{"id":49698,"date":"2014-07-29T14:00:54","date_gmt":"2014-07-29T12:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=49698"},"modified":"2014-08-13T10:52:50","modified_gmt":"2014-08-13T08:52:50","slug":"antisemitismus-junger-muslime","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/antisemitismus-junger-muslime\/","title":{"rendered":"Antisemitismus junger Muslime"},"content":{"rendered":"<p>Der <a title=\"Antisemitismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/juden\/antisemitismus\/\"> Antisemitismus<\/a> wird von drei Gruppen getragen: Rechte Neonazis, extreme Linke und islamistische Jugendliche &#8211; letztere gewaltig im Aufwind, wie die Demos zum <a title=\"Palaestina\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/palaestina\/\">Gaza-Krieg<\/a> seit\u00a0Juli 2014 zeigen. In <a title=\"France\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/france\/\">Frankreich<\/a> gibt es Meldungen, wonach 75% der jungen Leute, deren Vorfahren aus <a title=\"Islam\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/\">muslimischen<\/a> L\u00e4ndern <a title=\"Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/\">einwanderten<\/a>, islamistischem <a title=\"Juden\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/juden\/\">Judenhass<\/a> vertreten. Die Jugendlichen sind hier geboren, haben den franz\u00f6sischen Pass. <!--more-->Ihre Eltern kamen aus dem Mahreb, um in Frankreich Arbeit, Erfolg und soziale Integration zu erfahren. Mit all dem sind sie gescheitert &#8211; aus eigenem Unverm\u00f6gen und dem miserablen Zustand der franz\u00f6sischen Volkswirtschaft geschuldet. Die Jugendlichen erfahren das Scheitern ihrer Eltern in den Pariser Banlieus und wenden sich dem streng religi\u00f6sen Islam zu. Denn dieser erkl\u00e4rt ihnen, dass ihre miserable soziale Lage nicht ein Problem von guter Bildung, eigener Motivation und aktivem Chancennutzen sind, sondern dass sie ein Opfer der Feinde des Islams sind &#8211; vorneweg der\u00a0 Juden und Israels. So br\u00fcllen die frustrierten muslimischen Jugendlichen auf den Gaza-Demos ihre furchtbaren rassistischen Parolen, von denen &#8222;Juden ins Meer&#8220; und &#8222;Juden ans Gas&#8220; noch die hamloseren sind.<\/p>\n<p>Trifft die Radikalisierung der jungen muslimischen Migranten in Frankreich auch f\u00fcr Dentschland zu?\u00a0Trotz exzellenter Wirtschaftslage in D, trotz Sozialleistungen in einer H\u00f6he, die in Frankreich undenkbar ist? Ja, warnt der 1977 in den Westbanks geborene Raed Saleh, seit 2011 Berliner SPD-Fraktionschef: <strong>&#8222;Wenn wir es nicht schaffen, den sozialen Aufstieg der jungen Leute mit islamischen Wurzeln zu organisieren, dann werden sozialer Frieden und Wohlstand unseres Landes bedroht sein.&#8220;<\/strong> (Hausaufgaben statt Hass: Warum wir Antisemitismus nur mit aktiver Integrationspolitik bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen, Der Spiegel, 28..2014, S. 28-29). Saleh beklagt, dass Neuk\u00f6llns SPD-B\u00fcrgermeister <a title=\"Neukoelln ist ueberall \u2013 Buch zur Integrationspolitik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/neukoelln-ist-ueberall-buch-zur-integrationspolitik\/\">Heinz Buschkowsky<\/a>\u00a0mit seinen Warnungen vor islamistischen Migrantenkindern lange als Populist verschrien wurde (sogar der Austritt aus der SPD wurde ihm nahegelegt).<br \/>\nSaleh fordert ein Ende der wegschauenden Integrationspolitik:Die SPD duldet rechtswidrige Hausbesetzungen durch Fl\u00fcchtlinge im &#8222;coolen Berlin&#8220;.<br \/>\nSaleh fordert eine hinschauende Integrationspolitik mit einem starken Staat: &#8222;Das f\u00e4ngt beim Schulschw\u00e4nzen an und reicht bis zu Angriffen auf Polizisten, die wir nicht mehr dulden d\u00fcrfen.&#8220; Gerade in einer vielf\u00e4ltiger werdenden Gesellschaft sind staatliche Regeln wichtig. &#8222;Hinschauende Integrationspolitik hei\u00dft, allen etwas abzuverlangen, es sich nicht leicht zu machen. Wir d\u00fcrfen auch von jungen Dutschen, die ihre Wurzeln in aller Welt haben, fordern, dass sie sich der deutschen Geschichte stellen &#8211; sie werden es uns danken.