{"id":68317,"date":"2018-10-05T21:30:45","date_gmt":"2018-10-05T19:30:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=68317"},"modified":"2018-10-09T10:05:46","modified_gmt":"2018-10-09T08:05:46","slug":"jeder-dritte-ist-ein-populist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/jeder-dritte-ist-ein-populist\/","title":{"rendered":"Jeder Dritte ist ein Populist?"},"content":{"rendered":"<p>Fast ein Drittel aller <a title=\"Parlament\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/parlament\/\">Wahlberechtigten<\/a> in Deutschland sind <a title=\"Populismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/populismus\/\">Populisten<\/a>. Also stolze 20.560.000 Personen. Dies hat die Bertelsmann-Stiftung ermittelt und das macht Angst. Aber was ist <a title=\"Nationaler Rechtspopulismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nationaler-rechtspopulismus\/\">Populismus<\/a>? Dazu hatte Infratest dimap im Mai und August 2018 jeweils mehr als 3400 Wahlberechtigte zu ihren Einstellungen befragt. Die Studie st\u00fctzt sich auf acht zentrale Aussagen (siehe unten).<\/p>\n<p><!--more-->Diese mussten die Befragten in einem Spektrum von &#8222;stimme voll und ganz zu&#8220; bis &#8222;stimme \u00fcberhaupt nicht zu&#8220; beantworten. Der R\u00fcckgriff auf diese acht Aussagen sei ein &#8222;weithin akzeptierter methodischer Standard zur vergleichenden Messung&#8220; populistischer Einstellungen, argumentieren die Studienautoren. Das wichtigste Ergebnis von Infratest dimap: Populistische Einstellungen wachsen in Deutschland, fast jeder dritte Wahlberechtigte (30,4 %) ist populistisch eingestellt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie doch anhand der Beantwortung der unten wiedergegebenen acht Aussagen einfach selbst, ob auch Sie <a title=\"Demokraten und Populisten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/demokraten-und-populisten\/\">populistisch<\/a> eingestellt sind.<br \/>\n8.10.2018<br \/>\n.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Populismusbarometer 2018 &#8211; Zur Methodik der Studie<\/strong><br \/>\nDie acht in der Studie abgefragten Aussagen:<br \/>\n.<br \/>\n<em>1. Die B\u00fcrger sind sich oft einig, aber die Politiker verfolgen ganz andere Ziele.<\/em><br \/>\n<em>2. Mir w\u00e4re es lieber, von einem einfachen B\u00fcrger politisch vertreten zu werden als von einem Politiker.<\/em><br \/>\n<em>3. Die Parteien wollen nur die Stimmen der W\u00e4hler, ihre Ansichten interessieren sie nicht.<\/em><br \/>\n<em>4. Die politischen Differenzen zwischen den B\u00fcrgern und Politikern sind gr\u00f6\u00dfer als die Differenzen der B\u00fcrger<br \/>\nuntereinander.<\/em><br \/>\n<em>5. Wichtige Fragen sollten nicht von Parlamenten, sondern in Volksabstimmungen entschieden werden.<\/em><br \/>\n<em>6. Die Politiker im Bundestag sollten immer dem Willen der B\u00fcrger folgen.<\/em><br \/>\n<em>7. Die B\u00fcrger in Deutschland sind sich im Prinzip einig dar\u00fcber, was politisch passieren muss.<\/em><br \/>\n<em>8. Was man in der Politik &#8222;Kompromiss&#8220; nennt, ist in Wirklichkeit nicht Anderes als ein Verrat eigener Prinzipien.<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\nIm Populismusbarometer gilt als populistisch, wer allen acht Aussagen &#8222;voll und ganz&#8220; oder &#8222;eher&#8220; zustimmt. Befragte, die mindestens einer Aussage &#8222;\u00fcberhaupt nicht&#8220; zustimmen oder mindestens der H\u00e4lfte der acht Aussagen &#8222;eher nicht&#8220; zustimmen, werden als unpopulistisch eingestellt eingestuft.