{"id":67001,"date":"2018-03-20T12:43:29","date_gmt":"2018-03-20T11:43:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=67001"},"modified":"2018-03-20T15:27:37","modified_gmt":"2018-03-20T14:27:37","slug":"tellkamp-diskussionskultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tellkamp-diskussionskultur\/","title":{"rendered":"Tellkamp &#8211; Diskussionskultur"},"content":{"rendered":"<p>Unsere <a title=\"Demokratie \u2013 Meinungsfreiheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/demokratie-meinungsfreiheit\/\">demokratische<\/a> Gesellschaft lebt von <a title=\"Integrieren statt nur diskutieren\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/integrieren-statt-nur-diskutieren\/\">fairem Diskurs<\/a> und freiem <a title=\"Meinungsfreiheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/\">Meinungsaustausch<\/a>. Wie sehr unsere <a title=\"Diskussionskultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskussionskultur\/\">Diskussionskultur<\/a> durch die anerzogene <a title=\"Weisse Elefanten unsichtbar\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/weisse-elefanten-unsichtbar\/\">Alternativlosigkeit<\/a> zerst\u00f6rt ist, zeigte sich am 8.3.2018 in Dresden: Hier fand kurz vor Er\u00f6ffnung der Leipziger <a title=\"Buchmesse\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/buchmesse\/\">Buchmesse<\/a> eine <a title=\"Diskussionskultur im Bundestag\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/diskussionskultur-im-bundestag\/\">Diskussion<\/a> zu &#8222;Streitbar! Wie frei sind wir mit unseren <a title=\"Buchmesse Meinungsfreiheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/buchmesse-meinungsfreiheit\/\">Meinungen<\/a>?&#8220; statt zwischen den anerkannten <a title=\"Dichter\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/\">Schriftstellern<\/a> Uwe Tellkamp und Durs Gr\u00fcnbein. <!--more--><br \/>\nDer Epiker Uwe Tellkamp sagt <em>&#8222;Die meisten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung, sondern kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern, \u00fcber 95 Prozent&#8220;<\/em> und wird hierf\u00fcr von seinem Arbeitgeber, dem <a title=\"Migration in Hartz4 \u2013 Tellkamp\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/migration-in-hartz4-tellkamp\/\">Suhrkamp Verlag<\/a>, <a title=\"Buchmesse\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/buchmesse\/\">&#8222;verraten&#8220; (Monika Maron)<\/a> und von der Mainstream-Presse als Rechtsradikaler, Rassist und Nazi abgeschoben.<\/p>\n<p>Der Lyriker Durs Gr\u00fcnbein, der die Fl\u00fcchtlingspolitik von Merkel als &#8222;bewundernswert &#8220; lobt, entgegnet, dass <em>\u201edieselben Leute, die in die Sozialsysteme des Westens eingewandert seien (also die Ostdeutschen), sich heute \u00fcber den Zuzug aus anderen Erdteilen beklagen\u201c<\/em>. Hierzu schweigen Suhrkamp-Verlag wie Mainstream-Medien sich aus.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Zwei Statements<\/strong>, die durch die <a title=\"Meinungsfreiheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/\">Meinungsfreiheit<\/a> unserer Demokratie gedeckt und deshalb von allen B\u00fcrgern wie <a title=\"Medien \u2013 einseitige vierte Gewalt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/medien-einseitige-vierte-gewalt\/\">Medien (4. Gewalt)<\/a> zu ertragen sind.