{"id":70072,"date":"2019-01-06T18:40:49","date_gmt":"2019-01-06T17:40:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=70072"},"modified":"2019-05-03T08:35:06","modified_gmt":"2019-05-03T06:35:06","slug":"wohnungsnot-in-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wohnungsnot-in-freiburg\/","title":{"rendered":"Wohnungsnot in Freiburg"},"content":{"rendered":"<p>Anfang 2019 stehen 3000 <a title=\"Wohnungssuche\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/wohnen\/wohnungssuche\/\">Wohnungssuchende <\/a>auf der Warteliste der <a title=\"Stadtbau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/stadtbau\/\">Freiburger Stadtbau<\/a> und 1800 auf der <a title=\"Soziales\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/\">Notfallliste<\/a> der <a title=\"Stadtfreiburg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/stadtfreiburg\/\">Stadt<\/a>. Freiburg hat seit 1970 einen j\u00e4hrlichen Bedarf von 1000 Wohnungen, das sind 4 Prozent. Es mu\u00df gebaut werden. Aber es gibt kaum Bauland. Und mit <a title=\"Nachverdichtung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/nachverdichtung\/\">Nachverdichtung<\/a> und Aufstockung tut man ich schwer.\u00a0Was fehlt, sind <a title=\"Passivhochhaus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/passivhochhaus\/\">pfiffige Ideen<\/a>\u00a0(wie z.B. von <a title=\"Ecotrinova\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/ecotrinova\/\">Ecotrinova<\/a>), <!--more-->neue Initiativen jenseits von Altparteiengez\u00e4nk, Neiddebatte und Rechts-Links. Hier ein laienhaftes Beispiel:<br \/>\n.<br \/>\nProjekt &#8222;Waldquartiere&#8220;: Jeweils 4 bis 6 Hochhaust\u00fcrme werden im Stadtgebiet versteckt gebaut an Stellen, wo sie &#8218;verschwinden&#8216;, d.h. die Silhouette von Freiburg nicht beeintr\u00e4chtigen.<br \/>\nErster Standort zwischen FR-G\u00fcnterstal und Bohrer\/Talstation der Schauinslandbahn. Dicht am Waldrand gruppiert sind sie kaum st\u00f6rend. Strassenbahnanschlu\u00df vorhanden.<br \/>\nZweiter Standort in FR-Waldsee im Tal hinter dem Forsthaus.<br \/>\nDritter Standort: Hinter dem Deicheleweiher.<br \/>\nVierter Standort: Hinter dem Waldhaus im Taleinschnitt zwischen G\u00fcnterstal und Lorettoberg.<br \/>\nHochh\u00e4user der Waldquartiere verschmelzen mit dem Fichtenwald, wenn die Hochh\u00e4user dunkelgr\u00fcn gestrichen werden (siehe Heidelberg-Emmertsgrund in den 1980er Jahren), so\u00a0 fallen sie im Dreisamtal kaum auf.<br \/>\n6.1.2019<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Unm\u00fc\u00dfig und Kr\u00f6gner: Einig im Ziel &#8222;Man mu\u00df bauen&#8220;<\/strong><br \/>\nBauunternehmer Hans Peter Unm\u00fc\u00dfig: &#8222;F\u00fcr eine Gesellschaft ist ein <a title=\"Sozialwohnung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/wohnen\/sozialwohnung\/\">Sozialwohnungsanteil <\/a>von \u00fcber 25 Prozent nicht gesund. Und finanziell ist er nicht umsetzbar. Bis 30 Prozent kann es sich f\u00fcr Investoren in der Mischkalkulation rechnen, aber 50 Prozent sind illusorisch. Da mu\u00df man mit Verlust kalkulieren und das finanziert keine Bank. Die Privatwirtschaft kann das nicht leisten. Dann mu\u00df es die Stadt machen, die ruiniert aber ihren Haushalt&#8220;.<br \/>\n.<br \/>\nSPD-Stadtrat Walter Kr\u00f6gner: &#8222;ich habe \u00fcberhaupt kein Problem, dass <a title=\"Stuehlinger\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/stuehlinger\/\">St\u00fchlinger West<\/a> mit Baugenossenschaften, <a title=\"FSB-Hochhaus Badenweilerstr\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/fsb-hochhaus-badenweilerstr\/\">Stadtbau<\/a> und alternativen Wohnprojekten (wie das Mietsh\u00e4user Syndikat) umgesetzt werden kann. Es geht um 3000 Einheiten. 