<br \/>\nQuelle: Populismusbarometer 2018<br \/>\nAlles vom 1.10.2018 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/publikationen\/publikation\/did\/populismusbarometer-2018\/\">https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/publikationen\/publikation\/did\/populismusbarometer-2018\/<br \/>\n<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Bertelsmann-Stiftung pr\u00e4sentiert Populismus-Barometer<\/strong><br \/>\nWenn wir schon bei den gro\u00dfen Namen angekommen sind, wollen wir Ulf Poschardt als Zeugen f\u00fcr den eigentlichen Unsinn eines solchen Populismus-Barometers aufrufen, der n\u00e4mlich schrieb einen Tag vor Nikolaus 2016 \u00fcber den Populismus-Begriff (\u201eWer ohne Populismus ist, werfe den ersten Stein\u201d): \u201eWenn W\u00f6rter zu Totschlagargumenten umgeschmiedet werden, ist es Zeit, sie zu entsorgen.\u201c&#8230;<br \/>\nWas Populismus ist, wei\u00df Bertelsmann: Populismus als eine bestimmte Idee von Demokratie ist definiert durch die Unterscheidung zwischen einem \u201ewahren Volk\u201c und \u201ekorrupten Eliten\u201c, die Idee eines allgemeinen Volkswillens und die Idee gesellschaftlicher Homogenit\u00e4t. Daraus ergeben sich die drei konstituierenden Dimensionen von Populismus: \u201eAnti-Establishment\u201c, \u201ePro-Volkssouver\u00e4nit\u00e4t\u201c und \u201eAnti-Pluralismus\u201c. In diesen drei Dimensionen lie\u00dfen sich populistische Einstellungen auch empirisch durch Umfragen messen: Je st\u00e4rker W\u00e4hler Aussagen und Positionen vertreten, die den drei Populismus-Dimensionen entsprechen, umso populistischer sind sie. D\u00fcrfen wir das Soziologengeschw\u00e4tz nennen?<br \/>\n&#8230; Alles von Alexander Wallasch vom 4.10.2018 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/alexander-wallasch-heute\/bertelsmann-stiftung-praesentiert-populistisches-populismus-barometer\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/alexander-wallasch-heute\/bertelsmann-stiftung-praesentiert-populistisches-populismus-barometer\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Populismus als Label<\/strong><br \/>\nMethodisch scheint mir hier einfach die Konstruktbildung schwierig zu sein. Letztlich kann man beliebige Fragen finden, bei denen 30% eher zustimmen und das Konstrukt dann Populismus nennen. Die externe Validit\u00e4t des Konstrukts wird dann am Wahlerfolg der AfD gemessen, also genau dem Ph\u00e4nomen, dem man auf den Grund gehen wollte. Die AfD ist also erfolgreich, weil viele B\u00fcrger gut finden, was sie vertritt und weil die AfD das vertritt, bei dem viele B\u00fcrger zustimmen, ist sie entsprechend erfolgreich. Klingt irgendwie nach Zirkelschluss. So, jetzt schnell noch das Label Populismus drauf geklebt und gehofft, dass das Ganze nicht durchschaut wird, weil man zwischendurch gerechnet und einen haufen Leute von Staatsgeld besch\u00e4ftigt hat. An der Berechnung selbst gibt es wohl wenig auszusetzen aber wie immer gilt: \u201eGarbage in garbage out.\u201c Sparsamer w\u00e4re sicher gewesen, man h\u00e4tte die Sonntagsfrage gestellt und gesagt: \u201eDie AfD hat knapp 20% und im \u00dcbrigen bezeichnen wir ihr Programm als populistisch, auch wenn es Potential hat, dass sogar 30% zustimmen.