{"id":53043,"date":"2015-01-29T10:56:59","date_gmt":"2015-01-29T09:56:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=53043"},"modified":"2015-03-08T19:56:32","modified_gmt":"2015-03-08T18:56:32","slug":"kinder-vor-elternrecht-alessio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kinder-vor-elternrecht-alessio\/","title":{"rendered":"Kinder- vor Elternrecht &#8211; Alessio"},"content":{"rendered":"<p>Der dreij\u00e4hrige Alessio aus Lenzkirch wurde mutma\u00dflich von seinem Stiefvater <a title=\"Haeusliche-Gewalt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/haeusliche-gewalt\/\">zu Tode mi\u00dfhandelt<\/a>. Trotz\u00a0zweimaligem Uniklinik-Aufenthalt und Hinweisen der \u00c4rzte l\u00e4sst das\u00a0<a title=\"Breisgau-Hochschwarzwald\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/breisgau-hochschwarzwald\/\">Jugendamt <\/a>das Kind bei den <a title=\"Gewalt in Familie \u2013 Jugendgewalt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gewalt-in-familie-jugendgewalt\/\">Peinigern<\/a>, wo\u00a0als vom Staat bezahlte <a title=\"Familie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/\">Familienhilfe<\/a> die Cousine des Stiefvaters arbeitet. Viele fordern den R\u00fccktritt von Landr\u00e4tin St\u00f6rr-Ritter.\u00a0In Deutschland gilt <a title=\"Kinderrechte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/kinderrechte\/\">Elternrecht<\/a> vor <a title=\"Kinderschutzbund\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/kinderschutzbund\/\">Kinderrecht<\/a>. Seit 2000 hat jedes <a title=\"Menschenrechte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/menschenrechte\/\">Kind ein Recht <\/a>auf gewaltfreie Erziehung, dennoch <!--more-->wurden 153 Kinder durch Misshandlung get\u00f6tet in 2013 von T\u00e4tern, die \u00fcber 90% aus dem famili\u00e4ren Umfeld stammten. Die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz wird als &#8222;Symbolgesetzgebung&#8220; dies kaum \u00e4ndern. Auch angesichts der Verdopplung der Inobhutnahmen seit 2005 wird zunehmend gefordert, dass &#8222;Elternrecht geht in Deutschland immer vor Kinderrecht&#8220; (Prof. Tsokos) endlich umgekehrt wird, um das Kindeswohl in jedem Fall \u00fcber die Elternrechte zu stellen.<\/p>\n<p><strong>Rechtsmediziner: \u00c4mter haben im Fall Lenzkirch versagt<\/strong><br \/>\nDer Fall ist ein Lehrst\u00fcck f\u00fcr das komplette Versagen des Kinderschutzes in Deutschland. Das ist genau das, was wir in unserem Buch &#8222;Deutschland misshandelt seine Kinder&#8220; angeprangert haben. &#8230;. Wenn Landr\u00e4tin Dorothea St\u00f6rr-Ritter sagt, unsere Arbeit war richtig und gewissenhaft, dann ist das ja von Zynismus nicht mehr zu \u00fcberbieten. Ein Kind ist tot. Wie kann sie denn da so etwas sagen? Die Frau ist doch in ihrem Amt v\u00f6llig fehl am Platz. &#8230; Komplettes Interview mit dem Leiter der Rechtsmedizin der Berliner Charit\u00e9, Prof. Michael Tsokos, vom 28.1.2015 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/rechtsmediziner-aemter-haben-im-fall-lenzkirch-versagt\"><span lang=\"\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/rechtsmediziner-aemter-haben-im-fall-lenzkirch-versagt<\/span><span lang=\"\"><br \/>\n.