{"id":66011,"date":"2017-12-27T21:33:08","date_gmt":"2017-12-27T20:33:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=66011"},"modified":"2017-12-28T21:50:07","modified_gmt":"2017-12-28T20:50:07","slug":"christentums-paradox","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/christentums-paradox\/","title":{"rendered":"Christentums-Paradox"},"content":{"rendered":"<p>Passend zum <a title=\"Weihnachten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/weihnachten\/\">Weihnachtsfest<\/a> ver\u00f6ffentlichte die FAZ eine Studie des Instituts f\u00fcr Demoskopie in Allensbach: Nur noch 32% der <a title=\"Katholisch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/katholisch\/\">Katholiken<\/a> und <a title=\"Evangelisch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/evangelisch\/\">Protestanten<\/a> gehen ab und zu in die <a title=\"Kirchen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/\">Kirche<\/a>, der Anteil der <a title=\"Konfessionslosigkeit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/konfessionslosigkeit\/\">Konfessionsfreien<\/a> steigt stetig, die Bedeutung des <a title=\"Kirche-Staat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirche-staat\/\">Christentums<\/a> in der <a title=\"Sozialstaat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/sozialstaat\/\">Gesellschaft<\/a> nimmt ab. Paradoxerweise meinen jedoch immer mehr B\u00fcrger, dass <a title=\"Deutschland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/\">Deutschland<\/a> ein durch <a title=\"Werte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/werte\/\">christliche Werte<\/a> gepr\u00e4gtes Land sei: 63 % in 2017 gegen\u00fcber nur 48 % in 2012.<!--more--><\/p>\n<p>Wenn Allensbach festgestellt hat, dass immer weniger Menschen in Deutschland an die Kernaussagen des Christentums glauben bzw. sich mit den einzelnen Glaubens\u00e4tzen identifizieren k\u00f6nnen, dann ist dies nicht Ausdruck einer <a title=\"Laizismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/laizismus\/\">Entchristianisierung<\/a>. Denn was das Christentum f\u00fcr die Menschen ausmacht, sind scheinbar nicht die <a title=\"Religion-Privatsache\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/religion-privatsache\/\">metaphysischen Aussagen<\/a> hinsichtlich des \u00dcbernat\u00fcrlichen, sondern vor allem die F\u00fclle von <a title=\"Leitkultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/leitkultur\/\">kulturellen \u00dcberlieferungen<\/a>: all die Feste, Feierlichkeiten, Lieder, Bilder, Symbole, der Geschmack von Weihnachtspl\u00e4tzchen.<br \/>\nDeshalb ist es auch kein Widerspruch, wenn sich immer weniger Menschen mit einzelnen Glaubenss\u00e4tzen identifizieren k\u00f6nnen, zugleich aber ein starkes Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zur christlichen <a title=\"Kultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/\">Kulturtradition<\/a> empfinden &#8211; dreiviertel aller Deutschen feiern Weihnachten mit <a title=\"Weihnachtsgeschenk \u2013 Sinn Tibi\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/weihnachtsgeschenk-sinn-tibi\/\">Weihnachtsbaum<\/a> und Geschenken.<br \/>\n28.12.2017<\/p>\n<p><strong>Allensbach-Studie: Christentum wird den Deutschen immer wichtiger<\/strong><br \/>\n56 Prozent \u00e4u\u00dferten die Ansicht, Deutschland solle auch in der \u00d6ffentlichkeit deutlich zeigen, dass es ein christliches Land sei. Fast einhellig wird mit 85 zu vier Prozent der Vorschlag abgelehnt, einen christlichen Feiertag zu streichen und stattdessen einen islamischen Feiertag einzuf\u00fchren.