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Zwei Statements<\/strong> mit verschiedenen Sichtweisen zum zentralen Thema unserer Zeit &#8211; der <a title=\"Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/\">Migration<\/a>:<br \/>\nDie Aussage von Tellkamp ist korrekt und besteht jeden Faktencheck (Zahlen von Bamf und Arbeits-\/Sozialministerium), wobei man \u00fcber die exakte Prozentzahl (95% der Migranten in Hartz4 und nur 5% in Arbei) gerne streiten kann. Siehe hierzu die Stellungnahme von <a title=\"Migration in Hartz4 \u2013 Tellkamp\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/migration-in-hartz4-tellkamp\/\">Monika Maron<\/a>.<br \/>\nDas Statement von Gr\u00fcnbein ist sachlich falsch. Eine Gleichsetzung von DDR-B\u00fcrgern und MENA-Migranten (MENA f\u00fcr Middle East und North Afrika, also Region zwischen Iran und Marokko) als Immigranten nach Deutschland gelingt weder unter ethnischen, kulturellen noch religi\u00f6sen Gesichtspunkten, sondern verh\u00f6hnt ist Ostdeutschen.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Zwei Statements<\/strong>, die von dem Medien (TV wie <a title=\"Mainstream\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Mainstream-Presse<\/a>) unisono so bewertet werden.<br \/>\nAuf der einen Seite Durs Gr\u00fcnbein als der wahre Intellektuelle: Eher links, gut, weltoffen, moralisch, &#8222;One world&#8220; und <a title=\"Gesinnungsethik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gesinnungsethik\/\">gesinnungsethisch<\/a> abgekl\u00e4rt.<br \/>\nAuf der anderen Seite Uwe Tellkamp als ein Bestsellerautor, der aus &#8222;unerfindlichen Gr\u00fcnden&#8220; (SZ) die Dom\u00e4ne der linksgr\u00fcnen Elite verlassen und sich als rechts outet: als Konservativer und Patriot &#8211; was dann nat\u00fcrlich zum Schwingen der <a title=\"Nazi-Keule Islamophobie-Keule\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/nazi-keule-islamophobie-keule\/\">Nazi-Keule<\/a> f\u00fchrt.<br \/>\nFazit: \u00dcber die freie Meinungs\u00e4u\u00dferung von Durs Gr\u00fcnbein darf man diskutieren, also dar\u00fcber, ob Merkels Fl\u00fcchtlingspolitik gut oder gar exzellent ist. Die freie Meinungs\u00e4u\u00dferung von Uwe Tellkamp hingegen wird als diskussionsunw\u00fcrdig &#8211; da <a title=\"Rassismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/rassismus\/\">rassistisch<\/a> &#8211; abgetan. Dazu ein kleines Beispiel aus der medialen Praxis: Durs Gr\u00fcnbein erh\u00e4lt von linker S\u00fcddeutscher Zeitung sowie gr\u00fcnlinker DIE ZEIT insgesamt 32.127 Zeichen, um sich zu begr\u00fcnden. Uwe Tellkamp r\u00e4umen die beiden gro\u00dfen Zeitungen nur 273 Zeichen ein, die nicht einmal von ihm selbst stammen.<br \/>\nDeutschland ist gespalten und die Diskussionskultur zerst\u00f6rt, dank den Medien als der vierten Gewalt, die sich dem linken Mainstream der Gutmenschen &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; &#8222;verschrieben&#8220; haben.<br \/>\n20.3.2018<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nDas Video zum Streitgespr\u00e4ch Tellkamp-Gr\u00fcnbein:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/DznoyfqrWT8\">https:\/\/youtu.be\/DznoyfqrWT8<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>\u201eIch w\u00fcnsche mir, dass wir in der Sache diskutieren. Wenn ein Streitgespr\u00e4ch zur Verurteilung einer Person f\u00fchrt, darf man sich nicht wundern, wenn keine offene Debatte mehr gef\u00fchrt wird\u201c<\/em>, warnte Michael Kretschmer (MP Sachsen, CDU).