{"id":53369,"date":"2015-02-25T09:05:17","date_gmt":"2015-02-25T08:05:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=53369"},"modified":"2015-04-23T10:06:57","modified_gmt":"2015-04-23T08:06:57","slug":"alessio-tot-fehler-jugendamt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/alessio-tot-fehler-jugendamt\/","title":{"rendered":"Alessio tot &#8211;  Fehler Jugendamt"},"content":{"rendered":"<p>Soll ein<a title=\"Kinder\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/\"> Kind <\/a>aus der Obhut seiner die<a title=\"Kinder- vor Elternrecht \u2013 Alessio\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kinder-vor-elternrecht-alessio\/\"> F\u00fcrsorgepflichten <\/a>vernachl\u00e4ssigenden, <a title=\"Haeusliche-Gewalt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/haeusliche-gewalt\/\">gewaltt\u00e4tigen<\/a> und <a title=\"Alkohol\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/sucht\/alkohol\/\">alkoholabh\u00e4ngigen <\/a>Eltern genommen oder wieder an die <a title=\"Familie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/\">Familie<\/a> zur\u00fcckgegeben werden &#8211; diese schwerwiegende\u00a0Frage\u00a0darf niemals eine Person im Jugendamt alleine entscheiden. Diese Vorschrift des Sozialgesetzbuchs hat das Jugendamt im <a title=\"Alessio Schweigemarsch 10-2-15\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/alessio-schweigemarsch-10-2-15\/\">Fall Alessio <\/a>nicht eingehalten. Bei dem Gespr\u00e4ch am 14.10.2014 war nur ein Sachbearbeiter des Jugendamts anwesend,<!--more-->zusammen mit der Mutter, dem Stiefvater,<a title=\"Alessio\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/alessio\/\"> Alessio <\/a>und einer Anw\u00e4ltin der Eltern. Alessio lebte zu dieser Zeit bei seiner Gro\u00dfmutter, die einen Kreislaufzusammenbruch erlitten haben soll. Dieser rein zahlenm\u00e4\u00dfig ungem\u00fctlichen Situation (4 zu 1) des Treffens\u00a0war der Jugendarbeits-Sozialarbeiter nicht gewachsen, denn er hat (ohne R\u00fcckfrage im Team) dem Dr\u00e4ngen von Eltern und Rechtsanw\u00e4tin nachgegeben und Alessio dem Stiefvater zur\u00fcckgegeben &#8211; mit der furchtbaren Folge, dass Alessio im Elternhaus tot geschlagen wurde.<\/p>\n<p><strong>Verfahrensfehler des Jugendamts &#8211; Entscheidung durch einzelnen Sozialarbeiter\u00a0statt Team<\/strong><br \/>\nNach den Regeln des Kinderschutzes h\u00e4tte es das gesamte Team sein m\u00fcssen, best\u00e4tigen Experten. Bisher hatten das Jugendamt und dessen Dienstchefin, Landr\u00e4tin Dorothea St\u00f6rr-Ritter (CDU), beteuert, alles Verfahrensregeln seien eingehalten worden. Das Amt rechtfertigte sich am Dienstag auf Anfrage, dem n\u00f6tigen Mehraugenprinzip sei durch Vor- und Nachbereitung de Treffens im Team Gen\u00fcge getan worden. &#8230;.<br \/>\nAlles von Michael Brendler vom 25.2.2015 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/fall-alessio-kippte-ein-mitarbeiter-das-schutzkonzept-im-alleingang\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/fall-alessio-kippte-ein-mitarbeiter-das-schutzkonzept-im-Alleingang <\/a><\/p>\n<p><strong>Verantwortlichkeit von Landr\u00e4tin und Sozialdezernentin<\/strong><br \/>\nJetzt sollte jedem klar sein, wie verlogen Politik ist. Wie sonst kann es zu den Aussagen von Landr\u00e4tin St\u00f6rr Ritter und Sozialdezernentin M\u00fcnzer und auch des Kreisrates im Fall Alessio kommen? Wenn die Verantwortlichen schon nicht selbst in der Lage sind sich die Schuld einzugestehen und von Ihren P\u00f6stchen zur\u00fcckzutreten,<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>dann wird es Zeit, dass die Verantwortlichen zum R\u00fccktritt<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>gezwungen werden.