{"id":53501,"date":"2015-03-07T14:56:20","date_gmt":"2015-03-07T13:56:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=53501"},"modified":"2015-03-28T21:58:49","modified_gmt":"2015-03-28T20:58:49","slug":"alessio-rp-contra-jugendamt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/alessio-rp-contra-jugendamt\/","title":{"rendered":"Alessio &#8211; RP contra Jugendamt"},"content":{"rendered":"<p>Das <a title=\"Regierungspraesidium\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/regierungspraesidium\/\">Regierungspr\u00e4sidium Freiburg<\/a>\u00a0geht in seinem Pr\u00fcfbericht auf Distanz zum <a title=\"Breisgau-Hochschwarzwald\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/breisgau-hochschwarzwald\/\">Jugendamt des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald<\/a>, da dieses gegen das <a title=\"Alessio tot \u2013  Fehler Jugendamt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/alessio-tot-fehler-jugendamt\/\">Mehraugenprinzip<\/a> versto\u00dfen hat. Denn einzig der Sachbearbeiter des &#8222;Falles&#8220; hatte Kontakt mit Alessios <a title=\"Familie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/\">Familie<\/a> &#8211; alle Urteile \u00fcber Mutter, Stiefvater und Oma sowie schlie\u00dflich die<a title=\"Haeusliche-Gewalt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/haeusliche-gewalt\/\"> t\u00f6dlich endende R\u00fcckf\u00fchrung<\/a> von <a title=\"Alessio\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/alessio\/\">Alessio<\/a> zu seinem Stiefvater beruhten auf seiner Sicht. <!--more-->Dieser Sachbearbeiter war also so etwas wie das Auge eines Teams, dessen andere drei Mitglieder zudem wechselten. Keine anderer Fachkraft des Jugendamts sah sich gen\u00f6tigt, mal selbst von Freiburg hoch nach Lenzkirch-Kappel auf den Zipfelhof\u00a0zu fahren und pers\u00f6nlich Kontakt mit der Familie von Alessio aufzunehmen. Sie sa\u00dfen im Landratsamt bzw. recherchierten vom PC aus im Internet: Sesselfurzer nennt man so etwas auf Badisch.<br \/>\n7.3.2015<\/p>\n<p>Zwei Augen des Sachbearbeiters statt Mehraugenprinzip<br \/>\nEine fragw\u00fcrdige Variante des Mehraugenprinzips \u2013 findet Ludwig Salgo, Seniorprofessor f\u00fcr Familien- und Jugendrecht an der Uni Frankfurt: &#8222;Das vorgeschriebene Zusammenwirken mehrerer Fachkr\u00e4fte bedeutet meines Erachtens in einer solchen Konstellation, dass sich zumindest zwei Fachkr\u00e4fte einen unmittelbaren pers\u00f6nlichen Eindruck von der Lage und den beteiligten Personen, vor allem von ihrer Interaktion verschafft haben. Das gegenseitige Korrektiv w\u00fcrde entfallen, wenn nur eine Fachkraft sich unmittelbare Eindr\u00fccke verschaffen w\u00fcrde. Zudem widerspricht ein st\u00e4ndiger Wechsel im Fachteam der vom Gesetz beabsichtigten kontinuit\u00e4tssichernden Hilfeplanung.&#8220; &#8230;.