{"id":63238,"date":"2016-11-02T14:32:01","date_gmt":"2016-11-02T13:32:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=63238"},"modified":"2016-11-02T14:32:01","modified_gmt":"2016-11-02T13:32:01","slug":"fluechtlinge-drk-kapplerknoten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/fluechtlinge-drk-kapplerknoten\/","title":{"rendered":"Fluechtlinge DRK KapplerKnoten"},"content":{"rendered":"<p>Die <a title=\"Stadtfreiburg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/stadtfreiburg\/\">Stadt Freiburg<\/a> mit dem <a title=\"Asylanten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/asylanten\/\">Amt f\u00fcr Migration und Integration (AMI)<\/a> ist Tr\u00e4ger des <a title=\"Fluechtlingswohnheim\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/fluechtlingswohnheim\/\">Wohnheims<\/a> am <a title=\"Kappler-Knoten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/littenweiler\/kappler-knoten\/\">Kappler Knoten<\/a>. Der <a title=\"Fluechtlinge-Wohnung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/fluechtlinge-wohnung\/\">Sozialdienst<\/a> vor Ort wurde dem <a title=\"DRK FR \u2013 1200 Std Ehrenamt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/drk-fr-1200-std-ehrenamt\/\">Deutschen Roten Kreuz (DRK<\/a>), Kreis Freiburg, \u00fcbertragen, der von Gordon Dresel und seinen Kolleginnen betreut wird. Beate Kierey sprach mit Gordon Dresel \u00fcber den eben erfolgten Erstbezug des <a title=\"Fluechtlinge-Hammerschmiedstrasse\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/fluechtlinge-hammerschmiedstrasse\/\">Fl\u00fcchtlingswohnheims<\/a>.<!--more--><br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Herr Dresel wie viele <a title=\"Fluechtlinge2016\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/fluechtlinge2016\/\">Menschen<\/a> sind inzwischen in das Wohnheim Kappler Knoten eingezogen?<br \/>\nDresel: Inzwischen sind 117 Personen hier eingezogen, darunter auch Alleinstehende, aber sonst \u00fcberwiegend Familien aus Afghanistan, Syrien und aus dem Irak. Vorher waren diese Menschen in der <a title=\"Stadthalle fuer 400 Fluechtlinge\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/stadthalle-fuer-400-fluechtlinge\/\">Alten Stadthalle<\/a> <a title=\"Willkommenskultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/willkommenskultur\/\">untergebracht<\/a>. Die dort noch verbliebenen <a title=\"Wir-schaffen-das\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/wir-schaffen-das\/\">Fl\u00fcchtlinge<\/a> werden bis Ende 2016 ebenfalls hier aufgenommen, denn das Wohnheim kann bis zu 300 Personen aufnehmen.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Bietet das Wohnheim am Kappler Knoten Vorteile f\u00fcr die Menschen?<br \/>\nDresel: Ohne Zweifel, denn hier verf\u00fcgt jede Familie \u00fcber eigene R\u00e4umlichkeiten und kann ihre Privatsph\u00e4re wahren. Die Nutzr\u00e4ume wie der W\u00e4scheraum mit den Waschmaschinen und die K\u00fcchen werden aber gemeinschaftlich genutzt. Da war es auch gut, dass wir als Sozialarbeiter vor Ort zuvor mit dem Team der Stadthalle im Gespr\u00e4ch waren und dabei unsere Vorschl\u00e4ge vom AMI umgesetzt werden konnten, welche Familien gemeinsam auf einem Flur leben. Diese Ma\u00dfnahmen tragen schon sehr h\u00e4ufig zu einer konfliktfreien Situation bei. Insgesamt ist es ein gr\u00f6\u00dferer organisatorischer Aufwand, aber bei Nichtbeachtung der kulturellen Unterscheide kann man eben auch viel falsch machen.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Und wie sieht Ihre Arbeit jetzt konkret aus?