\u201c<br \/>\n4.10.2018, hagr, TO<\/p>\n<p><strong>Rousseau als Populist<\/strong><br \/>\nNa, das ein oder andere Lehrreiche enth\u00e4lt die Bertelsmann-Studie doch. Immerhin lernen wir, dass Rousseau (\u201evolont\u00e9 g\u00e9n\u00e9rale\u201c) ein Populist war. W\u00e4re er heute AfD-Vorsitzender?? Und die Schweizer erst, mit ihrem Misstrauen gegen Obrigkeit und ihren Volksabstimmungen\u2026 Ganz \u00fcble Populisten!<br \/>\nEbenso interessant: Das Gegenteil eines Populisten. Denn was denkt so ein Nicht-Populist? Er denkt, dass eine Elite nett, das hundsgew\u00f6hnliche Volk aber pfui ist \u2013 gewissermassen die da oben der Ausbund an Weisheit und G\u00fcte, die hier unten der Hort von Dummheit und Bosheit. Man fragt sich, wer da eigentlich als Vorbild der Bertelsm\u00e4nner dienen k\u00f6nnte, als leuchtende Beispiele f\u00fcr Anti-Populismus? Vielleicht die ehemalige DDR mit ihrer revolution\u00e4ren Avantgarde als herrschender Elite \u00fcber das zu erziehende Volk?<br \/>\nDie Bertelsm\u00e4nner sind eben kreativ. Sie scheinen gerade dabei zu sein, den volksdemokratischen, nein, sorry, den demokratischen Stalinismus als Staatsideal zu erfinden.<br \/>\n4.10.2018, Enrico Stiller, TO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Sieben Damen herrschen \u00fcber Deutschlands private Medien<\/strong><br \/>\nEin Kommentar auf der Achse des Guten trift es genau: \u201eJ\u00fcrgen F. Matthes M.A. \/ 04.10.2018<br \/>\nWie RT berichtete, herrschen sieben Damen \u00fcber Deutschlands private Medien und gelten als Freundinnen der Kanzlerin: Friede Springer, mit einem Verm\u00f6gen von rd. 4,4 Milliarden Euro ist die engste Vertraute der Kanzlerin und besch\u00e4ftigt deren Ehemann Joachim Sauer. Yvonne Bauer mit 3,5 Milliarden Euro, ist Chefin der Bauer Media Group, z.B. Bravo, Cosmopolitan. Elisabeth Furtw\u00e4ngler erbte Anteile des Imperiums von Hubert Burda, ca. 3 Milliarden Euro, gibt Bunte, Superillu, Playboy, Focus, Huffington Post Deutschland heraus, w\u00fcnschte der Kanzlerin Merkel nach der mecklenburgischen Wahlschlappe \u201eein gutes Durchhalteverm\u00f6gen\u201c Julia J\u00e4kel, Leiterin von Gruner+Jahr, etwa 2,7 Milliarden Euro, davon ein Viertel am Spiegel-Verlag und Herausgeber von Stern, Brigitte u.a. organisierte Treffen mit der Kanzlerin, bei dem es \u201edirekter\u201c zuging und \u201eviel gelacht\u201c wurde, wie die Berliner Zeitung berichtete. Liz Mohn hat bei Bertelsmann, ca 1,7 Milliarden Euro, mit der RTL Group und Aktivit\u00e4ten in der Bildungs- und Kommunalpolitik das Sagen, sie geh\u00f6rt wie Friede Springer zum privaten Freundeskreis, die Kanzlerin hat eine \u201esehr enge, vertrauensvolle Beziehung zur Familie Mohn\u201c.. Monika Schoeller, Halbschwester von Stefan von Holtzbrinck, ist im Aufsichtsrat des Holtzbrinck-Verlags, ca. eine Milliarde Euro, geh\u00f6rt die H\u00e4lfte und sie leitet den S. Fischer Verlag. Die Holtzbrinck-Gruppe erhielt bevorzugt Radio-Lizenzen, wodurch sie zum gr\u00f6\u00dften H\u00f6rfunkanbieter Deutschlands avancierte. AVE (Holtzbrinck Publishing Group) dreht einen Film \u00fcber das Leben der Kanzlerin. Petra Grotkamp, Miteigent\u00fcmerin der WAZ-Gruppe, etwa 600 Millionen Euro ist die Tochter des Firmengr\u00fcnders Jakob Funke, der als Funke Mediengruppe zahlreiche Regionalbl\u00e4tter herausgibt, im Rhein-Main-Gebiet \u00fcber erhebliche publizistische Macht verf\u00fcgt, lange Jahre als SPD galt, aber unter Petra Grotkamp auch in der Gunst der Gro\u00dfen Koalition steht und auch an die CDU spendet.