{"id":52134,"date":"2014-12-19T18:55:15","date_gmt":"2014-12-19T17:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=52134"},"modified":"2014-12-19T19:02:25","modified_gmt":"2014-12-19T18:02:25","slug":"migration-nach-freiburg-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/migration-nach-freiburg-buch\/","title":{"rendered":"Migration nach Freiburg &#8211; Buch"},"content":{"rendered":"<p>Das Stadtarchiv stellt sein neues Standardwerk zur Freiburger Migrationsgeschichte von 1596 bis heute vor. Dies zeigt, dass <a title=\"Asyl\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/asyl\/\">Zuwanderung<\/a>, Asyl- bzw. Arbeitssuche\u00a0ein uraltes Ph\u00e4nomen &#8211; 25% aller Freiburger sind entweder <a title=\"Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/\">Migranten<\/a> oder deren Nachfahren in 1. oder 2. Generation.\u00a0Auf Wunsch des <a title=\"Stadtfreiburg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/stadtfreiburg\/\">Gemeinderats<\/a> haben Kulturamt und Stadtarchiv gemeinsam mit zahlreichen Autoren und Wissenschaftlern <!--more-->die Freiburger Migrationsgeschichte erforscht, jetzt ist der repr\u00e4sentative Sammelband fertig. In einem gro\u00dfen Bogen \u00fcber die letzten 500 Jahre zeigt er, dass Migration kein modernes Ph\u00e4nomen ist \u2013 und dass es \u00fcber Asyl- und Arbeitssuche hinaus weit mehr Gr\u00fcnde gibt, seine Heimat zu verlassen und sich in Freiburg niederzulassen. Jean Aymonat wanderte 1596 aus Savoyen ein, J\u00e9rome Ferrand kam 1698 aus dem Languedoc nach Freiburg, Alberto Lurati 1872 aus Italien. Josef Bednarz, 1941 gegen seinen Willen aus Polen nach Freiburg verschleppt, blieb nach dem Krieg hier. Agostinho Dias zog 1970 von Portugal an die Dreisam, die Flucht vor dem Krieg in Bosnien brachte Jasmina Prpi\u0107 1992 hierher.<br \/>\nDie Beispiele zeigen nicht nur, wie vielf\u00e4ltig die Gr\u00fcnde f\u00fcr Migration sein k\u00f6nnen, sondern auch, wie kontinuierlich<br \/>\n\u00fcber Jahrhunderte hinweg Ein- und Auswanderung das Bild einer lebendigen Stadt pr\u00e4gen. Der Band<br \/>\n\u201eMigration in\u00a0Freiburg im Breisgau. Ihre Geschichte von 1500 bis zur Gegenwart\u201c<br \/>\nherausgegeben von Ulrich P. Ecker und\u00a0 Nausikaa Schirilla<br \/>\n26 Autoren, darunter Historiker und Sozialwissenschaftler, Ethnologen, Archivare und Sozialarbeiter<br \/>\n45 Beitr\u00e4ge, 113 Abbildungen, Gro\u00dfformat, 304 Seiten,<br \/>\n24,50 Euro<br \/>\nwurde diese Woche am Tag der Migranten im Stadttheater offiziell vorgestellt.\u00a0 Der Band erg\u00e4nzt die Stadtgeschichte Freiburgs um einen zentralen, lange Zeit politisch vernachl\u00e4ssigten und wissenschaftlich wenig erforschten Aspekt. Migrantinnen und\u00a0 igranten pr\u00e4gten und pr\u00e4gen das Gesicht und das kulturelle Erbe der Stadt. Ihre Integration war und ist eine Aufgabe, die sie selbst, aber auch die Gesellschaft, in die sie kamen, herausforderte, belastete, formte und bereicherte. Lange Zeit war das Thema Migration vorwiegend unter\u00a0 sozialen und \u00f6konomischen Aspekten behandelt worden, Migrantinnen und Migranten wurden haupts\u00e4chlich im Blick\u00a0 auf den Arbeitsmarkt wahrgenommen oder als f\u00fcrsorgebed\u00fcrftige Opfer gesehen, so der Leiter des Stadtarchivs Ulrich\u00a0 P. Ecker in seinem einf\u00fchrenden Artikel. Erst nach der jahrelang und heftig diskutierten Frage, ob Deutschland tats\u00e4chlich ein \u201eEinwanderungsland\u201c sei, werden Zuwanderer deutlicher als verantwortlich handelnde Personen und die Gesellschaft pr\u00e4gende Gruppe wahrgenommen. Migration ist keine Ausnahme, sondern die Regel, so Meral\u00a0 Gr\u00fcnder, die Vorsitzende des Migrantinnen- und Migrantenbeirats, in ihrem Gru\u00df- wort. Tats\u00e4chlich sind aktuell\u00a0 rund 25 Prozent aller Freiburger entweder Migranten oder deren Nachfahren in erster oder zweiter Generation.\u00a0 Die Untersuchung beschr\u00e4nkt sich nicht auf die chronologische Bestandsaufnahme \u2013 in einem systematischen Teil\u00a0 werden einzelne Ph\u00e4nomene genauer dargestellt, dazu kommen kurze thematische Schlaglichter, die in lockerer Form\u00a0 Einzelf\u00e4lle vorstellen, erg\u00e4nzt\u00a0 durch eine Vielzahl ausgew\u00e4hlter Migrantenportr\u00e4ts. Der Band kostet 24,50 Euro und ist\u00a0 im Stadtarchiv oder im Buchhandel erh\u00e4ltlich.<br \/>\n19.12.2014, <a href=\"https:\/\/www.freiburg.de\/amtsblatt%20\">www.freiburg.de\/amtsblatt <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Stadtarchiv stellt sein neues Standardwerk zur Freiburger Migrationsgeschichte von 1596 bis heute vor. Dies zeigt, dass Zuwanderung, Asyl- bzw. 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