<br \/>\nAlles vom 7..2015 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/fall-alessio-jugendamt-hat-fehler-gemacht\"><span lang=\"\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/fall-alessio-jugendamt-hat-fehler-gemacht<\/span><\/a><\/p>\n<p>Wie bei den Verdingkindern fr\u00fcher<br \/>\nMich erinnert die Arbeit von Frau M\u00fcnzer und der Frau St\u00f6rr-Ritter an die Verwahrung von den fr\u00fcheren Verdingkinder. Alle wissen \u00fcber das schreiende Unrecht in den Familien was den Kindern dort angetan wird. Man tut fast nichts. Wenn dann doch wieder mal was passiert ist, ein Kind spurlos verschwand oder Tod aufgefunden wurde, dann hat man vertuscht, gelogen, nur die Spitzen der F\u00e4lle \u00fcberhaupt bearbeitet, um hinterher wieder zum Alltag zur\u00fcckzukehren. Frau M\u00fcnzer ist ja auch bekannt daf\u00fcr, dass sie dann, wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, aus dem Scho\u00df der Verwaltung juristische Spitzfindigkeiten und beleidigende Feststellungen gegen Kritiker ihrer Arbeit sie gerne platziert.<br \/>\n7.3.2015, Klaus Springer<\/p>\n<p>Familienrechtsprofessor Salgo: Jugendamt &#8222;selbstherrlich&#8220;<br \/>\n&#8222;Das Elternrecht wird in Deutschland aus historischen und ideologischen Gr\u00fcnden ma\u00dflos \u00fcberh\u00f6ht&#8220;, kritisierte der emeritierte Frankfurter Familienrechtsprofessor Ludwig Salgo. &#8222;Nat\u00fcrlich gelingt der Kinderschutz am besten mit den Eltern, aber der Staat muss auch mal gegen die Eltern intervenieren.&#8220; &#8230;. Beim Fall Alessio wurde Salgo aber doch deutlich. Hier seien die Gef\u00e4hrdungshinweise vom Jugendamt &#8222;selbstherrlich&#8220; \u00fcbergangen worden. &#8230;<br \/>\nAlles vom 7.3.2015 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/deutschland-1\/kinderschutz-ist-eine-arbeit-im-hochrisikobereich--101469566.html\"><span lang=\"\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/deutschland-1\/kinderschutz-ist-eine-arbeit-im-hochrisikobereich&#8211;101469566.html<\/span><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oma mit Sorgerecht ist Gro\u00dfmutter des gewaltt\u00e4tigen Stiefvaters, nicht von Alessio<br \/>\nWie ich erst sehr sp\u00e4t realisiert habe, handelte es sich bei der Gro\u00dfmutter nicht um die Gro\u00dfmutter von Alessio (3 J.), sondern um die Gro\u00dfmutter des Stiefvaters (32 J.). Die muss ja dann mindestens 70 Jahre alt gewesen sein, vermutlich noch \u00e4lter&#8230; Und der Stiefvater durfte da offiziell hin? So sieht also ein Schutzkonzept bei einem massiv gewaltt\u00e4tigen Mann aus? Hat das Jugendamt etwa gedacht, die Oma des Stiefvaters kann Alessio ggf. auch k\u00f6rperlich vor dem Stiefvater sch\u00fctzen, falls diesem mal wieder die Sicherungen durchbrennen? Und da fragt sich das Jugendamt allen Ernstes, inwiefern die Oma loyal gegen\u00fcber dem Enkel sein k\u00f6nnte? Hat sich mal jemand gefragt, ob der nicht vielleicht seine ganze Familie tyrannisiert und kontrolliert hat? Der ist als massiv gewaltt\u00e4tig bekannt, und keiner stellt sich die Frage, ob nicht auch Andere vor ihm Angst haben k\u00f6nnten. Ja, ne is klar. Ist ja sonst so ein liiiieber Papa gewesen, gell? Da konnte man niemals auf solche Gedanken kommen. Aber man konnte immerhin denken: die Oma ist vielleicht loyal. Den Gedanken zu Ende denken, da war man aber schon \u00fcberfordert mit. Und wo ich grade beim Denken bin: was sollte die zeitlich befristete, r\u00e4umliche Trennung eigentlich gegen die Gewaltt\u00e4tigkeit des Stiefvaters bewirken? Das ist ja ein ganz neues Konzept! Sollten wir jetzt \u00f6fters bei h\u00e4uslicher Gewalt machen! Also liebe Frauen in Deutschland: wenn Ihr Partner Sie schl\u00e4gt, ziehen Sie vier Wochen zu Ihrer Freundin. Danach k\u00f6nnen Sie sicher wieder zur\u00fcckkehren. Zu Risiken und Nebenwirkungen gehen Sie bitte 14-t\u00e4gig zum Arzt oder fragen Sie Frau M\u00fcnzer.