{"id":56824,"date":"2015-10-08T11:57:49","date_gmt":"2015-10-08T09:57:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=56824"},"modified":"2015-10-08T12:50:07","modified_gmt":"2015-10-08T10:50:07","slug":"akw-beznauschweiz-unsicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/akw-beznauschweiz-unsicher\/","title":{"rendered":"AKW Beznau\/Schweiz unsicher"},"content":{"rendered":"<p>Die Bef\u00fcrchtungen des <a title=\"BUND\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/bund\/\">BUND<\/a> haben sich best\u00e4tigt, es gibt massive <a title=\"Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/\">Sicherheitsprobleme<\/a> im <a title=\"Schweiz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/schweiz\/\">Schweizer<\/a> <a title=\"AKW\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/akw\/\">AKW<\/a> Beznau am <a title=\"Hochrhein\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/hochrhein\/\">Hochrhein<\/a>:\u00a0&#8222;Um das dienst\u00e4lteste <a title=\"Katastrophenschutz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/akw\/katastrophenschutz\/\">Atomkraftwerk<\/a> der Welt steht es offenbar schlechter als bislang kommuniziert. In den Stahlw\u00e4nden des Reaktordruckbeh\u00e4lters von <a title=\"Regio\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/\">Beznau<\/a> 1 klaffen gegen 1000 L\u00f6cher; dies best\u00e4tigen zwei voneinander unabh\u00e4ngige Quellen. <!--more-->Die Rede ist von L\u00f6chern mit einem durchschnittlichen Durchmesser von einem halben Zentimeter, eingeschlossen innerhalb der Stahlw\u00e4nde. Im Lichte dieser neuen Informationen scheinen die Angaben, welche der Energiekonzer bislang gemacht hat, arg untertrieben.&#8220; Dies\u00a0schreibt der Schweizer Tagesanzeiger <a class=\"moz-txt-link-freetext\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz\/standard\/gegen-1000-loecher-im-herzen-von-beznau-1\/story\/24965989\">https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz\/standard\/gegen-1000-loecher-im-herzen-von-beznau-1\/story\/24965989<\/a> <span class=\"publishedDate\">am 07.10.2015 um 17:50 Uhr.\u00a0<\/span><span class=\"text\">Aus Gr\u00fcnden des Menschenschutzes darf das Technikmuseum Beznau nicht mehr ans Netz und Flamanville darf nie angeschaltet werden. Alles andere w\u00e4re ein unverantwortliches Spiel mit Leben und Gesundheit der Menschen.<\/span><\/p>\n<p>Wegen dieser besorgniserregenden Meldungen senden hier noch einmal die Presseerkl\u00e4rung des BUND vom <span class=\"text\">22.09.2015<br \/>\n<\/span><br \/>\n<strong>Beznau \/ Flamanville: Reaktorstahlprobleme beim \u00e4ltesten und neuesten AKW der Welt<\/strong><br \/>\nDer Reaktordruckbeh\u00e4lter ist bei jedem AKW der sicherheitstechnisch wichtigste Bereich. In ihm findet unter hohem Druck die Kernspaltung statt und er ist die wichtigste Barriere, die das Austreten radioaktiver Stoffe verhindern soll. In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivit\u00e4t einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Ein Bersten des Druckbeh\u00e4lters f\u00fchrt unweigerlich zum unbeherrschbaren Supergau mit allen Folgen wie wir sie in Tschernobyl und Fukushima erlebt haben.<\/p>\n<p>Die Atomindustrie und die von einem m\u00f6glichen Unfall betroffene Bev\u00f6lkerung haben jetzt ein zus\u00e4tzliches Problem. In zwei belgischen AKW sind bei Untersuchungen viele tausend Risse im Reaktordruckbeh\u00e4lter gefunden worden. Aufgrund dieser massiven Sicherheitsprobleme empfahl der Leiter der belgischen Atomaufsichtsbeh\u00f6rde eine genaue Untersuchung aller Atomreaktoren weltweit.<\/p>\n<p><b>Der Oberrhein ist jetzt betroffen von Reaktorstahlproblemen beim weltweit \u00e4ltesten AKW (Beznau-CH) und beim neuesten Atomkraftwerk (Flamanville-F).