht genug Leistungsreserve f\u00fcr den Berg hat, geht die Drehzahl runter und der Motor wird eventuell \u201eabgew\u00fcrgt\u201c).<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Wie man das Netz \u201eabw\u00fcrgen\u201c kann und was dann passiert<\/strong><br \/>\nBei unserem Stromnetz darf sich die Welle aber nur minimal langsamer als 50-mal pro Sekunde drehen, schon bei unter 49 Umdrehungen pro Sekunde fallen ganze Teile des Netzes aus, bei 47,5 U\/sec wird es \u201eabgew\u00fcrgt\u201c \u2013 die Kraftwerke fallen aus, es kommt zum Blackout. Das System muss so ausgelegt werden, dass sich die Drehzahl unserer \u201eNetzwelle\u201c weder nach oben oder nach unten \u00e4ndert, sonst bricht das Netz zusammen, und es gibt einen Blackout. Beim Blackout f\u00e4llt die Dampfmaschine aus, die Welle bleibt stehen und nichts geht mehr. Die Netzbetreiber k\u00f6nnen ein Lied davon singen, was bei Halbzeitpausen von popul\u00e4ren Fu\u00dfballspielen im Netz passiert, wenn Millionen von Zuschauern pl\u00f6tzlich in Klo oder K\u00fcche Licht anmachen und Kaffeekessel oder Bratpfanne anwerfen.<br \/>\nDas bisherige Stromnetz war f\u00fcr solche Belastungsschwankungen ausgelegt. Gro\u00dfe Kraftwerke konnten wetterunabh\u00e4ngig Tag und Nacht Grundlast liefern und die Welle konstant drehen. Die Belastungsschwankungen wurden durch Mittel- und Spitzenlastkraftwerke vom Netzbetreiber sauber ausgeregelt, die Netzwelle drehte sich konstant mit 50 Umdrehungen pro Sekunde, egal was die Kunden machten.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Wenn Kunden von launischen Stromquellen abh\u00e4ngig werden<\/strong><br \/>\nDeutschland hatte eine der zuverl\u00e4ssigsten Stromversorgungen der Welt und Stromausf\u00e4lle waren unbekannt \u2013 der Strom kam in Deutschland seit mehr als 50 Jahren aus der Steckdose. Durch die Energiewende wird nun die ganze Funktionalit\u00e4t des Netzes umgebaut. Das Netz muss jetzt in die Lage versetzt werden, den Strom von abertausenden kleinen Stromquellen wie Windr\u00e4der und Solard\u00e4chern \u201eeinzusammeln\u201c und dann wieder an Millionen Kunden zu verteilen und dabei immer die 50 Umdrehungen pro Sekunde einzuhalten. Die \u201eerneuerbaren\u201c Stromquellen sind dazu noch wetter- und tageszeitabh\u00e4ngig.<br \/>\nJetzt machen also nicht nur die Kunden im Stromnetz, was sie wollen, sondern auch noch die Stromerzeuger. Wo fr\u00fcher f\u00fcnfmal im Jahr eingegriffen werden musste, sind es heute tausende Male.<br \/>\nMit jedem Windrad, was ans Netz geht, wird dessen konstante Drehzahlregelung des Stroms schwieriger. Mit jedem Gro\u00dfkraftwerk, das vom Netz geht, wird die Unsicherheit der Versorgung gr\u00f6\u00dfer. Bei Flaute oder Dunkelheit reicht die Erzeugung nicht mehr und die Drehzahl geht runter. Ohne Gro\u00dfkraftwerke k\u00f6nnten nur noch die Nachbarn, die Strom noch mit Kernkraft oder Kohle herstellen, die Versorgungsl\u00fccken ausgleichen. Anders w\u00e4re es, wenn es gro\u00dftechnische Stromspeicher g\u00e4be, was mitnichten der Fall ist.<br \/>\nDie einzige M\u00f6glichkeit: Der Strom muss f\u00fcr die Verbraucher rationiert werden, anders geht es nicht. Wer etwas anderes behauptet, hat in Physik nicht aufgepasst oder schwindelt.