{"id":60510,"date":"2016-04-21T22:05:21","date_gmt":"2016-04-21T20:05:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=60510"},"modified":"2016-04-21T22:26:40","modified_gmt":"2016-04-21T20:26:40","slug":"islam-reform-muss-scheitern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/islam-reform-muss-scheitern\/","title":{"rendered":"Islam-Reform muss scheitern"},"content":{"rendered":"<p>Die <a title=\"Islam-Reformen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-reformen\/\">Reform des Islam<\/a> in Deutschland muss scheitern.\u00a0Die Anh\u00e4nger des <a title=\"Volksislam\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/volksislam\/\">reformierten Islam<\/a> stehen vor einem Dilemma: Sie ignorieren problematische Stellen im <a title=\"Koran\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/koran\/\">Koran<\/a> einfach oder erkl\u00e4ren sie f\u00fcr nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Damit stellen sie jedoch die <a title=\"Religion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religion<\/a> selbst infrage. Der Ausweg kann nur in einer <a title=\"Religionsunterricht\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/religionsunterricht\/\">Bildungsreform<\/a> liegen.\u00a0Der westliche Ruf nach einer Reform des Islam wird immer lauter. <!--more--><br \/>\n.<br \/>\nDerweil scheint die deutsche Regierung \u2013 innenpolitisch \u2013 einen mehrfachen Ansatz zu verfolgen: Zum einen will man offenbar mit dem Diktum \u00bbDer Islam geh\u00f6rt zu Deutschland\u00ab und entsprechenden symbolischen Gesten die Integrationsbereitschaft der muslimischen Minderheit erh\u00f6hen. Zugleich wird zumindest mit sanften Mitteln eine theologische Reformierung des Islam gef\u00f6rdert, die ihn von seiner Scharia-Last befreien soll. &#8230;.<br \/>\nDie Politik sollte nicht auf Reformtheologien, sondern lieber auf die normative Kraft des Faktischen setzen \u2013 also religi\u00f6se Ghettos r\u00e4umlicher und geistiger Art bek\u00e4mpfen. Dass eine Schulklasse, die gerade noch gemeinsam Mathematik-Aufgaben l\u00f6ste, sich pl\u00f6tzlich in drei oder vier Gruppen aufteilt, weil die Glocke zum Religionsunterricht l\u00e4utet, ist nichts anderes als eine staatlich finanzierte Ghettoisierung. Warum richten wir uns nicht nach dem Modell, das an der Theodor-Heuss-Schule in Offenbach f\u00fcr die elfte Jahrgangsstufe erfolgreich umgesetzt wurde: <strong>ein gemeinsamer <a title=\"Religionsunterricht\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/religionsunterricht\/\">Religions<\/a>&#8211; und <a title=\"Ethik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/ethik\/\">Ethik<\/a>unterricht f\u00fcr alle!<\/strong><br \/>\nKein noch so gut gemeinter Unterricht eines liberalen Religionslehrers kann f\u00fcr das Ein\u00fcben religi\u00f6ser Toleranz wirksamer sein als der gemeinsame Unterricht in Religion und Religionskritik. Andererseits kann kein fundamentalistischer Lehrer in jungen K\u00f6pfen so hohe Mauern gegen\u00fcber \u00bbden anderen\u00ab errichten wie sie durch die Erfahrung entstehen, jedes Mal, wenn der Religionsunterricht beginnt, in homogene Gruppen aufgeteilt zu werden.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nEine theologische Reform, die den Islam auf seine spirituellen und ethischen Dimensionen zu reduzieren versucht, ist aber auf intellektuell ehrliche Art und Weise nicht zu haben. Die von deutschen Intellektuellen hochgelobten \u00bbhumanistischen\u00ab Lesarten des Korans sto\u00dfen bei muslimischen Gemeinden vielmehr auf Widerstand. &#8230;.