&#8220; Und erkennen, dass Antisemitismus mit Rassismus verschwistert ist und der Hass sich leicht auch gegen die muslimischen Jugendlichen selbst richten kann.<br \/>\n29.7.2014<\/p>\n<p>&#8222;Je vielf\u00e4ltiger eine Gesellschaft ist, desto klarere Regeln und Gesetze braucht man.&#8220;<br \/>\nRaed Saleh am 3.8.2014 in der ARD, Peter Hahne &#8222;Judenhass&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Dieter Graumann beklagt fehlende oder zu kalte Reaktionen der muslimischen Verb\u00e4nde<\/strong><br \/>\n&#8222;Auf der Stra\u00dfe werden Parolen gerufen wie &#8222;Judenschweine&#8220;, &#8222;Juden soll man verbrennen&#8220;, &#8222;Juden soll man vergasen&#8220;. Deutlich gesagt: Das sind die schlimmsten judenfeindlichen Parolen, die seit der Nazizeit auf deutschen Stra\u00dfen zu h\u00f6ren waren! Unsere schlimmsten Albtr\u00e4ume sind \u00fcbertroffen worden. Um es einmal klar zu veranschaulichen: Ich zum Beispiel habe niemals Gro\u00dfeltern erlebt, weil sie von Deutschen vergast wurden. Stellen Sie sich nun vor, was ich dabei empfinde, wenn auf deutschen Stra\u00dfen heute gegr\u00f6lt wird, man solle Juden vergasen!:<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAus meiner Sicht gab es viel zu wenige, und wenn, dann zu kalte Reaktionen der muslimischen Verb\u00e4nde auf diese fast unverzeihlichen Tabubr\u00fcche. Ich habe Empathie und Mitgef\u00fchl von ihrer Seite vermisst. Dabei setzen wir uns als Zentralrat der Juden auch immer f\u00fcr die Belange der Muslime ein. Denn zu unserem Auftrag geh\u00f6rt es auch, dass wir uns f\u00fcr ausgegrenzte Menschen starkmachen. Von den Muslimen m\u00fcsste jetzt viel mehr an Engagement kommen, zumal uns auch bekannt ist, dass gerade auf Schulh\u00f6fen &#8222;Jude&#8220; l\u00e4ngst zu einem Schimpfwort geworden ist. Das wird vor allen Dingen von muslimischen Jugendlichen verwendet.&#8220;<br \/>\n5.8.2014, Dieter Graumann,\u00a0Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/deutschland-1\/zentralrat-wir-juden-lassen-uns-nicht-beirren--88405633.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/deutschland-1\/zentralrat-wir-juden-lassen-uns-nicht-beirren&#8211;88405633.html<\/a><\/p>\n<p>Der Zentralrat der Juden beklagt angesichts der j\u00fcngsten judenfeindlichen Parolen in Deutschland eine fehlende Unterst\u00fctzung der Zivilgesellschaft. &#8222;Warum gibt es keine Welle der Solidarit\u00e4t mit uns Juden angesichts der Welle von Antisemitismus?&#8220;, sagte der Vorsitzende Dieter Graumann der &#8222;Rheinischen Post&#8220;.<br \/>\n31.7.2\u00df14, Der Spiegel<\/p>\n<p><strong>Ob Religion oder nicht &#8230;.<\/strong><br \/>\nSchlussendlich ist es mir egal, ob der Mensch ein Christ, ein Islamist, eine Muslim, eine Jude, eine Atheist, ein Buddhist oder sonst etwas ist, aber er sollte sich benehmen wie ein Mensch! Und wenn dieser besagte Mensch damit nicht klar kommt und gewaltt\u00e4tig wird, dann sollte er direkt in das Land abgeschoben werden, aus dem er urspr\u00fcnglich herkommt bzw. wo er seinen Glauben ausleben kann.<br \/>\n8.8.2014, Thomas Klein<\/p>\n<p>Eine vertrauenserweckende Referenz liefern die Weltgebiete, in denen der Islam dominiert, ja leider nicht ab. &#8222;Islamophobie&#8220;, um diesen Kampfbegriff mal zu \u00fcbernehmen, hat deshalb einen nachvollziehbaren und berechtigten Grund.<br \/>\nIn L\u00e4ndern, in denen das islamische Rechtsinstitut der Scharia gilt, herrscht das Hackebeil. Dies macht mir Angst, dies lehne ich ab.<br \/>\n8.8.2014, Michael Bilharz<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der CDU-Bundestagsabgeordnete Rainer Bosbach in der ARD an eine t\u00fcrkische Integrationsbeauftragte gerichtet: &#8222;Solange muslimische Gl\u00e4ubige, ob mit oder ohne deutschen Pass, alle Andersgl\u00e4ubigen, also auch uns Christen, als Ungl\u00e4ubige bezeichnen, haben sie in unserer Gesellschaft nichts verloren.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Islam als Teil Deutschlands?