{"id":64813,"date":"2017-05-07T16:54:34","date_gmt":"2017-05-07T14:54:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=64813"},"modified":"2017-05-07T16:58:59","modified_gmt":"2017-05-07T14:58:59","slug":"essensbon-an-bettler-schenken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/essensbon-an-bettler-schenken\/","title":{"rendered":"Essensbon an Bettler schenken"},"content":{"rendered":"<p>&#8218;Etwas geben oder nicht? Die einen sagen &#8222;ja&#8220;, um die <a title=\"Gesinnungsethik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gesinnungsethik\/\">gesinnungsethische Bilanz<\/a> aufzubessern bzw. da man rasch und bequem <a title=\"Gutmenschen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/gutmenschen\/\">Gutes tun<\/a> kann. Die anderen meinen &#8222;nein&#8220; mit Blick auf unseren real existierenden <a title=\"Sozialstaat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/sozialstaat\/\">Wohlfahrtstaat<\/a> (Nr 3 weltweit), der <a title=\"Bettler\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/bettler\/\">Betteln<\/a> ausschlie\u00dft, und mit dem Hinweis, dass mindestens 70% aller Bettlerinnen und Bettler von <a title=\"Schleuser\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/schleuser\/\">Organisatoren<\/a> gebracht und geholt werden. Da bietet der Vorschlag von <a title=\"Weihnachtsessen in Wodanhalle\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/weihnachtsessen-in-wodanhalle\/\">Horst Zahner<\/a>, <!--more-->dem Initiator des <a title=\"Buerger-helfen-Buergern\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/obdachlos\/buerger-helfen-buergern\/\">Freiburger Essenstreffs<\/a>, DEN Ausweg: F\u00fcr 2,20 Euro einen Essensbon kaufen und den Bon dem Bettler in die M\u00fctze legen. Dieser erh\u00e4lt dann daf\u00fcr beim Essenstreff in der Schwarzwaldstrasse ein warmes Essen.<br \/>\n7.5.2017<\/p>\n<p><strong>Ein Mittagessen ist besser als jegliches Bargeld<\/strong><br \/>\nSeit mehr als 20 Jahren k\u00fcmmert sich der Freiburger Essenstreff in der Schwarzwaldstra\u00dfe 29 um Bed\u00fcrftige und Obdachlose. Um was geht es uns? Wenn ein Mensch nichts zu essen hat und der Bauch leer ist, steht f\u00fcr ihn die Welt kopf. Die Folge: Der Mensch greift schnell zum Alkohol und zu Drogen, wodurch sich sein pers\u00f6nliches und soziales Umfeld ins Negative entwickelt. Es kommt sogar so weit, dass der Mensch seine W\u00fcrde verliert und er vor nichts mehr Achtung hat.<br \/>\nWenn man wei\u00df, dass das Durchschnittsalter eines Obdachlosen nur bei 45,5 Jahren liegt, sind wir alle gefordert, dagegen etwas zu tun. Damit es nicht so weit kommt, kann man im Essentreff oder bei vielen Kirchengemeinden Essensbons kaufen, die man an Betroffene anstelle von Bargeld verteilen kann. In jeder letzten Woche im Monat \u2013 wenn das Geld knapp wird \u2013 kann man f\u00fcr einen Euro einen Essensbon kaufen. Ansonsten kostet ein t\u00e4gliches warmes Essen mit Suppe, Hauptgang und Dessert 2,20 Euro. Wenn man t\u00e4glich im Essentreff ein warmes Mittagessen erh\u00e4lt und an Sonn- und Feiertagen ein kostenloses Fr\u00fchst\u00fcck bekommt, ist dies f\u00fcr alle Bed\u00fcrftigen und Wohnsitzlosen eine wichtige Lebensgrundlage! Wir meinen, diese Form der Unterst\u00fctzung ist besser als jegliches Bargeld.