{"id":53614,"date":"2015-03-13T20:33:25","date_gmt":"2015-03-13T19:33:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=53614"},"modified":"2015-03-13T20:33:25","modified_gmt":"2015-03-13T19:33:25","slug":"benin-ananas-mango-fuer-solar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/benin-ananas-mango-fuer-solar\/","title":{"rendered":"Benin Ananas Mango fuer Solar"},"content":{"rendered":"<p>Neues Solarschulprojekt f\u00fcr <a title=\"Afrika\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/\">Benin<\/a>: Seit einigen Jahren schon organisiert Mouniourou Salami\u00a0mehrmals j\u00e4hrlich Ananas- und <a title=\"EineWelt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/einewelt\/\">Mango-Aktionen<\/a>. Er bezieht die Fr\u00fcchte von ihm bekannten Ananas- und Mango-Anbauern in Benin und <a title=\"FairerHandel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/fairerhandel\/\">verkauft<\/a> sie im Raum Freiburg. Pro Kilogramm Frucht geht ein Euro in sein <a title=\"Solar\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/solar\/\">Solarprojekt<\/a>, mit dem Menschen in Benin der Zugang zu Bildung erleichtert werden soll. <!--more--><\/p>\n<p>Mounirou Salami lebt und arbeitet seit \u00fcber drei\u00dfig Jahren als Ingenieur in Deutschland. Geboren und aufgewachsen ist er in Benin, einem der \u00e4rmsten L\u00e4nder der Erde. Er ist froh, dass er zur Schule gehen und studieren konnte. Das ist, obwohl es in Benin eine Schulpflicht gibt, l\u00e4ngst nicht allen Kindern verg\u00f6nnt. Das m\u00f6chte Salami und der Verein Solarenergie f\u00fcr Afrika e.V. ver\u00e4ndern.<br \/>\nDer Verein konnte in Burkina Faso schon mehrere Solarschulprojekte ins Leben rufen. In K\u00fcrze soll das erste nun in Benin starten. Salami war k\u00fcrzlich vor Ort und hat die entsprechenden Kontakte gekn\u00fcpft, um das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen. Am Geld wird es nicht scheitern, denn das ist aus fr\u00fcheren Verkaufs-Aktionen vorhanden. Es handelt sich um die Dorf- und Waldschule Agbaga im Bezirk Atlantique-Littoral mit etwa zweihundert Sch\u00fclern und sechs Lehrern. Es ist eine Schule weitab vom Zentrum, eine v\u00f6llig<i> <\/i>vergessene Schule, wie Salami sagt. Die Schule verf\u00fcgt nicht einmal \u00fcber ein Telefon; es gibt ein Postfach, das sich allerdings im n\u00e4chstgr\u00f6\u00dferen Ort befindet. In der Regenzeit ist die Schule v\u00f6llig von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten.<br \/>\nDie Bev\u00f6lkerung, die dort im Teak-Holz-Wald lebt, die Holli, ist eine kleine Minderheit ohne Lobby. Die Analphabeten-Rate betr\u00e4gt 95 %. Die Hollis bewirtschaften dort ihre \u00c4cker in Subsistenzwirtschaft, was gerade zum \u00dcberleben reicht. Das Schulgeld, das f\u00fcr die eine warme Mahlzeit pro Tag (umgerechnet 3,8 Cent) erhoben wird, k\u00f6nnen sie sich aber oftmals nicht leisten. Und deshalb schicken sie ihre Kinder \u2013 trotz Schulpflicht \u2013 nicht zur Schule. Besonders sind die M\u00e4dchen sind davon betroffen.<\/p>\n<p>Das Konzept f\u00fcr die Schule Agbaga: Der Verein Solarenergie f\u00fcr Afrika e.V. wird eine Photovoltaik-Anlage in der der Schule installieren. Das erm\u00f6glicht es, die Unterrichtszeit zu verl\u00e4ngern. Die Kinder k\u00f6nnen die Hausaufgaben in der Schule machen und in den Abendstunden k\u00f6nnen Erwachsene Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. W\u00e4hrend der Staat die Lehrer f\u00fcr den Unterricht f\u00fcr die Kinder bezahlt, \u00fcbernimmt der Verein Solarenergie f\u00fcr Afrika die Kosten f\u00fcr den Erwachsenenunterricht.<br \/>\nDer Verein schafft au\u00dferdem f\u00fcr die Sch\u00fcler Hacken und Macheten an. Damit soll das schon bestehende Agrar-Projekt ausgebaut werden. Bisher stehen den etwa 200 Sch\u00fclern gerade mal drei Hacken zur Verf\u00fcgung, da sie sich mehr nicht leisten k\u00f6nnen. Wenn jedes Kind k\u00fcnftig mit Hacke und Machete arbeiten kann, dann l\u00e4sst sich der Ertrag so steigern, dass die Schule die Lebensmittel f\u00fcr die Schulmahlzeiten selbst erwirtschaften kann. Eine weitere Idee ist, dass Dorfbewohner ihre Handys an der Schule gegen ein Entgelt aufladen k\u00f6nnen. Dieses Entgelt soll in die Beschaffung von Schulheften und B\u00fcchern flie\u00dfen.<br \/>\nDas Solarschulprojekt soll ein Ansto\u00df zur Selbsthilfe sein, so Mounirou Salami. Es sei ein bescheidener Beitrag, den Kindern und Erwachsenen Zugang zu Bildung zu erm\u00f6glichen und die Chancen auf ein besseres Leben in Benin zu erh\u00f6hen. Zu w\u00fcnschen w\u00e4re, dass diese Impulse eine Eigendynamik in Gang setzen, denn es bleibt noch viel zu tun: die Bausubstanz der Schule ist marode, die Lehrer hausen in Verschl\u00e4gen, das Dorf verf\u00fcgt \u00fcber keine Krankenstation und vorrangig w\u00e4re auch der Bau von Brunnen und Latrinen.<br \/>\nDerzeit l\u00e4uft wieder eine Ananas-Aktion. Die Bestellung ist bis zum 14. M\u00e4rz 2015 online, per Mail oder Fax m\u00f6glich und zwar bis zum 14. M\u00e4rz 2015:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.solar-energie-afrika.de\">www.solar-energie-afrika.de<\/a>;<br \/>\n<a href=\"mailto:info@solar-energie-afrika.de\">info@solar-energie-afrika.de<\/a>; Tel. 0761 600 88 14; Fax. 0761 600 86 80<\/p>\n<p>Die Fr\u00fcchte werden dann ab 21. M\u00e4rz 2015 abgeholt werden.<br \/>\n13.3.2015, Dagmar Engesser, www.dreisamtaeler.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues Solarschulprojekt f\u00fcr Benin: Seit einigen Jahren schon organisiert Mouniourou Salami\u00a0mehrmals j\u00e4hrlich Ananas- und Mango-Aktionen. Er bezieht die Fr\u00fcchte von ihm bekannten Ananas- und Mango-Anbauern in Benin und verkauft sie im Raum Freiburg. 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