{"id":52944,"date":"2015-01-23T18:13:20","date_gmt":"2015-01-23T17:13:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=52944"},"modified":"2015-02-02T18:34:05","modified_gmt":"2015-02-02T17:34:05","slug":"demokratie-meinungsfreiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/demokratie-meinungsfreiheit\/","title":{"rendered":"Demokratie &#8211; Meinungsfreiheit"},"content":{"rendered":"<p>In <a title=\"Mulhouse\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/elsass\/mulhouse\/\">Mulhouse<\/a> m\u00f6chte ein Lehrer im <a title=\"Ethik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/ethik\/\">Unterricht<\/a> am 8.1.2015 die <a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Meinungsfreiheit<\/a> anhand mitgebrachter <a title=\"Je suis Charlie: Meinungsfreiheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/je-suis-charlie-meinungsfreiheit\/\">Charlie Hebdo-Karikaturen <\/a>diskutieren und scheitert. Zwanzig 13-14j\u00e4hrige muslimische Sch\u00fclerInnen beschweren sich und der Kunstlehrer wird f\u00fcr vier Monate suspendiert. &#8222;Aus meiner Sicht zeigt der Vorfall, dass wir in <a title=\"France\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/france\/\">Frankreich<\/a> bislang nicht in der Lage sind, zum Islam eine vergleichbare Beziehung aufzubauen wie zu den anderen <a title=\"Religion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religionen<\/a>. <!--more-->Ganz besonders gilt das f\u00fcr unser Schulsystem&#8220;, so der <a title=\"Elsass\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/elsass\/\">Stra\u00dfburger<\/a> Politologe Richard Kleinschmager in <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/elsass-x2x\/schueler-fuehlen-sich-provoziert--99325982.html\"><span lang=\"\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/elsass-x2x\/schueler-fuehlen-sich-provoziert&#8211;99325982.html<\/span><\/a>\u00a0.<span lang=\"\"><br \/>\nIn Schwetzingen versucht eine Ethik-Lehrerin 2002 am Gymnasium, &#8222;Die verkaufte Braut&#8220; von <a title=\"Vorbilder statt Hassprediger\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vorbilder-statt-hassprediger\/\">Necla Kelek <\/a>zu besprechen &#8211; zwei 17j\u00e4hrige t\u00fc\u00fcrkischst\u00e4mmige Sch\u00fcler nehmen sie am Pult im Klassenzimmer in die Mitte und rufen &#8222;Nein, nicht hier in dieser Schule&#8220;. Die Lehrerin gibt auf, da sie weder bei Kollegium und Schulleiter (aus Angst) noch Oberschulamt (aus ?) R\u00fcckhalt erf\u00e4hrt.<br \/>\nDie Sch\u00fcler haben ihren <a title=\"Islam gehoert zu Deutschland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/islam-gehoert-zu-deutschland\/\">Standard-Islam <\/a>(<a title=\"Mansour\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/mansour\/\">Ahmad Mansour<\/a>) nicht importiert, sondern hier in Europa erfahren &#8211; in Familie, Moschee bzw. Koranschule. Die \u00f6ffentlichen Schulen in Deutschland wie Frankreich sind l\u00e4ngst dabei, vor dem Standard-Islam, der <a title=\"Kinder\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/\">Kinderrechte<\/a> und <a title=\"Menschenrechte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/menschenrechte\/\">Frauenrechte<\/a> nicht akzeptiert, zu kapitulieren. Was tun? Entweder wir belassen es bei Political Correctness und vertuschen diese Realit\u00e4t weiter. Oder wir beenden endlich das <a title=\"Gutmenschen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/gutmenschen\/\">gutmenschlich<\/a> links-gr\u00fcn-Mitte-Appeasement auf und fordern zur <a title=\"Islam-Reformen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-reformen\/\">Reform des Islam <\/a>auf, hier in Europa, hier in Deutschland, Frankreich usw. Die vielen demokratisch orientierten Muslime in der EU werden es uns danken.