{"id":53571,"date":"2015-03-11T17:36:27","date_gmt":"2015-03-11T16:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=53571"},"modified":"2015-03-11T17:40:28","modified_gmt":"2015-03-11T16:40:28","slug":"rhein-akws-in-ch-und-f-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/rhein-akws-in-ch-und-f-bleiben\/","title":{"rendered":"Rhein-AKWs in CH und F bleiben"},"content":{"rendered":"<p>4. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in <a title=\"Fukushima\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/japan\/fukushima\/\">Fukushima<\/a> am 11.3.2015: <a title=\"Elsass\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/elsass\/\">AKW Fessenheim\/Elsass<\/a> wird nicht abgeschaltet und Schweizer <a title=\"AKW\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/akw\/\">AKWs<\/a> am <a title=\"Trirhena\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/trirhena\/\">Hochrhein<\/a> erhalten Gefahrzeitverl\u00e4ngerungen. Es ist nicht erkl\u00e4rbar, warum ein modernes Land wie die <a title=\"Schweiz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/schweiz\/\">Schweiz<\/a>, in Beznau und M\u00fchleberg die \u00e4ltesten und unsichersten Atomkraftwerke der <a title=\"Globalisierung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/\">Welt<\/a> betreibt und jetzt mit dem Deckeltausch in Beznau die Gefahrzeit so unverantwortlich <a title=\"Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/\">verl\u00e4ngert<\/a>. <!--more-->Die Existenz des eigenen Landes und der Menschen auch in den Nachbarl\u00e4ndern wird unverantwortlich auf\u00b4s Spiel gesetzt. Mit zunehmendem Alter w\u00e4chst auch die Gefahr atomarer Unf\u00e4lle. All dies haben die \u201ekonservativen\u201c Atomlobbyisten im Schweizer Nationalrat bei ihrer Entscheidung au\u00dfer Acht gelassen. Geld ist wichtiger als Sicherheit.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die \u201ekonservativen\u201c Parteien im Schweizer Nationalrat haben vor einigen Monaten eine zutiefst unverantwortliche Entscheidung getroffen und die m\u00e4chtige und in der Schweiz immer mitregierende Atomlobby hat ihre Interessen durchgesetzt. Der Betrieb der Schweizer Atomkraftwerke soll fast nicht eingeschr\u00e4nkt werden. Nur f\u00fcr die \u00e4ltesten unter ihnen \u2013 Beznau I und II \u2013 ist erst nach 60 Jahren Schluss. Beznau I geht also 2029 vom Netz, Beznau II zwei Jahre sp\u00e4ter. Das dritte Kraftwerk der ersten Generation, das marode AKW in M\u00fchleberg, wird 2019 abgeschaltet. Die Atomkraftwerke G\u00f6sgen und Leibstadt hingegen sollen so lange betrieben werden, \u201ewie sie sicher sind\u201c.<br \/>\nVon kleinen L\u00f6chern&#8230;<br \/>\nIm vergangenen Jahr gab es in vielen Medien in Sachen Atom Schweiz ein \u201egro\u00dfes\u201c Sicherheitsthema. Es wurde zuf\u00e4llig entdeckt, dass ein Arbeiter bereits im Jahr 2008 insgesamt sechs wanddurchdringende L\u00f6cher durch das Prim\u00e4rcontainment im AKW Leibstadt gebohrt hatte um Feuerl\u00f6scher zu befestigen. Dieser Vorgang war ein gro\u00dfes \u00fcberregionales Medienthema. Der Vorgang zeigt zwar, dass Dummheit auch in Hochsicherheitsbereichen an der Tagesordnung ist, eine echte Gefahr ging von den L\u00f6chern aber nicht aus.<\/p>\n<p>Die neueren Entwicklungen in der Schweiz, die wirklich gro\u00dfe Gefahren f\u00fcr Mensch und Umwelt bringen, spielen in der regionalen und \u00fcberregionalen Berichterstattung (im Gegensatz zu den L\u00f6chlein) fast keine Rolle.<\/p>\n<p>Gefahr Eins: Atomm\u00fcll\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es zeigt sich, dass der Schweizer Atomm\u00fcll in einer im internationalen Vergleich viel zu d\u00fcnnen Schicht Opalinuston eingelagert werden soll. Der Atomm\u00fcll muss aber eine Million Jahre sicher gelagert werden.<\/p>\n<p>Gefahr Zwei: Gefahrzeitverl\u00e4ngerung trotz steigendem Unfallrisiko\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Schweizer AkW Beznau, das \u00e4lteste AKW der Welt, wird in diesem Jahr nachger\u00fcstet. Der Energiekonzern Axpo tauscht die Deckel der Reaktordruckbeh\u00e4lter aus. Reaktor 1 ist mit mehr als 45 Jahren das \u00e4lteste, kommerziell betriebene Akw der Welt und damit ein gef\u00e4hrliches Technikmuseum. Planung und Vorbereitungen sind fast abgeschlossen und die Reaktordeckel sind eingetroffen. Jetzt wird der technische Dinosaurier also tats\u00e4chlich noch einmal f\u00fcr 700 Millionen Franken aufgeh\u00fcbscht. Doch die wachsenden Sicherheitsprobleme der veralteten \u201eResttechnik\u201c, insbesondere die extreme Gefahr alter Reaktordruckgef\u00e4\u00dfe, wird mit dem teuren Deckeltausch nicht behoben.<br \/>\nIm Gegenteil, das Unfallrisiko w\u00e4chst.\u00a0Das ist offenbar die Einsch\u00e4tzung der privaten Assekuranz. Keine private Versicherungsgesellschaft ist mehr bereit auch nur eine Milliarde Haftungsrisiko zu versichern. Deshalb hat der Schweizer Bundesrat die Kernenergie- Haftpflichts-Verordnung angepasst und den privat zu versichernden Beitrag der Betreiber auf 500 Mio. gesenkt. Den gewaltigen Rest versichert er selbst. Nationalrat Beat Jans und Co-Pr\u00e4sident von NWA \u2013Nie wieder Atomkraftwerke ist emp\u00f6rt und hat heute dazu einen parlamentarischen Vorsto\u00df eingereicht.<\/p>\n<p>Am vierten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima 11.3.2015 m\u00fcssen wir\u00a0feststellen: Die Leibstadter L\u00f6chlein waren Dummheit, die riskante Gefahrzeitverl\u00e4ngerung f\u00fcr AKW ist unverantwortlich und menschenverachtend.<\/p>\n<p>11.3.2015, Beat Jans, Nationalrat, Co-Pr\u00e4sident von NWA Schweiz, 076 346 86 43<br \/>\nAxel Mayer, BUND-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer 0761\/30383<\/p>\n<p>NWA, Nie wieder Atomkraftwerke<br \/>\nMurbacherstrasse 34, 4056 Basel (CH)<\/p>\n<p><a title=\"BUND\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/bund\/\">Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz<\/a>, Regionalverband S\u00fcdlicher Oberrhein<br \/>\nWilhelmstr 24a, 79098 Freiburg (D)<\/p>\n<p>Atom Schweiz: Von kleinen L\u00f6chern, gro\u00dfen Gefahren und abspringenden Versicherungsgesellschaften<br \/>\n<a href=\"wlmailhtml:{8AB89D81-6193-414C-9ADB-043A6C338F7A}mid:\/\/00000078\/!x-usc:https:\/\/www.bund-rvso.de\/txt-atompolitik-schweiz.html\">https:\/\/www.bund-rvso.de\/txt-atompolitik-schweiz.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4. 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