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.12.2017 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/christentum-wird-den-deutschen-immer-wichtiger-15350350.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/christentum-wird-den-deutschen-immer-wichtiger-15350350.html<\/a><\/p>\n<p><strong>Wandel zum Kulturchristentum<\/strong><br \/>\nNicht viele Menschen in Deutschland glauben noch an die metaphysischen Aussagen des Christentums. Doch das ist kein Indiz f\u00fcr dessen Verschwinden: Die Religion stiftet mit ihren Riten, Bildern und Geschichten jene kulturelle Identit\u00e4t, mit der sich noch immer viele identifizieren. Selbst in Deutschland \u2013 nach offizieller Lesart einer der religi\u00f6s unmusikalischsten Landstriche dieser Erde \u2013 <em><strong>gab es daher nie wirklich ein Verschwinden der Religion, sondern deren Transformation zu einem Kulturchristentum<\/strong><\/em>. Und das ist kein Verlust. Denn es sind letztlich die religi\u00f6sen Traditionen und ihre kulturelle Pr\u00e4gekraft, die den Menschen Identit\u00e4t, Halt und Orientierung geben.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nIhre Bedeutung (der Religion) und ihre lebenspraktische Relevanz bekommen sie nicht durch ihren behaupteten Transzendenzbezug, sondern durch die Art und Weise, wie dieser kulturell inszeniert wird: durch Liturgien, Bilder und Zeichen, durch eine spezifische \u00c4sthetik, eine Lebenshaltung.\u00a0&#8230;<br \/>\nDenn was zu religi\u00f6sen Konflikten f\u00fchrt, ist weniger die behauptete Transzendenz \u2013 die unterscheidet sich bei n\u00e4herer Betrachtung kaum \u2013, es sind durch die Religionen gepr\u00e4gten Lebenswelten. Ginge es in der Auseinandersetzung der gro\u00dfen Weltreligionen allein um ihre Aussagen bez\u00fcglich des \u00dcbernat\u00fcrlichen, so k\u00f6nnte man, allen theologischen Spitzfindigkeiten zum Trotz, vermutlich recht schnell einen gewissen Konsens herstellen. Doch wie gesagt: Genau darum geht es nicht. Was Religionen ihre Identit\u00e4t verschafft und Glaubensgemeinschaften formt, ist ihre Kultur, ihre Kunst, ihre Gebr\u00e4uche und ihre Mentalit\u00e4ten, die sie \u00fcber Jahrhunderte ausgepr\u00e4gt haben und selbst denen einen inneren Halt geben, die an die transzendentale Erz\u00e4hlung nicht mehr glauben k\u00f6nnen oder wollen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWer behauptet, Deutschland sei ein entchristianisiertes Land und seine christliche Tradition belanglos und nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df, der missversteht Religion als ein Nachplappern von Glaubensformeln. Das ist im Interesse all jener, die, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, die Unterschiede zwischen den Religionen nivellieren und diese zu Spielarten einer im Grunde universalen Spiritualit\u00e4t oder Ethik umdeuten wollen.<br \/>\nDoch die Praxis der Menschen zeigt \u2013 und die Allensbach-Studie best\u00e4tigt das \u2013, dass Religionen Identit\u00e4tsanker sind, gespeist aus dem Bed\u00fcrfnis nach Zugeh\u00f6rigkeit und kultureller Heimat. Gerade zu Weihnachten wird deutlich, wie stark diese kulturelle Pr\u00e4gekraft selbst in einer Gesellschaft ist, die mit Metaphysik wenig anfangen kann und allzu h\u00e4ufig die Besinnlichkeit dem Konsum opfert.