<br \/>\n6.5.2017, Horst Zahner, Vorstand Freiburger Essenstreff e. V., BO<\/p>\n<p><strong>Besser an die Wohlfahtsverb\u00e4nde spenden<\/strong><br \/>\nNeben der finanziellen Unterst\u00fctzung bietet der Staat \u2013 und neben ihm Wohlfahrtsverb\u00e4nde wie Arbeiterwohlfahrt, Caritas oder Diakonie \u2013 aber auch ein gro\u00dfes Angebot an Beratung und Betreuung Bed\u00fcrftiger, von der Schuldnerberatung \u00fcber die Wohnungslosenhilfe bis zur Drogenberatung. Wer Gutes tun will, sollte daher an die Wohlfahrtsverb\u00e4nde spenden, damit Bed\u00fcrftige professionelle Hilfe bekommen k\u00f6nnen&#8230;..<br \/>\nAlles vom 28.4.2017 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/meinung\/kommentare\/procontra-soll-man-bettlern-geld-geben--136127538.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/meinung\/kommentare\/procontra-soll-man-bettlern-geld-geben&#8211;136127538.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<strong>Betteln f\u00fcr den Organisator oder f\u00fcr die eigene Sucht<\/strong><br \/>\n&#8222;Der Boss der Bettler: Am Hamburger Hauptbahnhof lebt eine Familie aus Rum\u00e4nien von Almosen. Sie organisiert sich wie eine Firma, mit Fahrern, Aufpassern, Angestellten. Weil sie am Arbeitsmarkt scheitert, hat sie ihre Armut zum Beruf gemacht.&#8220; &#8230;<br \/>\n&#8222;Die meisten Bettler haben sich einem Vermittler anvertraut, den sie aus ihrer Heimat kennen und der sich um die Fahrt, eine Matratze, einen Standplatz k\u00fcmmert und daf\u00fcr Provision einstreicht. Wenn es gut l\u00e4uft, verdienen sie 50 Euro am Tag oder etwas mehr, bei Regen keine 10; vielleicht 10 oder 15 Prozent davon d\u00fcrfen sie behalten, den Rest kassiert der Boss. Mehr als 300\u202f000 Personen wurden im Jahr 2012 weltweit von Menschenh\u00e4ndlern zum Betteln gezwungen, das ergab eine Studie der Internationalen Arbeitsorganisation. Weil das Problem gr\u00f6\u00dfer wird, hat die EU-Richtlinie gegen Menschenhandel 2011 zum ersten Mal erzwungene Bettelei als m\u00f6gliche eigene Straftat miteinbezogen.&#8220; &#8230;<br \/>\n&#8222;Denn so funktioniert das Gesch\u00e4ftsmodell: Sandu macht die Familienangeh\u00f6rigen zu seinen Fahrern und Aufpassern, sie bilden den Kern und d\u00fcrfen behalten, was sie selbst erbetteln. Die anderen, die Nachbarn und Bekannten, so erz\u00e4hlt es Vasile, verschulden sich durch den Transport. Solange sie die Schuld, die sie bei der Ankunft in Hamburg h\u00e4tten, und die Zinsen, die der Chef willk\u00fcrlich draufschlage, nicht zur\u00fcckzahlen k\u00f6nnten, blieben sie zur Bettelei gezwungen.&#8220;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-126149122.html\">https:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-126149122.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nWenn ich den Verdacht habe, dass es &#8222;organisiert&#8220; abl\u00e4uft, lass ich es. Im Endeffekt wird das Leid der &#8222;Angestellten&#8220; dadurch nicht besser. &#8230;. \u00a0&#8222;Im \u00dcbrigen ist es eine Illusion zu glauben, S\u00fcchtige k\u00e4men von der Sucht los, wenn sie kein Geld mehr erhalten. Sie werden sich Alkohol oder Drogen andersweitig besorgen: durch Klauen oder Prostitution \u2013 was f\u00fcr sie schlimmer ist als Betteln. Dann doch lieber etwas Kleingeld spenden, das sie davor bewahren kann.&#8220; So wird die eine Illusion mit einer anderen bek\u00e4mpft.<br \/>\n4.5.2017, Georg Ruch, BO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8218;Etwas geben oder nicht? Die einen sagen &#8222;ja&#8220;, um die gesinnungsethische Bilanz aufzubessern bzw. da man rasch und bequem Gutes tun kann. 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