<br \/>\nDer gern gepflegte Mythos der Energiewende: \u201eIrgendwo ist immer Wind\u201c ist ungef\u00e4hr so wahr, wie der Slogan \u201eWind und Sonne schicken keine Rechnung\u201c. Eine umfassende Auswertung der Wetterdaten \u00fcber viele Jahre durch die VGB (Vereinigung der Grosskesselbetreiber) ergab, dass es durchaus und nicht selten europaweite Dunkelflauten gibt (hier und hier, beide Studien k\u00f6nnen komplett heruntergeladen werden).<br \/>\nF\u00fcr eine der nicht seltenen zweiw\u00f6chigen Dunkelflauten w\u00fcrde man zur Stromversorgung Deutschlands 21 Terawattstunden Speicherkapazit\u00e4t ben\u00f6tigen. Es sind aber nur 0,04 Terawattstunden vorhanden. Das sind die 36 deutschen Pumpspeicherwerke \u2013 alle anderen Speicher tragen gar nicht messbar bei. Um also die zweiw\u00f6chige Dunkelflaute zu beherrschen, ben\u00f6tigt man zus\u00e4tzlich 17.500 Pumpspeicherwerke der g\u00e4ngigen Gr\u00f6\u00dfe, die es nicht gibt und die man auch schon auf Grund geologischer Gegebenheiten in Deutschland nicht bauen kann.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Schweinshaxe oder Gem\u00fcsebr\u00fche \u2013 was stillt den Hunger?<\/strong><br \/>\nDie \u201eerneuerbaren\u201c Energien haben neben ihrer Unzuverl\u00e4ssigkeit noch ein weiters schwerwiegendes Problem. Sie haben eine niedrige \u201eEnergiedichte\u201c. Was ist das nun wieder? Das l\u00e4sst sich am besten am Vergleich mit gutem Essen festmachen.<br \/>\nDie mittelalterlichen Energiequellen Sonne und Wind haben eine extrem niedrige Energiedichte. Es braucht riesige Ger\u00e4te oder Fl\u00e4chen, um damit wenig Strom erzeugen zu k\u00f6nnen. Das ist vergleichbar mit einer Gem\u00fcsebr\u00fche ohne Gem\u00fcse \u2013 man muss die Br\u00fche literweise l\u00f6ffeln und wird nicht satt. Deshalb waren die Menschen im Mittelalter im wahrsten Sinne des Wortes energiehungrig. Auch die biologischen Energietr\u00e4ger Holz und Energiepflanzen haben eine niedrige Energiedichte \u2013 zu vergleichen mit einer d\u00fcnnen Gem\u00fcsesuppe, die nicht vorh\u00e4lt. Wegen der niedrigen Energiedichte braucht man f\u00fcr die Versorgung von Bioreaktoren so riesige Anbaufl\u00e4chen.<br \/>\nDie fossilen Energietr\u00e4ger \u00d6l und Kohle, auch Erdgas unter Druck, haben eine recht gute Energiedichte, vergleichbar mit einer reichhaltigen Erbsensuppe mit Speck und W\u00fcrstel. Man wird satt und es h\u00e4lt vor. Mit einem Tank Diesel k\u00f6nnen Autos tausend Kilometer fahren.<br \/>\nDie h\u00f6chste bekannte Energiedichte hat die Kernenergie. Das ist wie Grillhaxe mit Buttercremetorte und Schlagobers obendrauf.<br \/>\nDie Energiedichte von Uran ist extrem hoch. Die Spaltung von 1 kg Uran setzt ca. 24.000 Megawattstunden = 24 Millionen Kilowattstunden W\u00e4rme frei \u2013 gleich viel wie die Verbrennung von ca. 3.000 Tonnen Steinkohle.<br \/>\nDie Energiedichte der \u201eErneuerbaren\u201c l\u00e4sst sich kaum noch verbessern, sie ist physikalisch begrenzt. Selbst in der Sahara um die Mittagszeit kommt nur eine bestimmte Menge Sonnenlicht pro Quadratmeter an. Da hilft auch der revolution\u00e4rste Kollektor nichts, mehr als ankommt, kann nicht herauskommen \u2013 sonst w\u00e4re es ein Perpetuum mobile. Im g\u00e4ngigen Szenario der Bundesregierung erfordert allein die in der Planung \u201eonshore\u201c angesetzte Windenergie im Mittel \u2013 \u00fcber Stadt und Land verteilt \u2013 alle 2.5 Kilometer im Raster ein Windrad. F\u00fcr die Sonnenenergie sind zus\u00e4tzlich Solarzellen mit einer Zellenfl\u00e4che von mehr als tausend Quadratkilometern erforderlich. Dies, obwohl alle Vorteile der \u201eSektorkopplung\u201c (Kraft-W\u00e4rmekopplung, W\u00e4rmepumpen und Speicher usw.) in die Sch\u00f6nrechnung schon einbezogen sind. Wie realistisch so etwas ist, mag jeder selbst beurteilen.