\u00a0 Gro\u00dfes Lob an die BZ-Redaktion, die weiter am Fall dran bleibt und<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>so manche Tatsache ans Licht bringt.<br \/>\n25.2.2015, Tanja Ebner<\/p>\n<p><strong>Vielleicht weinen wir einfach nur mal&#8230;<\/strong><br \/>\nEinblutungen ins Gehirn wie nach Schl\u00e4gen vor den Kopf, das Kinn ein einziger Bluterguss, Oberk\u00f6rper, Arme, Beine und Po \u00fcbers\u00e4t mit blauen und gelben Flecken, auf den Schultern H\u00e4matome in Form von Fingern, als h\u00e4tte jemand zu hart zugegriffen, der Hodensack ein kleiner gequetschter dunkelblauer Bluterguss \u2013 trotz dieser \u00e4rztlichen Diagnosen bei Alessio vier Monate zuvor entschied sich das Jugendamt Mitte Dezember, diesmal allerdings im vorgesehenen Fachgremium, das Kind dem mutma\u00dflichen Gewaltt\u00e4ter alleine anzuvertrauen&#8230; Wenn ich diese Zeilen lese habe ich Tr\u00e4nen in den Augen&#8230;so viel Leid, so viel Schmerz und sein Tod als Erl\u00f6sung&#8230;vielleicht weinen wir einfach nur mal&#8230;<br \/>\n25.2.2015, Helmut Bieber<\/p>\n<p><strong>Stellungnahme<\/strong><br \/>\nEinzufordern ist jetzt eine Stellungnahme des Landratsamtes zu diesen konkreten Sachverhalten und des Regierungspr\u00e4sidiums, warum dieses nicht die offengelegten Fehler erkannt hat. Von den Kreisr\u00e4ten habe ich das wegen geringer Sachkenntnisse nicht erwartet, allerdings schon, dass diese eine entsprechende externe Pr\u00fcfung in Gang gesetzt h\u00e4tten.<br \/>\nFalls Landratsamt und Regierungspr\u00e4sidium keine fundierten und vor allem schl\u00fcssigen Antworten liefern m\u00fcssen die Verantwortlichen ihrer Verantwortung gerecht werden und ihre Posten verlassen.<br \/>\n25.2.2015, Bernd Engesser<\/p>\n<p><strong>Mein Schreiben an das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald:<\/strong><br \/>\nIch bin sprachlos, ma\u00dflos entt\u00e4uscht, w\u00fctend &#8230; Da schreibt die zust\u00e4ndige Dezernentin \u201e&#8220;ES WAR UNS BEKANNT, DASS DER VATER DAS KIND DAMALS GEOHRFEIGT HAT \u2026\u201c,<br \/>\nw\u00e4hrend Mediziner von \u201eEINBLUTUNGEN INS GEHIRN WIE NACH SCHL\u00c4GEN VOR DEN KOPF, DAS KINN EIN EINZIGER BLUTERGUSS, OBERK\u00d6RPER, ARME, BEINE UND PO \u00dcBERS\u00c4T MIT BLAUEN UND GELBEN FLECKEN, AUF DEN SCHULTERN H\u00c4MATOME IN FORM VON FINGERN, ALS H\u00c4TTE JEMAND ZU HART ZUGEGRIFFEN, DER HODENSACK EIN KLEINER GEQUETSCHTER DUNKELBLAUER BLUTERGUSS&#8220;<br \/>\nberichten!<br \/>\nSehr geehrte Frau M\u00fcnzer, offensichtlich fehlt Ihnen jede Empathie: Allein die Gleichstellung von \u201eOhrfeigen\u201c mit der unvorstellbaren, unmenschlichen Qu\u00e4lerei eines Kleinkindes ist unverzeihlich. Hat Ihre Beh\u00f6rde bei der Beurteilung des Sachverhalts nur \u201eOhrfeigen\u201c unterstellt und deshalb das Kind beim Misshandler belassen? Frau M\u00fcnzer, treten Sie zur\u00fcck! Ich kann mir nicht vorstellen, dass mit Ihnen, die unvorstellbare Grausamkeiten als Ohrfeigen verniedlicht, noch irgendein \u201eBetroffener\u201c verhandeln will und KANN. Mit Ihrer auch noch ver\u00f6ffentlichten \u00c4u\u00dferung haben Sie sich in meinen Augen entlarvt.