<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><b>AKW Beznau:<\/b><br \/>\nIn der Schweiz, einem der reichsten L\u00e4nder der Welt, betreiben die Atomkonzerne im grenznahen Beznau das weltweit \u00e4lteste Atomkraftwerk und w\u00fcrden diese Gefahrenquelle gerne verantwortungslos 60 Jahre lang strahlen lassen. Doch aktuell ist das \u201eTechnikmuseum\u201c abgeschaltet. Wegen Materialfehlern am Reaktordruckbeh\u00e4lter f\u00fchrt die AKW-Betreiberin Axpo Untersuchungen durch. Bei der Jahresrevision waren \u201ealte Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten\u201c im Material des Reaktordruckbeh\u00e4lters entdeckt worden, sicherheitstechnische Verunreinigungen im Stahl und Stellen, an denen das Material eine andere Dichte aufweist. Bei einem alten, spr\u00f6den Reaktordruckgef\u00e4\u00df das jahrzehntelang einer hohen Neutronenstrahlung, starken Temperaturschwankungen und einem hohen Druck ausgesetzt war, bedeutet dies ein massives Sicherheitsrisiko.<\/li>\n<li><b>EPR Flamanville:<\/b><br \/>\nIn Flamanville, an der franz\u00f6sischen Atlantikk\u00fcste, wird gerade ein neues AKW gebaut, das schon 2012 in Betrieb gehen sollte. Der EPR (European Pressurized Water Reactor), Das nach Ansicht der Betreiber \u201esicherste \u201c AKW der Welt, hatte schon in der bisherigen Bauphase massive technische Probleme und darum sind die Kosten von 3,3 Milliarden Euro auf jetzt 10,5 Milliarden Euro gestiegen. Strom aus Windr\u00e4dern und Photovoltaik ist zum Entsetzen der franz\u00f6sischen Atomlobby wesentlich g\u00fcnstiger als der Atomstrom. Und kurz vor der geplanten Inbetriebnahme gibt es jetzt erneut ein massives Sicherheitsproblem, diesmal mit dem verwendeten Reaktorstahl.Im Fr\u00fchjahr 2015 berichtete die franz\u00f6sische Atomsicherheitsbeh\u00f6rde ASN \u00fcber \u201eAnomalien\u201c im Stahl des schon eingebauten neuen Reaktordruckbeh\u00e4lters. Laut Pierre-Franck Chevet, dem Vorsitzenden der ASN, sind die gefundenen Anomalien \u201esehr ernst\u201c und k\u00f6nnten zu Rissbildungen f\u00fchren. Das bedeutet, dass ein extrem teurer Austausch des Druckbeh\u00e4lters und mehrere Jahre Verz\u00f6gerung von EDF und AREVA eingeplant werden m\u00fcssen. Der Neubau eines AKW in Europa war ein &#8222;Sieg&#8220; f\u00fcr die Atomlobby. Jetzt wird immer deutlicher, dass sie sich gerade auch \u00f6konomisch zu Tode siegt.<br \/>\nDa die Abschaltung des \u00e4ltesten franz\u00f6sischen AKW in Fessenheim von der franz\u00f6sischen Umweltministerin an die Inbetriebnahme von Flamanville gekoppelt und so das Abschaltversprechen von Staatspr\u00e4sident Hollande gebrochen wird, ist die Region am Oberrhein von diesen Entwicklungen am Atlantik mitbetroffen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Reaktorstahlprobleme, also im sicherheitstechnisch wichtigsten Bereich beim \u00e4ltesten AKW der Welt in Beznau und im neuesten AKW der Welt in Flamanville zeigen das Versagen der Hochrisikotechnologie Atomkraft wie in einem Brennspiegel.<\/b><\/p>\n<p>Aus Gr\u00fcnden des Menschenschutzes darf das Technikmuseum Beznau nicht mehr ans Netz und Flamanville darf nie angeschaltet werden. Alles andere w\u00e4re ein unverantwortliches Spiel mit Leben und Gesundheit der Menschen. Und in Sachen Fessenheim erinnern wir Herrn Hollande noch einmal ein sein Versprechen, die beiden Alt-Reaktoren 2016 definitiv zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Axel Mayer, BUND-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Vizepr\u00e4sident Atomschutzverband TRAS<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bund-rvso.de\/reaktordruckbehaelter-beznau-flamanville.html\u00a0\">https:\/\/www.bund-rvso.de\/reaktordruckbehaelter-beznau-flamanville.html\u00a0<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bef\u00fcrchtungen des BUND haben sich best\u00e4tigt, es gibt massive Sicherheitsprobleme im Schweizer AKW Beznau am Hochrhein:\u00a0&#8222;Um das dienst\u00e4lteste Atomkraftwerk der Welt steht es offenbar schlechter als bislang kommuniziert. 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