<\/span><\/a><\/p>\n<p><b>Das h\u00f6chste Gut einer Gesellschaft sind Kinder<\/b><br \/>\nErsch\u00fctterung \u00fcber den Tod eines Dreij\u00e4hrigen. Die Betroffenheit sitzt tief. Lange wird sie nicht anhalten, und dann kehren wir zur\u00fcck zu unseren allt\u00e4glichen Aufgaben. Die Wahrheit ist, dies ist nicht der erste Fall und wird auch nicht der Letzte bleiben. Ich f\u00fchle Ohnmacht bei so einer Nachricht. Ich f\u00fchle Wut, dass in unserer Gesellschaft das Wohl der Kinder so wenig bedeutet. Tausende Kinder leiden unter ihren Eltern, die wiederum unter ihren Eltern litten. Es ist ein Teufelskreis und ein Tabu, aus dem wir als Gesellschaft l\u00e4ngst nicht ausgestiegen sind. Auch ist es leicht, die Jugend\u00e4mter in einem solchen Fall anzugreifen. Ich finde, das greift zu kurz. Der Staat, unser Rechtssystem, geh\u00f6rt reformiert. Wenn ich ein Fahrzeug lenken will, bin ich verpflichtet, eine Fahrpr\u00fcfung abzulegen, um keine Gefahr f\u00fcr Leib und Leben zu sein. Wenn ich ein Kind bekomme, habe ich genauso eine Verantwortung f\u00fcr Leib und Leben. Das h\u00f6chste Gut einer Gesellschaft sind seine Kinder. Und dennoch sind alle beratenden Angebote freiwillig. Jugend\u00e4mter haben erst in schwerwiegenden F\u00e4llen Handlungsm\u00f6glichkeiten. Familie, Nachbarn und Freunde schauen weg. Wir alle sind mitschuldig und tragen Verantwortung. Ein Sprichwort sagt: &#8222;It takes a whole village to raise a child.&#8220; Und es beginnt mit jedem von uns.<br \/>\n28.1.2015, Ursula Werner, Lenzkirch<\/p>\n<p><strong>H\u00e4usliche Gewalt: Stets Kinderschutz vor Elternrecht<\/strong><br \/>\nIm Fall von h\u00e4uslicher Gewalt \u2013 und hier reichen objektive Anzeichen, eine Verurteilung als Voraussetzung ist nicht notwendig \u2013 hat der Kindesschutz immer Vorrang vor dem Elternrecht. In einem solchen Fall muss nichts abgewogen werden, und dies ist rechtlich auch v\u00f6llig unstrittig. Dass die Warnungen der Klinik und der \u00c4rzte hier scheinbar v\u00f6llig ignoriert wurden, ist ein Skandal, der meines Erachtens auch strafrechtliche Folgen haben m\u00fcsste. Fachlich angemessen w\u00e4re hier eine eng begleitete &#8222;Familienzusammenf\u00fchrung&#8220; im Falle einer positiven Prognose nach einer Therapie des Vaters und nicht zu Beginn einer Familientherapie. Dennoch hat dieses f\u00fcrchterliche Ereignis mittelbar auch systemische Gr\u00fcnde, die in der sich etablierten Jugendhilfepraxis liegen. Das Jugendamt ist eine Verwaltungsbeh\u00f6rde, die nach der haushalts- und organisationspolitischen Logik einer Kommunalverwaltung gesteuert wird. Wesentlich f\u00fcr diese Logik sind Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Kostenbegrenzung. Aus dieser Logik heraus werden auch die Leistungen der Jugendhilfe tendenziell so &#8222;organisiert&#8220; und budgetiert, dass beispielsweise die teuren station\u00e4ren Hilfen, wie Heimpl\u00e4tze oder Inobhutnahmen, wie es in diesem Falle angezeigt gewesen w\u00e4re, so weit wie m\u00f6glich vermieden werden sollten. Hinzu kommt noch der Umstand, dass viele, vor allem j\u00fcngere, wenig erfahrene, aber &#8222;kosteng\u00fcnstigere&#8220; Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in den Jugend\u00e4mtern mit den komplexen Lebenswirklichkeiten und Dynamiken zerr\u00fctteter und gef\u00e4hrdeter Familien und dem Umfang der Fallzahlen oftmals \u00fcberfordert sind. Zeit f\u00fcr eine nachgehende Fallarbeit und die Vernetzung mit anderen wichtigen Akteuren im Bezirk bleibt auch nicht. Versch\u00e4rfend wirkt hier auch noch, dass an der Spitze vieler Jugend\u00e4mter immer noch Verwaltungsexperten sitzen und die Kultur im Jugendamt entsprechend bestimmen.