<br \/>\nAlles von Ufuk \u00d6zbe vom 19.4.2016 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/weltbuehne\/reform-des-islam-der-islam-ist-mehr-als-eine-weltanschauung\/60767\">https:\/\/www.cicero.de\/weltbuehne\/reform-des-islam-der-islam-ist-mehr-als-eine-weltanschauung\/60767<br \/>\n<\/a>\u00a0 \u00a0.<br \/>\n<strong>Ausf\u00fchrliche Analyse der liberalen Koranauslegungen von Ufuk \u00d6zbe:<\/strong><br \/>\nUfuk \u00d6zbe, Kritik der liberalen Auslegungen des Islam \u2013<br \/>\nDie Islamdebatte zwischen politischer Zweckm\u00e4\u00dfigkeit und intellektueller Redlichkeit,<br \/>\nin: Aufkl\u00e4rung und Kritik, Sonderdruck zur Ausgabe 1\/2016.<br \/>\n.<br \/>\n<em>Ufuk \u00d6zbe wurde 1981 in N\u00fcrnberg als Kind t\u00fcrkischer Einwanderer geboren. Er war in den Jugendorganisationen einiger Moscheegemeinden aktiv und studiert nun als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes Mathematik und Physik an der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen.<br \/>\nVer\u00f6ffentlichungen u.a. in &#8222;Die Zeit&#8220;, &#8222;Die Weltwoche&#8220;, &#8222;Humanistischer Pressedienst&#8220; und &#8222;Aufkl\u00e4rung und Kritik&#8220;.<br \/>\nSeit 2010 ist \u00d6zbe Mitglied der &#8222;Gesellschaft f\u00fcr kritische <a title=\"Philosophie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/philosophie\/\">Philosophie<\/a>&#8222;<\/em>.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Ufuk \u00d6zbe ist sehr mutig mit dieser Analyse des Islam<\/strong><br \/>\nDas ich das noch in einem politischen Magazin in Deutschland lesen kann grenzt an ein Wunder. Da der Erdogan gerade so richtig in fahrt ist wird der Autor sicherlich mit einer Beleidigungsklage geadelt. Der deutsche Ableger des t\u00fcrkischen Religionsamt, die DITIB wird eine bestimmt eine Fatma, oder so \u00e4hnlich gegen ihn aussprechen. Wahrlich teuflisch (und mutig), dieser Ufuk \u00d6zbe.<br \/>\n19.4.2016, J\u00fcrgen Dannenberg, CO<\/p>\n<p><strong>Das Gastrecht hat Grenzen<\/strong><br \/>\nEuropa ist eine Gemeinschaft gepr\u00e4gt von christlich-liberalen Werten. Diese beinhalten auch die Religionsfreiheit. Das bedeutet, dass alle hier ans\u00e4ssigen Religionen sich auf ein sehr liberales Gastrecht berufen d\u00fcrfen. Diese Freiheit erlaubt jedoch nicht, seine Vorstellungen von Gesellschaft expansiv dem Gastgeber aufoktroyieren zu d\u00fcrfen. \u00d6ffentlich zur Schau gestelltes Tragen von Kopft\u00fcchern, das Werben um Mietglieder au\u00dferhalb von Moscheen, das Verlangen Kreuze im \u00f6ffentlichen Raum zu entfernen, das Verweigern einer Lehrerin die Hand zu geben, zeigen jedoch sehr deutlich diesen Expansionswillen. Leider haben Christian Wulff, Joachim Gauck und Angela Merkel mit ihrem gutgemeinten Sager \u201eDeutschland ist Islam\u201c dazu herausgefordert. Das ist grundfalsch. Es ist daher mehr als rechtens und ein Gl\u00fcck f\u00fcr Europas Zukunft, dass immer mehr politische Stimmen auf diesen verheerenden Fehler aufmerksam machen um die Grenzen dieses Gastrechts aufzeigen.