<br \/>\nWer daher \u2013 wie mancher Kirchenvertreter hierzulande \u2013 das Christentum im Namen einer transreligi\u00f6sen \u00d6kumene auf den Glauben an einen angeblich allen Religionen gemeinsamen Gott reduziert, ist bereit, gerade dasjenige an der religi\u00f6sen \u00dcberlieferung zu opfern, was den Menschen am meisten bedeutet. Die \u00fcberf\u00fcllten Kirchen zu Weihnachten erinnern eindrucksvoll daran.<br \/>\n&#8230; Alles von Alexander Grau vom 23.12.2017 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/christentum-es-gibt-keine-kultur-ohne-religion\">https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/christentum-es-gibt-keine-kultur-ohne-religion<br \/>\n<\/a>\u00a0 .<br \/>\n<strong>Christentum ist abendl\u00e4ndische Kultur<\/strong><br \/>\nReligion ist Kultur. Das Christentum geh\u00f6rt zum Abendland wie das Wasser in den Bodensee. Auch wenn das Institut f\u00fcr Demoskopie, das ja am Bodensee beheimatet ist, feststellt, dass ein Gro\u00dfteil der Menschen nicht mehr an die Kernaussagen des Christentums glaubt, ist es f\u00fcr die kulturelle Idedntit\u00e4t unseres Kontinents unverzichtbar. Dies scheint aber denen, die dem rot\/gr\u00fcnen Gedankengut erlegen sind, nicht in den Kram zu passen, da sie diese Identit\u00e4t vernichten wollen.<br \/>\nDas Abhandenkommen des tieferen christlichen Glaubens ist eine Zeiterscheinung, die teilweise auch von den Kirchen unterst\u00fctzt wird. Wenn sich sogar unsere Oberbisch\u00f6fe nicht mehr mit den Insignien des Cristentums, wie beispielsweise dem Kreuz, identifizieren wollen, ist das einfach nicht verst\u00e4ndlich. Dann trocknet der See aus und es entsteht eine W\u00fcste, die dann vom jetzt schon hofierten Islam bev\u00f6lkert wird. Ob das noch abgewendet werden kann bleibt abzuwarten. Vielleicht hat Sebastian Kurz die Wende eingeleitet.<br \/>\n23.12.2017, Sepp Kneip, CO<\/p>\n<p>Fabelhaft formuliert und argumentiert von Alexander Grau, inhaltlich objektiv richtig, mit vielen Facetten und Detailargumenten. Leider nur kann diese Ansicht von keinem &#8222;Gl\u00e4ubigen&#8220; akzeptiert werden, denn sie entbl\u00f6\u00dft Religion von ihrem metaphysischen Gewande.\u00a0&#8230;<br \/>\n&#8222;Religion stiftet kollektive Identit\u00e4t, sie legitimiert soziale Ordnungen und vermittelt Sinn&#8220; Da h\u00e4tte man den Artikel eigentlich schon beenden k\u00f6nnen, denn dieser Satz erfasst in seiner Pr\u00e4gnanz jene immense Bedeutung, die in unserer heutigen Kultur verloren gegangen ist, unter verlogenem Pietismus und geistiger Unbildung. Schon allein dieser Satz rechtfertigt es die Institution &#8222;Kirche&#8220; nicht kaputt gehen zu lassen, allerdings nicht in ihrer obskuren mittelalterlichen Form, sondern im Bewusstsein dieses aufgekl\u00e4rten Sinnes, als normatives Instrument eines geordneten und friedlichen Zusammenlebens. Religion hat das Potential sozialen Frieden zu schaffen, aber leider auch Unfrieden. Es kommt auf die Menschen an was sie daraus machen.