{"id":70206,"date":"2019-01-12T11:57:28","date_gmt":"2019-01-12T10:57:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=70206"},"modified":"2019-01-14T10:40:54","modified_gmt":"2019-01-14T09:40:54","slug":"talkshows-un-ausgewogenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/talkshows-un-ausgewogenheit\/","title":{"rendered":"Talkshows Un-Ausgewogenheit"},"content":{"rendered":"<p>Eine Auswertung des Redaktions-Netzwerks Deutschland (RND) best\u00e4tigt, da\u00df <a title=\"Gruene\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/gruene\/\">Gr\u00fcne<\/a> und <a title=\"Links\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/links\/\">Linke<\/a> in \u00f6ffentlich-rechtlichen <a title=\"Medien\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/\">Talkshows<\/a> auch 2018 <a title=\"Zeitgeist\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zeitgeist\/\">\u00fcberproportional<\/a> vertreten sind. Mit 13 Auftritten ist Robert Harbeck 2018 K\u00f6nig der <a title=\"Talkshow\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/talkshow\/\">Talkshows<\/a>, gefolgt von der Co-Gr\u00fcnen Annalena Baerbock mit 10. Bei der <a title=\"Partei\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/\">Parteizugeh\u00f6rigkeit<\/a> f\u00e4llt auf, da\u00df die Gr\u00fcnen 26 % der Talkshowg\u00e4ste stellten bei nur 8,9 % bei der letzten Bundestagswahl.<br \/>\n.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<em>Anzahl und H\u00e4ufigkeit in Talkshows nach Parteizugeh\u00f6rigkeit der Talkshowg\u00e4ste (in Klammern das letzte <a title=\"Bundestag\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/bundestag\/\">Bundestagswahlergebnis<\/a> 2017):<\/em><br \/>\nCDU 31 Auftritte = 34% (26,8% Bundestagswahl)<br \/>\nGr\u00fcne 23 Auftritte = 26% (8,9% Bundestagswahl)<br \/>\nSPD 16 Auftritte = 18% (20,5% Bundestagswahl)<br \/>\nFDP 10 Auftritte = 11% (10,7% Bundestagswahl)<br \/>\nLinke 7 Auftritte = 8% (9,2% Bundestagswahl)<br \/>\nAfD 3 Auftritte = 3% (12,6% bei Bundestagswahl)<br \/>\nCSU 0 Auftritte = 0% (6,2% Bundestagswahl)<br \/>\n.<br \/>\n<em>Dauerg\u00e4ste in Talkshows 2018:<\/em><br \/>\nHarbeck Gr\u00fcne 13, Baerbock Gr\u00fcne 10, Lindner FDP 10, Altmaier CDU 10, Barley SPD 9, R\u00f6ttgen CDU 8, Ziemiak SPD 7, Scholz SPD 7, Alexander 7, Wagenknecht Linke 7, Spahn CDU 6, K\u00fchnert SPD 5, AKK CDU 5, KGE Gr\u00fcne 5, Kubicki FDP 5, Schulz SPD 4, \u00d6zdemir Gr\u00fcne 4<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich wird der Staatsfunk im Volksmund nur noch Rotfunk genannt &#8211; in Deutschland sollte man besser von Rotgr\u00fcnfunk sprechen?<br \/>\n.<br \/>\nAuf den Fernsehkan\u00e4len der tagt\u00e4gliche Konsens im eigenen Gut-Sein, \u00fcberall dieselbe Zustimmung zur Alternativlosigkeit, \u00fcberall der gleiche Haltungsjournalismus: Dem B\u00fcrger wird&#8217;s <a title=\"Zensur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/zensur\/\">langweilig<\/a>, die Besucherzahlen der Talkshows gehen zur\u00fcck.<br \/>\nBei Print-Medien das gleiche Bild: Wenn bei den Zeitungen das linksgr\u00fcne <a title=\"Medienvielfalt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/medienvielfalt\/\">Meinungsspektrum<\/a> 80% abdeckt, wenn ich wei\u00df, was in der Welt steht, wenn ich die FAZ kaufe, dann wird&#8217;s mir als B\u00fcrger ebenfalls <a title=\"Freiheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freiheit\/\">langweilig<\/a> &#8211; deswegen sinken auch die Auflagenh\u00f6hen der sog . Qualit\u00e4tsmedien st\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Dass private Medien eine eher links orientiere Berichterstattung pflegen, ist ihr gutes Recht. Sie werden ja durch ihre Kunden bzw. Leserschaft finanziert. Dass auch die \u00d6R diesem linkslastigen <a title=\"Haltungsjournalismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/journalismus\/haltungsjournalismus\/\">Haltungsjournalismus<\/a> nachh\u00e4ngen, ist ein Skandal, da die B\u00fcrger hierzu per GEZ bzw. Gesetz zwangsverpflichtet sind. <strong><em>Nach dem Rundfunkstaatsvertrag ist die \u201eAusgewogenheit\u201c des Programms beim \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk nach \u00a7 11 Abs. 2 RStV zu ber\u00fccksichtigen.