<br \/>\nUnd die Vorgesetzte, die Landr\u00e4tin schreibt:<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>&#8222;WIR HABEN ALLES UMGESETZT, WAS NACH BESTEM WISSEN UND GEWISSEN MACHBAR WAR.&#8220;<br \/>\nLiebe Frau Dorothea St\u00f6rr-Ritter: Was haben Sie f\u00fcr ein Wisssen und Gewissen, wenn Sie mit dieser Aussage auch noch erkl\u00e4ren, dass \u201eNICHTS ANDERES MACHBAR\u201c war. Unvorstellbar \u2026.. TRETEN SIE ZUR\u00dcCK &#8230;.<br \/>\nlandraetin@lkbh.de<br \/>\nsozialdezernat@lkbh.de<br \/>\n25.2.2015, Wolfgang Bolanz<\/p>\n<p><strong>&#8222;nach eingehaltenen Standards&#8220; totgepr\u00fcgelt<br \/>\n<\/strong>Die Behandlung des Falls &#8222;Alessio&#8220; durch das Landratsamt ist ein St\u00fcck aus dem Lehrbuch in drei Akten.<br \/>\n1. Die Landr\u00e4tin stellt sich reflexartig vor die zust\u00e4ndige Sozialdezernentin. Nicht etwa aus F\u00fcrsorgepflicht, daf\u00fcr kennt sie den Sachverhalt noch nicht einmal. Der Zweck einer solchen Handlung ist vielmehr, zu zeigen, dass sie mit der Sache nichts zu tun hat.<br \/>\n2. Jetzt taucht die Landr\u00e4tin vorsorglich erst einmal ab. Vielleicht ergeben sich positive Fakten, die Luft aus dem Fall herausnehmen. Oder die Aufregung erledigt sich mit der Zeit. Und eine Reise in die bayrischen Berge ist auch nicht schlecht.<br \/>\n3. Zuletzt kommt die Beschaffung eines Persilscheines. Man besorge sich ein Gremium, das mild von einem abh\u00e4ngig ist, und lasse das beraten. Das Gremium ist eine wild zusammengew\u00e4hlte und zusammengew\u00fcrfelte Ansammlung von Menschen, die keine besondere Qualifikation zur Beurteilung des Falles erkennen lassen.<\/p>\n<p>Die Umst\u00e4nde der Urteilsfindung erinnern an einen Kindergeburtstag, auf dem ein Zauberer auftritt: strenge Geheimhaltung und teilweise Schw\u00e4rzung der Akten, Verpflichtung zur Vertraulichkeit, keine Notizen. Bevor jedoch das Gremium zusammengetreten ist, verk\u00fcndet eine Kreisr\u00e4tin gro\u00df- und eilm\u00e4ulig das richtige Handeln der Beh\u00f6rde. Das arme Kind hat wenigstens einen kleinen Trost: Es wurde &#8222;nach eingehaltenen Standards&#8220; totgepr\u00fcgelt, und die drei Damen waren nicht beteiligt.<br \/>\n27.2.2015, Prof Wolfgang Fahrner, Gundelfingen<\/p>\n<p><strong>Kinderrechte ins Grundgesetz<\/strong><br \/>\nWir m\u00fcssen mehr Mut haben zuzugeben: Es gibt Eltern, die aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, nicht in der Lage sind, f\u00fcr ihre Kinder zu sorgen, sie liebevoll anzunehmen und ihnen ein angstfreies und Entwicklung f\u00f6rderndes Leben zu erm\u00f6glichen. Es gibt Eltern, die immer wieder beabsichtigen und versprechen, k\u00fcnftig alles daf\u00fcr zu tun, dass sich die schwierige famili\u00e4re Situation entspannt und f\u00fcr ihre Kinder bek\u00f6mmlicher wird. Und schaffen es trotz aller Anstrengungen doch nicht. Die Jugendhilfe ist durch die grundgesetzliche Verankerung des Elternrechts angehalten, das hohe Gut des Elternrechtes vorrangig zu bewerten, was im Einzelfall eine Abw\u00e4gung zwischen Elternrecht und Kinderschutz oft schwer macht. Es gibt Vertreter der Jugendhilfe, die