<br \/>\n29.1.2015, Marcus Ketschau, Rickenbach<\/p>\n<p><strong>Zipfelhof in Kappel &#8211; Ferienwohnungen<\/strong><br \/>\nAlessio soll in der kommenden Woche bestattet werden. Neben der Landwirtschaft hat der Zipfelhof (Kappel bei Lenzkirch) auch Ferienwohnungen vermietet. Von der Tourismusbeh\u00f6rde wurde er als &#8222;kinderfreundliches Haus&#8220; vermarktet. &#8230;<br \/>\nAlles vom 23.1.2015 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/inhalt.freiburg-nach-alessios-tod-beginnt-suche-nach-der-verantwortung.d2f6dd23-d543-4c86-85ad-481824136230.html\">https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/inhalt.freiburg-nach-alessios-tod-beginnt-suche-nach-der-verantwortung.d2f6dd23-d543-4c86-85ad-481824136230.html<\/a><\/p>\n<p>Bilder zum Zipfelhof<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/lenzkirch5.htm\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/lenzkirch5.htm<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00c4rzte klagen Landratsamt an<\/strong><br \/>\nDer Tod des dreij\u00e4hrigen Jungen aus Lenzkirch hat auf ersch\u00fctternde Weise die Unf\u00e4higkeit des Jugendamtes beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald \u00f6ffentlich gemacht, bedrohte Kinder zu sch\u00fctzen. Die alleinige Zust\u00e4ndigkeit des Amtes f\u00fcr das Kindeswohl hat den Tod des Jungen in Kauf genommen. Schon vor Jahrzehnten bestanden dieselben Kompetenzschwierigkeiten wie heute: Die Sozialf\u00fcrsorgerinnen und -f\u00fcrsorger des Amtes sind der Amtshierarchie unterworfen und sehen h\u00e4ufig keine Veranlassung, in Akutsituationen \u00e4rztlichen Sachverstand unverz\u00fcglich zu Rate zu ziehen. Im aktuellen Fall des verstorbenen kleinen Jungen waren die Hinweise auf Misshandlungssymptome bereits im letzten Sommer offensichtlich so \u00fcberzeugend, dass dieser mit Hilfe eines &#8222;amtlichen Notfalleinsatzes&#8220; h\u00e4tte in Sicherheit gebracht werden m\u00fcssen. Wie sehen in unserem System die Kompetenzen aus? Das Jugendamt ist f\u00fcr die Beurteilung der h\u00e4uslichen Situation zust\u00e4ndig. Bei Hinweisen auf grobe Vernachl\u00e4ssigung oder Gewaltanwendung ist das Amt gehalten, \u00e4rztlichen Sachverstand zuzuziehen. Die Feststellung von k\u00f6rperlichen Misshandlungssymptomen obliegt dem Arzt. In engem Kontakt mit ihm muss der Vertreter des Amtes akut \u00fcber die Aufenthaltsbestimmung entscheiden. Die Verantwortung hierf\u00fcr liegt allein beim Amt. Das Gericht ist f\u00fcr die rechtliche Absicherung der Entscheidung zust\u00e4ndig. Leider finden seit eh und je die Kontaktaufnahmen des Jugendamtes mit \u00e4rztlichen Vertretern oder Institutionen sehr sp\u00e4t statt \u2013 mit gelegentlich fatalen Folgen. In fr\u00fcheren Jahrzehnten gelang es uns Kinder\u00e4rzten gelegentlich mit Hilfe eines engagierten Kriminalbeamten, die Schwerf\u00e4lligkeit des Amtsapparats zu \u00fcberwinden. Im jetzigen Fall f\u00fchrt kein Weg an der Verantwortung des Jugendamts beim Landratsamt vorbei. Die voreilige Freisprechung des Amtes durch die Vorgesetzten haben diese zu verantworten. Zudem ist ohne Kenntnis der Einzelheiten schwer zu verstehen, warum die Staatsanwaltschaft die fundierte Anzeige der Kinderklinik nicht verfolgt hat.<br \/>\n29.1.2015, Prof. Dr. Helmut Helwig, Kinderarzt, FreiburgKinderrecht vor Elternrecht<\/p>\n<p>&#8222;\u00c4rzte klagen Landratsamt an&#8220;, Land und Region, 24. Januar 2015:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/lenzkirch\/getoeteter-junge-kinderaerzte-klagen-jugendamt-an--99430705.