{"id":6750,"date":"2012-07-11T17:41:48","date_gmt":"2012-07-11T17:41:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=6750"},"modified":"2012-07-29T20:27:11","modified_gmt":"2012-07-29T18:27:11","slug":"stolberger-zink-in-fr-kappel-groesste-altlast-in-bw-wird-nicht-entsorgt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/stolberger-zink-in-fr-kappel-groesste-altlast-in-bw-wird-nicht-entsorgt\/","title":{"rendered":"Stolberger Zink in FR-Kappel &#8211; groesste Altlast in BW wird nicht entsorgt"},"content":{"rendered":"<p>Es geht, wie Anwohnern und Interessenten einer \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung mitgeteilt wurde, um die &#8222;Weiterentwicklung&#8220; und &#8222;qualitative Lebensverbesserung&#8220; des Ortsteils <a title=\"Kappel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/kappel\/\">Kappel<\/a>. Um eine im Grunde genommen begr\u00fc\u00dfenswerte Ma\u00dfnahme also. Bis zu 150 Wohneinheiten sollen im Ortsteil Neuh\u00e4user gebaut werden, die Stadt Freiburg hat entsprechenden Bedarf, ein Investor ist gefunden \u2013 und in Kappel gibt es gen\u00fcgend Baugrund. Also los, ist man geneigt zu sagen. Doch um was f\u00fcr einen Baugrund handelt es sich? Es ist, unwidersprochen von den planenden Beh\u00f6rden, <a title=\"Stolberger Zink Altlastensanierung in FR-Kappel \u2013 Mogelpackung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/2012\/07\/04\/stolberger-zink-altlastensanierung-in-fr-kappel-mogelpackung\/\">die gr\u00f6\u00dfte Altlast, die im Land Baden-W\u00fcrttemberg<\/a>\u00a0derzeit noch anzutreffen ist! <!--more-->Der fr\u00fchere Bergbau hat Cadmium, Blei, Zink und andere Schwermetalle in den Boden geschwemmt, dieser ist, samt Grundwasser, belastet. Und um bauen zu k\u00f6nnen, muss dieses Areal nun saniert werden. Vorgesehen ist nicht, wie man als Laie vielleicht annehmen k\u00f6nnte, das Abtragen der kontaminierten Fl\u00e4chen und das Verbringen auf daf\u00fcr geeignete Deponien. Nein, das belastete Erdreich soll einfach auf Lkw geladen und ein paar hundert Meter Hang aufw\u00e4rts \u2013 auf dort ebenfalls schon belasteten Boden \u2013 aufgesch\u00fcttet werden. Ein Gebiet, das unmittelbar an ein Wohngebiet grenzt. Dazu muss ein Wald gerodet werden. Alles frei nach dem Motto: Wo schon Schadstoffe sind, k\u00f6nnen noch mehr dazu. Die Rahmenbedingungen, so wird versichert, seien gesetzlich abgedeckt. Alles in Ordnung also! Die Anwohner und B\u00fcrger aus der Umgebung finden das aber nicht. Und zwar aus ethisch-moralischen, politischen Gr\u00fcnden. Wie kann so etwas in einer Stadt m\u00f6glich sein, die sich gro\u00dfspurig &#8222;Green City&#8220; nennt, die von den Gr\u00fcnen mitregiert wird und deren (gr\u00fcner!) Oberb\u00fcrgermeister sich auf dem G -20-Umweltgipfel in Rio umgesehen hat? Die ebenfalls gr\u00fcne Gerda Stuchlik, in der Stadt als B\u00fcrgermeisterin f\u00fcr Umweltschutz zust\u00e4ndig, hat denn in Kappel den Schleier (unfreiwillig?) etwas gel\u00fcftet. Man mache das aus Kostengr\u00fcnden so. Will hei\u00dfen: Wirtschaftlichkeit reagiert, der von den Gr\u00fcnen propagierte Umweltschutz verkommt zu einem irrelevanten, gleichwohl popul\u00e4ren Feigenblatt. Nur: B\u00fcrgern\u00e4he hat man sich anders vorgestellt. Die anderen Parteien werden sich die H\u00e4nde reiben \u2013 endlich sind die Gr\u00fcnen bei ihnen angekommen. Weiterhin gutes Gelingen, kann man da nur sagen. Und ab mit dem Dreck aufs Haupt der dort lebenden Menschen.<br \/>\nMarita Schocker, Kirchzarten , 10.7.2012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es geht, wie Anwohnern und Interessenten einer \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung mitgeteilt wurde, um die &#8222;Weiterentwicklung&#8220; und &#8222;qualitative Lebensverbesserung&#8220; des Ortsteils Kappel. Um eine im Grunde genommen begr\u00fc\u00dfenswerte Ma\u00dfnahme also. 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