\u201c<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/bertelsmann_und_die_brandstifter\/P5#section_leserpost\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/bertelsmann_und_die_brandstifter\/P5#section_leserpost<\/a><br \/>\nEin einziger verkommener Filz, sonst nichts mehr.<br \/>\n4.10.2018, Schwabenwilli, TO<\/p>\n<p><strong>Das Triumfeminat \u2013 Angela Merkel, Friede Springer, Liz Mohn<\/strong><br \/>\n\u201e(\u2026) Selbst der Regierungssprecher best\u00e4tigte, dass die Kanzlerin eine \u201esehr enge, vertrauensvolle Beziehung zur Familie Mohn\u201c habe. Liz Mohn steht sozusagen f\u00fcr das \u201eWerdensollende\u201c: Mit ihrer Bertelsmann Stiftung steht sie der Kanzlerin mit allen Handreichungen f\u00fcr die politische Gestaltung der wirtschaftsliberal globalisierten Welt stets zur Verf\u00fcgung. Und mit der Medienmacht des Bertelsmann Konzerns hilft sie, dass etwa die Konzepte des \u201e\u00fcberdehnten Sozialstaates\u201c oder der \u201e\u00dcberalterung\u201c der Gesellschaft auch zur herrschenden Meinung gemacht werden.<br \/>\nFriede Springer wiederum war nicht nur auf der Wahlfrauenliste der CDU bei den letzten Bundespr\u00e4sidentenwahlen, sie sa\u00df auch (neben Sabine Christiansen, einer Kanzlerinnen-Talkerin) applaudierend auf der G\u00e4stetrib\u00fcne des Bundestages als Angela Merkel zur Kanzlerin gew\u00e4hlt wurde. Da war endlich geschafft, was ihre Zeitungen lange vorbereitet hatten. (\u2026)\u201c<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8146\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8146<\/a><br \/>\n4.10.2018, elly, TO<\/p>\n<p><strong>Jede Kritik ist populistisch?<\/strong><br \/>\nEine der Grundhypothesen des \u201eBarometers\u201c ist die Behauptung, wer gegen das vorherrschende Establishment, also die Machthabenden in Politik und den verschiedenen Instituionen der Gesellschaft ist, sei populistisch \u2013 weil er eben einen Gegensatz zwischen \u201edenen da unten\u201c (die kaum Einflu\u00df haben) und \u201edenen da oben\u201c (\u201eEliten\u201c, welche an den Hebeln der Macht sitzen) konstatiert.<br \/>\nDieser Gegensatz ist uralt; insofern kann man jede oppositionelle, rebellische, revolution\u00e4re Bewegung seit dem Spartakus-Aufstand als \u201epopulistisch\u201c (\u201eb\u00f6se\u201c) klassifizieren.<br \/>\n4.10.2018, imapact, TO<\/p>\n<p><strong>Wissenschaftliche Studie?<\/strong><br \/>\nWie Herr Wallasch ausf\u00fchrt, ist der Begriff \u201ePopulist\u201c nicht allgemeing\u00fcltig definiert, dazu ist er viel zu weich und politisch beladen. Der zu erwartende Erkenntnisgewinn liegt bei Null, schon deshalb l\u00e4sst ein echter Wissenschaftler die Finger davon, es sei denn, man vergliche z.B. verschiedene Definitionen miteinander. Er ist nat\u00fcrlich auch nicht direkt beobachtbar, wie \u201eblau\u00e4ugig\u201c oder \u201eplattf\u00fc\u00dfig\u201c, vielmehr ein \u201eKonstrukt\u201c wie \u201eemotionale Intelligenz\u201c, das anhand von beobachtbaren Indikatoren (Fragen oder Testaufgaben) definiert und operationalisiert wird. Diese Definition muss auf ihre Sinnhaftigkeit, Konsistenz mit dem allgemeinen Sprachgebrauch und Vereinbarkeit mit anderen Daten hin \u00fcberpr\u00fcft werden, vor allem, wenn sie keine akademische \u00dcbung bleiben, sondern Anwendung finden soll. ALLES das fehlt bei den sog. Wissenschaftlern dieser sog. Studie.