{"id":57613,"date":"2015-11-17T22:08:03","date_gmt":"2015-11-17T21:08:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=57613"},"modified":"2015-11-18T19:19:42","modified_gmt":"2015-11-18T18:19:42","slug":"fahrradfreundliches-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/fahrradfreundliches-freiburg\/","title":{"rendered":"Fahrradfreundliches Freiburg"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Freiburg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/\">Freiburg<\/a> ist eine fahrradfreundliche Stadt &#8211; dank <a title=\"Fahrrad\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/handel\/fahrrad\/\">Radlern<\/a> wie Kommune. Zebrasteifen und Ampeln gelten auch f\u00fcrs <a title=\"Radfahren\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/radfahren\/\">Velo<\/a>, im d\u00fcsteren <a title=\"Herbst\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/herbst\/\">Herbst<\/a> ist die Beleuchtung an, an brenzligen Stellen klingelt die Fahrradklingel und <a title=\"Kinder\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/\">Kinder<\/a> (die nun mal gerne ausscheren und wegrennen) wie <a title=\"Senioren\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/senioren\/\">Alte<\/a> (die dies nicht mehr k\u00f6nnen) erfahren Respekt. Seitens der Stadt bemessen sich die Ausgaben f\u00fcr <a title=\"Fahrradwege\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/fahrradwege\/\">Radwege<\/a> exakt an der <a title=\"Verkehr\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/\">Verkehr<\/a>steilnehmerquote &#8222;Fahrrad\/Pkw&#8220;. &#8230;.<br \/>\n<!--more--><em>.<br \/>\nLeider ist all dies Wunschdenken<\/em>. So wurde am 3.11.2015 ein 77-j\u00e4hriger Fu\u00dfg\u00e4nger von einem 23-j\u00e4hrigen <a title=\"Biken\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/biken\/\">Radfahrer<\/a> auf einem Zebrastreifen zu Tode gefahren. Einfach so. Dabei w\u00e4re alles doch so einfach &#8211; mit etwas mehr <a title=\"Achtsamkeit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/achtsamkeit\/\">R\u00fccksichtnahme<\/a>, auf dem Drahtesel, hinter dem Steuer, zu Fu\u00df, in Freiburg.<br \/>\n17.11.2015<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Vorhersehbar und vermeidbar<br \/>\n<\/strong>Ein Fu\u00dfg\u00e4nger ist in Freiburg von einem Radler (23 Jahre alt, viel zu schnell, trat in die Pedale, ohne nach links und rechts zu schauen, so die Zeugen) auf einem Zebrastreifen so zugerichtet worden, dass er deshalb starb! Keineswegs unerwartet, sondern vorhersehbar und vermeidbar! Schon seit langem genie\u00dfen in dieser Stadt die Bicyclisten eine Freiheit, die nur mit der Indiens heiliger Rindviecher zu vergleichen ist! Es wird in einem tierischen Tempo geradelt auf der Stra\u00dfe mit oder entgegen der Fahrtrichtung, auf dem Gehweg, Rotlicht was ist das? Radler haben immer gr\u00fcn in dieser unserer Stadt! Weist man diese K\u00e4mpfer mal auf das geltende Gesetz hin, ist die Demonstration des Stinkefingers noch das mildeste einem widerfahrende Mittel, ich wurde von diesen Leuten schon mehrfach verbal und auch t\u00e4tlich angegriffen! Wie dem auch sei: Meine mehrfachen Hinweise an die Beh\u00f6rden blieben nicht unbeantwortet, im Gegenteil, man versprach vermehrte Kontrollen und Abhilfe. Geschehen ist Gewaltiges! Polizei r\u00e4t Radlern: Rote Ampeln sind nicht nur Empfehlungen. Im Januar wurden sogar 18 rotlichtmissachtende Radler gestoppt. Monumental aber insuffizient! Bei dem Get\u00f6teten handelt es sich um einen Touristen, der aus dem Bus stieg, einen Geldbringer also. Es ist also dringendst eine wirtschaftliche Sch\u00e4dlichkeit der Polizei sowie des Ordnungsamtes f\u00fcr die Stadt anzunehmen, Abhilfe muss her, nicht schnell wie die Feuerwehr, zackig wie Kampfradler!