{"id":51232,"date":"2014-11-01T16:39:11","date_gmt":"2014-11-01T15:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=51232"},"modified":"2014-11-03T12:06:55","modified_gmt":"2014-11-03T11:06:55","slug":"drohnen-ueber-fessenheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/drohnen-ueber-fessenheim\/","title":{"rendered":"Drohnen ueber Fessenheim"},"content":{"rendered":"<p>Franz\u00f6sische <a title=\"AKW\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/akw\/\">Atomkaftwerke<\/a>, darunter auch das AKW in <a title=\"Badisch-Elsaessische\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/badisch-elsaessische\/\">Fessenheim<\/a>, wurden laut AFP seit Anfang Oktober 2014 von nicht identifizierten, drohnen\u00e4hnlichen Flugobjekten \u00fcberflogen. Spekulationen, dass <a title=\"IPPNW\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ippnw\/\">Greenpeace<\/a> f\u00fcr die Fl\u00fcge verantwortlich sei, weist die Umweltschutzorganisation zur\u00fcck. &#8222;Frankreichs Beh\u00f6rden wissen seit Jahrzehnten, dass ihre Atomkraftwerke \u00e4u\u00dferst anf\u00e4llig f\u00fcr Terrorangriffe sind\u201c, <!--more-->sagt Susanne Neubronner, Atomexpertin von Greenpeace. &#8222;Dass nicht identifizierte Drohnen ohne jegliche Reaktion der<br \/>\nSicherheitsbeh\u00f6rden \u00fcber Atomanlagen fliegen k\u00f6nnen, offenbart gro\u00dfe Sicherheitsl\u00fccken. Ein Unfall oder ein vors\u00e4tzlicher Angriff auf Cattenom oder Fessenheim w\u00e4re verheerend f\u00fcr die franz\u00f6sische und die deutsche<br \/>\nBev\u00f6lkerung.&#8220;<br \/>\nEdF stellte Strafanzeige gegen Unbekannt wegen nicht-identifizierter Flugobjekte\u00a0 \u00fcber den Atomanlagen in Blayais, Bugey, Graveline, Cattenom, Chooz und Nogent-sur-Seine. Greenpeace bekannte Quellen haben Fl\u00fcge an vier weiteren Standorten, darunter Fessenheim, best\u00e4tigt. Die erste Drohne wurde danach am 14. September \u00fcber dem Forschungszentrum der Atom-Energie-Kommission (CEA) in Saclay beobachtet. Am 19. Oktober wurden an vier Anlagen Flugobjekte gesichtet. Das franz\u00f6sische Gesetz verbietet Fl\u00fcge im Umkreis von f\u00fcnf Kilometern und unter<br \/>\n1000 Metern H\u00f6he um eine Atomanlage.<\/p>\n<p>Greenpeace in Paris verlangt sofortige Erkl\u00e4rungen der franz\u00f6sischen Atomsicherheitsbeh\u00f6rde und bem\u00e4ngelt die<br \/>\nviel zu sp\u00e4te Reaktion des Konzerns EdF, der erst Tage nachdem die Drohnen gesichtet worden waren, Anzeige bei der \u00f6rtlichen Polizei erstattete. Greenpeace Deutschland fordert in einem Brief an Au\u00dfenminister Frank-Walter Steinmeier<br \/>\n(SPD), sich bei der franz\u00f6sischen Regierung um sofortige Aufkl\u00e4rung der \u00dcberfl\u00fcge zu bem\u00fchen.<\/p>\n<p>In Deutschland klagt Greenpeace seit dem Jahr 2003 aufgrund der Verwundbarkeit durch Terrorangriffe und Flugzeugabst\u00fcrze gegen acht deutsche AKW: Biblis A und B, Brunsb\u00fcttel, Isar 1, Philippsburg 1 und 2,<br \/>\nNeckarwestheim 1 und Kr\u00fcmmel. Nach dem Atomdesaster in Fukushima schaltete die Bundesregierung alle acht Atomanlagen ab. Gegen die endg\u00fcltige Abschaltung ihrer AKW klagen derzeit die Konzerne Eon, RWE und Vattenfall. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts \u00fcber die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des deutschen Atomausstiegs steht bis heute aus.<br \/>\n1.11.2014<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fessenheim: Gemeinsamer Aktionstag in Strasbourg und Neuenburg<\/strong><br \/>\nAm Samstag, dem 15.11.2014 findet in Frankreich ein nationaler Aktionstag f\u00fcr den Ausstieg aus der Atomenergie statt, der vom \u201eR\u00e9seau Sortir du Nucl\u00e9aire\u201c organisiert wird.