{"id":65146,"date":"2017-07-12T07:44:48","date_gmt":"2017-07-12T05:44:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=65146"},"modified":"2017-07-12T18:47:35","modified_gmt":"2017-07-12T16:47:35","slug":"g20-gewalt-polizei-ch-besser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/g20-gewalt-polizei-ch-besser\/","title":{"rendered":"G20-Gewalt: Polizei CH besser"},"content":{"rendered":"<p>Bei den Unruhen in Hamburg 6.-9.2017 haben <a title=\"Polizei\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/polizei\/\">Polizei<\/a> bzw. <a title=\"Rechtsstaat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/rechtsstaat\/\">Staat<\/a> das <a title=\"Justiz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/\">Gewaltmonopol<\/a> verloren. Liest man den u.a. Bericht der NZZ, dann ist die Polizei der <a title=\"Schweiz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/schweiz\/\">Schweiz<\/a> der Deutschen \u00fcberlegen &#8211; und zwar hinsichtlich <em>Taktik<\/em> (Polizist h\u00e4lt Distanz zum <a title=\"Demo\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/demo\/\">Demonstranten<\/a>), <em>Einsatzmittel<\/em> (Gummischrot statt Wasserwerfer, mobile Sperren statt Menschenketten), <em>Equipment<\/em> (Laserschutzbrillen, Ohrensch\u00fctzer) und<!--more--> <em>Unterst\u00fctzung<\/em> (von B\u00fcrgerschaft wie Politik).<br \/>\nNat\u00fcrlich werden unsere Beh\u00f6rden wie Politiker die \u00c4u\u00dferungen des obersten Polizisten von Z\u00fcrich, Mario Fehr, als Eigenlob abtun &#8211; auch dessen Statement &#8222;Der Schutz der Leute (Polizisten) hat bei uns h\u00f6chste Priorit\u00e4t&#8220;. &#8211; bedeutet dieses doch nichts anderes, dass die deutsche Polizei in Hamburg\u00a0&#8211; zumindest im Schanzenvertel &#8211;\u00a0&#8218;verheizt&#8216; worden ist.<br \/>\n.<br \/>\nZwei Beispiele:<br \/>\n1) Demonstranten werfen von den D\u00e4chern Molotowcoctails bzw. Steinplatten gezielt auf Polizisten, was von der Justiz nicht als Mordversuch, sondern Jux gewertet werden wird.<br \/>\n2) Da mu\u00df ein junges Paar mit Kind aus seiner Wohnung im 2.OG im Schanzenviertel zusehen, wie Demonstranten ihren auf der anderen Strassenseite im EG befindlichen Handy-Laden pl\u00fcndern und sich streiten, wer wohl das Smartphone &#8222;Galaxy gold&#8220; bekommen soll. Mehrmaliger Notruf 110 zwecklos.<br \/>\nHamburgs B\u00fcrgermeister Olaf Scholz h\u00e4lt seine Aussage &#8222;Die Sicherheit der B\u00fcrger und \u00f6ffentliche Ordnung in der Hansestadt sind gew\u00e4hrleistet&#8220; weiter aufrecht, die o.a. Gewalttaten rund um G20 sind also Einzelf\u00e4lle, weshalb es weder Verantwortliche noch R\u00fccktritte gibt. Der Rechtsstaat im Bundesland Hamburg hat drei Tage lang aufgeh\u00f6rt zu existieren und kein Mitglied der Stadtregierung tr\u00e4gt die Verantwortung. Wahrlich verantwortungslos!<br \/>\n12.7.2017<\/p>\n<p><strong>Polizeitaktik in der Schweiz<\/strong><br \/>\nAusreichende Distanz ist beim sogenannten unfriedlichen Ordnungsdienst enorm wichtig. Dies habe sich in Hamburg einmal mehr gezeigt, so fasst der Z\u00fcrcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr seine Eindr\u00fccke von den Ausschreitungen rund um den G-20-Gipfel zusammen. Es sei in der Schweiz die klare Strategie, ausreichend Raum zwischen den Angreifern und den Polizistinnen und Polizisten zu schaffen. Zum einen sei der Personalaufwand bei dieser Taktik kleiner und zum anderen sei die Gefahr von Verletzungen aufseiten der Polizei wesentlich geringer, f\u00fchrt der sozialdemokratische Regierungsrat auf telefonische Anfrage weiter aus.<br \/>\nAnders als ihre deutschen Kollegen d\u00fcrfen die Schweizer Polizisten bei ihren Eins\u00e4tzen auch Gummischrot als Distanzmittel einsetzen. Dieser ist nach Fehrs Erfahrungen abschreckender und wesentlich flexibler einsetzbar als Wasserwerfer und Reizgas. Zudem verf\u00fcgt die Schweizer Polizei \u00fcber mobile Sperren. Das sind an Fahrzeugen montierte, aufklappbare engmaschige Gitter, mit denen leicht R\u00e4ume eng gemacht und ganze Strassen gesperrt werden k\u00f6nnen. In Hamburg wurden f\u00fcr solche Sperren Ketten aus Beamten gebildet, die trotz Panzerwesten und Schutzschilden Angreifern in einer Form ausgesetzt waren, die laut Fehr in der Schweiz vom Kommando nicht zugelassen w\u00fcrde.<br \/>\n\u00abDer Schutz der Leute hat bei uns h\u00f6chste Priorit\u00e4t\u00bb, betont er. Deshalb seien etwa die Angeh\u00f6rigen der Kantonspolizei Z\u00fcrich neben Panzerwesten auch mit Laserschutzbrillen ausger\u00fcstet, und die Ohrensch\u00fctzer verf\u00fcgten \u00fcber ein integriertes Funksystem. Damit k\u00f6nnten die Mannschaften flexibler und schneller reagieren. <strong>\u00abDie Schweizer Polizei hat bessere Einsatzmittel und mehr politische Unterst\u00fctzung als die deutschen Kollegen\u00bb<\/strong>, so bringt Fehr den Unterschied auf den Punkt.