<br \/>\n17.11.2015, Hans G. Hanagarth, Freiburg<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>Mehr Aufkl\u00e4rungsarbeit \u00fcber richtiges Verhalten<\/strong><br \/>\nWie immer in dieser dunklen Jahreszeit tauchen sie wieder auf: Sie bewegen sich flink und flott auf zwei R\u00e4dern, sind gekleidet schwarz wie die Nacht, kommunizieren mit ihrem Smartphone und f\u00fchlen sich dabei ziemlich wichtig und sicher. Das zeigen sie auch, denn rote Ampeln sind f\u00fcr sie ebenso wenig ein Hindernis wie motorisierte Verkehrsteilnehmer. Im Gegenteil, sie wechseln teils abrupt auf deren Wegenetz, ohne auch nur den geringsten Blick in Richtung ihrer Kollegen im Stra\u00dfenverkehr zu werfen. Sie ahnen es bereits, die Rede ist von jedem zweiten Radfahrer in Freiburg. Der Tod eines 77-j\u00e4hrigen Fu\u00dfg\u00e4ngers, der bei der Kollision mit einem Radfahrer ungl\u00fccklich gest\u00fcrzt ist, ist ein tragisches Beispiel f\u00fcr die Folgen, die unachtsames Verhalten im Stra\u00dfenverkehr haben kann (ohne mir anma\u00dfen zu wollen, dem Radfahrer in diesem Fall die Schuld zusprechen zu wollen).<br \/>\nNeben der R\u00fccksichtslosigkeit vieler (nicht aller!) Radfahrer einerseits und ihrem mangelnden Risikobewusstsein andererseits \u00fcberrascht mich auch immer mehr die Tatsache, dass Polizeifahrzeuge in d\u00e4mmrigen Abendstunden oder gar nachts an unbeleuchteten Radfahrern vorbeifahren, ohne diese auch nur mit dem geringsten Hinweis auf ihr ordnungswidriges Verhalten zu konfrontieren.<br \/>\nVerstehen Sie mich nicht falsch, auch ich fahre gerne mit dem Rad durch unsere sch\u00f6ne Stadt, bin jedoch mindestens genauso h\u00e4ufig mit dem Auto unterwegs. Vielleicht ist es diese Sicht eines Autofahrers, die vielen Radfahrern in Freiburg fehlt, um zu verstehen, dass eine vern\u00fcnftige Fahrradbeleuchtung mehr bewirkt, als auf unbeleuchteten Wegen etwas zu sehen, und dass auch ein funktionierendes R\u00fccklicht ebenso seine Daseinsberechtigung hat wie Reflektoren oder der Blick \u00fcber die Schulter. Damit Freiburg auch weiterhin eine attraktive Fahrradstadt bleibt, sollte meines Erachtens nach seitens der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden mehr Aufkl\u00e4rungsarbeit bez\u00fcglich des richtigen Verhaltens von Radfahrern im Stra\u00dfenverkehr betrieben werden. Gleichzeitig sollte sich jeder Radfahrer einmal Gedanken \u00fcber die Ausstattung seines Drahtesels machen. Dies w\u00fcrde auf Dauer sicherlich zu einem harmonischeren und sichereren Miteinander von Fu\u00dfg\u00e4ngern, Radfahrern und Autofahrern f\u00fchren.<br \/>\n17.11.2015, Bastian Nagel, Freiburg<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Freiburgs gro\u00dfe Investitionen in den Radverkehr seit 2005<br \/>\n<\/strong>Von 2005 bis 2007 investierte die Stadt \u00fcber eine Radpauschale j\u00e4hrlich jeweils 110 000 Euro in den Radverkehr. 