<br \/>\n23.12.2017, Peter Pascht, CO<\/p>\n<p><strong>Humanismus muss mit Religion nicht unbedingt etwas zu tun haben<\/strong><br \/>\nDie Grundgebote (nicht t\u00f6ten, nicht stehlen etc.) sind auch humanistiche Grundgebote und haben mit Religion erst mal nichts zu tun. Das &#8222;Gottesgen&#8220; mit \u00fcbernat\u00fcrlicher Erkl\u00e4rung von Naturreignissen, mit der Sehnsucht nach einem Sinn und Zweck ist seit der menschlichen Fr\u00fchgeschichte vorhanden. In der Regel wurde es von &#8222;F\u00fchrern&#8220; f\u00fcr eigene Zwecke ausgenutzt. Mir fehlt dieses Gen, ich bin Atheist seit ich denken kann, habe den Kantschen Imperativ als einziges Gebot (mehr braucht man auch nicht) und feiere gerne Weihnachten weil es nett ist, mehr nicht.<br \/>\nDie Kehrseite der Religionen, niemand, kein Hitler, kein Stalin, hat jemals soviel Menschen umgebracht, wie sie im Rahmen von Religionen umgebracht worden sind. Nur mit den Grunds\u00e4tzen des Humanismus, ohne Religion, w\u00e4re die Welt gerechter und friedlicher. Feste feiern kann man auch ohne.<br \/>\n23.12.2017, Gerd Steiner, CO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Kirchenf\u00fcrsten<\/strong><br \/>\nWas bei der Diskussion oft vermischt wird, ist die sinkende Mitgliedschaft in den beiden gro\u00dfen Kirchen einerseits und der &#8211; angebliche &#8211; R\u00fcckzug vom christlichen Glauben (siehe Bertelsmann-Studie). Das erste ist eher eine Folge des derzeitigen F\u00fchrungspersonals und der strategischen Ausrichtung unser beiden Kirchenf\u00fcrsten \u00fcberwiegend an Gender-Themen, die ich eher f\u00fcr peinlich halte. Wegen dieser beiden Clowns an der Spitze (Bischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx) verlassen viele die Kirche, deshalb sind sie aber nicht gleich unchristlich.<br \/>\n23.12.2017, Werner Peters, CO<br \/>\n.<br \/>\nDer Zusammenhang zwischen Religion und Kultur ist anders. Ich habe den Eindruck, dass Herr Grau den Zusammenhang von Religion und Kultur auf den Kopf stellt, wenn er sagt, dass die Kultur die Identit\u00e4t einer Religion pr\u00e4ge, nicht hingegen aber ihre Transzendenzvorstellung. Mir scheint der Zusammenhang umgekehrt zu sein: Eine kreative religi\u00f6s inspirierte Minderheit hat demnach eine spezifische Vorstellung des Wahren, Guten und Sch\u00f6nen, also eine transzendente Vorstellung, aus der heraus sie Kultur schafft. Geht diese Vorstellung verloren, wird auch die Kultur nach und nach ihren Sinn verlieren und nicht mehr gepflegt und nicht mehr weitergegeben.<br \/>\n23.12.2017, Thomas Stefan, CO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Christentum\/Kultur<\/strong><br \/>\nEin Kulturchristentum ohne jeglichen metaphysischen Bezug ist ein Wohlf\u00fchl-Christentum ohne Bezug zu Gott. Religion fusst auf der Suche nach dem Unverg\u00e4nglichen, Kultur aber ist verg\u00e4nglich und der &#8222;Halt&#8220;, den eine solche Kultur den Menschen gibt, basiert auf einer Identifizierung mit &#8222;Falschen G\u00f6ttern&#8220; . Wenn nicht Gott, sondern die Kultur zum Halt wird, ist dies ein schwacher Halt, wo einst Gott war, ist nun Ego geworden. Metaphysisch\/mystisch aber soll es umgekehrt sein: Wo Es bzw. Gott war, soll ICH werden. Ein solches ICH werde ich nur Hingabe an Gott\/Transformation und Transzendierung. An die Kultur zu glauben, heisst an sinnfreie M\u00e4rchen zu glauben.<br \/>\n23.12.2017, Monika Schulte<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Zwischen Theologie und Brauchtum<\/strong><br \/>\ngibt es noch etwas: Es steckt mehr Christentum in unseren s\u00e4kularisierten Werten (Werte sind eben Glaubenssache und nicht objektiv beweisbar), als es die Kritiker des Christentums wahrhaben wollen. Andere Religionen merken das, wir sind betriebsblind: So werden unsere Menschenrechtsvorstellungen von Seiten des Islam als verkapptes Christentum verstanden.