<\/p>\n<p>Wenn Herr Gr\u00fcnbein wissen m\u00f6chte, wie ein durchaus relevanter Teil der Zuwanderercommunity tickt, dann empfehle ich zur Lekt\u00fcre die Artikel \u201eDas Korrektiv der Migrantenkinder\u201c von Sofia Taxidis<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/wolfram_ackner_schweisser_an_durs_gruenbein_dichter\/P80#section_leserpost\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/wolfram_ackner_schweisser_an_durs_gruenbein_dichter\/P80#section_leserpost<\/a><br \/>\nund \u201eSeit gestern bin ich Nafri\u201c von Karim Dabbouz<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/seit_gestern_bin_ich_nafri\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/seit_gestern_bin_ich_nafri<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<strong>Der Suhrkamp Verlag entwickelt sich zum Parteiverlag<\/strong><br \/>\nDer renommierte Autor Uwe Tellkamp hatte vergangene Woche gesagt, dass die Grenz\u00f6ffnung durch Merkel 2015 an Recht, Gesetz und Parlament vorbei erfolgte, und dass die meisten Migranten kamen, weil sie sich ein besseres wirtschaftliches Leben erhoffen. Der Suhrkamp Verlag hatte sich daraufhin von Tellkamp distanziert. Daraufhin hat sich die Debatte um die Meinungsfreiheit in Deutschland entfacht.<br \/>\n.<br \/>\nErkl\u00e4rung von Klaus-R\u00fcdiger Mai<br \/>\nAus gegebenem Anlass und nach reiflichem \u00dcberlegen habe ich dem Verleger des Suhrkamp Verlages, Thomas Spaar, folgende e-mail geschrieben:<br \/>\n\u201eSehr geehrter Herr Sparr,<br \/>\nnach der Entgleisung des Verlages in Sachen Uwe Tellkamp scheint der vormals renommierte Suhrkamp Verlag sich zu einem Parteiverlag zu entwickeln. Linkes Denken mag sich darin ausdr\u00fccken, liberales hingegen nicht, denn dieses Denken findet sich in dem Voltaire zugeschriebenen Apercu: ich bin zwar nicht Ihrer Meinung, aber ich werde alles tun, damit sie Ihre Meinung frei \u00e4u\u00dfern (und publizieren) k\u00f6nnen. Sie haben sich gegen die Vielfalt und f\u00fcr die politische Einfalt entschieden. Ich sehe nicht und glaube auch nicht, wie ein kritischer Essay, wie ich ihn projektiert habe, bei Ihnen erscheinen kann. Ich ziehe hiermit meinen Vorschlag zur\u00fcck. Er wird andernorts und mit mehr Recht erscheinen.<br \/>\nMit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nKlaus-R\u00fcdiger Mai, 12.3.2018<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theeuropean.de\/doku-mentation\/13677-der-fall-uwe-tellkamp\">https:\/\/www.theeuropean.de\/doku-mentation\/13677-der-fall-uwe-tellkamp<\/a><\/p>\n<p>.<a title=\"Luther500\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/evangelisch\/luther500\/\">Klaus-R\u00fcdiger Mai ist Autor des Buchs 500 Jahre Luher<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wolfram Ackner, Schwei\u00dfer, an Durs Gr\u00fcnbein, Dichter<\/strong><br \/>\nManchmal reibe ich mir verbl\u00fcfft die Augen. Durs Gr\u00fcnbein sagte in der S\u00fcddeutschen Zeitung, dass <strong><em>\u201edieselben Leute, die in die Sozialsysteme des Westens eingewandert seien (also die Ostdeutschen) sich heute \u00fcber den Zuzug aus anderen Erdteilen beklagen\u201c<\/em><\/strong>. Ist das tats\u00e4chlich derselbe Durs Gr\u00fcnbein, der sich \u00fcber Uwe Tellkamps Behauptung beklagt, dass 95 Prozent der Fl\u00fcchtlinge nur zu uns kommen, um in unser Sozialsystem einzuwandern?