<br \/>\n18.4.2016, Engelbert Dechant, Wien , CO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Die Innerlichkeit des Islam ist nicht gegeben<\/strong><br \/>\nKlare Worte. Sind wir bereit, die Konsequenzen zu ziehen? Vielen Dank f\u00fcr die analytische Klarheit und Sch\u00e4rfe Ihres Artikels, Herr \u00d6zbe! Mir scheint, dass wir in einem Kategorienfehler stecken, wenn wir unseren westlichen Religionsbegriff auf den Islam anwenden. Unausgesprochene Pr\u00e4misse der grundgesetzlich gesch\u00fctzten Religionsfreiheit ist die Innerlichkeit des religi\u00f6sen Bekenntnisses. Wenn nun der Kern des Islam darin bestehen sollte, die Vorschriften des Korans als Wort Gottes buchst\u00e4blich zu nehmen und auf alle Lebensbereiche anzuwenden, dann w\u00e4re es kulturell selbstm\u00f6rderisch, einem solchen Vorhaben den grundgesetzlichen Schutz der Religionsfreiheit angedeihen zu lassen. Wenn wir unser Konzept individueller Religionsfreiheit aufrecht erhalten wollen, m\u00fcssen wir im Westen die aufkl\u00e4rerischen Bestrebungen innerhalb des Islam auf jede Weise f\u00f6rdern. Auf Dauer werden wir kaum umhinkommen, eine Wandlung dieser Religion zu einer aufgekl\u00e4rten Innerlichkeit zur Voraussetzung f\u00fcr die weitere Teilhabe an der Religionsfreiheit zu machen.<br \/>\nKall Schade<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Wie kann man das Wort Gottes reformieren?<\/strong><br \/>\nMit &#8222;Dass muslimische Gemeinden solche Aussagen (zu einem Reform-Islam) strikt von sich weisen, ist nicht Ausdruck einer besonders fundamentalistischen Gesinnung. Diese Ablehnung folgt aus der Glaubenspr\u00e4misse, dass der Koran die Rede Allahs ist.&#8220; ist mehr als klargestellt, dass es nicht funktionieren kann, zumindest nicht mit &#8218;Umerziehungsmassnahmen&#8216;, ausgedacht in theologisch-philosohischen &#8218;Seminaren&#8216;. Dem gl\u00e4ubigen Muslim etwa nahe bringen, dass der Koran *nicht* die Rede Allahs ist? Wie denn? Wenn der Koran aber nicht die Rede Allahs ist, wen interessiert dann noch der Koran resp. der Islam?<br \/>\n20.4.2016, Siegfried Stein, Essen, CO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Klasse Beitrag von Ufuk \u00d6zbe<\/strong><br \/>\n&#8230; der viel zum besseren Verst\u00e4ndnis der schwierigen Reformbem\u00fchungen innerhalb des Islam beitr\u00e4gt und einiges an Wunschdenken entlarvt. Diese Religion ist &#8211; ernst genommen &#8211; mit unseren westlichen Werten nun mal nicht vereinbar und der Satz &#8222;Der Islam geh\u00f6rt zu Deutschland&#8220; einfach Unsinn. Zum Artikel von Ufuk \u00d6zbe passt ein Leserbrief des Moschee-Beters O. Hassan aus M\u00fcnchen in der &#8222;Welt&#8220; vom 18.4.16:<br \/>\n&#8222;&#8230; Das Arabische ist die Sprache des heiligen Korans und die Sprache Gottes, und daher steht es au\u00dfer Frage, eine andere Sprache in die Moschee einzubringen. Das Verlangen nach einem &#8218;europ\u00e4ischen Islam&#8216; ist theologisch gesehen f\u00fcr Muslime unm\u00f6glich, denn so wie es nur einen einzigen Gott gibt, gibt es auch nur einen einzigen und wahrhaftigen Islam &#8230;&#8220; Das ist klar und deutlich.<br \/>\n20.4.2016, Ursula Schneider , CO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Islamische Gesellschaften im Abw\u00e4rtstrend &#8211; deshalb keine Islamreform<\/strong><br \/>\nDie Reformaton des Islam in Europa scheitert an der Dynamik der islamischen Gesellschaften in der Heimat, also starkes Bev\u00f6lkerungswachstum bei gleichzeitigem, wirtschaftlichem und politischem Scheitern. Von dieser Abw\u00e4rtspirale ist keine moslemische Community ausreichend isoliert, auch nicht in Europa, wegen st\u00e4ndiger Massenzuwanderung. Es wird sich keine muslemische Keimzelle entwickeln, die eine ausreichende reformatorische Triebkraft entwickeln k\u00f6nnte. Au\u00dferdem hat das zunehmend religionsaverse Europa wohl auch keinen Bedarf f\u00fcr einen reformierten Islam.