{"id":55397,"date":"2015-07-13T13:39:55","date_gmt":"2015-07-13T11:39:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=55397"},"modified":"2015-07-14T08:18:12","modified_gmt":"2015-07-14T06:18:12","slug":"demokratie-grexit-alternativlos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/demokratie-grexit-alternativlos\/","title":{"rendered":"Demokratie Grexit alternativlos"},"content":{"rendered":"<p>Das\u00a0<a title=\"EU-Banken\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-banken\/\">3. Hilfsprogramm<\/a> vom 13.7.15 \u00fcber 86 Mrd <a title=\"Euro\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/euro\/\">Euro<\/a> verschiebt den <a title=\"Grexit zur Integration Europas\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/grexit-zur-integration-europas\/\">Grexit<\/a>. Erneut\u00a0tritt die <a title=\"Politik in EU unglaubwuerdig\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/politik-in-eu-unglaubwuerdig\/\">EU<\/a> einseitig in Vorleistung &#8211; wieder fliessen\u00a0Milliarden, ohne dass \u00a0Reformen umgesetzt wurden. Dabei sind\u00a0die <a title=\"Griechenland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/griechenland\/\">Griechen<\/a> so ehrlich und lehnen Reformen weiter ab. Viel gravierender ist unser <a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie-Problem<\/a>: Obwohl die Mehrheit der Deutschen diese <a title=\"EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/\">EU<\/a>-Kapitaltransfers der <a title=\"EZB\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/ezb\/\">EZB<\/a> ablehnt, gibt es keine Partei, die dies im Parlament vertritt.\u00a0<!--more--><\/p>\n<p>Den Austritt Griechenlands aus der Eurozone vertreten nur einzelne Parlamentarier (wie Rainer Bosbach, CDU), wobei diese als Querk\u00f6pfe abgetan werden. Auch die\u00a0<a title=\"Luegenpresse\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/luegenpresse\/\">Presse<\/a> scheint fast gleichgeschaltet zu sein: Seri\u00f6s f\u00fcr den Grexit pl\u00e4dierende Kommentatoren (wie Prof Sinn) werden umgehend zu Europafeinden, EU-Gegnern bzw. Rechts- wie Linksextremen abgestempelt. Nur die Presse im achsels\u00e4chsischen Raum darf <a title=\"Grexit zur Integration Europas\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/grexit-zur-integration-europas\/\">frei und offen f\u00fcr den Grexit argumentieren<\/a>, ohne von Nazi-Keule und anderen Keulen bedroht zu werden. Fazit: Nach dem 3. wird ein 4. und 5. Hilfsprogramm\u00a0f\u00fcr Griechenland folgen, und zwar so lange, bis <a title=\"Die Ehrlichkeit geht verloren\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/die-ehrlichkeit-geht-verloren\/\">Ehrlichkeit<\/a>, Offenheit und Mut\u00a0in der Politik vom <a title=\"Gutmenschen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/gutmenschen\/\">Zeitgeist<\/a> geduldet\u00a0wird.<br \/>\n13.7.2015<\/p>\n<p><strong>Drei Freiburger zum Grexit<\/strong><br \/>\nStudentin Helena Pantelidis (25) sitzt in einem Caf\u00e9 in der Innenstadt und ist entt\u00e4uscht. &#8222;Vom Ausgang der Verhandlungen bin ich gar nicht \u00fcberrascht&#8220;, sagt sie. Was sie nicht gut findet, ist, dass nach ihrer Ansicht die Diskussion in eine v\u00f6llig falsche Richtung geht. &#8222;Es ist falsch, dass der Fokus so sehr auf Griechenland gelegt wird&#8220;, sagt sie. Sie h\u00e4lt das f\u00fcr ein Randproblem. Nach ihrer Einsch\u00e4tzung ist die EU nur eine vorgegaukelte Wirtschaftsunion unter dem Deckmantel der Eurozone, eine gemeinsame Wirtschaftspolitik gebe es nicht, da sei auch eine gemeinsame W\u00e4hrung nicht sinnvoll. Sie h\u00e4tte sich einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone gew\u00fcnscht.<\/p>\n<div class=\"boxOhne breakerAd\">\n<div id=\"zoneAdserverMrec\" class=\"top20\">\n<div id=\"helperAdserverMrec\">\n<div id=\"beacon_0eca0e5005\">Stelios Chronopolous (39), Assistent am Seminar f\u00fcr Klassische Philologie an der Universit\u00e4t Freiburg, geht noch einen Schritt weiter. &#8222;Inzwischen sehe ich den Euro als eine Gefahr f\u00fcr die demokratischen Werte und den Frieden in Europa&#8220;, sagt er. In den Verhandlungen habe sich wieder gezeigt, dass in der EU nicht auf Dialog gesetzt w\u00fcrde, sondern auf die Dominanz der Wirtschaftsmacht: &#8222;Es war eine bedingungslose Kapitulation&#8220;.