<br \/>\nDieser Aktionstag ist eine gute M\u00f6glichkeit,grenz\u00fcberschreitend gemeinsam unseren Protest gegen das altersschwache AKW Fessenheim zu zeigen und \u00f6ffentlich die Frage zu stellen, wer in Frankreich eigentlich regiert: Staatspr\u00e4sident Fran\u00e7ois Hollande oder der Atomkonzern EDF?<br \/>\nDoch auch die ungebrochene Macht der Atomkonzerne in Deutschland muss angesprochen werden: 4,7 Milliarden Euro will der Atomkonzern Vattenfall daf\u00fcr, dass er unser Leben nicht mehr mit Atomkraftwerken bedrohen darf und er klagt &#8222;Dank&#8220; eines Freihandelsabkommens vor einem geheimen Schiedsgericht.<br \/>\nGemeinsam mit badisch-els\u00e4ssischen Umweltgruppen und dem \u201eR\u00e9seau Sortir du Nucl\u00e9aire\u201c ruft auch der BUND-Regionalverband S\u00fcdlicher Oberrhein dazu auf, sich an diesen Protesten zu beteiligen.<\/p>\n<ul>\n<li><b>Fessenheim-Demo: Neuenburg &amp; Rheinbr\u00fccke Neuenburg-Chalamp\u00e9<\/b><br \/>\n15.11.2014, 13.00 Uhr: Demo auf dem Rathausplatz Neuenburg<br \/>\n14.00 Uhr: Br\u00fcckenaktion auf der Rheinbr\u00fccke<\/li>\n<li><b>Antiatom-Demo in Strasbourg<br \/>\n15.11.2014, <\/b>\u00a014.00 &#8211; 16.00 Uhr: Demo auf der Place de la R\u00e9publique<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Demo am 15.11.2014 in Neuenburg<\/strong><br \/>\nUnter dem Motto \u201eAKW Fessenheim abschalten sofort!&#8220; \u201eKein BlaBla, Monsieur Hollande&#8220; l\u00e4dt das deutsch-franz\u00f6sische \u201aAktionsb\u00fcndnis Fessenheim stilllegen. JETZT!&#8216; die gesamte Bev\u00f6lkerung der Region ein zur Protestaktion am Samstag, den 15. November, 13.00 Uhr\u00a0 ab Rathausplatz Neuenburg. Von dort geht der Demonstrationszug zur Rheinbr\u00fccke bis zum Kreisverkehr in Chalampe. Auf dem Parkplatz neben der Rheinbr\u00fccke spielt die Band \u201ebrutto tempo&#8220;. Die Br\u00fccke ist in dieser Zeit gesperrt. Die Protestaktion findet in Verbindung und zur Unterst\u00fctzung einer Protestreihe der franz\u00f6sischen Dachorganisation R\u00e9seau Sortir du nucl\u00e9aire statt. Nach dem Motto \u201eWir drehen uns im Kreis&#8220;, &#8230; werden am 15. November in ganz Frankreich Aktionen gegen Atomkraft im Bereich von\u00a0 Kreisverkehren stattfinden. Die Protestaktion soll Pr\u00e4sident Hollande an sein gegebenes Versprechen, das AKW Fessenheim stillzulegen, erinnern und dessen Einl\u00f6sung deutlich einfordern. Die j\u00fcngsten \u00c4u\u00dferungen von Ministerin &#8230;Royal haben Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Zusage aufkommen lassen. Wir fordern zusammen mit der Bev\u00f6lkerung in der Region: \u201eKein BlaBla Monsieur Hollande. AKW Fessenheim stilllegen. Sofort&#8220;! Mit der Demonstration soll auch erneut deutlich auf das Gefahrenpotential hingewiesen werden, das von den beiden maroden Atommeilern ausgeht!. Die Ereignisse vom 9. April haben wieder deutlich gezeigt, dass ein relativ kleiner Zwischenfall, wie das \u00dcberlaufen eines Wassertanks, sich sehr schnell zu einem gef\u00e4hrlichen St\u00f6rfall entwickeln kann. Die Zeitbombe AKW Fessenheim muss endlich stillgelegt werden, endg\u00fcltig und ersatzlos.\u00a0Deshalb: kommen Sie alle am 15. November zur Demo nach Neuenburg um dieser Forderung das n\u00f6tige Gewicht zu geben. F\u00fcr das Aktionsb\u00fcndnis Fessenheim stilllegen. JETZT! Mehr Infos: <a href=\"https:\/\/www.fessenheimstop.org\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.fessenheimstop.org<\/a><br \/>\n2.11.2014, Didier Nocus<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Franz\u00f6sische Atomkaftwerke, darunter auch das AKW in Fessenheim, wurden laut AFP seit Anfang Oktober 2014 von nicht identifizierten, drohnen\u00e4hnlichen Flugobjekten \u00fcberflogen. 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