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/lenzkirch\/getoeteter-junge-kinderaerzte-klagen-jugendamt-an&#8211;99430705.html <\/a><\/p>\n<p><strong>Landr\u00e4tin kommt lachend aus der Kreistagssitzung<\/strong><br \/>\nWie kann eine Frau St\u00f6rr-Ritter die von ihr einberufene Kreistagssitzung letzten Montag lachend verlassen? Eine Sitzung, bei der es um den entsetzlichen Tod des kleinen Jungen ging. Einen Tod, den die Landr\u00e4tin und das Jungendamt zu verantworten haben. Und nun ganz pers\u00f6nlich an die beiden Damen St\u00f6rr-Ritter und M\u00fcnzer:<br \/>\nSehr geehrte Frau St\u00f6rr-Ritter, sehr geehrte Frau M\u00fcnzer, bitte schneiden Sie sich die Worte des Kinderarztes aus, bewahren sie gut auf&#8230;. Wie der Kinderarzt den kleinen Jungen sterben sah: &#8222;Es ist ein ganz entsetzliches Erlebnis, wenn man ein Kind dahat, das einen so entsetzlich traurig anschaut und dann den letzten Schnaufer macht.&#8220;<br \/>\n29.1.2015, Angelika, Michael und Annette Grether &#8211; Gutach<\/p>\n<p><strong>Kindeswohlgef\u00e4hrdungen im Land in 2013<\/strong><br \/>\nIm Jahr 2013 wurde in Baden-W\u00fcrttemberg laut einer Statistik des Kommunalverbands f\u00fcr Jugend und Soziales Baden-W\u00fcrttemberg f\u00fcr 9861 Kinder und Jugendliche ein Verfahren zur Einsch\u00e4tzung von Kindeswohlgef\u00e4hrdungen vorgenommen. Das entspricht einem Anteil von 0,5 Prozent aller Minderj\u00e4hrigen im Land. Bei 3143 der Verdachtsf\u00e4lle habe eine akute oder latente Gef\u00e4hrdung vorgelegen. In 3485 Einsch\u00e4tzungen habe sich zwar keine Gef\u00e4hrdung, aber ein anderweitiger Hilfebedarf ergeben. In 3233 F\u00e4llen sei keine Gef\u00e4hrdung und kein weiterer Handlungsbedarf gesehen worden. In 517 F\u00e4llen \u2013 das entspricht f\u00fcnf Prozent \u2013 wurden Kinder und Jugendliche in Obhut genommen.<br \/>\n30.1.2015<\/p>\n<p><strong>Wie kann ein Amt diese Priorit\u00e4ten verwechseln?<\/strong><br \/>\nDer Verbleib des Kindes in der Familie war als nicht verantwortbar vom ersch\u00fctterten Klinikpersonal eingesch\u00e4tzt worden, das von sich aus Anzeige erstattet hatte. Es muss keine Balance gehalten werden zwischen Kindeswohl und Elternrecht, es m\u00fcssen keine Bezugspersonen befragt werden, bevor man das Kind nicht in Sicherheit gebracht hat. Es muss kein T\u00e4ter identifiziert sein, bevor man ein Kind vom Ort seiner Qual entfernt. Wie kann ein zust\u00e4ndiges Amt diese Priorit\u00e4ten verwechseln? Das Familiengericht h\u00e4tte sicher diese Anzeichen als gravierend eingesch\u00e4tzt und eine sofortige Herausnahme aus der Familie verf\u00fcgt. So hat die B\u00fcrokratie ein Menschenleben gefordert.<br \/>\n31.1.2015, Ulrike Witsch-Sch\u00f6neberg, Freiburg<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Eine unglaubliche Rechtssicht!<\/strong><br \/>\n<span class=\"ngSpitzmarke\">Alessio ist tot.<\/span><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>Es ist ersch\u00fctternd, wie die Beh\u00f6rde des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald es von der ersten Minute an offensichtlich darauf anlegte, ihr Handeln zu rechtfertigen, um sich reinzuwaschen. Nahezu tr\u00f6stlich (leider vergeblich) ist da das Verhalten der Uni-Kinderklinik Freiburg, die seinerzeit unverz\u00fcglich das zust\u00e4ndige Jugendamt informierte und ein Verbleiben des Kindes &#8222;im gemeinsamen Haushalt&#8220; f\u00fcr &#8222;nicht vertretbar&#8220; hielt. Sein Verbleib wurde so zur Todesfalle. Eine Inobhutnahme des Kindes zur Abwehr der Gefahr f\u00fcr Leib und Leben und zur Wahrung des Kindeswohls w\u00e4re nach der zweiten Klinikbehandlung unabdingbar gewesen. Da gab es keine &#8222;Balance&#8220; mehr zu halten &#8222;zwischen Kindeswohl und Elternrecht&#8220;, so die Sozialdezernentin des Landkreises. Sie verschanzt sich hinter ihrem angeblichen Wissen, wie das Familiengericht entscheiden w\u00fcrde. Eine unglaubliche Rechtssicht! Die Todesfalle ist zugeschnappt. Und die Beh\u00f6rde?