{"id":4903,"date":"2012-06-12T13:06:34","date_gmt":"2012-06-12T13:06:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=4903"},"modified":"2012-06-12T13:06:34","modified_gmt":"2012-06-12T13:06:34","slug":"littenweiler-ohne-treffpunkt-fur-jugendliche-bauwagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/littenweiler-ohne-treffpunkt-fur-jugendliche-bauwagen\/","title":{"rendered":"Littenweiler ohne Treffpunkt f\u00fcr Jugendliche &#8211; Bauwagen?"},"content":{"rendered":"<p>Im Ortskern von Freiburg-Littenweiler gibt es immer noch keinen offiziellen Treffpunkt f\u00fcr Jugendliche. Manchmal sieht man sie in kleinen Gr\u00fcppchen abends auf dem Schulgel\u00e4nde sitzen oder an der PH um den Brunnen. Andere halten sich in der Rene-Schickele-Stra\u00dfe zwischen den H\u00e4usern auf.\u00a0 In der Regel verlaufen die Treffen friedlich, aber oft bleiben Flaschen, Scherben und anderer M\u00fcll liegen. Es sind auch schon Eier an die Hauswand der Schule geflogen. Ob und welche der Kids gelegentlich an die R\u00e4der an der End\u00adhaltestelle treten ist nicht klar, Tatsache ist aber, dass dort und am Bahnhof immer wieder abgestellte Fahrr\u00e4der besch\u00e4digt werden. Aber wo sollen sich die Jugendlichen in <a title=\"Littenweiler\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/littenweiler\/\">Littenweiler<\/a> auch treffen.<!--more--><strong>Wenig Einbindungsm\u00f6glichkeiten im Stadtteil Littenweiler<br \/>\n<\/strong>Seit die Reinhold Schneider Schule nur noch Grundschule ist, gibt es noch weniger Einbindungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Jugendlichen im Stadtteil. Die Grundschulkinder verteilen\u00a0 sich auf umliegende weiterf\u00fchrende Schulen, auf die Sport\u00advereine FT, Ebnet, Kappel oder noch weiter. Die kirch\u00adlich\u00aden Gruppen oder Pfadfinder nehmen sicher einige Kids auf, aber seit die Auferstehungsgemeinde ohne Pfarrerin ist, herrscht auch dort eher Personalengpass. Und nicht jeder geht vorbehaltlos auf Kircheneinrichtungen zu. Im Jahr 2007 gab es mehrere Aktionen der AG \u201eKinder und Jugend\u201c des B\u00fcrgervereins. Es begann mit einer Auf\u00adtakt\u00adveranstaltung, \u00fcber die wir schon im Dorfblatt Dez. 2007 berichtet haben. Zahlreiche Vorschl\u00e4ge von Seiten der Jugendlichen kamen damals zusammen: Der Wunsch nach einem Raum, wo man sich abends treffen kann, oder ein Ge\u00adl\u00e4nde auf dem sie sich treffen k\u00f6nnen, ohne jemanden zu st\u00f6ren. 2007 wurde bem\u00e4ngelt, dass das Haus 197 zeit\u00adlich nur sehr eingeschr\u00e4nkt nutzbar ist. Die Aktionen der AG, wie der Mitternachtssport oder das Sportfest wurden sehr gut angenommen. Allerdings war das Ganze nur mit einem sehr hohen ehrenamtlichen Engagement m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Angebote vom Haus 197 in FR-Ebnet werden gut angenommen<br \/>\n<\/strong>Nach Aussage von Alexandra Matulla, Einrichtungsleiterin des Jugend- und B\u00fcrgerzentrums Haus 197, werden die An\u00adge\u00adbote gut angenommen. Mittwochs gibt es eine Koopera\u00adtion mit der Reinhold-Schneider-Schule. Die Offene T\u00fcr f\u00fcr Kids von 6-18 Jahren Mo., Di. und