<br \/>\nGen\u00fcgte die Studie den genannten wissenschaftlichen Standards, k\u00f6nnte der Begriff (in Grenzen) auch auf den Einzelnen angewandt werden. Der eine \u2013 leicht erkennbare \u2013 Trick der sog. Studie ist nat\u00fcrlich die Auswahl \/ Formulierung der Fragen, der zweite die Art ihrer Verrechnung, der dritte die Bewertung. In allem wissen wir inzwischen, dass aus dem Hause Bertelsjunk routinem\u00e4\u00dfig parawissenschaftliche Exzellenz herausbl\u00fcht, wie K\u00f6pfchenschimmel ohne Hirn.<br \/>\n4.10.2018, r.j. TO<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>Bertelsmann und die Brandstifter<\/strong><br \/>\nErinnern wir uns noch an die goldenen 68er-Zeiten:<br \/>\n\u201eWer zweimal mit derselben pennt,<br \/>\ngeh\u00f6rt schon zum Establishment.\u201c<br \/>\nEiner der beliebtesten Spr\u00fcche damals, der \u2013 abgesehen von der lasziven Grundeinstellung \u2013 eines verdeutlichen sollte: Establishment? Pfui, das sind die anderen, Pfoten weg! Eine reichlich simple Weltanschauung war das. Heute w\u00fcrde man sagen: Populismus pur. W\u00fcrde man? Nein. Alles ganz anders. Heute, da diejenigen, die damals das Establishment aufmischen wollten, nach ihrem Marsch durch die Institutionen und vor allem durch die Redaktionen inzwischen selbst das Establishment ausmachen, da klingt das ganz anders. Da gilt das Gegenteil. &#8230;.<br \/>\n\u201eKorrupte Eliten\u201c \u2013 ein Begriff, der einst f\u00fcr jeden, der sich links von der CDU positioniert hat, als in Stein gemei\u00dfelt galt. Das Feindbild par excellence. Heute, da die Union selbst in dieses Lager \u00fcbergewechselt ist, und man sich dort seither gemeinsam gegen\u00fcber dem drau\u00dfen vorgebliebenen Plebs auf der anderen Seite als einig elit\u00e4r w\u00e4hnt, da gilt der Begriff als Inbegriff von Verschw\u00f6rungstheorie, als pr\u00e4faschistisch populistische Formel.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nIst der Begriff \u201eVolk\u201c bereits so angez\u00e4hlt? Dass die Stiftung das Bef\u00fcrworten der \u201eVolkssouver\u00e4nit\u00e4t\u201c ebenfalls auf den Populismus-Index setzt, ist noch schwieriger nachvollziehbar, k\u00f6nnte sogar allen Demokraten ein wenig Angst machen. Geht die Stiftung vielleicht davon aus, dass der Begriff \u201eVolk\u201c im Neudeutschen angesichts der chaotischen Zuwanderung bereits so angez\u00e4hlt ist, dass sich s\u00e4mtliche Komposita damit von ganz allein negativ konnotieren? Offenbar. Dass laut Grundgesetz alle Staatsgewalt vom \u201eVolk\u201c ausgeht, und dieses somit der \u201eSouver\u00e4n\u201c ist, das ist demnach Sprache von gestern. Inzwischen offenbar auch f\u00fcr die Bildungsinstitution Bertelsmann-Stiftung.<br \/>\n&#8230; Alles vom 4.10.2018 von Uli Kulke bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/bertelsmann_und_die_brandstifter\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/bertelsmann_und_die_brandstifter<\/a><\/p>\n<p><strong>Populus = Volk<\/strong><br \/>\nJeder der einer anderen Meinung ist, als die Meinung der Bundesregierung ist also Populist? Der Begriff Populismus stammt von lateinisch populus \u201aVolk\u2018 &#8211; Ist also die Meinung des Volkes nicht mehr gewollt? Haben wir eigentlich noch Meinungsfreiheit? Haben wir noch Demokratie? Gilt das Recht in Form des Grundgesetzes noch? Netzwerkdurchsetzungsgesetz, Polizeiaufgabengesetz usw. sind nur zum Wohle des Volkes? Der mit wichtigste Artikel im Grundgesetz &#8211; abgesehen von Artikel 1 &#8211; ist der Artikel 20: (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausge\u00fcbt. (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht m\u00f6glich ist.