<br \/>\n23.12.2017, Manfred Steffan, CO<\/p>\n<p><strong>&#8222;Christ im Geiste&#8220; durch die 10 Gebote<\/strong><br \/>\nEine, wie ich finde, gute Zustandsbeschreibung des christlichen Glaubens bei uns. Ich m\u00f6chte erg\u00e4nzend zu dem Satz, dass das Christentum eine &#8222;&#8230;. un\u00fcberschaubare Summe aus kulturellen \u00dcberlieferungen&#8230;.&#8220; ist, einen Faktor besonders erw\u00e4hnen, n\u00e4mlich christliche Grundwerte im Sinne der 10 Gebote. Als Aussteiger aus einer kirchlichen Gemeinschaft kann ich behaupten, dass das au\u00dferordentlich pr\u00e4gend ist, so dass man auch als Nichtmitglied einer kirchlichen Religionsgemeinschaft weiterhin Christ im Geiste bleibt.<br \/>\nIm Zuge der Aufkl\u00e4rung haben diese Gebote quasi die Rechtsgrunds\u00e4tze einer zivilisierten Gesellschaft mit gepr\u00e4gt.<br \/>\n23.12.2017, Rolf Greven, CO<\/p>\n<p><strong>Stellen wir uns mal vor, die Christen w\u00fcrden die Inhalte ihrer Religion wirklich leben<br \/>\n<\/strong>Nicht nur Kulturchristen sein. Ohne Gewalt, Inquisition, Reconquista etc&#8230;..Ohne Macht, ohne Prunk, ohne Reichtum&#8230;..stattdessen arm, pazifistisch, rechte Backe , linke Backe, N\u00e4chstenliebe&#8230;&#8230;Ob es das Christentum dann g\u00e4be? W\u00e4ren Europa und z.B. Amerika dann &#8222;christlich&#8220; ?<br \/>\n23.12.2017, Wolfgang Spremberg, CO<\/p>\n<p>Derzeit wird uns von linksliberal die N\u00e4chstenliebe bis zur Selbstaufgabe aufoktroiert. Worauf Sloterdijk sich vehement wehrt.<br \/>\nDie Protestantische Ethik von Max Weber zeigt die Verwurstung der christlichen Religion f\u00fcr die kapitalistische Wirtschaftsweise auf. Religion als \u00dcberlieferung, Br\u00e4uche, Feste usw. sind das eine. Das andere ist die Institutionalisierung des Glaubens durch die Kirche, um Eink\u00fcnfte (Kirchensteuer) zu generieren sowie um ihre Macht zu sichern. Analog dazu ist es auch nicht verwunderlich, das die Kirche in D. der gr\u00f6\u00dfte Landbesitzer ist. Ihr genaues Verm\u00f6gens entzieht sich der staatlichen Beh\u00f6rde. Toller Brauch ist auch die eigene Rechtssprechung in der Kirche. Warum braucht die christliche Religion Kirchenbosse und eine hierarchische Herrschaft bzw. Ordnung? Die sogenannten &#8222;C&#8220; Parteien benutzen das &#8222;c&#8220; als Brauch o. Gewohnheit, sind aber keineswegs &#8222;c&#8220; im Sinne des Wortes.<br \/>\n23.12.2017, Thorsten Knecht, CO<\/p>\n<p><strong>Kulturelle Symbolik anstatt metaphysische Bewusstsein?<\/strong><br \/>\nIch gebe Ihnen recht, &#8222;der Mensch&#8220; ben\u00f6tigt ein Paradigma, indem er sich wiederfinden kann; wo sonst soll er Halt oder Zuflucht finden? Kulturelle Symbolik anstatt metaphysischem Bewusstsein? Wenn Sie darin den kulturstiftenden Beitrag einer Religion sehen, dann ist dem schwer zu widersprechen. Frieden jedenfalls hat diese Ansicht nicht in die Welt gebracht.<br \/>\nIch pers\u00f6nlich w\u00fcrde mir mehr &#8222;vom Metaphysischen&#8220; w\u00fcnschen. Denn nur dort ist wahrhaftiges \u00dcberwinden von Grenzen und Unterschieden m\u00f6glich. Kulturelle Eigenschaften dagegen gilt es zu bewahren, aber auch zu sch\u00fctzen, abzugrenzen und zu verteidigen.