<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nEx-Gr\u00fcnenchefin Katrin G\u00f6ring-Eckardt sagte im Bundestag: \u201e30 Prozent der Kinder und Jugendlichen heute haben bereits einen Migrationshintergrund und dabei habe ich die Ossis jetzt noch nicht mitgerechnet.\u201c (auch f\u00fcr KGE sind Ossis also Migranten),<br \/>\n&#8230;<br \/>\nUnd heute nehmen wir Andersdenkenden uns eben das Recht heraus, <a title=\"Buergerkrieg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/buergerkrieg\/\">\u201eMerkel muss weg\u201c<\/a> zu rufen und unser Recht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit wahrzunehmen, um sichere Grenzen und die Einhaltung von Recht und Ordnung zu fordern, auch wenn ihr uns diese verfassungsm\u00e4\u00dfigen Rechte \u2013 oft mit Gewalt und N\u00f6tigung \u2013 zu verwehren sucht, und ihr diesen Protest mit \u00e4hnlichen Methoden zu delegitimieren versucht, die im Herbst 89 die DDR-F\u00fchrung anwandte, um die Dissidentenszene wieder klein zu kriegen. Denn Demokratie bedeutet eben nicht, dass automatisch das passiert, was die selbsternannten Fortschrittlichen f\u00fcr richtig halten, und es das Ende der Demokratie bedeutet, wenn ein anderer Kurs eingeschlagen wird, den man jederzeit bei wechselnden Mehrheitsverh\u00e4ltnissen auch wieder korrigieren kann.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nIch pers\u00f6nlich unterst\u00fctze in der Fl\u00fcchtlingspolitik den Kurs der Osteurop\u00e4er und \u00d6sterreicher, den unsere ver\u00f6ffentlichte Meinung als undemokratisch gei\u00dfelt, und w\u00fcnsche mir denselben Kurs f\u00fcr mein eigenes Land. Denn was genau ist an der Haltung dieser L\u00e4nder undemokratisch? Es gibt in Europa die einen, die wollen alle Grenzen einrei\u00dfen, die Nationalstaaten abschaffen und es gibt die anderen, die das ablehnen und ihre Identit\u00e4t und Kultur erhalten wollen. F\u00fcr mich bedeutet Demokratie, die Optionen und den Weg klar zu benennen und sie dem W\u00e4hler zur Entscheidung vorzulegen. Und genau das geschieht nicht in Europa, wo eine kleine Elite alles hinter Nebelwolken verschwinden l\u00e4sst, bis sie ihren Willen hat, wie es selbst EU-Kommissionspr\u00e4sident Jean-Claude Juncker mit bemerkenswertem Stolz zugab: \u201eWir beschlie\u00dfen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein gro\u00dfes Geschrei gibt und keine Aufst\u00e4nde, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter \u2013 Schritt f\u00fcr Schritt, bis es kein Zur\u00fcck mehr gibt\u201c und \u201eWenn es Ernst wird, muss man l\u00fcgen!\u201c<br \/>\n&#8230;<br \/>\nIst dies tats\u00e4chlich eure Vorstellung von der \u201eliberalen Demokratie\u201c, liebe Gutmeinenden? Dass diejenigen, die \u00fcber die tieferen Einsichten und das gr\u00f6\u00dfere Herz verf\u00fcgen (also ihr), die einfach gestrickten Leute (also uns) an die Hand nehmen und ab und zu etwas flunkern m\u00fcssen, um das Boot auf dem Kurs zu halten, den sie f\u00fcr den richtigen halten? Damit wir uns nicht unseren niedersten Trieben hingeben?