Do. von 15.00 bis 18.00 Uhr ist gut besucht. Die \u00d6ffnungszeiten am Montag f\u00fcr Jugendliche ab 14 Jahren bis 21.00 Uhr sind auch sehr gut besucht, es kommen viele m\u00e4nnliche Romajugendliche. Freitag der Nachmittag nur f\u00fcr Jungs von 6-18 Jahren\u00a0 ist am vollsten. Das Haus 197 sieht aber auch klaren Bedarf bei M\u00e4dchen im Stadtteil, die sich z.B. nicht durch Sport\u00adver\u00adeine etc. angesprochen f\u00fchlen. Darum wurde ein M\u00e4d\u00adch\u00adentag am Mittwoch von 15.00 \u2013 18.00 Uhr f\u00fcr 6 bis 18 Jahre sowie relativ neu am Donnerstag von 18.00 \u2013 20.00 Uhr f\u00fcr \u00e4ltere M\u00e4dchen ab 12 Jahren eingerichtet. Die neue M\u00e4dchengruppe ist noch nicht so bekannt und dort ist ge\u00adleg\u00adentlich noch Platz. Das liegt auch daran, dass Ju\u00adgend\u00adliche generell schwerer zu erreichen sind, da sie auf viele Schulen in ganz Freiburg verteilt sind. Gerade abends w\u00fcrden viele gerne l\u00e4nger bleiben, aber f\u00fcr zus\u00e4tzliche \u00d6ffnungszeiten fehlen einfach das Personal und das Geld. \u201eSinnvoll w\u00e4re auch eine aufsuchende Jugendarbeit\u201c, so Alexandra Matulla, \u201edann k\u00f6nnte man mit den Kinder und Jugendlichen direkt sprechen, wenn sie sich zum Beispiel auf dem Bolzplatz beim Laubenhof treffen oder in anderen Stra\u00dfen und sich besser um sie k\u00fcmmern.\u201c<\/p>\n<p><strong>Wunsch nach einem Raum im Zentrum<br \/>\n<\/strong>Trotzdem frage ich nach den W\u00fcnschen f\u00fcr die Zukunft: \u201eEin Raum in Littenweiler im Ortskern, als Zweigstelle des Haus 197, oder ein Bauwagen, wo sich Jugendliche im Zen\u00adtrum Littenweilers treffen k\u00f6nnten w\u00e4re sch\u00f6n. F\u00fcr die n\u00e4here Zukunft ist zun\u00e4chst einmal ein Bauwagen geplant, der auf dem Gel\u00e4nde des Haus 197 stehen soll und als R\u00fcck\u00adzugsort f\u00fcr die \u00e4lteren Besucher\/innen dienen soll. \u201eDer\u00adzeit suchen wir mit Hochdruck nach einem geeigneten Bau\u00adwagen f\u00fcr dieses Projekt, damit wir diesen noch diesen Sommer ausbauen k\u00f6nnen\u201c, meint Alexandra Matulla. Seit das Haus 197 regelm\u00e4\u00dfige \u00d6ffnungszeiten (t\u00e4glich von 15.00 bis 18.00 Uhr) hat, werden die Angebote insgesamt besser angenommen. \u201eViele unserer\u00a0 Besucher, wohnen im Fl\u00fcchtlingswohnheim und k\u00e4mpfen f\u00fcr eine Aufent\u00adhalts\u00adge\u00adneh\u00admigung. Das ist ein Problem, das schlussendlich nur auf politischer Ebene zu l\u00f6sen ist, p\u00e4dagogische Mittel sind da eigentlich nicht ausreichend, um an der prek\u00e4ren Situation wirklich etwas verbessern zu k\u00f6nnen, auch wenn die An\u00adge\u00adbote vor Ort wie die von Studierenden organisierten Fu\u00df\u00adball\u00adtrainings oder die Initiative \u201eZeit f\u00fcr Kinder nat\u00fcrlich trotz\u00addem gut sind und Sinn machen\u201c, so Alexandra Ma\u00adtulla, \u201emit dem derzeitigen Personalstand haben wir leider keine Kapazit\u00e4t f\u00fcr viel mehr Besucher oder f\u00fcr l\u00e4ngere Abend-\u00d6ffungszeiten, auch wenn das sicher sinnvoll w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Schule leidet unter der