mit gro\u00dfer Sorgfalt, Achtsamkeit und Fachlichkeit die Risiken f\u00fcr Kinder in belasteten Familien einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen und sich auch zu unliebsamen Ma\u00dfnahmen wie eine Inobhutnahme oder eine R\u00fcckf\u00fchrung beziehungsweise deren Verschiebung auf einen sp\u00e4teren Zeitpunkt entscheiden k\u00f6nnen. Sie leben damit, dass jede ihrer Entscheidungen falsch und \u00f6ffentlicher Kritik ausgesetzt sein kann. Es gibt zu wenig fachlichen Austausch auf Augenh\u00f6he, zu wenig Wissen voneinander und konkrete Kooperation zwischen den beteiligten Professionen. Soweit ich wei\u00df, gibt es keine Instanz, die \u00fcberparteilich und anwaltlich allein f\u00fcr das Kind und seinen Schutz bei Zweifeln das W\u00e4chteramt der Jugendhilfe unterst\u00fctzt. Als Vorsitzende des Kinderschutzbundes Freiburg\/Breisgau Hochschwarzwald f\u00fchle ich mich aufgerufen, mich noch intensiver daf\u00fcr einzusetzen, dass das Recht des Kindes auf ein Leben in Gesundheit und Sicherheit durch die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz endlich den Stellenwert bekommt, der ihm geb\u00fchrt.<br \/>\n27.2.2015, Helga Klier, Kirchzarten, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Freiburg\/Breisgau Hochschwarzwald<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fall Alessio: Aufarbeitung von Verfahrensfragen ist zu wenig<br \/>\n<\/strong>Sind Beh\u00f6rden nur daf\u00fcr verantwortlich, dass Regeln eingehalten werden, egal was am Ende steht? Richtig w\u00e4re, dass Verantwortung nicht nur in den Prozessen, sondern auch in deren Ergebnissen gesucht wird&#8230;..<br \/>\nAlles vom 27.2.2015 von Wulf R\u00fcskamp bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/fall-alessio-aufarbeitung-von-verfahrensfragen-ist-zu-wenig\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/fall-alessio-aufarbeitung-von-verfahrensfragen-ist-zu-wenig <\/a><\/p>\n<p><strong>Frau M\u00fcnzer und die Ohrfeigen<\/strong><br \/>\nAlso mir reichen die formalen Fehler, die begangen worden sind. Da trifft ein Sachbearbeiter eine einsame Entscheidung und dokumentiert diese auch genau so. Dann h\u00f6ren wir von Frau Landr\u00e4tin, das sei gar keine einsame Entscheidung gewesen, sondern da sei vom Sachbearbeiter lediglich ein Teambeschluss umgesetzt worden. Warum dokumentiert er das dann aber ganz anders? Warum sitzt dann eine Anw\u00e4ltin dabei? Wieso erfolgte das unmittelbar nachdem die Ermittlungen eingestellt wurden? Warum sind die angeblichen Teambeschl\u00fcsse nicht dokumentiert worden (So Herr Brendler in seinem Artikel &#8211; und ihm scheinen ja die Unterlagen vorzuliegen, sonst h\u00e4tte er wohl nicht geschrieben: andersartige Dokumentation &#8211; Fehlanzeige)? Warum dann die Geschichte mit der \u00fcberforderten Oma? Alles ein dummer Zufall?<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span><br \/>\nMan muss hier eigentlich nur das zusammensetzen, was bekannt ist. Da brauchts gar keine Bewertung der inhaltlichen Aspekte mehr, zumal die noch schwerer zu definieren sind. Es spricht alles f\u00fcr die Darstellung des Herrn Brendler, und die weist auf einen ganz eindeutigen, formalen Fehler hin: eine einsame, falsche Entscheidung des Sachbearbeiters. Und eine Beh\u00f6rde kann seine eigenen Beschl\u00fcsse ja nicht am n\u00e4chsten Tag oder eine Woche sp\u00e4ter einfach so wieder zur\u00fccknehmen, selbst wenn man zwischenzeitlich erkannt hat, dass da ein Fehler gemacht worden ist. Das hat man dann durchgezogen, ja durchziehen m\u00fcssen.