<\/p>\n<p>Denn wenn ja, dann hoffe ich tats\u00e4chlich, dass diese in den letzten Jahren eingerissene, sehr spezielle Sorte \u201eDemokratie\u201c tats\u00e4chlich an ihr Ende kommt, denn, um ein Zitat von Stefan Heym aus dem Winter 89 abzuwandeln: F\u00fcr mich und sehr viele andere ist es momentan, als habe einer die Fenster aufgesto\u00dfen nach all den Jahren der geistigen und politischen Stagnation, den Jahren von Phrasengew\u00e4sch, von amtlicher Blindheit und Taubheit! Denn in unseren Augen benehmt ihr euch, als wolltet ihr ein legend\u00e4res Zitat (\u201ein order to protect the village we had to destroy it\u201c) eines US-Offiziers aus dem Vietnam-Krieg abwandeln: \u201eIn order to protect democracy we have to destroy it\u201c<br \/>\n&#8230; Alles von Wolfram Ackner vom 19.3.2018 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/wolfram_ackner_schweisser_an_durs_gruenbein_dichter\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/wolfram_ackner_schweisser_an_durs_gruenbein_dichter<br \/>\n<\/a>.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Linke ist Wiedervereinigung gleich Massenimmigration aus MENA<\/strong><br \/>\nan mu\u00df niemanden ernst nehmen, der die Wiedervereinigung mit der Einwanderung von Millionen Muslimen vergleicht. So viel Dummheit ist des Weiteren immun gegen\u00fcber Tatsachen. Aber sch\u00f6n, da\u00df Herr Gr\u00fcnbein seinen Berufsstand hier bis auf die Knochen blamiert.<br \/>\n19.3.2018, Paul Mittelsdorf<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Demokratie benennt alternative Wege<\/strong><br \/>\nDiesen Artikel (von Ackner) werde ich ausdrucken, weil ich ihn immer wieder lesen werde. Wann hat es je einer so auf den Punkt gebracht. Danke. Bester Satz und woran unsere \u201cDemokratie\u201d, die ich anzweifle, krankt: <em>\u201cF\u00fcr mich bedeutet Demokratie, die Optionen und den Weg klar zu benennen und sie dem W\u00e4hler zur Entscheidung vorzulegen. Und genau das geschieht nicht in Europa, wo eine kleine Elite alles hinter Nebelwolken verschwinden l\u00e4sst, bis sie ihren Willen hat,..\u201d<\/em><br \/>\n19.3.2018, Karin Adler, AO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Gut und B\u00f6se 40 Jahre ertragen<\/strong><br \/>\nEin hervorragender Artikel (von Ackner), ja fast eine Denkschrift zu Ehren der einzigen friedlichen Revolution auf deutschem Boden. Alle diese Spinner ,die so genannte rot\/gr\u00fcne Elite,die Intellektuellen, die immer erst merken,dass etwas schief l\u00e4uft, wenn es zu sp\u00e4t ist.<br \/>\nDiese realit\u00e4tsfremden, alltagsfernen Ritter der Humanit\u00e4t verarschen das Volk und merken es nicht einmal in ihrer Borniertheit! Ja, wir sp\u00fcren die langsame Ver\u00e4nderung der Gesellschaft, die Unterdr\u00fcckung anderer Meinungen bzw. der Vorstellung einer anderen Entwicklung der Gesellschaft.<br \/>\nDas ist nicht gut und spaltet die Gesellschaft in gut und b\u00f6se. Was b\u00f6se ist entscheidet der Mainstream, gesteuert durch die Medien. Wir haben das Gut und B\u00f6se 40 Jahre ertragen, dieses mal stehen wir fr\u00fcher auf!<br \/>\n9.3.2018, Klaus Felllechner, AO<br \/>\n.