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Immer neue Wunderwaffen werden angek\u00fcndigt<\/strong><br \/>\nMerkel fordert nun eine \u201enationale Kraftanstrengung\u201c zur Bew\u00e4ltigung der \u201eRiesenaufgabe des Kohleausstiegs\u201c. Eifrigst strengen sich die Medien an und k\u00fcnden, im Wochentakt und ohne rot zu werden, von immer neuen Energiewendewunderwaffen, von der Schusterkugel bis zum Raschelkraftwerk.<br \/>\nEin paar Beispiele f\u00fcr Hoffnungstr\u00e4ger der Energiewende:<br \/>\nDa w\u00e4re die Kernfusion. Nur, da gibt es die \u201eHaferburgsche Fusionskonstante\u201c. Die besagt, dass es noch genau 50 Jahre bis zur Industriereife dieser Technologie dauert \u2013 unabh\u00e4ngig vom Zeitpunkt der Betrachtung (Ironie aus). Und ich m\u00f6chte sehen, was die Gr\u00fcnen dazu sagen, wenn Deutschland den Bau des ersten gro\u00dfen Kernfusionsreaktors bei Stuttgart plant.<br \/>\nOder \u2013 es klingt wunderbar: Aus \u00fcbersch\u00fcssigem Windstrom Wasserstoff erzeugen, der zum Beispiel in Brennstoffzellen eingesetzt werden kann. Oder gar in einem weiteren Schritt, der Methanisierung, Gas erzeugen, das gleichzeitig einen riesigen Speicher darstellen kann, wenn wir einmal eine Dunkel-Flaute \u00fcber zwei Wochen haben. Dieses Gas dann wieder zu verbrennen (\u201eR\u00fcckverstromung\u201c) ohne erneuten CO2-Aussto\u00df \u2013 das sind die gro\u00dfen Pl\u00e4ne. Auch k\u00fcnstliche Kraftstoffe mit hoher Energiedichte letztlich aus \u00d6kostrom herzustellen, w\u00e4re eine tolle Idee. Brecht sagt dazu:<br \/>\n<em>\u201eJa, mach nur einen Plan<\/em><br \/>\n<em> Sei nur ein gro\u00dfes Licht<\/em><br \/>\n<em> Und mach dann noch \u201anen zweiten Plan<\/em><br \/>\n<em> Gehn tun sie beide nicht.\u201c<\/em><br \/>\nIch habe ein Problem mit Verfahren mit extrem niedrigem Wirkungsgrad, wie bei der Elektrolyse, der Methanisierung oder gar der \u201eR\u00fcckverstromung\u201c. Wirkungsgrade der Umwandlungsketten multiplizieren sich nun einmal und wenn am Ende 0,25 herauskommt, kann man das als Ingenieur nicht gut finden \u2013 weil es nicht bezahlbar ist. Eine Kilowattstunde kostet dann beim Kunden mehr als einen Euro statt 30 Cent. Und ich habe ein Problem damit, dass der Wasserstofftank eines Autos 300 Bar aushalten oder auf minus 250 Grad Celsius gek\u00fchlt werden muss, um auf akzeptable Reichweiten zu kommen.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Neckarsonne \u2013 der gr\u00f6\u00dfte Mogelantrieb der Welt<\/strong><br \/>\nMal eine kleine Anekdote, wie Sie mit Halbwahrheiten bei der Energiewende ver\u00e4ppelt werden: Haben Sie schon mal von dem Projekt des \u201eHeidelberger Solarschiffes Neckarsonne\u201c geh\u00f6rt? Die Medien jubeln: \u201eDer weltweit gr\u00f6\u00dfte Solarkatamaran auf dem Neckar. Angetrieben von der Kraft der Sonne gleitet er bei 50-min\u00fctigen Rundfahrten \u00fcber den Fluss. In den zwei Bistrotheken auf der \u201eNeckarsonne\u201c gibt es Speisen und Getr\u00e4nke in reichlicher Auswahl. Das Schiff kann auch f\u00fcr besonderes Anl\u00e4sse, wie Firmen- oder private Feiern, gemietet werden\u201c.<br \/>\n.