{"id":6913,"date":"2012-07-14T12:14:41","date_gmt":"2012-07-14T12:14:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=6913"},"modified":"2013-05-16T15:16:22","modified_gmt":"2013-05-16T13:16:22","slug":"moringa-baum-blaetter-von-afrika-in-die-eu-genossenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/moringa-baum-blaetter-von-afrika-in-die-eu-genossenschaft\/","title":{"rendered":"Moringa-Baum-Blaetter von Afrika in die EU &#8211; Genossenschaft"},"content":{"rendered":"<p>Joseph Mmehs Gesch\u00e4ftsidee tr\u00e4gt Fr\u00fcchte, und das im wahrsten Sinne des Wortes, wobei es treffender w\u00e4re von Bl\u00e4ttern zu sprechen. Der 44-j\u00e4hrige Freiburger <a title=\"FairerHandel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/fairerhandel\/\">vertreibt<\/a> getrocknete Bl\u00e4tter des Moringa-Baumes, der in <a title=\"EineWelt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/einewelt\/\">Afrika<\/a> ein wichtiges Grundnahrungsmittel liefert. Ob frisch geerntet und als Gem\u00fcse zubereitet, getrocknet und zum Tee aufgebr\u00fcht oder gemahlen als Zusatz zu So\u00dfen, Reisgerichten und M\u00fcsli. Es gibt kaum ein pflanzliches Produkt, das sich vielf\u00e4ltiger nutzen l\u00e4sst als die Bl\u00e4tter des Moringa-Baumes. Und dabei sind sie \u00e4u\u00dferst gesund, was viele Studien best\u00e4tigen, unter anderem an der Universit\u00e4t Hohenheim. <!--more-->Die Bl\u00e4tter kommen als wahre Vitamin- und Mineralstoffbomben daher, sind reich an Eiwei\u00df, Ballaststoffen und unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren. So enthalten sie bis zu 400 Milligramm Betacarotin pro Kilogramm Trockenmasse, an die 500 Milligramm Eisen oder bis zu zehn Gramm Vitamin C. Der Baum stammt urspr\u00fcnglich aus Asien, ist heute jedoch in Afrika weit verbreitet und zunehmend auch in S\u00fcdamerika. Er w\u00e4chst von Natur aus und wird landwirtschaftlich kultiviert. Bei kleinem Pflanzabstand entwickelt die Pflanze Strauchreihen, die sich mehrfach im Jahr m\u00e4hen lassen. Auch die Samenk\u00f6rner lassen sich verwenden. Sie enthalten ein \u00d6l, das sich ebenso wie Raps\u00f6l als Nahrungsmittel, aber auch als Maschinen\u00f6l nutzen l\u00e4sst.<br \/>\nJoseph Mmeh ist mit dem Moringa-Baum aufgewachsen. Das war in einem Dorf im Bundesland Anambra im S\u00fcdosten Nigerias. Die Idee, Moringa-Produkte in Deutschland zu vertreiben, wo er seit 22 Jahren lebt, hatte er schon lange. Von 2008 an hat er sie dann in die Tat umgesetzt. Damals stellte sein Arbeitgeber den Betrieb am Standort Breisach ein und seine Partnerin erwartete das zweite Kind. &#8222;Ich h\u00e4tte meiner Firma in den S\u00fcdschwarzwald folgen k\u00f6nnen, meine Familie und ich sind jedoch in Freiburg verhaftet&#8220;, sagt er. Als Kraftfahrzeugmechaniker h\u00e4tte Joseph Mmeh zwar leicht eine andere Arbeitsstelle gefunden, er hat sich jedoch um die Kinder gek\u00fcmmert und begonnen, seinen langj\u00e4hrigen Wunsch &#8222;etwas mit Natur zu machen&#8220;, umzusetzen. Das Ergebnis ist eine kleine Firma mit Sitz in der Familienwohnung in Haslach, die seit vergangenem September von einer landwirtschaftlichen Erzeugergenossenschaft in der Region Brong Ahafo in Zentral-Ghana Moringa-Bl\u00e4tter in gepr\u00fcfter Qualit\u00e4t bezieht, von der Magisterfood GmbH in Reute aufbereiten l\u00e4sst, und \u00fcber das Internet vertreibt (nahrungsgold.de). Und das zu Preisen, die es der Genossenschaft in Afrika erm\u00f6glichen, durchaus rentierliche Erl\u00f6se auszuzahlen. 100\u2005Gramm Moringapulver beispielsweise kosten 15 Euro. &#8222;Damit die Familien ihre Kinder zur Schule schicken k\u00f6nnen&#8220;, sagt Joseph Mmeh. Das Genossenschaftsprinzip funktioniert in Afrika genauso gut wie in Europa: Das Angebot vieler kleiner Betriebe wird geb\u00fcndelt und zu angemessenen Preisen abgesetzt. Die Kooperative in Ghana z\u00e4hlt 100 Familienbetriebe als Mitglieder, die zusammen eine Fl\u00e4che von 500 Hektar bewirtschaften.<\/p>\n<p>Noch ist die Nachfrage bescheiden, die auf Joseph Mmehs Angebot trifft. Es sind bundesweit gut 60 Kunden. Abgesehen davon gibt es etliche Mitbewerber. Joseph Mmeh ist jedoch \u00fcberzeugt, dass sich der Absatz gut entwickeln wird. Mmeh d\u00fcrfte etlichen Freiburgern bekannt sein, und zwar als Vorsitzender der S\u00fcdwestdeutschen Nigerianischen Vereinigung, die sich regelm\u00e4\u00dfig im Mehrgenerationenhaus in Weingarten trifft und deren Ziele die Pflege der nigerianischen Kultur und die V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung sind. Auch seine Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit gr\u00fcndet Joseph Mmeh auf dieses Motiv: &#8222;Ich will dazu beitragen, dass die afrikanische Kultur und afrikanische Produkte hier bekannter werden. Bisher ist es eher umgekehrt. Afrika ist \u00fcberstr\u00f6mt mit Importen aus dem Norden.&#8220;<br \/>\n13.7.2012, Silvia Faller<\/p>\n<p><strong>Shop auf Nahrungsgold.de<br \/>\n<\/strong>Auf unserer Moringa-Farm (\u00d6kologische Landwirtschaft) im tropischen Westafrika wird Moringa unter optimalen Boden- und Klimabedingungen angebaut, um auf diese Weise h\u00f6chste Qualit\u00e4t und gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen N\u00e4hrstoffgehalt zu erzielen <span style=\"text-decoration: underline;\">ohne die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln oder synthetischem D\u00fcnger<\/span>.<br \/>\nJoseph Mmeh , Luckenbackweg 5, 79115 Freiburg, Tel 0761-285 308 16<br \/>\n<a title=\"\" href=\"https:\/\/www.nahrungsgold.de\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.nahrungsgold.de<\/a><\/p>\n<p>Nahrungsmittelerg\u00e4nzung<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.magisterfood.de\/kompetenz.php\">https:\/\/www.magisterfood.de\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Joseph Mmehs Gesch\u00e4ftsidee tr\u00e4gt Fr\u00fcchte, und das im wahrsten Sinne des Wortes, wobei es treffender w\u00e4re von Bl\u00e4ttern zu sprechen. 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