<br \/>\nMir tut jener Sachbearbeiter leid. Dass ein solcher Fehler \u00fcberhaupt zustande kommen konnte, weist auf gravierende L\u00fccken innerhalb des Amtes hin. Da gab es keine klaren Linien und Vorgaben seitens der Leitung, wie in Fall X zu handeln ist, geschweige denn, wie in Sachen Kindeswohlgef\u00e4hrdung zu handeln ist. Da ist alles schwammig formuliert (s. Artikel von Herrn Brendler), das Jugendamt hat da eine eklatante Haltungslosigkeit, an deren Ende ein alleingelassener (!) \u00fcberforderter Sachbearbeiter Dinge situativ und nach Tagesform regeln muss. Der hat das nicht alleine entschieden im Sinne einer \u00dcberschreitung seiner Kompetenzen, sondern der wurde alleine gelassen damit.<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span><br \/>\nDas hat alles eine Logik, die Puzzleteile ergeben da allesamt ein stimmiges Bild der Abl\u00e4ufe, an deren Ende ein Kind tot ist. Und da gibt es formale Fehler allenthalben. Fehlende Vorgaben, wie der Kinderschutz sicherzustellen ist, eine einsame Entscheidung eines Sachbearbeiters, der fatale Teambeschluss, dies nicht r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Es spricht nichts, rein gar nichts f\u00fcr die Darstellungen der Frau Landr\u00e4tin und der Frau M\u00fcnzer.<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span><br \/>\nDass Frau M\u00fcnzer entweder l\u00fcgt oder aber keine Ahnung hat, sie in jedem Falle aber disqualifiziert ist f\u00fcr eine Bewertung der Geschichte, steht f\u00fcr mich au\u00dfer Frage: die sprach von Ohrfeigen, die bekannt gewesen seien, und dass Jugendhilfe nicht so arbeite, dass man dann sofort die Kinder wegnehme. Ohrfeigen, die einen zerquetschten Hodensack zur Folge haben, blaue Flecken am ganzen K\u00f6rper, Einblutungen im Gehirn? Sie kannte zu diesem Zeitpunkt den Bericht der Uniklinik und erz\u00e4hlt dann sowas. Entweder sie l\u00fcgt oder sie hat keine Ahnung. Punkt.<br \/>\nIch finde es schwer auszuhalten, dass diese Frau weiterhin auch von meinen Steuern bezahlt wird. Und dass diese Frau weiterhin f\u00fcr die Geschicke des Jugendamtes verantwortlich zeichnen darf.<br \/>\n27.2.2015, Holger Reinisch<\/p>\n<p><strong>Im Zweifel zugunsten des Kindes<\/strong><br \/>\nDieses Geschehen kann nicht mit dem Hinweis auf &#8222;keine Verfahrensfehler&#8220; abgetan werden. Das w\u00e4re viel zu billig und w\u00e4re eine nochmalige Verletzung der W\u00fcrde des toten Kindes. Hier muss jemand Verantwortung \u00fcbernehmen und es muss sich etwas zu Gunsten des Wohles gef\u00e4hrdeter Kinder \u00e4ndern. Allen Eltern muss zuk\u00fcnftig klar sein: Kindesmisshandlung dieser Art f\u00fchrt bereits beim ersten Mal zum Verlust der Erziehungsberechtigung und zu einem Strafverfahren. Und im Zweifel sollte hier nicht zugunsten des Angeklagten, sondern zugunsten des Kindes entschieden werden. Warum? Weil Alessio sonst nicht zu retten gewesen w\u00e4re, denn der T\u00e4ter stritt zun\u00e4chst alles ab, und die Mutter war zun\u00e4chst seine Komplizin.