<br \/>\n23.1.2015<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><strong>Muslimischer B\u00fcrgermeister von Rotterdam &#8211; Wutrede<\/strong><br \/>\nIntegrationswillen ist unabdingbar f\u00fcr ein gedeihliches Miteinander. Das sehen zwar gr\u00fcn-linke Gutmenschen nicht so, aber viele Muslime, wie z.B. Ahmed Aboutaleb, der muslimischer B\u00fcrgermeister von Rotterdam. Er hat mit einem w\u00fctenden Aufruf an Islamisten und Anh\u00e4nger des Standard-Islam viele Sympathien gewonnen f\u00fcr seine der Political-Correctness widersprechende Ehrlichkeit: Wer die westliche Freiheit nicht wolle, solle doch die Koffer packen : <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article136355172\/Wenn-es-euch-hier-nicht-gefaellt-haut-doch-ab.html\"><span lang=\"\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article136355172\/Wenn-es-euch-hier-nicht-gefaellt-haut-doch-ab.html<\/span><\/a><span lang=\"\"><br \/>\n20.1.2015<\/span><\/p>\n<p><strong>Unser kl\u00e4gliches Appeasement gegen\u00fcber dem Islamismus<\/strong><br \/>\nErnst Hillebrand beklagt, dass linke Gutmenschen islamistischen Hass auf die Demokratie aus Gr\u00fcnden von Political Correctness und Multikulti ignorieren und s\u00e4kulare bzw. assimilationsorientierte Einwanderer in ihrem Kampf gegen religi\u00f6se Identit\u00e4tspolitiken allein lassen.<br \/>\n&#8222;Als islamische Fanatiker im Zuge des Karikaturenstreits Menschen t\u00f6teten und bedrohten, hat sie Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die verletzten Gef\u00fchle der T\u00e4ter gezeigt, nicht f\u00fcr die der Opfer. Erst nach einem Aufschrei der \u00d6ffentlichkeit ging die Labour-Regierung in Gro\u00dfbritannien gegen die Fanatiker vor, die mit ihren \u201eKill all Enemies of Islam&#8220;-Plakaten durch britische St\u00e4dte zogen. Weggesehen wurde auch, als in britischen Islamschulen die Amputation von Gliedern zum Unterrichtsthema wurde. Wenn, wie in <span lang=\"DE\">Rotherham, organisierte sexuelle Gewalt aus migrantischen Milieus gegen Minderj\u00e4hrige ausging<\/span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2014\/37\/ideologie-multikulturalismus-rotherham\"><span lang=\"DE\">,<\/span><\/a><span lang=\"DE\"> wurde die Strafverfolgung behindert. Als die franz\u00f6sische Assembl\u00e9e Nationale f\u00fcr das Verbot der Burka stimmte, enthielt sich die PS-Fraktion der Stimme.&#8220; &#8230;<\/span><br \/>\n&#8222;<span lang=\"DE\">Religi\u00f6ser Fanatismus, Gewaltkultur, Radikalisierung und Anti-Okkzidentialismus in migrantischen Milieus wurden immer nur als Reaktion auf angebliche Ausgrenzungserfahrungen behandelt. Auf eine perverse Art artikuliert sich hier ein paternalistischer Gutmenschenrassismus, der auch 50 Jahre nach der Entkolonialisierung den muslimischen Anderen nicht als Subjekt seiner Geschichte begreifen kann, sondern nur als reagierendes Objekt westlichen Handelns. Der Islamismus ist aber nicht in Seine-Saint Denis oder Neuk\u00f6lln entstanden, sondern in Riad, Kairo und Islamabad. Er ist ein ideologisches Kind der Modernisierungskonflikte der islamischen Welt selbst. Diese Denkverweigerung artikulierte sich in den letzten Wochen auch in der Reaktion auf die Pegida-Bewegung. Nat\u00fcrlich ist diese Bewegung in vielen Aspekten suspekt. Aber in ihr artikuliert sich eben auch die Angst vor Ereignissen wie am 7. Januar 2015 in Paris oder am 7. Juli 2005 in der Londoner U-Bahn. Der Alt-68er Peter Schneider spricht in einem <\/span><a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article135959876\/Pegida-eine-ratlose-Bewegung-weisser-Maenner.html\"><span lang=\"DE\">Artikel zu Pegida<\/span><\/a><span lang=\"DE\"> davon, dass die Menschen Angst h\u00e4tten <\/span>\u201edass die zivilen Gesellschaften Europas ihre eigenen Regeln nicht mehr verteidigen.&#8220; Warum die Sorge vor Attentaten und der Wunsch nach der Bewahrung einer freiheitlichen und s\u00e4kularen Gesellschaft eine \u201eSchande f\u00fcr Deutschland&#8220; sein soll, bleibt das Geheimnis des SPD-Justizministers Maas und des deutschen Feuilletons.