<br \/>\nNun rechnen wir mal nach: Ein Haarf\u00f6n oder ein Tauchsieder haben typisch 2.000 Watt (2 kW) Leistungsaufnahme. Das Heidelberger \u201eSolarschiff Neckarsonne\u201c ben\u00f6tigt bei voller Fahrt 54 kW. Um die zu erzeugen, verf\u00fcgt es \u00fcber ca. 20 Quadratmeter Solarzellen, die mit schr\u00e4gem Lichteinfall bestenfalls 1 kW beisteuern. Das reicht nicht f\u00fcr einen Haarf\u00f6n und kaum f\u00fcr die Bordk\u00fcche. Das Solarschiff gleitet also komplett mit Energie aus dem \u00f6ffentlichen Stromnetz f\u00fcr die Ladung seiner Batterien \u00fcber den Fluss \u2013 50 Minuten lang. Dann muss es wieder an die Steckdose.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Zum Gl\u00fcck geht es dem Smart-Grid wie dem BER<\/strong><br \/>\nDas Zauberwort der Energiewender hei\u00dft \u201eLastmanagement mit dem Smart-Grid\u201c. Frei \u00fcbersetzt hei\u00dft das: Strom gibt es eben nur dann, wenn der Wind weht und die Sonne scheint. Oder es gibt Strom auf Marken.<br \/>\nZum Gl\u00fcck geht es dem Smart-Grid wie dem BER, es funktioniert nicht. Sollte es eines Tages wirklich mal funktionieren, g\u00e4be es Stromtarife je nach Wind und Sonne. Ihr Smartmeter-Z\u00e4hler zu Hause w\u00fcrde entscheiden, wann ihr Fernseher oder Geschirrsp\u00fcler l\u00e4uft oder das Elektroauto geladen wird. Ich \u00fcberlasse es Ihrer Fantasie, was das f\u00fcr die Verbraucher bedeutet. Nur eines ist sicher \u2013 beim Lastmanagement werden Einige gleicher sein als die anderen Gleichen.<br \/>\nF\u00fcr die Industrie ist das teilweise heute schon der Fall, Gro\u00dfverbraucher werden bei Bedarfsl\u00fccken abgeschaltet \u2013 und m\u00fcssen vom Steuerzahler daf\u00fcr \u00fcppig entsch\u00e4digt werden. Werden k\u00fcnftig bei Stromabschaltungen zu Hause dann die Steuerzahler vom Steuerzahler entsch\u00e4digt?<br \/>\nDie Deutsche Energiewende leidet unter einem nicht korrigierbaren Konstruktionsfehler: Ohne eine bezahlbare gro\u00dftechnische Speichertechnologie ist die stabile Versorgung eines Industriestaates mit Elektroenergie durch Wind- und Solar nicht zu gew\u00e4hrleisten. Diese Speichertechnologie ist noch nicht erfunden. Ohne eine bezahlbare, zuverl\u00e4ssige und gro\u00dfindustriell nutzbare Speichertechnologie muss die Energiewende scheitern. Es sollte uns zu denken geben, dass kein einziges Land der Welt den deutschen Vorreitern folgt \u2013 so werden aus Vorreitern schnell vom Klimawahn gepackte Geisterreiter. Ein Wahn, wenn er die Masse erfasst, entfaltet wom\u00f6glich gr\u00f6\u00dfere Zerst\u00f6rungskr\u00e4fte als eine Atombombe.<br \/>\n.<br \/>\nIm n\u00e4chsten Artikel befasse ich mich mit dem wirtschaftlichen Aspekt der Energiewende.<br \/>\n&#8230; Alles von Manfred Haferburg vom 6.11.2019 bittelesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/gau_im_illusionsreaktor_3_den_wahnsinn_anschaulich_machen\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/gau_im_illusionsreaktor_3_den_wahnsinn_anschaulich_machen<\/a><br \/>\n.<br \/>\nZu den Beitr\u00e4gen &#8222;Gau im Illusionsreaktor (1)&#8220; und &#8222;Gau im Illusionsreaktor (2)&#8220; von Manfred Haferburg<br \/>\ngehts <a title=\"Energiewende\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/energiewende\/\">hier.