<br \/>\n&#8230; Alles vom 10.7.2017 von Martin Senti bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/polizeitaktik-die-distanz-ist-zentral-ld.1305318\">https:\/\/www.nzz.ch\/international\/polizeitaktik-die-distanz-ist-zentral-ld.1305318<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Ein Polizei-Praktiker ringt um Fassung<\/strong><br \/>\nWer Chaoten mit Sonderz\u00fcgen aus ganz Europa nach Hamburg kommen l\u00e4sst und hinterher versucht, deren Taten auf privaten Videos und Fotos der Hamburger B\u00fcrger m\u00fchsam nachzuvollziehen und beweisf\u00e4hig zu machen, der hat, mit Verlaub, nicht alle Tassen im politischen K\u00fcchenschrank. Nur eine Frau Kipping schafft es m\u00fchelos, diese Dummheit noch zu toppen, indem sie in \u00f6ffentlichen Statements erkl\u00e4rt, die Polizei h\u00e4tte das unfassbare Chaos provoziert. Wer sonst. Die Reaktionen auf diesen hirnrissigen Beitrag zeigen, dass der B\u00fcrger demgegen\u00fcber durchaus noch zu einem klaren Gedanken f\u00e4hig ist.<br \/>\n<strong>Doch immer mehr B\u00fcrger wenden sich mental ab von diesem Staat, der nicht mehr ist, als ein zahnloser und aufgeweichter Papiertiger<\/strong>. Ein Staat, der es nicht vermag, seine B\u00fcrger vor randalierenden Horden aus ganz Europa zu sch\u00fctzen, nicht vor kriminellen In- und Ausl\u00e4ndern, kriminellen Migranten und erkl\u00e4rterma\u00dfen auch nicht in der Lage ist, die Sicherheit der Grenzen zu garantieren.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nAngesichts der vielen Pl\u00fcnderungen, Brandstiftungen und anderen schweren Straftaten werden sich viele B\u00fcrger fragen, weshalb man die nicht vermummt agierenden T\u00e4ter nicht einfach einkesselte und nachfolgend festnahm. Das w\u00e4re nicht nur zu einfach, das w\u00e4re auch verboten, weil die Polizei niemanden mehr einkesseln darf. Ein Versto\u00df gegen die Menschenrechte, die es in jedem Falle durchzusetzen gilt, auch auf Kosten der leidtragenden Hamburger Bev\u00f6lkerung.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nIch erinnere mich gut an die Chaos-Tage in Hannover. Da bildete die Polizei Gassen, um den Chaoten den Weg zum gepl\u00fcnderten Supermarkt zu ebnen, um sich dort mit Alkoholika zu versorgen. Und ich erinnere mich auch an die kriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nde in der Berliner Rigaer Stra\u00dfe. Was hat sich seither am Vorgehen des Staates gegen diese Klientel ge\u00e4ndert? Nichts.<br \/>\n<strong>Deeskalation nennt man das hierzulande. Man m\u00f6chte schreien angesichts dieser unverhohlenen Dummheit und Wirklichkeitsverweigerung.<\/strong><\/p>\n<p>Weshalb sage ich das? Diese Herangehensweise hat in Deutschland eine Atmosph\u00e4re geschaffen, in welcher das <strong>Wohl der T\u00e4ter h\u00f6her bewertet wird, als das der eingesetzten Polizeibeamten.<\/strong> Die T\u00e4ter zeigen weder Respekt oder gar Angst vor der Staatsmacht, sondern bewerfen deren Repr\u00e4sentanten mit Brandflaschen und Gehwegplatten von D\u00e4chern, stellen sich mit entbl\u00f6\u00dfter Brust vor schwer bewaffnete Einheiten, weil sie genau wissen, die schleppen ihre Waffen nur als Ballast herum. &#8230;<br \/>\nDie Hamburger sind dabei, ihre sch\u00f6ne Stadt wieder aufzur\u00e4umen. Es w\u00fcrde mich nicht wundern, wenn sie beim n\u00e4chsten politischen Event in den Keller oder die Garage gingen, um sich alles zu greifen, was man zur Selbstverteidgung gebrauchen kann, denn auf den Staat d\u00fcrfen sie nicht z\u00e4hlen. Der ist l\u00e4ngst dabei, sein Machtmonopol an Chaoten und Exoten abzugeben.<br \/>\nMir graut es vor dem n\u00e4chsten Gipfel, und ich sch\u00e4me mich f\u00fcr dieses Land, das mit 1500 Gewaltt\u00e4tern nicht fertig wird, aber unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen will.<br \/>\nAlles vom 12.7.2017 von Volker Bereit bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/ein_polizei-praktiker_ringt_um_fassung\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/ein_polizei-praktiker_ringt_um_fassung<\/a><\/p>\n<p><em>Peter Bereit hat 38 Jahre bei der Berliner Polizei gedient, zuletzt im Rang eines Kriminalhauptkommissars<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a title=\"Schweden\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/schweden\/\">Hamburg G20: Demontage des Rechtsstaats, wie in Schweden<\/a>\u00a0(12.7.2017)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei den Unruhen in Hamburg 6.-9.2017 haben Polizei bzw. Staat das Gewaltmonopol verloren. Liest man den u.a. 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