<br \/>\n4.10.2018, Stefan Elbel, AO<\/p>\n<p><strong>Populismus zur Abwehr\u00a0 von Kritik<\/strong><br \/>\n\u201eWe, the people\u201c Zitat: \u201eDass die Stiftung das Bef\u00fcrworten der \u201eVolkssouver\u00e4nit\u00e4t\u201c ebenfalls auf den Populismus-Index setzt, ist noch schwieriger nachvollziehbar, k\u00f6nnte sogar allen Demokraten ein wenig Angst machen.\u201c Dies ist in der Tat besonders pikant bei diesem gef\u00fchlten 50. Definitionsversuch der bizarren Begriffsfigur \u201ePopulismus\u201c. Es handelt sich bekanntlich ein von Jean-Jacques Rousseau erhobenes Postulat der franz\u00f6sischen Aufkl\u00e4rung (\u201eDu contrat social\u201c,1762). Es war das entscheidende ideologische Triebmittel der Franz\u00f6sischen Revolution, der Mutter aller modernen sozialen Revolutionen. Seitdem ist die Volkssouver\u00e4nit\u00e4t der Lackmustest f\u00fcr jeden demokratischen Verfassungsstaat. Auch im deutschen Verfassungsrecht ist sie der Kern des Demokratieprinzips, gleichsam dessen Wesensmerkmal. Wer daran r\u00fcttelt, r\u00fcttelt an dem Charakter des Grundgesetzes, handelt mithin gegen die Verfassung, ist folglich ein Verfassungsfeind.<br \/>\nWer diese elitistische Definition von \u201ePopulismus\u201c in seiner dekretierten pejorativ-polemischen Wortbedeutung f\u00fcr bare M\u00fcnze nimmt, mu\u00df konsequenterweise die Gesamtheit der europ\u00e4ischen emanzipationsbewegungen seit der franz\u00f6sischen Revolution einschl. der Arbeiterbewegung in ihren pluralen Auspr\u00e4gungen f\u00fcr nichts anderes als schn\u00f6den Populismus halten. \u201ePopulismus\u201c wird wie eine Streubombe zur Abwehr jeglicher Kritik an den gesellschaftlichen Zust\u00e4nden und als rhetorische Konterwaffe in Anschlag gebracht. Er ist alles und &#8211; nichts, ein Passepartout-Begriff, eine rhetorische Allzweckwaffe f\u00fcr alle F\u00e4lle, ein Wechselrahmen politischer Beliebigkeit. \u201ePopulismus\u201c sei kein Substanz- sondern ein Relationsbegriff, so das h\u00f6chstrichterliche BpB-Verdikt, damit einr\u00e4umend, da\u00df \u201ePopulismus\u201c ein Begriff &#8211; ohne Substanz ist.<br \/>\n4.10.2018, Reinhard Gutsche, AO<\/p>\n<p><strong>Gegen unseren Verfassungsstaat?<\/strong><br \/>\nDie Bertelsmann-Stiftung ist eine der Institutionen, die Politik gegen das Parlament macht! Wenn darin nicht ein aggressiv antidemokratisches Vorgehen zu erkennen ist, was soll dann noch geschehen? Abgehalfterte Auslandskorrespondenten und Propagandawissenschaftler werden in der Bertelsmannstiftung gehalten, um \u201cwissenschaftlich\u201d gegen das Parlament, den Souver\u00e4n, die Grenzen, alles Deutsche und vor allem gegen die Demokratie Stimmung zu machen.<br \/>\nDass dieses Unget\u00fcm noch nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird, ist beunruhigend. Ist es inzwischen politisch korrekt, den demokratischen Verfassungsstaat, sein Rechtssystem, seine nationale Kultur, seine Grenzen, und seinen Souver\u00e4n der R\u00fcckw\u00e4rtsgewandtheit zu verd\u00e4chtigen und der UNO zu opfern? Wenn dem so w\u00e4re, ist das scheiternde Projekt EUropa auch nur noch eine nutzlose Bonzenschmiede. Wer stoppt endlich diesen Irrsinn? Der UNO-Migrationspakt, der am 11.12.2018 unterzeichnet werden soll, muss verhindert werden!