<\/em><\/strong> Und diese Ausgewogenheit in der medialen Berichterstattung des \u00d6R fehlt.<br \/>\nZwei M\u00f6glichkeiten:<br \/>\nEntweder man schafft die GEZ ab &#8211; dann kann sich der \u00d6R sich \u00fcber Werbung oder M\u00e4zene finanzieren und im Grunde auch berichten, was er will.<br \/>\nOder man verpflichtet den \u00d6R zu klassischem Journalismus (Hans Joachim Friedrich): Strikte Trennung von Nachricht\/Fakten und Meinung\/Kommentar sowie Ausgewogenheit in der Berichterstattung (z:B. Einladung Talkshow-Talker gem\u00e4\u00df Prozentanteil ihrer Partei).<br \/>\n.<br \/>\nZu den drei S\u00e4ulen der Demokratie Legislative, Jurisdiktion und Exekutive gesellen sich die <em><strong>Medien als 4. S\u00e4ule mit der Aufgabe der Kontrolle<\/strong><\/em> der drei Erstgenannten. Derzeit machen sich die Medien mit der von Linksgr\u00fcn geduldeten GroKo-Regierung gemein &#8211; <a title=\"Gesinnungsdiktatur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/gesinnungsdiktatur\/\">Gesinnungsdiktatur<\/a> per Haltungsjournalismus.<br \/>\nBeispiele Willkommenskultur seit 9\/2015 und &#8222;Kampf gegen Rechts&#8220; seit 2018: Regierung und Medien pushen sich gegenseitig hoch.<br \/>\nBeispiel <a title=\"Bremen07-01-2019anschlag\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/bremen07-01-2019anschlag\/\">Bremen<\/a>: In den Mainstreammedien wird verbreitet und zur g\u00fcltigen Meinung, Gesinnung bzw. Haltung erkl\u00e4rt: Frank Magnitz hat, da AfD-Mitglied, Hass gestreut, weshalb er zu recht zusammengeschlagen wurde. Zwei Beispiele:<br \/>\nAnnalena Baerbock: &#8222;Wer Hass streut, der erntet Hass\u201c<br \/>\nCem \u00d6zdemi &#8222;Wer Hass mit Hass bek\u00e4mpft, l\u00e4sst am Ende immer den Hass gewinnen&#8220;.<br \/>\n.<br \/>\nDer Kontrollaufgabe kommen die Medien nicht mehr nach. Der m\u00fcndige B\u00fcrger hingegen erwartet von den Medien Kontrolle und Fakten, um sich seine Sicht auf die Dinge dann <strong><em>selbst<\/em><\/strong>\u00a0zu bilden &#8211; auch wenn diese Sicht dann rechts der Mitte oder gar national-konservativ ist. .<br \/>\n11.1.2019<br \/>\n.<br \/>\nAuswertung des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND):<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.rnd-news.de\/\">https:\/\/www.rnd-news.de\/<br \/>\n<\/a>\u00a0.<br \/>\n9.1.2019: Auswertung der Hannoverschen Allgemeinen<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Medien\/Fernsehen\/Das-sind-die-Talkshow-Koenige-des-Jahres\">https:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Medien\/Fernsehen\/Das-sind-die-Talkshow-Koenige-des-Jahres<br \/>\n<\/a>\u00a0.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Nicht nur Parteien, sondern auch NGO&#8217;s<\/strong><br \/>\nEs geht aber eigentlich nicht nur um Parteien. Es ist doch auff\u00e4llig, dass, wo es nur geht, zu allen m\u00f6glichen politischen Fragen erst einmal des langen und des breiten die detaillierten Stellungnahmen von meist linksgr\u00fcnen NGOs pr\u00e4sentiert werden. Als ob die so etwas w\u00e4ren wie neutrale Forschungsinstitute. Was sie nat\u00fcrlich nicht sind \u2013 sie sind Lobby-Gruppen mit eigenen weltanschaulichen Vorstellungen und pekuni\u00e4ren Interessen.