<br \/>\n20.4.2016, Frank Jankalert, CO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Genau so kenne ich es auch aus 15 Jahren Leben im Islam<\/strong><br \/>\nSelten so einen realistischen Kommentar der Situation gelesen. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, mehr Menschen lesen diesen Beitrag, bzw. das zugrunde liegende Buch. Dann w\u00e4re eine deutlich bessere, und sogar eine entspannte Diskussion m\u00f6glich. Es sind ja nicht die Muslime, die &#8217;schlimm&#8216; sind. Im Schnitt sind sie nicht schlimmer als nicht-Muslime. Schlimm ist, was dieses &#8218;Gesamtpaket&#8216; Islam beinhaltet, und was &#8211; so sehr richtig beschrieben &#8211; eben auch als unverr\u00fcckbares Wort Gottes im Raume steht, mit allen seinen Konsequenzen. Mohammed wird eben genau als &#8218;letzter&#8216; Prophet beschrieben, weil er, so steht es im Koran, alles an Mitteilungen Allahs zur Erde bringt, was Allah mitteilen will. Viele Deutsche sehen diesen Unterschied nicht. Sehr lesenswert f\u00fcr die vielen Christen, auch aus der Amtskirche, inklusive all der Priester, die immer wieder glauben, Islam sei &#8218;ungef\u00e4hr&#8216; wie das Christentum:<br \/>\nISBN-13: 978-2810006762, Jourdan Islam et christianisme, comprendre les diff\u00e9rences de fond<br \/>\n21.4.2016, Uwe Dippel<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Reformierbarkeit nur durch die Muslime selbst m\u00f6glich<\/strong><br \/>\nEthikunterricht in den Schulen w\u00e4re fl\u00e4chendeckend als Pflichtfach klasse! Religionsunterricht Wahlfach auch.\u00a0Die Reformierbarkeit sehe ich auch nicht gegeben. Kemal Atat\u00fcrk hat bei der Staatsgr\u00fcndung einen s\u00e4kul\u00e4ren Staat errichtet, das Milit\u00e4r hat die Massen in Schach gehalten. Syrien ist unter Assad auch ein s\u00e4kul\u00e4rer Staat, es fragt sich, wer die Rebellen im Land sind, die mit Waffengewalt gegen die Regierung vorgeht, dabei spreche ich nicht vom IS. \u00dcberall im Nahen Osten waren zur Befriedung des Volkes hart durchgreifende Milit\u00e4rs im Einsatz. Als diese geschw\u00e4cht wurden, haben sich Ayahtollas wie im Iran, breit gemacht. Mit Religionspolizei und Schlimmerem. All das im Namen Allahs.<br \/>\nWir weichgesp\u00fclten Pseudodemokraten im Westen werden mit lauter Freundlichkeit und so weiter keine Gegenwehr gegen eine Islamisierung hinkriegen.<br \/>\nWenn nicht Muslime selbst, die das freiheitliche Leben nach eigener Facon ohne Einmischung von Imamen lieben, sich einsetzen (f\u00fcr eine Reform), dann sehe ich schwarz.<br \/>\n21.4.2016, Ute Mine<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Reform des Islam in Deutschland muss scheitern.\u00a0Die Anh\u00e4nger des reformierten Islam stehen vor einem Dilemma: Sie ignorieren problematische Stellen im Koran einfach oder erkl\u00e4ren sie f\u00fcr nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df. Damit stellen sie jedoch die Religion selbst infrage. 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