<br \/>\nVielleicht waren da alle Frauen eingesch\u00fcchtert? Die Frau und Mutter von Alessio. Die Oma. Die Dorfhelferin-Cousine etc. Aber das ist wohl zu einfach gedacht, nicht wahr Frau M\u00fcnzer? Wir d\u00fcrfen ja nicht vom Ende her denken, haben Sie gesagt. Am besten wir denken gar nicht mehr, wie w\u00e4re das?<br \/>\n7.3.2015, Holger Reinisch<\/p>\n<p>Skandal\u00f6s<br \/>\nV\u00f6llig unverst\u00e4ndlich ist auch die Aussage der Staatsanwaltschaft, bei ihren Ermittlungen gegen das Bedienstete des Landratsamts nur zu pr\u00fcfen, ob Standards und Richtlinien eingehalten wurden. M\u00f6gliche Fehleinsch\u00e4tzungen (und der hierdurch resultierende Tod des Buben) w\u00fcrden nicht gepr\u00fcft. Da fehlen einem einfach die Worte.<br \/>\nIn der chronologischen Betrachtung des Geschehens war dem\u00a0Landratsamt doch bekannt,<br \/>\ndass\u00a0bei Alessio bereits 2013 durch Kinder\u00e4rzte und Gerichtsmediziner\u00a0wiederholte Verletzungen durch Schl\u00e4ge festgestellt worden waren\u00a0und der sog. Stiefvater (rechtlich ist er das nicht) bagatellisierend\u00a0einger\u00e4umt hatte, ihn zu &#8222;ohrfeigen&#8220;,<br \/>\ndass im Sommer 2014 in der Kinderklinik schwerste aktuelle sowie zur\u00fcckliegende Verletzungen diagnostiziert wurden, die wiederum\u00a0keinen Zweifel auf permanente Misshandlungen, Schl\u00e4ge und Tritte\u00a0des armen Kindes zulie\u00dfen,<br \/>\ndass Haus- und Kinderarzt immer wieder Verletzungen des Kindes behandeln mussten,<br \/>\ndass die Staatsanwaltschaft nach Einstellung des Verfahrens wegen mangelnder Nachweism\u00f6glichkeit der T\u00e4tereigenschaft dringend auf Schutzma\u00dfnahmen hingewiesen hat,<br \/>\num nur die h\u00e4rtesten Fakten zu nennen.<br \/>\nBei solch einer Fakten- und Gefahrenlage dr\u00e4ngt sich doch der Schutz\u00a0des Kindes durch eine Wegnahme vom Schl\u00e4ger schreiend auf!! Dies nicht zu tun, liegt au\u00dferhalb jedes menschlichen Verst\u00e4ndnisses und ist derart grob fahrl\u00e4ssig oder bedingt vors\u00e4tzlich, so dass dies\u00a0selbstverst\u00e4ndlich in strafrechtliche Ermittlungen mit einbezogen\u00a0werden muss. Ein &#8222;die haben sich halt leider versch\u00e4tzt, kann ja mal vorkommen, war eine Ermessenssache&#8220; ist bei der Offensichtlichkeit der Gefahr absolut\u00a0unzul\u00e4ssig.<br \/>\nUnd selbst wenn hundert Vorschriften und Richtlinien &#8211; was man kaum glauben kann &#8211; gegen eine Inobhutnahme oder Anrufung des Gerichts gesprochen h\u00e4tten, kann man doch nicht sehenden Auges weitere Verletzungen oder den Tod des Jungen achselzuckend in Kauf nehmen, mit einem &#8222;es l\u00e4uft doch alles rechtens&#8220;. Die jeweilige Sachbearbeiter- oder Sachleitungsebene h\u00e4tte nach oben demonstrieren m\u00fcssen, was mit Sicherheit die sofortige Einschaltung des Familiengerichts zu Folge gehabt h\u00e4tte.