<br \/>\n27.2.2015, J\u00fcrgen Steinke<\/p>\n<p><strong>Kreisr\u00e4tin Ellen Brinkmann, Landr\u00e4tin Dorothea\u00a0St\u00f6rr-Ritter: Mehraugenprinzip nur pro forma<\/strong><br \/>\nDie Verantwortung nun bei einem einzelnen Sozialarbeiter abzuladen, ist mir dann doch viel zu billig. Das Mehraugenprinzip ist gesetzlich vorgeschrieben. Es wird meiner Ansicht nach nicht dadurch gewahrt, dass ein Mitglied der Entscheidergruppe sich ein Bild von den Fakten macht, und alle anderen auf Basis seiner Erz\u00e4hlungen entscheiden. Man stelle sich vor, in einem Mordprozess schw\u00e4nzen vier von f\u00fcnf Richtern die Verhandlung, und entscheiden nach Lesen des Protokolls, ob die einzige Belastungszeugin glaubw\u00fcrdig gewirkt hat oder nicht. Nachdem die Eltern eine Anw\u00e4ltin hinzugezogen haben, war es meiner Ansicht nach unabdingbar, dass auch das Jugendamt einen Juristen aus dem Haus hinzuziehen h\u00e4tte m\u00fcssen. Es kann dem Amt in seiner langj\u00e4hrigen Praxis doch nicht verborgen geblieben sein, dass es die Aufgabe von Rechtsanw\u00e4lten ist, in f\u00fcr ihre Mandanten aussichtslosen F\u00e4llen einen ordentlichen Budenzauber zu veranstalten, um die Gegenseite durch Druck zu Zugest\u00e4ndnissen zu bewegen, die sie vor Gericht nie erstreiten k\u00f6nnten. Ein Sozialarbeiter ist von seiner Ausbildung her \u00fcberhaupt nicht in der Lage, eine solche Fata Morgana an Argumenten zu durchschauen.<br \/>\nEs stellt sich daher die Frage, wer die Praxis abgesegnet hat, dass das Mehraugenprinzip nur pro forma eingehalten wurde. Ebenso stellt sich die Frage, wer entschieden hat, die juristischen Fragen nicht sachkundig beurteilen zu lassen.<br \/>\nBei dem generell eigensinnigen Verwaltungsgebaren des Jugendamtes stellt sich die Frage, wer diese Abweichungen von der andernorts \u00fcblichen Vorgehensweise zu verantworten hat. Wer bestand auf antiquierten Vorgehensweisen? Wer ist f\u00fcr die schlechte Kooperationskultur zust\u00e4ndig?<br \/>\nUnd auf der politischen Ebene stellt sich die Frage, was die politischen Gremien vor allem Landr\u00e4tin als Beh\u00f6rdenleiterin und der Sozialausschuss des Kreistages von den Eigenarten des Jugendamtes wussten. Wenn sie nichts davon wussten, stellt sich die Frage, warum sie nichts davon wussten. Und wenn sie es wussten, stellt sich die Frage, warum das gebilligt wurde.<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span><br \/>\n\u00dcbrigens ist neben der Landr\u00e4tin auch die Kreisr\u00e4tin Ellen Brinkmann im Mittelpunkt des Geschehens. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses und damit ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Kontrollfunktion dieses Gremiums mitverantwortlich. Man darf erinnern, dass Frau Brinkmann zu einem sehr fr\u00fchen Zeitpunkt der Landr\u00e4tin beigesprungen ist, und sie von aller Verantwortung freigesprochen hat. Das liegt wohl daran, dass es nicht nur um den Kopf der Landr\u00e4tin sondern auch um ihren eigenen Kopf geht. &#8230;<br \/>\n27.2.2015, Rainer Brombach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soll ein Kind aus der Obhut seiner die F\u00fcrsorgepflichten vernachl\u00e4ssigenden, gewaltt\u00e4tigen und alkoholabh\u00e4ngigen Eltern genommen oder wieder an die Familie zur\u00fcckgegeben werden &#8211; diese schwerwiegende\u00a0Frage\u00a0darf niemals eine Person im Jugendamt alleine entscheiden. 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