{"id":51994,"date":"2014-12-09T11:32:59","date_gmt":"2014-12-09T10:32:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=51994"},"modified":"2014-12-09T17:46:35","modified_gmt":"2014-12-09T16:46:35","slug":"freiwillig-endingen-tansania","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/freiwillig-endingen-tansania\/","title":{"rendered":"Freiwillig: Endingen &#8211; Tansania"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcnf Wochen lang engagierte sich die 21-j\u00e4hrige Marion aus Endingen als <a title=\"Freiwillig\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/freiwillig\/\">Freiwillige<\/a> in Arusha im Norden <a title=\"Afrika\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/\">Tansanias<\/a>. In einem <a title=\"Kinder\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/\">Kinderheim<\/a> unterrichtete sie im August 2014 Englisch und Mathe. \u201eWie f\u00fcr viele war es auch f\u00fcr mich wichtig, nach dem<a title=\"Gymnasium\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/gymnasium\/\"> Abitur<\/a> etwas Spannendes zu erleben\u201c, sagt Marion, wenn man sie nach den Gr\u00fcnden f\u00fcr ihre <a title=\"Ausland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ausland\/\">Freiwilligenarbeit<\/a> in Tansania fragt. Am besten so weit wie m\u00f6glich von Zuhause weg <!--more-->und am liebsten so lange wie m\u00f6glich, das war ihr erster Gedanke. Ihr Wunschprojekt fand sie im Internet mithilfe von www.VoluNation.com, denn f\u00fcr sie war klar, dass sie ab Oktober studieren m\u00f6chte und sie kein ganzes oder halbes Jahr Zeit hatte. Werden andere Freiwillige da sein? Auch aus Deutschland? Werden die Kinder mich m\u00f6gen? Wie sind die Lebensumst\u00e4nde der meisten Leute dort und wie ist die Unterkunft? Das waren nur ein paar der Fragen, die vor Reiseantritt in ihrem Kopf schwirrten und sie nicht in Ruhe lie\u00dfen. \u201eAm schwierigsten war es, einen Koffer f\u00fcr f\u00fcnf Wochen zu packen. Mir war bewusst, dass ich Klamotten einpacken musste, die dreckig werden und kaputt gehen k\u00f6nnen\u201c sagt sie.<\/p>\n<p>Reise in ein unbekanntes Land<br \/>\n\u201eAm Tag meiner Ankunft wurde ich p\u00fcnktlich mit zwei anderen neuen Freiwilligen aus Kanada am Flughafen Kilimandscharo abgeholt.\u201c Eine gute Stunde fuhr Marion durch eine Landschaft, wie sie sie bisher noch nirgendwo anders gesehen hatte. \u201eEinfache H\u00e4user, die wir nicht H\u00e4user nennen w\u00fcrden, standen auf wilden Feldern umgeben von Bananenplantagen und endloser Weite.\u201c Am n\u00e4chsten Tag wurden die neuen Freiwilligen in Land und Projekt eingef\u00fchrt. \u201eUns wurden ein paar swahilische W\u00f6rter beigebracht, die wir im Alltag ben\u00f6tigten und in der Innenstadt haben wir Geld gewechselt und uns mit Schokolade eingedeckt.\u201c<\/p>\n<p>Unterricht im Kinderheim<br \/>\nF\u00fcr den Weg von der Unterkunft zum Kinderheim benutzte sie zusammen mit anderen Freiwilligen von VoluNation den Bus. An einem kleinen Haus mit drei R\u00e4umen und jeder Menge Kinder wurde sie jeden Morgen st\u00fcrmisch begr\u00fc\u00dft. \u201eDie Kinder st\u00fcrmten auf uns los und ich musste aufpassen, nicht \u00fcberrannt zu werden\u201c, erinnert sie sich. Nach der Begr\u00fc\u00dfung ging der Unterricht los. \u201eDie gr\u00f6\u00dfere Klasse konnte schon Englisch sprechen und schreiben. Die mittlere Klasse konnte einfache Matheaufgaben l\u00f6sen und nur die Kleinsten, die 5- bis 6-J\u00e4hrigen, verstanden noch kein einziges Wort Englisch.