<br \/>\nDie Behandlung des Falles ist nach wie vor skandal\u00f6s, und der hierdurch resultierende Vertrauensverlust in Beh\u00f6rden, Aufsichtsbeh\u00f6rden wie auch Ermittlungsorgane oder generell in den Rechtsstaat ist immens.<br \/>\n8.3.2015, Herbert Pfefferle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sozialdezernentin Eva-Maria M\u00fcnzer &#8211; Auch im Jahr 2000 ein kritischer Fall<\/strong><br \/>\nIch w\u00fcrde sogar sagen: Frau M\u00fcnzer hat gelogen. Als sie sagte, dem Amt seien nur Ohrfeigen bekannt gewesen. Als sie sagte, es habe sich um kooperative Eltern gehandelt.<br \/>\nFrau M\u00fcnzer hat aber auch schon in fr\u00fcheren F\u00e4llen bagatellisiert und die Unwissende gespielt (Zitat aus Spiegel Online): &#8222;F\u00fcr uns war diese dramatische Situation nicht erkennbar&#8220;, sagte die Sozialdezernentin beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Eva-Maria M\u00fcnzer. Die Jugendbeh\u00f6rde habe erst im Sommer 2000 durch die Polizei von den Vorg\u00e4ngen erfahren. &#8222;Wir hatten davor keine Anhaltspunkte f\u00fcr Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten&#8220;, sagte M\u00fcnzer.<br \/>\nNachzulesen bei:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/anklage-gab-eine-pflegemutter-ihren-kindern-tierfutter-a-188034.html\" target=\"_blank\">https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/anklage-gab-eine-pflegemutter-ihren-kindern-tierfutter-a-188034.html<\/a><br \/>\nAuch in jenem Fall h\u00e4tte sich die Sozialdezernentin, die den Fachgruppen Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) und Pflege-und Adoptivkinderdienst (PAKD) vorsteht, fragen lassen m\u00fcssen, wieso da &#8222;ihre&#8220; Beh\u00f6rde keine Ahnung hatte.<br \/>\n12.3.2015, Holger Reinisch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Jugendamt-Sozialdezernentin\u00a0M\u00fcnzer fr\u00fcher und heute<\/strong><br \/>\n2000: Die Beh\u00f6rde selbst bestritt jede Schuld. Sie k\u00f6nne keine Vers\u00e4umnisse ihrer Beh\u00f6rde erkennen, versicherte Jugenddezernentin Eva-Maria M\u00fcnzer. Ihr Haus habe sofort und richtig gehandelt, als die ersten Hinweise auf Misshandlungen eingetroffen seien. Davon geht mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft Freiburg aus.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/jugendamtwatch.blogspot.de\/2012\/05\/unfassbare-verbrechen-in-pflegefamilien.html\" target=\"_blank\">https:\/\/jugendamtwatch.blogspot.de\/2012\/05\/unfassbare-verbrechen-in-pflegefamilien.html<\/a><\/p>\n<p>2015: &#8222;Eva-Maria M\u00fcnzer, Sozialdezernentin im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald und damit auch f\u00fcr das Jugendamt verantwortlich, spricht auf einer Pressekonferenz mit Bedacht, vorsichtig, leise.<br \/>\n&#8222;Wir hatten noch nie einen solchen Fall. Noch nie.