<br \/>\n1.1.2015, Elmar Noll, Elzach<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kreisrat kl\u00e4rt auf<\/strong><br \/>\nMir deucht: Einige schreiben nach dem Prinzip: Nicht Bescheid wissen, aber Bescheid sagen. Respektieren Sie bitte doch einfach den offenkundigen Willen des Kreistags zur Aufkl\u00e4rung. Gr\u00fc\u00dfe eines betroffenen Kreisrats<br \/>\n8.2.2015, Franz-Josef Winterhalter, Kreisrat<\/p>\n<p class=\"funktions\"><strong>Kreisrat kl\u00e4rt \u00fcberhaupt nicht auf<\/strong><br \/>\n@Herr Kreisrat Winterhalter, haben sie sich vor der Akteneinsicht Fragen gestellt und gehofft, in den Akten Antworten darauf zu finden, z.B. :<br \/>\n1. warum war der Stiefvater alleine mit Alessio zu Hause ?<br \/>\n2. warum wurden Warnungen der Kinderklinik Freiburg und der Bonndorfer Kinder\u00e4rzte in den Wind geschlagen ?<br \/>\n3. warum wurde das Familiengericht nicht angerufen ?<br \/>\n4. warum war die Dorfhelferin eine Cousine des mutmasslichen T\u00e4ters ?<br \/>\n5. wer waren , ausser der Mutter des Kindes, die Entlastungszeugen, die dem pr\u00fcgelnden Menschen einen liebevollen Umgang mit dem Kind attestierten ?<br \/>\n6. Warum war beim Jugendamt niemand mit gen\u00fcgend Menschenkenntis involviert, der einen schauspielernden Rohling von einem f\u00fcrsorglichen Vater unterscheiden konnte ?<br \/>\nWahrscheinlich haben Sie in den Akten Antworten gefunden, d\u00fcrfen diese aber Ihren W\u00e4hlern nicht offenlegen, denn das bl\u00f6de Volk braucht ja nicht alles zu wissen. Einen offenkundigen Willen zur Aufkl\u00e4rung seitens des Kreistags kann ich nicht erkennen. Ausser einer vorauseilenden Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rung zu Gunsten der Frau Landrat und einem Tadel, gerichtet an die Sozialministerin, die es gewagt hat, kritische Fragen zu stellen, hat der Kreistag bis jetzt nichts konstruktives beigetragen. Doch, eines f\u00e4llt mir noch ein: Weil man ahnungslos und inkompetent ist, spielt man die beleidigte Leberwurst. Wie armselig !<span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span><br \/>\n8.2.2015, Kurt Egle<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"ngBold\"><strong>Alessio aus Lenzkirch &#8211;\u00a0 2011 bis 2015<\/strong><br \/>\n2011<\/span><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>als der Junge geboren wird, k\u00fcmmert sich bereits im Auftrag des Jugendamtes eine sozialp\u00e4dagogische Familienhilfe um die Familie.<br \/>\n<span class=\"ngBold\">Ende Juli 2013<\/span><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>wird der nun Zweij\u00e4hrige erstmals im Zentrum f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin an der Freiburger Universit\u00e4tsklinik behandelt. Die \u00c4rzte sowie ein Rechtsmediziner haben den Verdacht, dass er k\u00f6rperlich misshandelt worden ist, und melden dies dem Kinderschutzzentrum als &#8222;groben Umgang&#8220;. Das Jugendamt leitet daraufhin ein Kinderschutzverfahren ein; zur Familienhilfe, die f\u00fcnf Stunden pro Woche vorbeischaut, st\u00f6\u00dft f\u00fcr acht Stunden am Tag eine Dorfhelferin hinzu.