\u201c Sie stellte fest, dass es nur wenige Lernmaterialien gab und so beschlossen die Freiwilligen, am n\u00e4chsten Tag in die Stadt zu gehen, um Material zu kaufen. \u201eVon da an war es einfacher, den Kleinen das ABC und die Zahlen beizubringen. \u201eWir lernten schnell die schwierigen Namen der Kinder und waren stolz darauf, sie auf Swahili an die Tafel zu rufen\u201c, sagt sie. \u201eWenn man ein paar Brocken Swahili konnte, ging alles sowieso viel einfacher.\u201c<\/p>\n<p>Land und Leute kennengelernt<br \/>\nIn der neuen Umgebung musste sie sich erst einmal einleben. \u201eDass der Strom abends mal weg war, ist mir neu gewesen. Aber dadurch, dass ich st\u00e4ndig von Menschen umgeben war fiel es mir leichter, mich an alles zu gew\u00f6hnen.\u201c Wenn man sich auf Tansania und Afrika einl\u00e4sst, sollte man Eigenschaften wie Anpassungsf\u00e4higkeit und Aufgeschlossenheit mitbringen, meint sie. \u201eEs ist immer noch eines der \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt und es sollte auf keinen Fall mit dem europ\u00e4ischen Standard verglichen werden, doch die Freundlichkeit der Menschen und die Sch\u00f6nheit des Landes lassen \u00fcber den ein oder anderen kritischen Moment hinweg blicken.\u201c Nat\u00fcrlich wollte Marion in ihrer Freizeit und an den Wochenenden Land und Leute kennenlernen. &#8222;Wir arbeiteten bis 13 Uhr und hatten noch den ganzen Tag f\u00fcr kleine Ausfl\u00fcge oder Stadtg\u00e4nge, bis es dunkel wurde. Wir erkundeten meist alles zu Fu\u00df oder per Taxi.\u201c An den Wochenenden war Zeit f\u00fcr l\u00e4ngere Ausfl\u00fcge. So lernte sie ein Massai-Dorf kennen. \u201eFr\u00fch morgens fuhren wir zu f\u00fcnft los. Die Strecke endete im Nirgendwo, um uns herum war nichts, au\u00dfer ein paar wenigen B\u00fcschen und w\u00fcsten\u00e4hnlichen Landschaften. Und dann sahen wir sie auch: Lehmh\u00fctten wie in Filmen, Menschen in bunten T\u00fcchern geh\u00fcllt, singend und wartend. Sie tanzten mit ihren Kindern und ihrem auffallend sch\u00f6nen Schmuck. Wir waren alle begeistert und klatschten mit, danach besichtigten wir ihre H\u00e4user. Ich fand es ziemlich beeindruckend, mit wie wenig ein Mensch auskommen konnte.\u201c Auch eine Kaffeeplantage lernte sie kennen. \u201eUns wurde gezeigt, wie die Kaffeeernte aussah, wie sie den Kaffee mit einfachen Maschinen h\u00e4uten und verarbeiteten. Wir lernten dabei viel \u00fcber die Traditionen der Menschen in Tansania.\u201c\u00a0 F\u00fcr Marion war die Freiwilligenarbeit in Tansania eine wichtige Erfahrung. \u201eWenn ich meine Fotos anschaue, merke ich, wie sch\u00f6n die Arbeit mit den Kindern war. Es geht doch nichts \u00fcber ein L\u00e4cheln der Kleinen.\u201c<br \/>\nMarion Schwehr<br \/>\n.<br \/>\n\u00dcber VoluNation<br \/>\nVoluNation ist Spezialist f\u00fcr weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und S\u00fcdamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter <a href=\"https:\/\/www.VoluNation.com%20\">www.VoluNation.com <\/a>erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcnf Wochen lang engagierte sich die 21-j\u00e4hrige Marion aus Endingen als Freiwillige in Arusha im Norden Tansanias. 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