{"id":65543,"date":"2017-10-22T11:46:36","date_gmt":"2017-10-22T09:46:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=65543"},"modified":"2017-10-22T12:47:42","modified_gmt":"2017-10-22T10:47:42","slug":"konservative-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/konservative-fuer-europa\/","title":{"rendered":"Konservative fuer Europa"},"content":{"rendered":"<p>Mit <strong>\u201ePariser Erkl\u00e4rung\u201c<\/strong> hat eine Gruppe <a title=\"Konservativ\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/konservativ\/\">konservativer<\/a> Intellektueller (darunter der deutsche kath. Philosoph Robert Spaemann) ein <a title=\"Diskussionskultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskussionskultur\/\">Manifest<\/a> \u00fcberschrieben, in dem eine geistige <a title=\"EU-Reform\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-reform\/\">Renovation Europas<\/a> gefordert wird. In sechsunddrei\u00dfig Proklamationspunkten wird das gegenw\u00e4rtig <a title=\"Multikulti versus Leitkultur in D\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/multikulti-versus-leitkultur-in-d\/\">\u201efalsche Europa\u201c<\/a> (<a title=\"Multikulti\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/leitkultur\/multikulti\/\">Multikulti<\/a>, pseudoreligi\u00f6se Bewegung f\u00fcr eine <a title=\"Globalisierung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/\">entgrenzte Welt<\/a>) attackiert und mit dem <a title=\"Denkt selber\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/denkt-selber\/\">Gegenentwurf<\/a> eines \u201ewahren Europas\u201c konfrontiert. <!--more--><br \/>\nUnter dem Titel \u201e<strong>A Europe We Can Believe In<\/strong>\u201c (\u201eEin Europa, an das wir glauben k\u00f6nnen\u201c) bekennen sich die Autoren zu ihrer Liebe zu Europa:<br \/>\n\u201eGew\u00f6hnliche Landschaften und Ereignisse sind aufgeladen mit besonderer Bedeutung \u2013 f\u00fcr uns, aber nicht f\u00fcr andere. Heimat ist ein Platz, an dem die Dinge vertraut sind und wir wiedererkannt werden, egal wie weit wir umhergewandert sind. Das ist das echte Europa, unsere wertvolle und unersetzliche Zivilisation und Kultur.\u201c<br \/>\nWas ist das &#8222;wahre Europa&#8220;?<br \/>\n&#8222;Es ist eine Gemeinschaft von Nationen, die ihre eigenen Sprachen, Traditionen und Grenzen haben: \u201eTrotzdem haben wir immer unsere gegenseitige Zusammengeh\u00f6rigkeit anerkannt, selbst wenn wir im Streit miteinander lagen \u2013 oder uns gar im Krieg befanden. Diese Einheit-in-Vielfalt scheint uns ganz nat\u00fcrlich; dennoch ist sie bemerkenswert und wertvoll, denn sie ist weder naturgegeben noch folgerichtig.\u201c<br \/>\nDieses wahre Europa sehen die Verfasser bedroht von einem multikulturellen Experiment, das die christlichen Wurzeln Europas ablehnt und das christliche Ideal der Wohlt\u00e4tigkeit auf unhaltbare Weise ausgeweitet:<br \/>\n\u201eWir sollen die Kolonisierung unserer Heimat und den Verfall unserer Kultur guthei\u00dfen in der blo\u00dfen Hoffnung auf den Nachruhm des Europas des 21. Jahrhunderts. (\u2026) Von h\u00f6heren Idealen entfernt und durch die multikulturelle Ideologie entmutigt, patriotischen Stolz zu zeigen, haben unsere Gesellschaften nunmehr gro\u00dfe Schwierigkeiten, an den Willen zu appellieren, sich selbst zu verteidigen.\u201c<br \/>\n20.10.2017<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Um unserer Kinder willen: Pariser Erkl\u00e4rung: Konservative sorgen sich um Europa<\/strong><br \/>\nDer Text fasziniert, erleichtert und ersch\u00fcttert zugleich.<br \/>\nEr <strong>fasziniert<\/strong>, weil er verdeutlicht, da\u00df die europ\u00e4ische Tradition, die man einmal als \u201eabendl\u00e4ndische\u201c bezeichnet hat, noch nicht abgerissen, sondern in den K\u00f6pfen konservativer Intellektueller in ganz Europa durchaus virulent ist.<br \/>\nEr <strong>erleichtert<\/strong>, weil die Autoren nicht einen Moment lang der Versuchung erliegen, in den Vorstellungen fr\u00fcherer Jahrhunderte zu schwelgen, sondern vom ersten Satz an strikt gegenwartsbezogen argumentieren.