<br \/>\n<span class=\"ngBold\">Ende Juli 2014:<\/span><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>Wieder wird der nun Dreij\u00e4hrige in die Freiburger Kinderklinik eingeliefert. Die Klinik erstattet am 31. Juli Anzeige gegen unbekannt. An das Jugendamt des Landkreises geht ein Schreiben hinaus, indem umstandslos erkl\u00e4rt wird: Eine R\u00fcckkehr des Kindes in seine Familie sei nicht zu verantworten. Das Landratsamt reagiert nach Standard: Ein erneutes Kinderschutzverfahren kommt in Gang, und am runden Tisch erkl\u00e4ren sich Mutter und Stiefvater einverstanden, dass Mutter und Kinder (der Dreij\u00e4hrige und seine j\u00fcngere Schwester) vom Stiefvater r\u00e4umlich getrennt werden.<br \/>\n<strong><span class=\"ngBold\">8. Oktober 2014<\/span>:<\/strong> An diesem Tag stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Stiefvater ein \u2013 die Beweislage reicht nicht aus, um ihn zu \u00fcberf\u00fchren, auch wenn bekannt ist, dass er den Buben hin und wieder schl\u00e4gt. Zumal ihn die Mutter \u2013 sie habe ihn als &#8222;liebevollen Vater erlebt&#8220; \u2013 und zwei weitere Zeuginnen entlasten: Mit seinen Erziehungsmethoden seien sie nicht immer einverstanden, aber gewaltt\u00e4tig h\u00e4tten sie ihn nicht erlebt. Die Staatsanwaltschaft weist das Jugendamt ausdr\u00fccklich darauf hin, dass sie Handlungsbedarf sieht, um das Kind zu sch\u00fctzen.<br \/>\n<strong>Mitte Oktober<\/strong><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>stimmt das Jugendamt der R\u00fcckkehr von Mutter mit den Kindern zum Stiefvater zu, macht aber Auflagen, die Mutter und Stiefvater akzeptieren: Familientherapie, Mutter-Kind-Kur, zu alle 14 Tage stattfindenden Kontrollen durch einen Kinderarzt.<br \/>\n<strong>29. Oktober 2014:<\/strong><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>Die Mutter tritt mit den Kindern eine Kur an.<br \/>\n<span class=\"ngBold\">10. Dezember:<\/span><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>Die Mutter meldet sich aus der Kur zur\u00fcck; sie m\u00f6chten die f\u00fcr die Familie vereinbarten Hilfen des Jugendamtes fortf\u00fchren. Die Familie lebt nun wieder unter einem Dach.<br \/>\n<strong>Mitte Dezember 2014:<\/strong><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>Die Mutter muss station\u00e4r in einer Klinik aufgenommen werden, ihr Lebensgef\u00e4hrte ist mit der leiblichen, zehn Monate alten Tochter und dem Dreij\u00e4hrigen allein auf seinem Bauernhof. Das Jugendamt ist informiert. Eine Dorfhelferin wird eingesetzt, die f\u00fcr 25 Stunden in der Woche die Familie versorgt.<br \/>\n<span class=\"ngBold\"><strong>29. Dezember<\/strong>:<\/span><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>Kontrollbesuch des Kinderarztes.<br \/>\n<strong><span class=\"ngBold\">14. Januar:<\/span><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span><\/strong>Die Familientherapie beginnt, der Stiefvater nimmt teil.<br \/>\n<strong><span class=\"ngBold\">16. Januar 2015:<\/span><\/strong><span class=\"Apple-converted-space\"><span style=\"font-family: Verdana;\">\u00a0<\/span><\/span>Der Stiefvater erscheint beim Kinderarzt, das leblose Kind auf dem Arm. Es sei die Treppe hinuntergefallen. Eine Stunde sp\u00e4ter wird der Dreij\u00e4hrige f\u00fcr tot erkl\u00e4rt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der dreij\u00e4hrige Alessio aus Lenzkirch wurde mutma\u00dflich von seinem Stiefvater zu Tode mi\u00dfhandelt. Trotz\u00a0zweimaligem Uniklinik-Aufenthalt und Hinweisen der \u00c4rzte l\u00e4sst das\u00a0Jugendamt das Kind bei den Peinigern, wo\u00a0als vom Staat bezahlte Familienhilfe die Cousine des Stiefvaters arbeitet. 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