<br \/>\n&#8222;Seit Copernicus rollt der Mensch vom Zentrum ins X&#8220;, so Friedrich Nietzsche<br \/>\n23.12.2017, Sam Walther, CO<\/p>\n<p>Die Kirchen haben sich sehr von ihren Gl\u00e4ubigen mental entfernt. Das Kreuz wird in Jerusalem abgelegt, Katholische und evangelische Kirche werden extrem politisch und mischen sich in die Fl\u00fcchtlingspolitik ein gegen ihre Gl\u00e4ubigen. Martin Luther w\u00fcrde sich im Grab herumw\u00e4lzen Sie vertreten keine Werte mehr und sind kein Vorbild. Die Zwangsabgabe an Kirchensteuern tun ihr \u00fcbriges dazu. Die meisten Menschen glauben an Gott, ich auch, &#8211; ich sah sogar den Tod vor mir -. Religion gibt Zusammenhalt, Werte, Hoffnung, Gesetzesvorlage Identit\u00e4t. H\u00e4tten wir diese Paradigmen nicht w\u00e4re unsere Gesellschaft am Ende<br \/>\n23.12.2017, Reiner Jornitz<br \/>\nEurop. Kultur<\/p>\n<p><strong>Angesichts Multikulti: Es reicht nicht, Feste zu feiern<\/strong><br \/>\nZuerst einmal ist es gut, ein Statement abzugeben f\u00fcr unsere kulturelle Herkunft, f\u00fcr die das Christentum einen gro\u00dfen Beitrag geleistet hat. Das ist gerade heute wichtig und gegen\u00fcber Multikulti notwendig. Auf der anderen Seite ist nat\u00fcrlich eine Sinnentfremdung bzw. -entleerung festzustellen. Es reicht eben nicht, Feste zu feiern, weil das immer so gemacht wurde, ohne zumindest zu wissen, was f\u00fcr Gef\u00fchle damit verbunden sind (Pfingsten, Karfreitag), wenn schon kaum jemand wei\u00df, was f\u00fcr Bez\u00fcge zur Bibelgeschichte bestehen, geschweige denn, welche sinnstiftenden Lehren gezogen werden k\u00f6nnen. Es ist typisch f\u00fcr die Verarmung unseres geistigen Lebens, dass eigentlich nirgends tiefgr\u00fcndig dar\u00fcber diskutiert wird, welche der Wurzeln unserer Kultur neben den christlichen( griech.-r\u00f6m. Kultur und germ.-kelt.,Naturreligion z.B.) in unserem sekularisierten Leben eine Rolle spielen bzw. spielen k\u00f6nnten. Daraus k\u00f6nnte dann vielleicht eine echte Apologetik europ\u00e4ischer Kultur entstehen.<br \/>\n23.12.2017, Lutz Gundlach, CO<\/p>\n<p><strong>Fremde Kultur an der Grenze abgeben und Religion mitbringen?<\/strong><br \/>\nEs gibt keine Kultur ohne Religion. Und auch keine Religion ohne Kultur. Da meinen deutsche Politiker doch immer noch, die Migranten k\u00f6nnten ihre andere Kultur an der Grenze abgeben und nur die Religion wegen der Religionsfreiheit mit ins Land nehmen. Nein, man f\u00f6rdert einen Kulturmix, der dem Land nicht gut tut und ihm seine Identit\u00e4t nimmt!<br \/>\n23.12.2017, Gerdi Franke, CO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Passend zum Weihnachtsfest ver\u00f6ffentlichte die FAZ eine Studie des Instituts f\u00fcr Demoskopie in Allensbach: Nur noch 32% der Katholiken und Protestanten gehen ab und zu in die Kirche, der Anteil der Konfessionsfreien steigt stetig, die Bedeutung des Christentums in der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/christentums-paradox\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,238,89,13,64,19],"tags":[503,301,399,631,662],"class_list":["post-66011","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-friedhoefe","category-kirchen","category-kultur","category-psyche","category-religion","tag-church","tag-culture","tag-psychology","tag-staat","tag-werte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66011"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66011\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}