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nChristos Jakovis (55) Inhaber des Restaurants Dimitra im St\u00fchlinger zuckt dagegen mit den Achseln. Er ist auch entt\u00e4uscht, hat aber ganz andere Ansichten. Jakovis lebt seit fast 40 Jahren in Deutschland. &#8222;Ich habe inzwischen die deutsche Mentalit\u00e4t angenommen&#8220;, sagt er mit einem Schmunzeln. Auf sein Land hat er eine pessimistische Sicht. &#8222;Ich glaube nicht, dass es etwas bringt, jetzt noch mehr Geld in Griechenland reinzupumpen&#8220;, sagt er, das sei zum Fenster hinausgeworfenes Geld. Jakovis glaubt auch nicht, dass es m\u00f6glich ist, das System von Korruption zu befreien. &#8222;Das ist seit 200 Jahren so und wird wohl auch so bleiben&#8220;, meint er.\u00a0Von Tsipras h\u00e4lt er nicht viel, Jakovis ist ein Anh\u00e4nger von Antonis Samaras\u2019 Partei Nea Dimokratia, die Griechenland seiner Ansicht nach besser in Europa gehalten h\u00e4tte. Der Gastronom ist ganz auf der Linie von Wolfgang Sch\u00e4uble. &#8222;Ein Grexit auf Zeit h\u00e4tte ich f\u00fcr das Sinnvollste gehalten&#8220;, sagt er. Er findet, dass man dem deutschen Steuerzahler nicht weiter zumuten k\u00f6nne, f\u00fcr Griechenland zu zahlen. &#8222;Man darf die Solidarit\u00e4t nicht \u00fcberstrapazieren&#8220;. Dass Griechenland zu Europa geh\u00f6rt steht f\u00fcr ihn aber au\u00dfer Frage. &#8230;.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Alles vom 14.7.2015 btte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/wie-beurteilen-freiburger-griechen-die-politische-lage\u00a0\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/wie-beurteilen-freiburger-griechen-die-politische-lage\u00a0<\/a><\/p>\n<p><strong>Man kann nicht gegen die Interessen eines Volkes regieren &#8211; weder in D, noch in GR<\/strong><br \/>\nSchaut man in die internationale Presse, wird Deutschland an den Pranger gestellt. Merkel wurde von den gleichen Journalisten vor nicht langer Zeit dazu aufgefordert, endlich mal zu f\u00fchren. Das tat sie jetzt, nur nicht so, wie sich die Amerikaner, Engl\u00e4nder, Italiener, Franzosen und Griechen so gew\u00fcnscht haben. Sie nahm n\u00e4mlich einfach die Stimmung der Deutsche wahr und tat das, was ihre Aufgabe in Br\u00fcssel ist. Die deutschen Interessen zu vertreten.<br \/>\nSie hat nicht die Aufgabe, die Amerikanischen und Britischen Finanzm\u00e4rkte zu vertreten, denen jedwede Turbulenzen unerw\u00fcnscht sind. Deren Forderung, Merkel solle sich nicht zum Zuchtmeister aufspielen, sind wohlfeil, denn die m\u00fcssen am Ende die Zeche nicht zahlen. Deshalb: Dies Kritik ignorieren.<br \/>\nFrankreich und Italien kommen selbst mit den Reformen nicht voran. Nat\u00fcrlich haben die kein Interesse an zu harten Reformen gegen\u00fcber Griechenland. Diese Forderung k\u00f6nnte ja mal gegen einen selber gerichtet werden.\u00a0Tja und dass die griechische Presse jetzt alle Zur\u00fcckhaltung fahren l\u00e4sst und jetzt sogar Auschwitzvergleiche bem\u00fcht, muss nicht weiter kommentiert werden.<br \/>\nUnd das ist Europa. Ein Verbund von Staaten, bei dem jedes Land r\u00fccksichtslos seine Interessen vertreten darf \u2013 mit Ausnahme von Deutschland. Wie soll das weitergehen? So lange, bis auch in Deutschland radikale Kr\u00e4fte mitbestimmen? Man kann nicht gegen die Interessen eines Volkes regieren. Auch nicht gegen die Interessen der \u00fcberwiegenden Mehrheit in Deutschland.<br \/>\n13.7.2015, J\u00fcrgen Steinke<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das\u00a03. Hilfsprogramm vom 13.7.15 \u00fcber 86 Mrd Euro verschiebt den Grexit. Erneut\u00a0tritt die EU einseitig in Vorleistung &#8211; wieder fliessen\u00a0Milliarden, ohne dass \u00a0Reformen umgesetzt wurden. Dabei sind\u00a0die Griechen so ehrlich und lehnen Reformen weiter ab. Viel gravierender ist unser Demokratie-Problem: &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/demokratie-grexit-alternativlos\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[326,633,489,372,417],"class_list":["post-55397","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-bank","tag-demokratie","tag-european-union","tag-euro","tag-ezb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55397","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55397"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55397\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}