2008 kamen dem Radverkehr zus\u00e4tzlich noch Mittel f\u00fcr die Ochsenbr\u00fccke (250 000 Euro), durch den Masterplan (400 000) und aus dem Klimaschutz (80000) zugute. 2009 und 2010 flossen jeweils knapp 470 000 Euro an st\u00e4dtischen Mitteln in den Radverkehr, 2011 und 2012 jeweils 460 000 Euro.<br \/>\n2013 und 2014 betrug die Pauschale f\u00fcr das Radwegenetz im st\u00e4dtischen Haushalt jeweils 175 000 Euro, 2015 und 2016 liegt sie bei jeweils 100 000 Euro (im urspr\u00fcnglichen Haushaltsentwurf waren gar keine Mittel daf\u00fcr vorgesehen).<br \/>\nSeit 2013 flie\u00dfen dar\u00fcber hinaus j\u00e4hrlich Mittel in den Ausbau der drei Radvorrangrouten: 2013 insgesamt 2 Millionen Euro (davon 1,1 Millionen Landesmittel), 2014 insgesamt 1,1 Millionen (davon 560 000 Zuschuss vom Land). 2015 kostet der Ausbau der Radschnellwege 1,3 Millionen Euro (Land: 545000 Euro), im kommenden Jahr 1 Million Euro (Landeszuschuss: 420000 Euro).<\/p>\n<p><strong>Frank Uekermanns \u00c4rger \u00fcber das Schwarzbuch<\/strong><br \/>\nFrank Uekermanns \u00c4rger \u00fcber das gestern ver\u00f6ffentlichte Schwarzbuch &#8222;Nachhaltiger Verkehr in Freiburg&#8220; des Verkehrsforums war gro\u00df (siehe BZ von gestern). Der Garten- und Tiefbauamtsleiter sieht sich und sein Amt zu Unrecht in der Kritik. Freiburg sei sehr wohl eine fahrradfreundliche Stadt, eher mehr als weniger denn je. Mit dem 41-J\u00e4hrigen Bauingenieur und Verkehrsplaner sprach Frank Zimmermann. &#8230;.<br \/>\n<em>&#8222;Die (das Verkehrsforum) haben ganz andere Vorstellungen, die sind der Meinung, dass man den Autoverkehr komplett ausblenden kann. Der Meinung bin ich fachlich nicht. Deshalb werden wir uns nicht einig werden. &#8230;\u00a0Die fragen, warum wir bei den Radwegen nicht \u00fcberall die Maximalbreite bauen. Weil ich nicht in der Sahara baue, sondern in einer historischen Stadt. Weil ich nicht f\u00fcr jede zehn Zentimeter ein Geb\u00e4ude abrei\u00dfen kann. Weil ich nicht \u00fcberall den Autoverkehr soweit verdr\u00e4ngen kann, dass die Autofahrer anfangen, die Radfahrer zu hassen.&#8220; &#8230;..<br \/>\n<\/em>Alles vom 18.1.2015 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/ich-baue-ja-nicht-in-der-sahara--113797720.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/ich-baue-ja-nicht-in-der-sahara&#8211;113797720.html<\/a><\/p>\n<p><strong>Verkehrsforum bringt Schwarzbuch heraus: Kritik an Verkehrspolitik \u2013 Ist Freiburg seine Vorreiterrolle los?<\/strong><br \/>\nWie fahrrad- und fu\u00dfg\u00e4ngerfreundlich ist Freiburg? Das Verkehrsforum holt mit einem Schwarzbuch zum Schlag aus \u2013 und \u00fcbt scharfe Kritik an der st\u00e4dtischen Verkehrspolitik. &#8230;<br \/>\nAlles vom 17.11.2015 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/kritik-an-verkehrspolitik-ist-freiburg-seine-vorreiterrolle-los--113743676.html\u00a0\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/kritik-an-verkehrspolitik-ist-freiburg-seine-vorreiterrolle-los&#8211;113743676.html\u00a0<\/a><\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>Alles wird ignoriert und missachtet<\/strong><br \/>\n&#8222;77-J\u00e4hriger stirbt nach Zusammenprall mit Radfahrer&#8220; vom 4.11.2015: Die Folgen dieses &#8222;Zusammenpralls&#8220; sind leider au\u00dfergew\u00f6hnlich und die schlimmsten, die eintreten k\u00f6nnen, der <a title=\"Friedhoefe\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/friedhoefe\/\">Tod