<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em><strong>Manfred Haferburg<\/strong> <\/em><br \/>\n<em>ist der Autor des autobiografischen Romans \u201eWohn-Haft\u201c. Als Schichtleiter im Kernkraftwerk k\u00e4mpft er um Sicherheit gegen die Macht der Bonzen. Das macht ihn verd\u00e4chtig, weil er sich auch der Einheitsbreipartei verweigert. Die Hexenprobe der Stasi ist die erfolglose Anwerbung als Spitzel. Bald steht er auf allen schwarzen Listen seines Heimatlandes. Eine Flucht misslingt und eine Odyssee durch die Gef\u00e4ngnisse des \u201esozialistischen Lagers\u201c beginnt. Der Mauerfall rettet ihm das Leben und ein neues Leben in Paris wird aufgebaut, w\u00e4hrend sich in Deutschland die Spitzel im Bundestag breitmachen und die ehemaligen Genossen sich gegenseitig ums SED-Erbe den Sch\u00e4del einschlagen. Ein Buch, dass den Leser schier atemlos umbl\u00e4ttern l\u00e4sst. (52 Amazon-Kundenbewertungen: 4,7 von 5 Sternen)<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\n<strong>Empfehle auch \u201cKlimawandel f\u00fcr die Schule &#8211; Die Weltwoche\u201d<\/strong><br \/>\nin Google einzugeben.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.weltwoche.ch\/ausgaben\/2019-28\/artikel\/intern-die-weltwoche-ausgabe-28-2019.html\">https:\/\/www.weltwoche.ch\/ausgaben\/2019-28\/artikel\/intern-die-weltwoche-ausgabe-28-2019.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.weltwoche.ch\/fileadmin\/documents\/Weltwoche_Sonderheft_Klimawandel.pdf\">https:\/\/www.weltwoche.ch\/fileadmin\/documents\/Weltwoche_Sonderheft_Klimawandel.pdf<\/a><br \/>\n6.11.2019, R.L.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Vielen Dank, Herr Haferburg, sehr anschaulich beschriebe<\/strong>n.<br \/>\nDa ich kein Physiker bin, m\u00f6chte ich das Thema mal auf eine &#8211; wie sagt man heute so sch\u00f6n- Metaebene heben. Alles ist im Grunde Energie. Daher kann man sie auch nicht speichern, sondern nur von einer Energieform in eine andere umwandeln. Produzieren schon gar nicht. Auch eine Batterie ist kein Speicher, denn darin befinden sich nur chemische Stoffe, die unter bestimmten Bedingungen miteinander reagieren und dann ihre Energie in Strom (und W\u00e4rme) umwandeln. Wenn ein sog. Pumpspeicherwerk ein Speicher ist, dann k\u00f6nnte ich auch meine Badewanne als Speicher nutzen.<br \/>\nDie fr\u00fcheren Klosp\u00fclungen mit Beh\u00e4ltern unter der Decke haben ja auch nichts anderes gemacht als die Energie des fallenden Wassers genutzt, um\u2026naja. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen Menschen mit sehr geringem Energiebedarf (\u00fcber)leben. Allerdings wird das mit steigendem Zivilisationsgrad immer schwieriger. Daher haben die Menschen Jahrhunderte daran gearbeitet, sich Energie unabh\u00e4ngig von den Unbillen der Natur verf\u00fcgbar zu machen. Die Nutzung von Sonne und Wind als Energietr\u00e4ger ist daher kein Fortschritt, sondern ein zivilisatorischer R\u00fcckschritt egal wie ausgereift die technischen L\u00f6sungen sind &#8211; es bleibt die Abh\u00e4ngigkeit von unvorhersehbaren Naturereignissen. Im \u00dcbrigen ist in dieser gefallenen Welt alles was wir tun und schaffen mit Anstrengung und Risiko (in welcher Form auch immer) verbunden. \u201cIm Schwei\u00dfe deines Angesichts sollst du dein Brot essen.\u201d Ich habe den Eindruck, da\u00df mit den sog. erneuerbaren Energien dieser Umstand verschleiert werden soll. F\u00fcr alle immer und gerecht verf\u00fcgbare Sonne und Wind und damit Energie als eines der Mittel auf dem Weg in das sozialistische irdische Paradies.<br \/>\n6.11.2019, M.H., TO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Verkehrswende?