<br \/>\nNun gibt es also eine Relativit\u00e4tstheorie der Politik und der Geographie. Sie wurde von Herrn Gr\u00fcnberg erdacht. Nach dieser Theorie ist es also dasselbe, ob Leute von ferne in ein Land einwandern und von dem Sozialsystem dieses Landes leben oder ein Land sich mit diesem Nachbarland vereint, und diese Leute dann in den Genuss dieses Sozialsystemes kommen. Das ist nobelpreisverd\u00e4chtig.<br \/>\n19.3.2018, Rudo Knoth, AO<\/p>\n<p><strong>Ossi und Wessi<\/strong><br \/>\nWas Herr Gr\u00fcnbein und die Anderen vergessen: die 17 Millionen waren lt. Grundgesetz Deutsche und keine Migranten. Wir hier im Osten hatten und haben die Folgen des WK II \u00fcberproportional zu tragen. Und als wir beitraten, waren wir &#8211; im Gegensatz zu den Migranten seit 2015 &#8211; hochqualiffiziert, besa\u00dfen entsprechendes Arbeitsethos, und konnten die deutsche Sprache.<br \/>\nSicher, es gab Differenzen zwischen Ost und West, aber ich kann mich nicht erinnern, dass es zum Alltag geh\u00f6rte, dass ein Ossi eine Wessine nach der Trennung mit stichhaltigen Argumenten maltr\u00e4tierte. Nat\u00fcrlich wusste der Ossi z.B. nicht, wie er einen Hummer knacken oder wie er Gnocchi aussprechen sollte. Aber &#8211; absolut im Gegensatz zur heutigen Zeit &#8211; wurden auch seine weiteren (und vielleicht auch guten) Eigenschaften, z.B. nicht um den hei\u00dfen Brei herumzulabern, nicht als Bereicherung empfunden, man hat ihn als B\u00fcrger 2. Klasse abgestempelt.<br \/>\nDie heutigen Migranten dagegen werden von der Kulturschickeria immer noch als Bereicherung dargestellt, so als unverdorbener Naturmensch vom Typus des edlen Wilden. Dass diese Menschen auch ihre Kultur mitbringen, scheint Protagonisten wie Herrn Gr\u00fcnbein nicht aufzufallen. Und da meine nicht nicht nur die vorzivilisatorische Gewalterfahrung, sonder vor allem das Verh\u00e4ltnis zum Staat, den diese Menschen in ihrer Heimat im Wesentlichen als korrupt und ausbeuterisch erleben. Nach allem, was man von Soziologen und Psychologen wei\u00df, ist die Pr\u00e4gung des Menschen sp\u00e4testens mit 20 abgeschlossen. Wie, Herr Gr\u00fcnbein, wollen wir diese Menschen jemals integrieren?<br \/>\n19.3.2018, Michael Scheffler, AO<\/p>\n<p>Der Herr Gr\u00fcnbein jammert, weil nach seiner Ansicht, die Ossis das Sozialsystem belastet haben? Tja, da kann man nur fragen, hat dieser Herr ein Erinnerungsverm\u00f6gen? Die Erinnerung an die jahrelangen weinerlichen Ansprachen zum 17. Juni 1953, endete immer mit, \u201cAn unsere Schwestern und Br\u00fcder hinter dem eisernen Vorhang\u201d! Als der Vorhang fiel, war alles Friede, Freude, Eierkuchen auf beiden Seiten und Keiner wollte mit der Realit\u00e4t konfrontiert werden, die Lafontaine vor der Einheit deutlich aufgezeigt hatte. Ja, dann hat es gekostet, im Osten Millionen von Arbeitspl\u00e4tzen (ohne Sozialpl\u00e4ne) quer durchs Land durfte die Treuhand w\u00fcten, den Rest haben die Gl\u00fccksritter aus dem Westen erledigt.