eines Menschen<\/a>. Allerdings beinhaltet schon die Formulierung \u00fcber scheinbar &#8222;einen mehr oder weniger normalen Radunfall&#8220; die f\u00fcr Freiburg typische und unversch\u00e4mte Einordnung von Unf\u00e4llen beziehungsweise deren Verursachern. W\u00e4re denn eine weniger schlimme Verletzung dann weiterhin ein &#8222;normaler Radunfall&#8220;? Der Hergang, der zu dieser fahrl\u00e4ssigen T\u00f6tung, wie die Polizei richtigerweise feststellt, gef\u00fchrt hat, wiederholt sich an Zebrastreifen in ganz Freiburg im Minutentakt. Fahrradfahrer allen Alters fahren auf Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberg\u00e4nge mit gleichbleibender oder bergab mit zunehmender (zum Beispiel Wallstra\u00dfe, Ecke Holzmarkt) Geschwindigkeit zu, egal ob ein Fu\u00dfg\u00e4nger sich dem \u00dcbergang n\u00e4hert, ihn betritt oder sich schon darauf befindet.<br \/>\nWenn ich mit <a title=\"Grundschule\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/grundschule\/\">Schulklassen<\/a> diesen oder andere Zebrastreifen in Freiburg \u00fcberquert habe, fuhren Radfahrer durch die Gruppe der Kinder. Wenn man auf das gef\u00e4hrliche und verbotene Verhalten hinweist, bekommt man \u00fcble Antworten und Stinkefinger gezeigt. Rote Ampeln? Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen? Zustiegszonen zur Stra\u00dfenbahn? Richtungshinweise f\u00fcr Fahrradfahrer? Beleuchtung bei Dunkelheit? Alles wird ignoriert und missachtet.<br \/>\nIch fahre mehrmals morgens auf <a title=\"Dreisamuferweg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/fahrradwege\/dreisamuferweg\/\">Fahrradstra\u00dfen und Radwegen in Richtung Ebnet<\/a> und mir kommen Fahrradfahrer mit 30 Stundenkilometer oder mehr in Dreierreihe entgegen. Diese werden von einem vierten oder f\u00fcnften \u00fcberholt und der Gegenverkehr hat sich selbstverst\u00e4ndlich in Luft aufzul\u00f6sen. Schaut man in die Gesichter dieser ach so liberalen Fahrradfahrer, denkt man eher an Kampfsport und Aggressivit\u00e4t.<br \/>\nDies ist das f\u00fcr Freiburg mehr oder weniger normale Verhalten von Radfahren. Menschen, die auf zwei R\u00e4dern jegliche Rechte anderer Verkehrsteilnehmer ignorieren, n\u00f6tigen und Verletzungen anderer Menschen in Kauf nehmen, um ja nicht in ihrer Freiheit Einschr\u00e4nkungen erfahren zu m\u00fcssen. Sie haben nichts zu bef\u00fcrchten, die Polizei ist nicht Willens oder personell in der Lage, einigerma\u00dfen Pr\u00e4senz zu zeigen.<br \/>\nDie Stadt Freiburg entwirft Plakate, auf denen die R\u00fccksichtnahme von Rad- und Autofahrern beworben wird. Was f\u00fcr eine Realit\u00e4tsverweigerung und Absurdit\u00e4t angesichts der &#8222;mehr oder weniger normalen Radunf\u00e4llen&#8220;, die jeden Tag stattfinden, und den vielen Beinahe-Unf\u00e4llen, die durch das Zur\u00fccknehmen der eigenen Rechte nicht zustande kommen. Wie in anderen Bereichen des \u00f6ffentlichen Lebens entziehen sich staatliche Institutionen ihrer und der Rechtsstaat seiner Verantwortung. Die leider zu erwartende milde Bestrafung des &#8222;unachtsamen Radlers&#8220; wird dies best\u00e4tigen. Rechtsstaat ade.<br \/>\n18.11.2015, Achim Hausen, March<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freiburg ist eine fahrradfreundliche Stadt &#8211; dank Radlern wie Kommune. 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