&#8220;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/suedwest-1\/getoetetes-kind-landratsamt-unter-rechtfertigungsdruck--99314668.html\" target=\"_blank\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/suedwest-1\/getoetetes-kind-landratsamt-unter-rechtfertigungsdruck&#8211;99314668.html<\/a><br \/>\n12.3.2015, Karl Alfred Wolpert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kreistagssitzung am 11.3.2015 &#8211; 100.000 Euro f\u00fcr unkontrolliertes Gutachten<\/strong><br \/>\nWer in der Kreistagssitzung als Zuh\u00f6rer sa\u00df, der hatte &#8211; bei Kenntnis der Fakten &#8211; die vortreffliche Gelegenheit, bekannte &#8222;demokratische&#8220; Abl\u00e4ufe zu beobachten. Um mich kurz zu fassen:<br \/>\nFrau Landr\u00e4tin und Frau M\u00fcnzer stehen in heftiger \u00f6ffentlicher Kritik. Der Frau Landr\u00e4tin droht evtl. sogar ein Strafverfahren. Frau Landr\u00e4tin will dieses Jahr aber noch einmal zu einer weiteren Amtsperiode gew\u00e4hlt werden und sieht dieses Ziel nun in Gefahr. Was tun?<br \/>\nFrau Landr\u00e4tin beauftragt f\u00fcr \u00fcber 100.000,-\u20ac einen Gut- oder Schlechtachter, der am Ende seiner unkontrollierten Solo-Arbeit den gew\u00fcnschten Persilschein ausstellen wird. Die vermutete dumme \u00d6ffentlichkeit ist eingelullt oder beruhigt.<br \/>\nDurch dieses Ebnen des Weges f\u00e4llt es der Staatsanwaltschaft nat\u00fcrlich wesentlich leichter, Ermittlungsverfahren einzustellen. Und dann ist die W\u00e4sche so wei\u00df gewaschen, wie es wei\u00dfer nicht geht, und man muss dann der Landr\u00e4tin wirklich dankbar sein, dass sie den Wahlvorschlag des Kreistages f\u00fcr eine weitere Kandidatur annimmt. Mit 90 % der Stimmen wird dann die alte Landr\u00e4tin zur neuen Landr\u00e4tin gew\u00e4hlt (Schwei\u00dfvonderStirnwisch!). Alles noch mal gut gegangen!<br \/>\nDie Expertengruppe darf nur allgemein die Abl\u00e4ufe des LRA unter die Lupe nehmen und freundlich hier und da ein paar Anregungen f\u00fcr Optimierungen geben. Mit dem Fall Alessio darf sie sich aber nicht befassen.<br \/>\nDer favorisierte Gutachter durfte sich gut eine Stunde lang vorstellen und per PP-Pr\u00e4sentation langatmig und blumig wohlformulierte, aber wenig aussagende S\u00e4tze von sich geben und das Auditorium beeindrucken. Das einzige, was er zu f\u00fcrchten schien, war eine begleitende Kontrolle seiner k\u00fcnftigen Arbeit. Nur Solo-Arbeit akzeptiert er.<br \/>\nVom zweiten in Betracht kommenden Gutachter sah oder las man nichts; er hatte sich ordentlich schriftlich beworben, scheint aber &#8211; so war mein Eindruck &#8211; keine Chance gegen den PP-Pr\u00e4sentierenden, der in der Vergangenheit schon durch amtsfreundliche Gutachten aufgefallen ist, zu haben.<br \/>\nDie Zuschauer im Saal hatten fast alle den Eindruck, dass die Benennung des PP-Pr\u00e4sentators nur noch eine Formsache sein werde. Die SPD-Fraktion versuchte verzweifelt, dieses unw\u00fcrdige Spektakel mit eigenen Antr\u00e4gen zu drehen, fand sich aber allein. Das hektische Verlassen des Saales f\u00fcr ein paar Minuten durch einige Fraktionsf\u00fchrer (ohne SPD) zur Krisenbesprechung au\u00dferhalb der Mikrofone sprach B\u00e4nde. Ja, so geht Politik, auch wenn in den Berichterstattungen der Presse leider vieles gegl\u00e4ttet dargeboten wurde. &#8230;.