<br \/>\nIm Gegenzug hat so mancher aufstiegsloser Westbeamte eine Laufbahn im Osten genommen, von der er im Westen nicht mal tr\u00e4umen konnte und als Bonbon, gabs die Buschzulage oben drauf, schlie\u00dflich hat man sich auf unbekannten Terrain bewegen m\u00fcssen, so allein in Finsterland! Die letzte DDR Regierung wollte das Restverm\u00f6gen an die DDR B\u00fcrger \u00fcberleiten, damit diese nicht v\u00f6llig arm in das neue System \u00fcbertreten m\u00fcssen. Daf\u00fcr das die DDR B\u00fcrger 40 Jahre die Reparationsleistungen an die Sowjetunion alleine gezahlt haben. Erinnere mich, dass der Wahnsinn des II. WK und die damit verbunden Verbrechen, nicht allein die Ostdeutschen verbrochen haben, sondern das ganze III. Reich wozu sich auch Westdeutschland h\u00e4tte z\u00e4hlen m\u00fcssen. Es ist kein Verdienst sondern ein Privileg auf der richtigen Seite Deutschlands geboren zu sein, ansonsten h\u00e4tte Herr Gr\u00fcnbein sehr viel Mut als Autor aufbringen m\u00fcssen, kontr\u00e4r zum SED Staat zu Denken.<br \/>\n19.3.2018, Ursula Horvath, AO<br \/>\n.<br \/>\nRelativieren und Gleichsetzen von Unvergleichbarem sind die Markenzeichen der geistigen Nebelbombenwerfer \u00e0 la Gr\u00fcnbein. Die Migration von Menschen fremder Kultur und meist ohne jede Ausbildung, vielfach sogar Analphabeten, mit der Einf\u00fchrung des deutschen Sozialstaats in den neuen Bundesl\u00e4ndern nach der Wiedervereinigung zu vergleichen, l\u00f6st in vernunftbegabten Menschen h\u00f6chstens Brechreiz aus. Das ist \u00e4hnlich dumm wie der Vergleich der Vertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg mit den Migranten von heute. Das schlimmste ist, dass diese selbst ernannten geistige Elite sich an dem eigenen Nebel pr\u00e4chtig bis zur Besinnungslosigkeit berauscht.<br \/>\n19.3.2018, Rudolf George, AO<br \/>\n.<br \/>\nBesser kann man es nicht beschreiben. &#8222;Das harte Leben f\u00fcr viele \u201cOssis\u201d nach der Wende hat im Westen kaum je Beachtung gefunden&#8222; Aber eins habe ich gelernt, auch wenn es banal klingt. Nichts ist f\u00fcr ewig und die Dinge kommen und gehen. Honecker hatte es nicht begriffen und Merkel ist genauso realit\u00e4tsfremd. Sie wir ihrer Strafe genauso wenig entgehen, wie Honecker. Das Trauma in Form eines Schlafmodus, durch die 68er in der ehemaligen BRD, wird genauso verschwinden, wie alles andere. Haben wir diesen Prozess hinter uns, wird Deutschland wieder eine stolze Nation sein, die bereit ist zu helfen ohne sich selbst zu opfern.<br \/>\n19.3.2018, Olaf Busch, AO<br \/>\n.<br \/>\nDie westdeutsche Linke nimmt es dem ehemaligen DDR-B\u00fcrger immer noch \u00fcbel, dass dieser das sozialistische Modell nicht gegen eine \u00dcbernahme durch die Kapitalisten verteidigt hat. Der Sozialstaat wurde als Solidargemeinschaft geschaffen. Es geht darum sich durch Arbeit und Einzahlung ein Anrecht auf Auszahlung im Bedarfsfall, im Notfall zu sichern. Fl\u00fcchtlinge oder Zuwanderer sind als Anspruchsteller an die Sozialkassen nicht vorgesehen. Das Sozialsystem wird zweckentfremdet. Die Einzahlungen der Arbeitnehmer werden zweckentfremdet. Es geht nicht um die Ablehnung von Ausl\u00e4ndern. Es geht nicht um Abschottung. Ausl\u00e4nder sind willkommen, sie werden gebraucht. Je qualifizierter sie sind, desto mehr werden sie gebraucht. Wieso sollte ein gut ausgebildeter Syrer nicht willkommen sein? Nur sehen Menschen ein Problem darin, und es ist eines, unsere Sozialkassen zweckzuentfremden. Eine Solidargemeinschaft kann nur auf einen begrenzten Raum bezogen sein. Alles andere entbehrt der Logik. Ostdeuschland ist Teil dieses begrenzten Raumes. Die Ostdeutschen haben einen Unrechtsstaat \u00fcberwunden. Sie konnten sich seinerzeit auf keinen Marshall-Plan st\u00fctzen. Sie sind Ausf\u00fchrende der einzigen freiheitlichen, gewaltfreien Revolution, die auf deutschem Boden stattgefunden hat. Sie haben sich nicht gegen\u00fcber irgendeinem linken Besserwisser zu rechtfertigen, sondern die Leipziger sollten als Zeitzeugen eingeladen werden in die Schulen, um Kindern zu vermitteln wie Demokratie geht.