<\/strong><br \/>\nDie Zustimmung zum Wurff-schen Satz &#8222;Der Islam ist Teil von Deutschland&#8220; ist im Schwinden begriffen. In einer Umfrage des Instituts Forsa f\u00fcr die Zeitschrift &#8222;Stern&#8220; geben 52 Prozent an, dass sie den Satz des fr\u00fcheren Bundespr\u00e4sidenten Christian Wulff nicht teilen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/umfragen\/id_70536422\/knappe-mehrheit-der-deutschen-sieht-islam-nicht-als-teil-deutschlands.html\">https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/umfragen\/id_70536422\/knappe-mehrheit-der-deutschen-sieht-islam-nicht-als-teil-deutschlands.html<\/a><span style=\"font-size: small;\"><\/p>\n<p><\/span>In unserem Land leben viele Muslime. Sie geh\u00f6ren zu Deutschland, wenn sie unsere Gesetze respektieren und friedlich sind. Diejenigen, die sich wirklich integrieren m\u00f6chten, sollte man mit offenen Armen aufnehmen. Man sollte allen im Rahmen unserer M\u00f6glichkeiten auch entgegenkommen, wenn es nicht mit unserem freiheitlich angelegten System kollidiert. Der Islam entspringt jedoch einer v\u00f6llig anderen Leitkultur und geh\u00f6rt f\u00fcr mich &#8211; zumindest auf absehbare Zeit &#8211; nicht zu unserer Kultur. Man muss ihn nicht auch nicht m\u00f6gen. Vor allem als westlich gepr\u00e4gte Frau hat man da so seine Probleme. Man darf nur nicht den Fehler machen, sich gegen die hier friedlich lebenden Muslime zu wenden, weil sie diesen Glauben haben. Diese Differenzierung sollte m\u00f6glich sein.<br \/>\n8.8.2014, Maria Traxler<br \/>\n&#8211;<br \/>\n<strong>Muslime m\u00fcssen zuIntegration bereit sein &#8211; Integrationsbericht des BMI<\/strong><br \/>\nDas die Muslime in Deutschland einen schweren Stand haben ist zum gr\u00f6\u00dften deren eigenes Versagen. Wer dies nicht glaubt, muss nur den Integrationsbericht des BMI lesen (s.u.) oder einfach mal ohne &#8222;rosarote Gutmenschenbrille&#8220; durch die Stadt gehen! Wenn man fortw\u00e4hrend fehlenden Integrationswillen und -f\u00e4higkeit erleben muss, verschleierte Muslima vermehrt auf den Stra\u00dfen sieht, Hassprediger \u00f6ffentlich auftreten d\u00fcrfen, Christen nicht nur in islamischen L\u00e4ndern verfolgt oder von islamischen Terrorgruppen abgeschlachtet werden, syrische christliche Fl\u00fcchtlinge in Berlin in einem Aufnahmelager von Moslems verpr\u00fcgelt<br \/>\n(<a href=\"https:\/\/www.pi-news.net\/2014\/08\/asyl-berlin-100-tschetschenen-verpruegeln-30-christliche-syrer\">https:\/\/www.pi-news.net\/2014\/08\/asyl-berlin-100-tschetschenen-verpruegeln-30-christliche-syrer<\/a>) und verfolgt werden, muss man sich nicht wundern.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Broschueren\/2012\/junge_muslime.pdf?__blob=publicationFile\">https:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Broschueren\/2012\/junge_muslime.pdf?__blob=publicationFile<\/a><\/p>\n<p><strong>Integrationsbericht des BM &#8211; Auszug:<\/strong><br \/>\n\u25ba 24 Prozent der nicht-deutschen Muslime im Alter zwischen 14 und 32 Jahren gelten als \u201estreng Religi\u00f6se mit starken Abneigungen gegen\u00fcber dem Westen, tendenzieller Gewaltakzeptanz und ohne Integrationstendenz&#8220;.<br \/>\n\u25ba 33\u2005Prozent der nichtdeutschen Muslime \u00e4u\u00dfern zudem Vorurteile gegen\u00fcber Juden.<br \/>\n\u25ba Bei jungen Muslimen mit deutscher Staatsb\u00fcrgerschaft sind es dagegen 15 Prozent, die als streng religi\u00f6s gelten, den Westen ablehnen und ideologisch fundierte \u201eGewalt als Mittel zur Verteidigung gegen die Bedrohung durch den Westen&#8220; akzeptieren.<br \/>\n\u25ba Insgesamt 78 Prozent der befragten deutschen Muslime (alle Altersgruppen) bejahen die Integration in Deutschland, dagegen lehnen 22 Prozent sie ganz klar ab und betonen ihre \u201eHerkunftskultur&#8220;.<br \/>\n\u25ba Besorgniserregende Ergebnisse gibt es vor allem bei den nichtdeutschen Muslimen: Nur 52 Prozent bef\u00fcrworten Integration, 48 Prozent zeigen dagegen \u201estarke Separationsneigungen&#8220;<br \/>\n10.8.2014, Michael Klug<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Antisemitismus wird von drei Gruppen getragen: Rechte Neonazis, extreme Linke und islamistische Jugendliche &#8211; letztere gewaltig im Aufwind, wie die Demos zum Gaza-Krieg seit\u00a0Juli 2014 zeigen. 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