{"id":56254,"date":"2015-09-03T10:28:16","date_gmt":"2015-09-03T08:28:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=56254"},"modified":"2015-09-03T10:28:16","modified_gmt":"2015-09-03T08:28:16","slug":"kappel-zink-dsl-laerm-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kappel-zink-dsl-laerm-sport\/","title":{"rendered":"Kappel &#8211; Zink DSL Laerm Sport"},"content":{"rendered":"<p>Der Dreisamt\u00e4ler im Gespr\u00e4ch mit Ortsvorsteher Hermann Dittmers von Freiburg-<a title=\"Kappel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/kappel\/\">Kappel<\/a>. Herr Dittmers, ein dauerpr\u00e4sentes Thema in Kappel ist das <a title=\"Neuhaeuser\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/neuhaeuser\/\">Areal Stolberger Zink<\/a>. Wie ist inzwischen der Stand der Dinge, wird schon bald gebaut? Dittmers: Es laufen derzeit zwei parallele Verfahren. Das sind einmal das <a title=\"BUND gegen Kappel-Sanierung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bund-gegen-kappel-sanierung\/\">bodenschutzrechtliche Sanierungsverfahren<\/a> und zum anderen das <a title=\"Stadtpolitik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/stadtpolitik\/\">Bebauungsplanverfahren<\/a>. <!--more-->Beide sind noch nicht abgeschlossen und solange kann auch nicht gebaut werden.<\/p>\n<p>Dreisamt\u00e4ler: Das Areal ist schwermetallbelastet und seit Jahren geht es darum, wie mit dem belasteten Material verfahren werden soll.<br \/>\nDittmers: Derzeit sieht das Sanierungsverfahren eine externe Verbringung des hochbelasteten Materials vor, das hei\u00dft, es wird ausgehoben und abtransportiert. Wie das genau geschehen soll, ohne die Anwohner giftigen St\u00e4uben auszusetzen, auch das ist Bestandteil des Sanierungsverfahrens. Der Sanierungsplan wurde von der Projektgesellschaft Kappel erarbeitet und dem Umweltschutzamt der Stadt zur Pr\u00fcfung und Genehmigung vorgelegt. Momentan ist das Amt dabei, die Einwendungen von B\u00fcrgern, Betroffenen, Fachbeh\u00f6rden und Tr\u00e4gern \u00f6ffentlicher Belange abzuarbeiten. Auch der B\u00fcrgerverein Neuh\u00e4user hat sich hier engagiert und kritisch-konstruktiv eingebracht. Als n\u00e4chstes ist nun ein Er\u00f6rterungstermin vorgesehen. Ich habe mich bei der Stadt Freiburg erfolgreich daf\u00fcr eingesetzt, f\u00fcr diese Er\u00f6rterung ausreichend Zeit anzusetzen. Vorgesehen sind nun zwei ganze Tage.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Hierzu ist die \u00d6ffentlichkeit eingeladen?<br \/>\nDittmers: Nein, dieser Er\u00f6rterungstermin ist in dem gesamten Verfahrensprozess rechtlich zwingend vorgeschrieben und hier treffen sich alle Betroffenen: die Stadt und die Einwender, im Regelfall jeweils mit ihren Anw\u00e4lten. Ich erhoffe mir von diesem Er\u00f6rterungstermin, den ich bewusst in einem so gro\u00dfem Zeitrahmen erbeten habe, dass beide Seiten da noch mal in gr\u00f6\u00dferen Schritten aufeinander zugehen k\u00f6nnen. Am Ende dieses Verfahrens steht dann ein Verwaltungsakt als Rechtsgrundlage, der vorgibt, wie die Sanierung durch die Projektgesellschaft abgewickelt werden muss. Seitens der Stadt ist nach Abschluss des Verfahrens vorgesehen, einen Info-Abend f\u00fcr alle interessierten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu veranstalten.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Dann l\u00e4uft parallel dazu auch noch das Bebauungsplanverfahren.<br \/>\nDittmers: Da waren wir schon zweimal in der Offenlage und auch dort arbeitet die Stadt die Einwendungen ab. Themen des Bebauungsplanes sind u.a. die Dichte der Bebauung, die H\u00f6he und das Volumen der Bauk\u00f6rper. Hier bestehen ebenfalls unterschiedliche Auffassungen zwischen den politischen Gremien und dem B\u00fcrgerverein. Wir versuchen aufeinander zuzugehen, um den bestm\u00f6glichen Kompromiss zu erarbeiten.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Klingt so, als bef\u00e4nden sich die Planungen in der Endphase und als r\u00fccke die Realisierung der Bebauung n\u00e4her.<br \/>\nDittmers: Hierzu wage ich keine Prognose. Selbst wenn der Verwaltungsakt bez\u00fcglich der Sanierung positiv erlassen wird, steht den Einwendern immer noch der Klageweg offen. Die betroffenen B\u00fcrger k\u00f6nnen so die richtige Abw\u00e4gung ihrer Einwendungen durch die Beh\u00f6rde gerichtlich \u00fcberpr\u00fcfen lassen. Und solange nicht saniert ist, kann auch nicht bebaut werden.