&#8220; <span lang=\"\"><br \/>\n&#8222;<\/span><span lang=\"DE\">Oliver Schmolke, einer der kl\u00fcgsten K\u00f6pfe der deutschen Sozialdemokratie, schreibt in seinen Buch <\/span><a href=\"https:\/\/www.vorwaertsbuchverlag.de\/buecher\/zur-freiheit\"><span lang=\"DE\">\u201e<\/span>\u00dcber die Freiheit&#8220;:<\/a> \u201eDie Menschen, die kamen, brachten die nationalen Identit\u00e4tsk\u00e4mpfe ihrer Heimatl\u00e4nder mit, und sie als Gleiche anzuerkennen, muss auch hei\u00dfen, ihre Ideologien mit gleichem Ma\u00df zu beurteilen. Nationalistische und religi\u00f6s fundamentalistische Einwanderer sind Rechtsextreme, die wie ihre europ\u00e4ischen Verwandten einer Ideologie der Ungleichheit anh\u00e4ngen. &#8220; &#8230;.<br \/>\n8.1.2015, Ernst Hillebrand &#8211; alles bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/charlie-hebdo-und-das-linke-appeasment-733\/\"><span lang=\"\">https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/charlie-hebdo-und-das-linke-appeasment-733\/<\/span><\/a><span lang=\"\"><br \/>\n.<\/span><\/p>\n<p><strong>Muslimische Jugendliche wollen stolze Demokraten &#8211; keine Duckm\u00e4user<\/strong><br \/>\nDiese Jugendlichen haben in so manchen F\u00e4llen keinen blassen Schimmer von unserer unr\u00fchmlichen Vergangenheit, aber sie sehen sehr klar, wie wir uns selbst permanent klein und schwach machen. Mir scheint, <strong>wir versuchen heute noch, die Nazi-Schuld zu s\u00fchnen, indem wir die teilweise sehr groben Verfehlungen dieser Jugendlichen &#8222;aushalten&#8220;, wie es mitunter sogar \u00f6ffentlich gefordert wird, sozusagen als Wiedergutmachung<\/strong> &#8211; dies aber an jungen Menschen, die damit rein gar nichts anzufangen wissen, weil sie in Wahrheit verzweifelt eine &#8211; ja, auch nationale &#8211; Identit\u00e4t suchen, auf die sie stolz sein und aus der sie Kraft sch\u00f6pfen k\u00f6nnen. F\u00fcr praktisch alle anderen V\u00f6lker der Erde ist Stolz und Liebe zu ihrer eigenen kulturellen Identit\u00e4t eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, nennt sich Patriotismus und gilt als Tugend. Bei uns in Deutschland wird Patriotismus ohne Umwege zu Nationalismus = Nationalsozialismus und gilt als Schmach und Schande. Als traditionell gesinnter T\u00fcrke w\u00fcrde ich mir niemals eine solche Haltung freiwillig auferlegen wollen &#8211; also lieber keine Integration, sondern entschiedene Abgrenzung.<br \/>\n10.1.2015, Hans<\/p>\n<p><strong>Schily beklagt Flucht der Muslime in die Opferrolle<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Otto Schily (82) &#8222;gibt es so etwas wie eine \u00fcberschie\u00dfende Naivit\u00e4t, gerade im Umgang mit dem Islam.&#8220; Angesichts Korankritik und Karikaturen &#8222;d\u00fcrfen keine Verbotszonen definiert werden, die der Freiheit des Redens und Denkens entzogen sind.&#8220; Spannungen zwischen Islam und Demokratie m\u00fcssen benannt werden. &#8222;Und wir m\u00fcssen schon zur Kenntnis nehmen, dass manche muslimische Gemeinden in Deutschland Durchlauferhitzer sind und sich junge Menschen erst dort radikalisieren.&#8220; Menschen islamischen Glaubens m\u00fcssen endlich raus aus der Opferrolle, dazu fordert Schily auf: &#8222;Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass Muslime in Deutschland aufstehen, um dagegen zu demonstrieren. Stattdessen fl\u00fcchten sie sich in eine Opferrolle, wenn man versucht, einen kritischen Dialog zu f\u00fchren.&#8220;<br \/>\nOtto Schily: Gef\u00fchle sind Tatsachen &#8211; Ex-Bundesinnenminister fordert einen kritischen Blick auf den Islam, Der Spiegel 24.1.2015, Seite 28\/29<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Mulhouse m\u00f6chte ein Lehrer im Unterricht am 8.1.2015 die Meinungsfreiheit anhand mitgebrachter Charlie Hebdo-Karikaturen diskutieren und scheitert. 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