500 Wohnungen pro Jahr. Daf\u00fcr kriegen die das Geld zusammen.&#8220;<br \/>\n.<br \/>\nUnm\u00fc\u00dfig: &#8222;F\u00fcr 500 Wohnungen mit 35000 Quadratmetern brauchen sie j\u00e4hrlich 100 Mio Euro. Also diese sechs Firmen m\u00fcssen 100 Mio Euro zusammenbringen. Das kann nicht einmal die Stadtbau.&#8220;<br \/>\n.<br \/>\n<em>Quelle der drei Zitate: Das ist so richtig wie falsch&#8220; &#8211; Streitgespr\u00e4ch Unm\u00fc\u00dfig und Walter Kr\u00f6gner,<\/em><br \/>\n<em> Der Sonntag vom 6.1.2019, Seite 3<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/ein-streitgespraech-ueber-die-wohnungsnot-in-freiburg\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/ein-streitgespraech-ueber-die-wohnungsnot-in-freiburg<\/a><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>Finanzielle Risiken<\/strong><br \/>\nEin gutes Gespr\u00e4ch, das das wesentliche Problem wieder deutlich zeigt. Herr Kr\u00f6gner quantifiziert nicht, daf\u00fcr phantasiert er umso mehr. Schon die vorgelegte Kalkulation weist einen 10 Millionen Verlust im ersten Schritt aus. Sie geht aber von mehreren hundert Millionen Verkaufserl\u00f6sen der Grundst\u00fccke aus. Wenn die Grundst\u00fccke nicht verkauft werden, sondern Erbpachtgrundst\u00fccke werden, muss die Stadt diese L\u00fccke finanzieren. Da aktuelle Baukosten explodieren und das bis in 7 Jahren ganz sicher tun, ist die aktuelle Finanzplanung eher ein Wunschtraum als Realit\u00e4t. Die (Infrastruktur)Kostenseite kann sich auch locker verdoppeln, w\u00e4hrend die Verkaufserl\u00f6se wegfallen sollen. Die Stadt ist dann Pleite!<br \/>\nDie finanzielle Risiken dieses Projekts werden systematisch untersch\u00e4tzt bzw. falsch dargestellt!<br \/>\n7.1.2019, Martin Synowzik, BZO<br \/>\n<strong>Infrastruktur durch Grundst\u00fcckserl\u00f6se finanzieren?<\/strong><br \/>\nKr\u00f6gner: M\u00fcssen Infrastrukturma\u00dfnahmen wie Stra\u00dfen, Abwasser und Kinderg\u00e4rten \u00fcber den Grundst\u00fccksverkauf finanziert werden?\u00ab Eine immens wichtige Frage, die der Stadtrat Kr\u00f6gner da vortr\u00e4gt. Sie zu stellen und eindeutig zu verneinen, ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Allerdings sollte unterschieden werden zwischen Stra\u00dfen, Abwasser und Vergleichbarem einerseits, als Aufwendungen, die unmittelbar mit dem jeweiligen Wohnen verbunden sind, und Kinderg\u00e4rten, Schulen und \u00c4hnliches als kommunale Angelegenheit, die von der B\u00fcrgerschaft der ganzen Stadt genutzt werden (k\u00f6nnen). Es ist doch l\u00e4ngst zum Alltag geworden, dass Eltern ihre Kurzen quer durch die Stadt zur KiTa oder zur Schule schicken. Ein weiterer Aspekt ist \u00fcberhaupt noch nicht in die Diskussion \u00fcber die Baukosten eingeflossen: Der n\u00e4mlich, dass diese Umlagekosten nicht mehr direkt in die Baulandpreise eingehen d\u00fcrfen, sondern als nachgeordnete Hypothek der bezugsfertigen Wohneinheit \/ dem bezugsfertigen Haus zugeschlagen werden. Zahlbar sofort f\u00fcr den, der&#8217;s so will, oder in Raten w\u00e4hrend der folgenden f\u00fcnfzehn oder zwanzig Jahre. Wenn der Staat, das Land, die Stadt wollen, dass gebaut wird, so ist dies meines Erachtens die allererste und beste Wohnbau-F\u00f6rderung. Besser und sozial gerechter als jedes Eltern-\/Kind-Projekt.<br \/>\n7.1.2019, Aniela Schneider, BZO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang 2019 stehen 3000 Wohnungssuchende auf der Warteliste der Freiburger Stadtbau und 1800 auf der Notfallliste der Stadt. 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