<br \/>\n19.3.2018, Werner Arning, AO<br \/>\nWenn auch nur jeder zweite der neu Eingewanderten seit 2015 auch nur 20 Prozent der Wirtschaftsleistung der ehemaligen \u201cOstdeutschen\u201d erbringen w\u00fcrde\u2026das Migrationsthema w\u00e4re vermutlich erledigt. Stattdessen finanzieren wir sog. minderj\u00e4hrige Zuwanderer mit 5000 Euro monatlich aus Steuergeldern. Vieles in Deutschland war noch nie so falsch wie heute.<br \/>\n19.3.2018, Dr.med Christian Rapp, AO<\/p>\n<p>Letztendlich f\u00fchrt dieser Konflikt zwischen den abgehobenen Regierenden und der heimatverwachsenen Bev\u00f6lkerung zu der Frage: Warum macht die sog. Elite das, warum legen sich die unverdient \u201cIntellektuellen\u201d mit dem empathischen Volk an, warum solidarisieren sie sich mit Fremden mehr als grundgesetzeskonform mit den Menschen ihres eigenen, historisch gewachsenen Staates?<br \/>\nWieso wird von Ihnen der politische Islam so hofiert?<br \/>\nDie Antwort k\u00f6nnte in einer Frage liegen, die auf eine einflu\u00dfreiche Person zielt und damit systemimmanent ist: Wieso studiert eine Pfarrerstochter ein naturwissenschaftliches Fach? Denn mit der Antwort darauf kommt die entscheidende Angst-Str\u00f6mung zum Vorschein, der zur Zeit die noch M\u00e4chtigen aus Staat und Kirche unterliegen und der sie sich solidarisch inter-religi\u00f6s verbunden f\u00fchlen. Als Gl\u00e4ubige studiert man Physik, also genau die Wissenschaft, die die Wirklichkeit erkl\u00e4ren und so den Religionen ihr Gedankengrundger\u00fcst ad absurdum f\u00fchren kann, weil man die Wissenschaft der Religion unterordnen will.<br \/>\nAuf diese Weise hat sie die Tr\u00f6ge und Droge der Macht erreicht, geht in die Geschichte ein und glaubt abwenden zu k\u00f6nnen, alternativ- und bedeutungslos abtreten zu m\u00fcssen. Die Beugung seri\u00f6ser wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Energiegewinnung, Wirtschaft, Mobilit\u00e4ts- und Verkehrstechnik, Klimaentwicklungen bis hin zum Sprachgebrauch und deren Gentrifizierung unter die Staatsr\u00e4son &#8211; der political correctness &#8211; bezeichnet den fehlgeleiteten Weg der Gesellschaft zu Minderheitsinteressen und ist bedingt durch Arroganz gegen\u00fcber gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Damit unterliegt die L\u00f6sung der realen Probleme den pers\u00f6nlichen Interessen nur einiger weniger Machthaber oder Str\u00f6mungen und f\u00fchrt zu Glaubenskriegen, deren Fronten aus Machterhalt der politischen und religi\u00f6sen F\u00fchrung und Freiheitswillen der Bev\u00f6lkerung bestehen.<br \/>\n19.3.2018, Michael Puhlmann, AO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere demokratische Gesellschaft lebt von fairem Diskurs und freiem Meinungsaustausch. Wie sehr unsere Diskussionskultur durch die anerzogene Alternativlosigkeit zerst\u00f6rt ist, zeigte sich am 8.3.2018 in Dresden: Hier fand kurz vor Er\u00f6ffnung der Leipziger Buchmesse eine Diskussion zu &#8222;Streitbar! 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