{"id":51542,"date":"2014-11-18T10:22:25","date_gmt":"2014-11-18T09:22:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=51542"},"modified":"2014-11-19T10:28:11","modified_gmt":"2014-11-19T09:28:11","slug":"obst-rekordernte-2014-absatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/obst-rekordernte-2014-absatz\/","title":{"rendered":"Obst-Rekordernte 2014 &#8211; Absatz"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem nun auch die sp\u00e4ten <a title=\"Apfel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/obstbau\/apfel\/\">Apfelsorten<\/a> geerntet sind, k\u00f6nnen die <a title=\"Obstbau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/obstbau\/\">Obstbauern<\/a> im Landkreis auf ein Rekordjahr 2014 zur\u00fcckblicken. Vor allen Dingen beim Kernobst, also bei \u00c4pfeln und Birnen, war die <a title=\"Erntehelfer\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/erntehelfer\/\">Erntemenge<\/a> riesig. Auch die Beerenrente war sehr gut. Zwetschgen und <a title=\"Kirschen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/obstbau\/kirschen\/\">Kirschen<\/a> gab es ebenfalls reichlich. Der Wermutstropfen: Gro\u00dfe Mengen ziehen schlechte Preise nach sich.<!--more--><br \/>\n&#8222;Schon im Fr\u00fchjahr, nach der Bl\u00fcte, haben alle bef\u00fcrchtet, es gebe zu viel Obst und damit schlechte Preise&#8220;, sagt Stefanie Lapzic, Obstbauberaterin des Landratsamtes. Eine Bef\u00fcrchtung, die sich best\u00e4tigen sollte. Hubert Schneider vom Obst- und Gem\u00fcsevertrieb S\u00fcdbaden in Vogtsburg spricht von &#8222;teilweise katastrophalen Preisen&#8220;, wenn er die gesamte Saison bilanziert. Denn nicht nur in S\u00fcdbaden war die Erntemenge gut, auch im \u00fcbrigen Europa war das so, und damit war generell sehr viel Obst auf dem Markt. Der Obst- und Gem\u00fcsevertrieb S\u00fcdbaden vermarktet die Ware von s\u00fcdbadischen Landwirten in erster Linie in Deutschland, der Schweiz, dem Elsass und in die Benelux-L\u00e4nder.<\/p>\n<div>\n<div id=\"zoneAdserverMrec\">\n<div id=\"helperAdserverMrec\">\n<div id=\"DfpVisibilityIdentifier_6847968923139020\" data-admeta-dfp=\"5766\/oms.badische-zeitung.de\/localnews_10uml_breisgau_uebersicht,300,250,17653192060730791213\">Die Erdbeerernte sei sehr gut gewesen, obwohl die Anbauer wegen des kalten, feuchten Wetters im Mai mit Botritys, der Grauschimmelf\u00e4ule, zu k\u00e4mpfen hatten. Allerdings habe es zu Erntebeginn noch sehr viele spanische Erdbeeren auf dem Markt gegeben, die nur ein Viertel kosteten. &#8222;Die Preise lie\u00dfen zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, auch bei den \u00fcbrigen Strauchbeeren wie Himbeeren und Brombeeren sind die Preise nach dem fr\u00fchen Markteintritt in diesem Jahr abgesackt&#8220;, sagt Lapzic. Dazu kamen Ausf\u00e4lle wegen der Kirschessigfliege, die vor allem rote und dunkle Beeren und Zwetschen befalle. Auch die Kirschernte war 2014 gut, obwohl Landwirte am n\u00f6rdlichen Kaiserstuhl und entlang der Rheinschiene mit starken Fr\u00f6sten im Fr\u00fchjahr zu k\u00e4mpfen hatten. Gut war die Ernte allerdings auch in den anderen europ\u00e4ischen Anbaugebieten, wie Hubert Schneider vom Obstgro\u00dfmarkt erkl\u00e4rt. Nicht nur in der Region werden immer mehr Kirschen angebaut, aus der T\u00fcrkei dr\u00e4ngten riesige Mengen auf den Markt. &#8222;Die Verbraucher wollen gro\u00dfe Kirschen, wer vor allen Dingen kleinfruchtige Sorten produziert, hat ein Problem&#8220;, stellt Schneider fest. Auch bei Zwetschgen waren die geernteten Mengen gro\u00df, besonders die fr\u00fchen konkurrierten mit billigen Pfirsichen, Nektarinen und Aprikosen aus S\u00fcdeuropa. &#8222;Viele junge Menschen kennen Zwetschgen gar nicht mehr, vor allen Dingen in den Ballungsr\u00e4umen geht der Bezug zur Landwirtschaft und ihren Produkten immer mehr verloren&#8220;, wei\u00df Schneider.<br \/>\nNicht nur in S\u00fcdbaden, in ganz Europa, war die Apfelernte sehr gut. Aber: &#8222;Unter den Apfelbauern ist die Stimmung wegen der niedrigen Preise sehr schlecht, das russische Embargo gegen europ\u00e4ische Lebensmittel tut sein \u00fcbriges&#8220;, sagt Obstbauberaterin Lapzic. Vor allen Dingen den polnischen Obstbauern, die mit Abstand die gr\u00f6\u00dften Apfelproduzenten Europas seien, fehle mit Russland ein wichtiger Absatzmarkt. Obwohl die Preise im Einzelhandel gleichbleibend seien, sei der Erzeugerpreis extrem niedrig. &#8222;Bitte kaufen Sie kein Obst vom Discounter&#8220;, bittet Lapzic die Verbraucher, &#8222;sondern von Obstbauern in der Region&#8220;. Allen Schwierigkeiten zum Trotz ist Hubert Schneider optimistisch, dass sich die Apfelpreise wieder stabilisieren werden.<br \/>\nMartin Sommer vom Obsthof Neum\u00fchle zwischen Breisach und Vogtsburg vermarktet sein Obst im eigenen Hofladen und \u00fcber den Obst- und Gem\u00fcsevertrieb. &#8222;2014 war ein spannendes und au\u00dfergew\u00f6hnliches Jahr. Wir sind unheimlich fr\u00fch gestartet, waren noch gar nicht mit dem Baumschneiden fertig, als es zur Bl\u00fcte kam&#8220;, sagt er. &#8222;Dadurch war immer eine gewisse Hektik da.&#8220; Wegen der gro\u00dfen Erntemengen habe er einzig bei den Kirschen in der privaten Vermarktung gute Preise erzielen k\u00f6nnen. &#8222;Eine knappe Durchschnittsernte bringt dem Landwirt mehr Geld und weniger Stress&#8220;, sagt er.<br \/>\nBio-Obstbauer Christoph H\u00f6fflin vom S\u00fcdhof in Denzlingen ist zufrieden mit seiner Ernte. Das Wetter sei in diesem Jahr extrem gewesen. &#8222;Deshalb k\u00f6nnen wir sehr gl\u00fccklich sein \u00fcber die gute Ernte.&#8220; Er hofft, dass sich die Biobauern \u2013 was die Preise bei \u00c4pfeln betrifft \u2013 vom konventionellen Markt absetzen k\u00f6nnen.<br \/>\n18.11.2014, Gabriele Hennicke<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem nun auch die sp\u00e4ten Apfelsorten geerntet sind, k\u00f6nnen die Obstbauern im Landkreis auf ein Rekordjahr 2014 zur\u00fcckblicken. Vor allen Dingen beim Kernobst, also bei \u00c4pfeln und Birnen, war die Erntemenge riesig. Auch die Beerenrente war sehr gut. 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