<br \/>\nUnd er <strong>ersch\u00fcttert<\/strong>, weil er in allem immer auch verdeutlicht, welche Dimensionen europ\u00e4ischen Selbstverst\u00e4ndnisses in den letzten Jahrzehnten einfach weggebrochen sind \u2013 ohne jede Gew\u00e4hr daf\u00fcr, da\u00df sie in ihrer Breite und Tiefe jemals wiedergewonnen werden k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWas also ist zu tun? Um den Bann des falschen Europas und seinen utopistischen, pseudoreligi\u00f6sen Kreuzzug f\u00fcr eine entgrenzte Welt zu brechen, fordern die Autoren eine neue Art der Staatskunst und eine neue Art von Staatsmann. \u201eEin guter Staatsmann erkennt unser gemeinsames europ\u00e4isches Erbe und unsere nationalen Traditionen als wunderbar und lebenspendend an, aber ebenso als zerbrechliche Geschenke.\u201c Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, da\u00df die Forderung nach R\u00fcckkehr zu solider Bildung einen Schwerpunkt der \u201ePariser Erkl\u00e4rung\u201c bildet. Einer Bildung, die den Blick f\u00fcr die Realit\u00e4t des Menschen und der Welt sch\u00e4rft, zur \u00dcbernahme von Verantwortung f\u00fcr sich selbst und das Gemeinwesen ermutigt, funktionierende soziale und kulturelle Hierarchien w\u00fcrdigt und sich in allem an Recht und Moral orientiert. &#8230;<br \/>\nAlles von W. Fenske bitte lesen auf www.jungeFreiheit.de vom 20.10.2017, Seite 16<\/p>\n<p><em>Dr. Wolfgang Fenske, Jahrgang 1969, leitet die Bibliothek des Konservatismus in Berlin.<\/em><\/p>\n<p>Der volle Wortlaut der Pariser Erkl\u00e4rung im Internet unter:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.thetrueeurope.eu\">www.thetrueeurope.eu<\/a><\/p>\n<p><strong>Das falsche Europa: Diskursm\u00fcde und konsumgesteuert<\/strong><br \/>\nDas \u201efalsche Europa\u201c, so kann man hier lesen, zeichnet sich durch eine geschichtsvergessene und fortschrittsbesessene, universalistische \u00dcberheblichkeit aus, die allein schon den Hinweis auf kulturelle Differenzen reflexartig als reaktion\u00e4r diffamiert und insgeheim doch von der eigenen zivilisatorischen \u00dcberlegenheit \u00fcberzeugt ist. Die s\u00e4kularen und moralischen Assimilationserwartungen, die dieses Europa an muslimische Migranten stelle, seine Freiheitsdogmatik, die in Wahrheit nur einen z\u00fcgellosen Regulationswahn kaschiere, der Inklusionsanspruch, der das urchristliche Ideal der universellen Wohlt\u00e4tigkeit propagiere und gleichzeitig seine christlichen Wurzeln verleugne \u2013 all das sind \u201earglistige\u201c Paradoxien des \u201efalschen Europa\u201c. Angef\u00fchrt werde es von einer politischen Klasse, die \u2013 trunken von den Versprechungen der Globalisierung \u2013 supranationale Organisationen schaffe, um ungest\u00f6rt von nationaler Souver\u00e4nit\u00e4t agieren zu k\u00f6nnen. Das Resultat ist in diesem Zeitbild eine diskursm\u00fcde, konsum- und mediengesteuerte Gesellschaft ohne ideellen Zusammenhalt, die ihren unerf\u00fcllten Willen zu Solidarit\u00e4t und Bekenntnis durch eine fanatische Fu\u00dfballleidenschaft kompensiert. Von Vergangenheit will sie nichts wissen, ihre eigene Lebenswelt nicht verteidigen. \u00dcberall nur Lethargie. R\u00fcckzug. Wei\u00dfe Fahnen. Was also tun? &#8230;<br \/>\nWiderspr\u00fcchlich ist das Thesenpapier in seinem Verh\u00e4ltnis zum Islam. Einerseits hei\u00dft es, von der muslimischen Immigration gehe keine gro\u00dfe Gefahr aus, andererseits werden muslimische Einwanderer als \u201eKolonisten\u201c bezeichnet, die \u201ein einer Art informeller Autonomie unter lokalen Gesetzen leben\u201c. Eben noch zeigt man sich skeptisch gegen\u00fcber einem europ\u00e4ischen Wertepaternalismus, der als Notwendigkeit annimmt, dass \u201esie so werden wie wir\u201c, dann hei\u00dft es an anderer Stelle markig: \u201eImmigration ohne Assimilation ist Kolonisation und muss abgelehnt werden.\u201c&#8230;<br \/>\nAlles vom 14.102017 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/intellektuelle-fordern-geistige-renovation-europas-15245035.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/intellektuelle-fordern-geistige-renovation-europas-15245035.html<\/a><br \/>\nParises Erkl\u00e4rung\u00a0vom Oktober 2017:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/thetrueeurope.eu\/die-pariser-erklarung\/\">https:\/\/thetrueeurope.eu\/die-pariser-erklarung\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit \u201ePariser Erkl\u00e4rung\u201c hat eine Gruppe konservativer Intellektueller (darunter der deutsche kath. 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