<br \/>\nSymptomatisch f\u00fcr solche Tendenzen war in der Kreistagssitzung auch die mehrfache Schelte der Badischen Zeitung, die es sich erdreistet hatte, die Wahrheit scheibchenweise zu ermitteln und somit das LRA teilweise der L\u00fcge \u00fcberf\u00fchrt hat (&#8222;so was geht doch gar nicht!&#8220;).<br \/>\n12.3.2015, Herbert Pfefferle<\/p>\n<p><strong>Damen in \u00f6ffentlichen \u00c4mtern m\u00fcssen sich der \u00d6ffentlichkeit stellen<\/strong><br \/>\nIch w\u00fcsste ja gerne mal, warum eigentlich keine der Damen es f\u00fcr n\u00f6tig erachtet, auf die BZ-Artikel zu reagieren. Ein lapidares Dimenti der Frau Landr\u00e4tin, alles sei im Team (bzw. nachtr\u00e4glich im Team) besprochen worden &#8230; und das war es? Da hat ein Sachbearbeiter ein Protokoll angefertigt, welches eindeutig auf das Gegenteil hinweist, n\u00e4mlich auf eine Einzelentscheidung auf Druck des Stiefvaters und seiner Anw\u00e4ltin. Wie kam das denn zustande, wenn doch angeblich vorher alles besprochen war? Und wie kam es, dass von Frau M\u00fcnzer und Frau St\u00f6rr-Ritter st\u00e4ndig die Dinge anders dargestellt wurden, als sie dann nach BZ-Recherchen tats\u00e4chlich gewesen sind? Wieso darf man die \u00d6ffentlichkeit anl\u00fcgen? In diesem Zusammenhang: wo ist eigentlich Frau M\u00fcnzer? Ich w\u00fcrde gerne nochmal von ihr h\u00f6ren, dass die Eltern kooperativ waren. Und dass dem Jugendamt nur Ohrfeigen bekannt waren.<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span><br \/>\nF\u00fcr die Beantwortung dieser Fragen braucht es doch keinen 100.000 \u20ac &#8211; Experten ! Und schon gar keinen, der das Jugendamt bereits in Bezug auf Alessio in Sachen Krisenmanagement beraten hat! Der kann doch gar nicht mehr unabh\u00e4ngig sein ! Der hat denen zuvor geraten, nur dies und das zu sagen und mitzuteilen, war also daran interessiert, die Konsequenzen f\u00fcr das Jugendamt und Landratsamt so gering wie m\u00f6glich zu halten. Und genau DER soll jetzt die Sache aufkl\u00e4ren?<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span><br \/>\nEs braucht prim\u00e4r eine Pressekonferenz ! Die Damen sind in \u00f6ffentlichen \u00c4mtern, werden aus \u00f6ffentlicher Hand bezahlt, dann sollen Sie sich auch der \u00d6ffentlichkeit stellen, und nicht den selbst ausgesuchten Expertenkommissionen und Einzelexperten. Da f\u00fchlt man sich doch wie im Kabarett bei C. Sieber, der da sinngem\u00e4\u00df sagte &#8222;Liebe Bev\u00f6lkerung, auf Wiedersehen, wir brauchen Sie nicht mehr&#8220; und &#8222;es wird die Demokratie mit den Mitteln der Diktatur verteidigt&#8220;.<\/p>\n<p>Ich bin kein Rechtsexperte, sondern Psychologe und Gutachter an Familiengerichten. Mir geht es auch nicht um die juristische Aufarbeitung der Vorg\u00e4nge, die da den Tod von Alessio nicht verhindert haben. Mir geht es darum, dass eine Aufkl\u00e4rung erfolgt, so dass solche Vorg\u00e4nge k\u00fcnftig vermieden werden und ein Kind den Schutz bekommt und eine Familie die Hilfe erf\u00e4hrt, die ben\u00f6tigt wird. Alles andere als eine vollst\u00e4ndige Aufkl\u00e4rung der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Arbeitsweise des Jugendamtes (wie seinerzeit in Bremen) ist nicht akzeptabel.