<br \/>\nDresel: Wir unterst\u00fctzen die gefl\u00fcchteten Menschen in vielen Belangen. Erst einmal ist es wichtig, dass hier alle ihre volle Leistung von circa 320,- Euro pro Erwachsenem, Kinder und Jugendliche bekommen einen geringeren Betrag, erhalten. Hier, anders als in der Stadthalle, m\u00fcssen sich die Menschen selbst versorgen. Sie m\u00fcssen einkaufen gehen, kochen und schauen, was sie sonst noch zum Lebensunterhalt ben\u00f6tigen. Wir geben Rat und Orientierung, vermitteln die Menschen in Sprach und Integrationskurse, helfen bei n\u00f6tigen \u00e4rztlichen Behandlungen und melden Kindergartenkinder im Vormerksystem im Amt \u201aJugend und Familie\u2018 an, damit sie, soweit es freie Pl\u00e4tze gibt, einen Kindergartenplatz erhalten. Einige Grundsch\u00fcler besuchen inzwischen bereits die zust\u00e4ndige Stadtteilschule in Kappel, die Schauinslandschule. \u00c4ltere Sch\u00fcler werden von der Schulsozialarbeit des DRK in die Karlschule in Internationale Vorbereitungsklassen vermittelt. Doch wenn es ung\u00fcnstig l\u00e4uft, dann m\u00fcssen Sch\u00fcler auch mal bis nach Landwasser fahren, um ihrer Schulpflicht nachzukommen. Wir bieten f\u00fcr die Beratung feste Sprechzeiten f\u00fcr die Menschen im Wohnheim an. Ausnahmen bilden Notsituationen, wobei es auch da unterschiedliche Interpretationen gibt, was ein \u201aNotfall\u2018 ist\u2026 Durch die regelm\u00e4\u00dfigen Sprechstunden leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Integration. Dreisamt\u00e4ler: Und wie hoch ist der Mitarbeiterschl\u00fcssel?<br \/>\nDresel: Als Sozialarbeiter bin ich in der Regel von 8.00 bis 17.00 Uhr vor Ort, da ich eine 100 % Stelle habe. Zwei Kolleginnen teilen sich je eine Stelle zu jeweils 50%, hinzukommen dann noch die Kollegen aus der Stadthalle, so dass wir bis Ende 2016 mit voller St\u00e4rke weiter arbeiten werden. Ein Sozialarbeiter ist dabei f\u00fcr ca. 100 Fl\u00fcchtlinge zust\u00e4ndig. Neu eingerichtet wird hier eine 50% Stelle der Kulturvermittlerin\/Nationworkerin, sie spricht Arabisch, Franz\u00f6sisch und Englisch.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Wie werden die bereitstehenden Sozialr\u00e4ume vergeben?<br \/>\nDresel: Wir verf\u00fcgen \u00fcber f\u00fcnf Sozialr\u00e4ume. Davon ist ein Raum \u00fcr den <a title=\"Fluechtlinge-Hoellentalstrasse\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/fluechtlinge-hoellentalstrasse\/\">B\u00fcrgerverein Littenweiler<\/a> vorgesehen. Vier weitere R\u00e4ume werden vom DRK organisiert und da ist vorgesehen, dass ein Raum f\u00fcr frauenspezifische Angebote wie einem Frauencaf\u00e9, einer FrauenSportgruppe, etc. zur Verf\u00fcgung steht. Dann wird es einen Raum mit Angeboten f\u00fcr M\u00e4nner, ein Caf\u00e9 f\u00fcr M\u00e4nner und begleitende Infoveranstaltungen geben und einen Raum f\u00fcr Kinderbetreuungsangebote, die jedoch nicht in Konkurrenz zur Kindergarten oder Hortbetreuung stehen. Einen weiteren Raum haben wir f\u00fcr die Deutschkurse reserviert. Als n\u00e4chstes sollen nun diese R\u00e4ume mit Leben gef\u00fcllt werden. Da wird dann auch die Kommunikation mit den Ehrenamtlichen wichtig. Bedenken muss man dabei immer, dass das wertvolle Ehrenamt, welches bei einem Tr\u00e4ger angesiedelt ist, immer eine hauptamtliche Begleitung ben\u00f6tigt.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Freuen Sie sich auf die Aufgabe hier am Kappler Knoten und wirkt die Arbeit auf Sie pr\u00e4gend?<br \/>\nDresel: Ja, ich freue mich sehr \u00fcber die Arbeit hier. Nach meinem Master-Studium an der Katholischen Fachhochschule Freiburg mit Schwerpunkt \u201aMigration\u2018, habe ich mich \u00fcber eine interne Ausschreibung beim DRK f\u00fcr die Leitung im Sozialdienst beworben. Zuerst war ich f\u00fcnf Jahre in der Bissierstra\u00dfe t\u00e4tig. Am Kappler Knoten, in einem neuen Heim, den Einzug von Menschen konkret mit gestalten zu k\u00f6nnen, ist eine interessante Aufgabe. Die f\u00fcr mich eindr\u00fccklichste Erfahrung ist, dass egal aus welcher Kultur ein Fl\u00fcchtling stammt, welchen Weg er auf sich genommen hat, dass dieser Mensch seine Heimat nicht aus Spa\u00df verlassen hat, obgleich nicht bei allen klar ist, wer letztendlich als Fl\u00fcchtling anerkannt wird.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Herr Dresel, vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<br \/>\nBeate Kierey, 2.110.2016, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt Freiburg mit dem Amt f\u00fcr Migration und Integration (AMI) ist Tr\u00e4ger des Wohnheims am Kappler Knoten. 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