<br \/>\n4.10.2018, Andreas Rochow, AO<\/p>\n<p><strong>Populismus ist immer, was man als solchen definiert<br \/>\n<\/strong>Die Forscher von Bertelsmann geben undifferenzierte Statements vor, die 1. eine deutliche Distanz zwischen B\u00fcrgern und Politikern, 2. eine im Grundsatz bestehende \u201eEinigkeit\u201c aller B\u00fcrger, 3. eine Vorliebe f\u00fcr Volksabstimmungen bei \u201ewichtigen Fragen\u201c, 4. eine Skepsis gegen\u00fcber politischen Kompromissen ausdr\u00fccken. Das Ganze grob und plakativ formuliert (\u201eDie B\u00fcrger sind sich oft einig, aber die Politiker verfolgen ganz andere Ziele.\u201c) Jedem vernunftbegabten Wesen ist klar, dass diese abstrakten S\u00e4tze stark verallgemeinern. Wer glaubt schon, dass bei der derzeitigen gesellschaftlichen Polarisierung s\u00e4mtliche W\u00e4hler \u201esich oft einig sind\u201c?<br \/>\nUnd \u201edie B\u00fcrger\u201c, \u201edie Politiker\u201c gibt es im wahren Leben als Einheit nicht. Problem: Wer die vorformulierten Statements nun zu simpel findet, aber doch auch ein kleines oder gr\u00f6\u00dferes \u201eK\u00f6rnchen Wahrheit\u201c in ihnen sieht, hat wenig M\u00f6glichkeiten, seine Meinung angemessen differenziert zum Ausdruck zu bringen. Wer (eher) zustimmt, &#8230; ist populistisch eingestellt, wer (eher) nicht zustimmt, &#8230; sagt damit, nicht-populistisch denkend, dass er der gegenteiligen Ansicht, wie immer die auch konkret aussieht, zuneigt (z. B.: \u201ePolitiker verfolgen oft die Ziele der B\u00fcrger\u201c). Differenzierte Ansichten haben in der Statement-Batterie schlicht wenig Platz. So \u201emacht\u201c man Befragte mit Methode zu populistisch eingestellten Menschen mit einfachem Weltbild.<br \/>\n4.10.2018, Elke Halefeldt, AO<\/p>\n<p><strong>Die Regierung\u00a0redet das eigene Volk schlecht<\/strong><br \/>\nWarum dieses st\u00e4ndige Schlechtmachen von Deutschen bzw. allem Deutschen? Warum sollen nun 1\/3 aller Deutschen pl\u00f6tzlich Populisten sein? Und die meisten Deutschen Rassisten? Und alle Sachsen Nazis? Und die meisten Deutschen Fremdenhasser? Was bringt die Merkel-Regierung mitsamt der ihr h\u00f6rigen Presse dazu, die eigene Bev\u00f6lkerung so mies zu machen? Wahrscheinlich nur, um von den eigenen Politikfehlern seit der Grenz\u00f6ffnung 2015 abzulenken. Dieser <a title=\"Selbsthass\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/selbsthass\/\">Selbsthass<\/a> der Politik aufs eigene Volk mu\u00df ein Ende nehmen. Das Ausland glaubt es nicht, die Fl\u00fcchtlinge glauben es nicht (sonst k\u00e4men sie nicht so zahlreich), die B\u00fcrger glauben es nicht.<br \/>\n4.10.2018, K. Baumann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast ein Drittel aller Wahlberechtigten in Deutschland sind Populisten. Also stolze 20.560.000 Personen. Dies hat die Bertelsmann-Stiftung ermittelt und das macht Angst. Aber was ist Populismus? Dazu hatte Infratest dimap im Mai und August 2018 jeweils mehr als 3400 Wahlberechtigte &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/jeder-dritte-ist-ein-populist\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,36,13,80],"tags":[633,439,525,631],"class_list":["post-68317","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-engagement","category-kultur","category-medien","tag-demokratie","tag-journalist","tag-politik","tag-staat"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68317","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68317"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68317\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68317"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}