<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span><br \/>\nDavon abgesehen hat niemand Frau M\u00fcnzer oder Frau St\u00f6rr-Ritter gezwungen, sich inhaltlich zu \u00e4u\u00dfern. Sie haben es aber getan und Frau M\u00fcnzer hat dabei nachweislich gelogen. Diesbez\u00fcglich gibt es aber kein Verfahren oder staatsanwaltliche \u00dcberpr\u00fcfungen, also auch keinen Grund \/ kein Recht, sich in Schweigen zu h\u00fcllen. Frau M\u00fcnzer kann sich doch bitte dahingehend erkl\u00e4ren, wieso sie in der \u00d6ffentlichkeit erz\u00e4hlte, es seien nur Ohrfeigen bekannt gewesen und die Eltern seien kooperativ gewesen. Und dann kann sie ihre \u00c4u\u00dferungen doch bitte mal korrigieren und sagen, dass das nicht stimmte, von mir aus, weil sie nichts hinreichend informiert war. Das w\u00e4re mal ein Anfang ! Und dann soll Frau St\u00f6rr-Ritter doch bitte gleich nachlegen und sich dazu \u00e4u\u00dfern, weswegen sie keinerlei Zweifel daran hat, dass im Amt richtig gehandelt worden ist. Warum dann aber jetzt eine Expertenkomission und ein Gutachten und und und? Entweder sie ist sich sicher, dass Alles richtig gemacht wurde, dann braucht es keine Komissionen und Gutachten, oder sie hat Zweifel und dann soll sie das auch sagen. Sie m\u00f6gen sich bitte einfach dazu \u00e4u\u00dfern, nicht zum Thema Alessio, sondern zu ihrer Art der Kommunikation und Aufarbeitung unmittelbar nach dem Tod von Alessio.<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p>Ich finde es nach wie vor unertr\u00e4glich, dass Frau M\u00fcnzer bei der PK erz\u00e4hlte, es seien dem Jugendamt nur Ohrfeigen bekannt gewesen und man k\u00f6nne ja Jugendhilfe nicht so handhaben, dass man dann die Kinder sofort aus der Familie nehme. Ich finde, diese \u00c4u\u00dferungen sind ein unerh\u00f6rter Schlag in das Gesicht von Alessio und in das Gesicht jeden Kindes, dass misshandelt, missbraucht oder auch &#8222;nur&#8220; geohrfeigt wird. Auch ein geohrfeigtes Kind ist in seinen Grundrechten und seiner W\u00fcrde massiv verletzt und bedarf des Schutzes eines Jugendamtes, ja es hat eine RECHT darauf ! Es kann ja sonst niemand die Kinder sch\u00fctzen, es ist ja niemand dazu befugt &#8211; au\u00dfer dem Jugendamt! Aber im Breisgau-Hochschwarzwald muss man, wenn die Sozialdezernentin solche Aussagen t\u00e4tigt, davon ausgehen, dass das Jugendamt das duldet und sich auch nicht im Zweifelsfall an das Familiengericht wendet. Ein fatales Signal an alle gewaltt\u00e4tigen Eltern, aber auch an ihre Nachbarn, an Lehrer, \u00c4rzte, Kinderg\u00e4rtner, an die Kinder selbst &#8230; an Alle, die sich da nicht mehr ans Jugendamt wenden werden, um Hilfe f\u00fcr ein geschlagenes Kind zu suchen. Das ist (das n\u00e4chste) Amtsversagen. Und dazu eine rieisige L\u00fcge, wie man mittlerweile wei\u00df ! Diese Frau MUSS meines Erachtens dringend von ihren Aufgaben entbunden werden.<br \/>\n16.3.2015, Holger Reinisch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Regierungspr\u00e4sidium Freiburg\u00a0geht in seinem Pr\u00fcfbericht auf Distanz zum Jugendamt des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, da dieses gegen das Mehraugenprinzip versto\u00dfen hat. 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