<br \/>\n9.1.2019, Enrico Stiller, TO<br \/>\n.<br \/>\nHeute bei der Phoenix Runde sa\u00df Roland Tichy 3 mehr oder weniger extremen Gespr\u00e4chspartnern gegen\u00fcber. Mein Eindruck war: Ideologie gegen Vernunft. Wenn in wenigstens einem \u00f6stlichen Bundesland die AfD demn\u00e4chst die Mehrheit hat, br\u00f6ckelt die Macht der derzeitigen Rundfunkr\u00e4te.<br \/>\nDie Zusammensetzung der \u201eShows\u201c wurde in 2018 geradezu skandal\u00f6s, denn nachdem die AfD endlich mit fast 13% in den BT eingezogen war, wurde sie geschnitten, denn im Wahljahr 2017 hatte sie bewiesen, dass sie f\u00e4hige K\u00f6pfe hat, die in den Gespr\u00e4chsrunden st\u00e4ndig abgeblockt werden mussten. 2018 wurde dann nur noch der \u00e4ltere Herr Gauland geladen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Leute wie Curio oder Boehringer oder Bystron abgesagt h\u00e4tten.<br \/>\n9.1.2019, Maria Andersen , TO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Und das Angebot regelt die Nachfrage,<\/strong><br \/>\nnicht nur umgekehrt, wie es gerne geglaubt wird. So werden eben auch W\u00e4hler beeinflusst \u2013 indem sie die Positionen der Parteien in unterschiedlicher Quantit\u00e4t dargestellt bekommen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nEin weiterer Aspekt: Nur wenn man Parteien wie die AfD nicht zu Wort kommen l\u00e4sst, k\u00f6nnen sich die Stereotypen, die \u00fcber sie zu ihrem Schaden verbreitet werden, halten. Dahinter steckt eventuell Absicht.<br \/>\nGabriele Kremmel, TO<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>G\u00e4ste, die als Substitut f\u00fcr eine bestimmte Partei geladen wurden<\/strong><br \/>\nAuch die korrigierten Zahlen im Kommentarbereich bilden noch immer nicht die wahre Schieflage ab. Hier sind nur G\u00e4ste ber\u00fccksichtigt, die in ihrer Funktion als Politiker geladen wurden. Nicht aber die G\u00e4ste, die als Substitut f\u00fcr eine Partei geladen wurden, sich aber klar einer Partei zuordnen lassen. Ich erinnere mich beispielsweise an eine Sendung von Plasberg, wo eine Studentin als \u201eVertreterin der Jugend\u201c eingeladen war, die aber in Wahrheit und unerw\u00e4hnt hochrangige Juso-Funktion\u00e4rin und im StuPa\/AStA in K\u00f6ln war.<br \/>\nWo Prominente, Kirchenvertreter, Gewerkschaftsvertreter oder Experten eingeladen werden, die bei der letzten Bundespr\u00e4sidentenwahl als Wahlfrau\/Wahlmann von bestimmten Parteien ernannt wurden oder im Rahmen des Bundestagswahlkampfes klar Position f\u00fcr eine Partei\/Kandidaten bezogen haben und daf\u00fcr aktiv waren. Jetzt mag mancher anmerken, das w\u00e4ren ja keine Politiker und die vertreten ihre Privatmeinung. Aber die G\u00e4steauswahl muss insgesamt ausgewogen sein, die gegens\u00e4tzlichen Positionen insgesamt ausgewogen besetzt sein. Hier zu sagen, wenn es wenigstens so w\u00e4re, dass ja die Parteien ausgewogen beteiligt w\u00e4ren, aber neben den drei immer gleichen Politikern ansonsten dann der geladene Journalist, der Unternehmer, der Nerd und der Arbeitslose alle die gleiche Meinung vertreten und r\u00fchrselige Geschichten aus 1000 und einer Nacht zu erz\u00e4hlen haben, ist eben auch dann keine ansatzweise repr\u00e4sentative Abbildung der Debatte, wenn man aus einem Querschnitt aller Berufe Leute mit der gleichen Meinung heraussucht.<br \/>\nNachgefragt, TO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Auswertung des Redaktions-Netzwerks Deutschland (RND) best\u00e4tigt, da\u00df Gr\u00fcne und Linke in \u00f6ffentlich-rechtlichen Talkshows auch 2018 \u00fcberproportional vertreten sind. Mit 13 Auftritten ist Robert Harbeck 2018 K\u00f6nig der Talkshows, gefolgt von der Co-Gr\u00fcnen Annalena Baerbock mit 10. 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