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Die Breitbandversorgung der (Kern-) Stadt Freiburg ist sehr gut, allerdings sind die Stadtrandlagen und die l\u00e4ndlichen Bereiche der Stadt unterversorgt. Dazu geh\u00f6rt auch Kappel. Der Gemeinderat will Abhilfe schaffen.<br \/>\nDittmers: Die Stadt gab im vergangenen Jahr eine Machbarkeitsanalyse in Auftrag. In einem ersten Schritt erfolgte die Analyse der gesamtst\u00e4dtischen Breitbandinfrastruktur und der aktuellen Versorgungslage insbesondere der eingemeindeten Ortschaften, also auch Kappel. Des Weiteren wurde eine Kostensch\u00e4tzung durchgef\u00fchrt, F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten abgekl\u00e4rt und Gespr\u00e4che mit Netzanbietern durchgef\u00fchrt. Im Ergebnis sagte die Telekom umfangreiche Netzverbesserungen ab 2016 bis 2017 zu und zwar in den angrenzenden Stadtteilen um die Kernstadt, inklusive Kappel und Ebnet. F\u00fcr die Stadt reduzieren sich durch das Engagement der Telekom die Ausbaukosten, im Gegenzug bot die Stadt an, die Telekom aktiv im Genehmigungsverfahren zu unterst\u00fctzen. Unser Ortschaftsrat begr\u00fc\u00dft es, dass die Telekom bereit ist, das Breitbandnetz in Kappel zu verbessern, hat aber noch einmal darauf hingewiesen, dass der Ausbau langfristig angelegt sein und in allen Teilen Kappels eine deutliche Verbesserung bringen muss.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Im letzten Interview sprachen wir \u00fcber einen L\u00e4rmaktionsplan, der nach EU-Recht umgesetzt werden soll.<br \/>\nDittmers: Da sind wir noch nicht wesentlich weitergekommen. Allerdings versuchen wir in kleinen Schritten, den Verkehrsl\u00e4rm in Kappel zu reduzieren. Das l\u00e4uft in erster Linie \u00fcber Geschwindigkeitsbegrenzungen, die zu einer L\u00e4rmreduzierung f\u00fchren. In fast ganz Kappel sind 30er-Zonen ausgewiesen. Leider werden die Tempo-30-Schilder zu oft ignoriert. Wir stellen deshalb zwei st\u00e4ndige Geschwindigkeitstafeln auf, die dem Autofahrer signalisieren, wie schnell er f\u00e4hrt und ob er die Geschwindigkeit \u00fcberschreitet. Es ist nachgewiesen, dass diese Visualisierungen mit dem lachenden und traurigen Gesicht wirken und das Verkehrsverhalten positiv beeinflussen. Diesen Effekt wollen wir nutzen.<br \/>\nDittmers: Demn\u00e4chst wird der rechte, terrassierte Teil des Friedhofes neu gemacht. Gespr\u00e4che mit der Stadt fanden hierzu schon statt. Der Zustand der Terrassierung ist nicht mehr gut. Die Abst\u00fctzungen m\u00fcssen erneuert werden und wir werden versuchen das Ganze \u201eetwas waagerechter\u201c hinzubekommen. Wir erhoffen uns hier eine verbesserte Begehbarkeit gerade auch f\u00fcr \u00e4ltere Menschen.<br \/>\nEin weiteres wichtiges Thema ist der Sportplatz. Dort f\u00fchlen sich Anwohner w\u00e4hrend des Flutlicht-Trainings durch Lichtemissionen gest\u00f6rt. Wir &#8211; der Ortschaftsrat und die Stadt &#8211; nehmen dieses Problem ernst. Der Sportverein, der best\u00e4ndig w\u00e4chst und eine gute und wichtige Arbeit leistet, bekommt eine neue Flutlichtanlage mit LED-Technik. Zum einen ist das energiesparender und wird die Stromkosten senken. Zum anderen k\u00f6nnen die Spots besser auf den Platz eingestellt werden, wodurch die Blendeffekte f\u00fcr die Anwohner verschwinden. Das ist eine gro\u00dfe Investition, die auch \u00fcber die Stadt und den Badischen Sportbund finanziert werden. Au\u00dferdem bringt sich der Sportverein mit bedeutenden (Sach-) Eigenleistungen ein. Erg\u00e4nzend dazu werden beim Hartplatz weitere Drainagen gezogen, damit sich das Hangwasser bei Starkregen nicht mehr so \u00fcber den Platz ergie\u00dft.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Herr Dittmers, vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<br \/>\n3.9.2015, Dagmar Engesser, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Dreisamt\u00e4ler im Gespr\u00e4ch mit Ortsvorsteher Hermann Dittmers von Freiburg-Kappel. Herr Dittmers, ein dauerpr\u00e4sentes Thema in Kappel ist das Areal Stolberger Zink. 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