<\/strong><br \/>\nWieder mal brillant Hr. Haferburg. Beim Lesen konnte ich es nicht unterdr\u00fccken an die Verkehrswende zu denken. Mobilit\u00e4t wird elektrisch. Hurra. Halleluja. Deutschland wird immer gr\u00fcner. Horror wird es, wenn man zum geplanten Engpass im Stromnetz, noch die exorbitant steigenden Verbraucher auf zwei und vier R\u00e4dern dazu rechnet. Werden aktuell deshalb so viele Kohle- und Kernkraftwerke au\u00dferhalb Deutschlands gebaut? Damit unsere aufgr\u00fcnende Ideologie mit ihren gesamten Personal gepuffert werden kann, wenn sie die von Ihnen dargelegten Schwachstellen offenbart? Nat\u00fcrlich! Wolkenkuckucksheim funktioniert nur so. Wie die Solar-Jacht Neckarsonne. Oder das gr\u00fcne Hamburg mit ganz vielen Elektrofahrzeugen. Sorry, Kohle-Fahrzeuge, denn 94% der Energie in Hamburg wird aus Kohle gewonnen. Ich freue mich auf Ihre n\u00e4chsten Beitr\u00e4ge.<br \/>\n6.11.2019, R.M., TO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Mein Respekt, verehrter Manfred Haferburg, f\u00fcr diesen Artikel!<\/strong><br \/>\nSachlich kann wohl jeder, der lesen kann, Ihren Ausf\u00fchrungen folgen. Ich bin gespannt, ob sich eine\/r der offiziellen Vollstrecker des EEG-Wahnsinns aus den Kampagneninstituten Agora Energiewende, Germanwatch oder der Stiftung Mercator mit Kritik und Einw\u00e4nden melden wird. Die Fehler des EEG sind derartig plump und offenkundig, dass klar ist: Die Zerst\u00f6rung und Zerschlagung der funktionierenden Energiewirtschaft ist beabsichtigt! Das IPCC vertritt dabei nur eine Sto\u00dfrichtung. Die UN als das gef\u00fchlte \u201cganz Oben\u201d kommuniziert ihr Leitmotiv nur nicht offen und ehrlich. Wie sehr die UN die Nivellierung der Welt durch zerst\u00f6rerische Eingriffe in die westlichen Industrienationen betreiben, zeigen sie ganz offen: Sie wollen die Massenmigration zu einem dominierenden Menschenrecht erkl\u00e4ren und f\u00f6rdern Thinktanks und irrationale \u201cWissenschaften\u201d, um an den Parlamenten vorbei ihr Zerst\u00f6rungswerk vollenden zu k\u00f6nnen. Funktionierende Staatswesen stehen diesen Manipulationen nur im Wege, m\u00fcssen also grundlegend geschw\u00e4cht werden.<br \/>\nDazu werden in D eine inzwischen un\u00fcbersehbare Anzahl antidemokratischer und verfassungswidrig agierender Institute installiert. Das Center for Intersectional Justice (CIJ), \u00fcber das Professor Wolfgang Meins j\u00fcngst auf Achgut berichtete, r\u00fchmt auf seiner HP ausdr\u00fccklich einen seiner wichtigsten Geldgeber, die Open Society Foundations des \u201cPhilantropen\u201d Gy\u00f6rgy Soros! Mit wenigen Klicks gelangt man zu einem Videoclip, das Soros beweihr\u00e4uchert. Welche Kr\u00e4fte in Merkeldeutschland sind daran interessiert, dass dieser Mann ungehindert die Verfassung und die Demokratie unseres Staates unterl\u00e4uft? Haben wir keinen Verfassungsschutz mehr? &#8211; Langsam dr\u00e4ngt sich der Eindruck auf, dass Recht, Wahrheit, Naturgesetze, Wissenschaft und Demokratie in der Regierung Merkel dem Einfluss \u00fcbernationaler Lobbies und der UN weichen mussten. Ach, w\u00e4re es doch nur eine Verschw\u00f6rungstheorie!<br \/>\n6.11.2019, A.R., TO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was tun, wenn Sie als Nicht-PhysikerIn von Energiewende, &#8222;Weltrettung durch deutsche CO2-Reduzierung&#8222;, Stromnetz, &#8222;Dekarbonisierung der Stromerzeugung&#8220; oder Energiedichte nichts verstehen? Den nachfolgend dokumentierten Beitrag von Manfred Haferburg lesen. 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