Verschmutzung<br \/>\n<\/strong>Der\u00adzeit leidet die Reinhold-Schneider Schule unter der Ver\u00adschmutzung und dem M\u00fcll, den Jugendliche nach ihren \u00a0n\u00e4chtlichen Trinkgelagen vor der Turnhalle hinterlassen. Vor allem abends und an den Wochenenden versammeln sich die Kids, wenn keine Veranstaltungen in der Halle mehr sind unter dem Vordach. Der Sicherheitsdienst schlie\u00dft um 18 Uhr alle T\u00fcren ab, in der Regel sind die Jugendlichen dann aber noch nicht da. Montags beseitigen der Reinigungsdienst und der Hausmeister die letzten Spu\u00adren, damit die ersten Kinder, die 7.30 Uhr kommen nicht in die Scherben treten. Es ist nicht klar, ob, und welche Ver\u00adbin\u00addungen die Jugendlichen noch zur Schule haben oder ob sie das Dach einfach nur als trockenen Aufenthaltsraum nutzen. Seit die Reinhold-Schneider Ganztagesschule ist und seit keine Hauptsch\u00fcler mehr dort sind, fehlt auch der direkte Bezug zur Altersgruppe. Die Kooperation mit der Strassenschule ist jetzt auch nur auf die Grundsch\u00fcler zu\u00adge\u00adschnitten und der Runde Tisch zum Thema \u201esozialer Brenn\u00adpunkt Littenweiler\u201c hat nach Aussage von Rektorin Susanne Nagel-Jung jetzt weniger Brisanz, es kamen beim letzten Treffen auch immer weniger Interessierte. Die Schule leidet zwar unter den Folgen der Treffen, hat aber kaum noch M\u00f6glichkeiten die Altersgruppe zu erreichen. Bisher gab es keine Gewalt und keine schweren Besch\u00e4digungen, aber es w\u00e4re doch sch\u00f6n, die Jugendlichen mehr aktiv einzubinden oder ihnen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine sinnvolle Besch\u00e4ftigung zu geben.<br \/>\nBeim B\u00fcrgerverein steht dieses Jahr das Schwerpunktthema Verkehr an, aber nach Aussage des B\u00fcrger\u00advereins\u00advor\u00adsitz\u00aden\u00adden Franz J\u00fcrgen Zeiser unterst\u00fctzt der Verein die Ju\u00adgend\u00adar\u00adbeit der Vereine und Schulen. Er h\u00e4lt eine Bestands\u00adauf\u00adnah\u00adme zun\u00e4chst f\u00fcr sinnvoll, dass man die Jugendlichen be\u00adfragt, was sie wollen, um dann zu schauen, was man tun kann. Die Idee wie im Jahr 2007 eine Veranstaltung im B\u00fcr\u00adger\u00adsaal zu machen und die Jugendlichen selbst zu Wort kommen zu lassen will er als Vorschlag mit in die n\u00e4chste Vor\u00ad\u00adstands\u00adsitzung nehmen. Sinn macht das Ganze nur, wenn dann auch gen\u00fcgend Jugendliche kommen, denn klar ist, dass es sich heute um andere Jugendliche handelt als vor f\u00fcnf Jahren. Nat\u00fcrlich gibt es da finanzielle Grenzen, aber der B\u00fcrgerverein hat der Ganztagesschule ca. 600.- Euro f\u00fcr Spielger\u00e4te zur Verf\u00fcgung gestellt. Und die Zusage f\u00fcr die Spende f\u00fcr den Bauwagen f\u00fcr das Haus 197 steht\u00a0 noch.\u00a0<br \/>\nAnja Lusch, 12.6.2012, Littenweiler Dorfblatt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Ortskern von Freiburg-Littenweiler gibt es immer noch keinen offiziellen Treffpunkt f\u00fcr Jugendliche. Manchmal sieht man sie in kleinen Gr\u00fcppchen abends auf dem Schulgel\u00e4nde sitzen oder an der PH um den Brunnen. 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