{"id":48690,"date":"2014-06-14T18:17:11","date_gmt":"2014-06-14T16:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=48690"},"modified":"2014-06-14T18:17:11","modified_gmt":"2014-06-14T16:17:11","slug":"kartoffeln-herkunft-verschleiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kartoffeln-herkunft-verschleiert\/","title":{"rendered":"Kartoffeln Herkunft verschleiert"},"content":{"rendered":"<p>Bio-<a title=\"Landwirt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/\">Fr\u00fchkartoffeln<\/a> aus kontrolliertem Anbau zu 1,99 Euro f\u00fcr 1,5 kg, also 1,33 Euro\/kg. &#8222;Abgepackt von: siehe Etikett, f\u00fcr Edeka.&#8220;\u00a0Schaut\u00a0man aufs Etikett: &#8222;Wild KZM, 75031 Eppingen\/Baden, Albert-Einstein-Strasse 1&#8220;. Klingt\u00a0gut, zumal ganz oben\u00a0in fetter Schrift\u00a0&#8222;Ackergold&#8220;\u00a0heimatliche Erinnerungen weckt. Doch die bodenst\u00e4ndige\u00a0Regionalit\u00e4t ist\u00a0vorgegaukelt, denn ganz unten in kleinstm\u00f6glicher Schrift steht &#8222;Herkunft: \u00c4gypten&#8220;. Also Ackergold vom Nil-Delta.<!--more-->Nicht anders bei den Fr\u00fchkartoffeln aus Spanien, Portugal\u00a0und Frankreich &#8211; t\u00e4uschend und unehrlich wird versucht, das ferne Herkunftsland zu\u00a0verstecken und ein regionales Produkt vorzut\u00e4uschen. Mehrere Kunden die ich frage, sind ganz erstaunt &#8222;Was, ich dachte, die Kartoffeln kommen aus Nordbaden.&#8220; Nur Zypern macht eine\u00a0ehrliche\u00a0Ausnahme, denn da steht gro\u00df &#8222;Cypro&#8220; als \u00dcberschrift mit dem Zusatz &#8222;aus roter Vulkanerde&#8220;.<\/p>\n<p>Deutsche Fr\u00fchkartoffeln offen (ohne Ortsangabe) kosten 1.49 Euro\/kg. Fr\u00fchkartoffeln aus Forchheim im 1,5 kg-Pack f\u00fcr 2,49 Euro, also 1,66 Euro\/kg. Also einiges teurer als\u00a0die S\u00fcdl\u00e4nder: Gala Spanien 2,49 Euro f\u00fcr 2 kg (1,25 Euro(kg). Anabelle Portugal 2,39 Euro f\u00fcr 2 kg (1,20 Euro\/kg). Allians Frankreich 2,69 Euro f\u00fcr 2 kg. Gleichwohl ist die Importware teurer in diesem Jahr: Das Angebot aus \u00c4gypteh und Portugal ist geringer und die deutschen Fr\u00fchkartoffeln werden ca 3 Wochen fr\u00fcher geerntet.<br \/>\nWie dem auch sei: Die Trickserei, mit kleiner Schrift, Ackergold-Grafik, kaum lesbaren Ursprungsangaben und Bio mitsamt kontrolliertem Anbau die bei den bewu\u00dften Verbrauchern hochgesch\u00e4tzte Regionalit\u00e4t vorzugauckeln,\u00a0mag zwar nicht betr\u00fcgerisch im juristischen Sinne sein &#8211; unehrlich und unwahr ist sie allemal.<br \/>\n14.6.2014<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Verbraucher wollen Regionalit\u00e4t<\/strong><br \/>\n&#8222;Es schmeckt mir, was wir ernten&#8220;, sagt Ottmar Binder schmunzelnd. F\u00fcr seine Bioland-Ware bekommt der Landwirt rund einen Euro pro Kilo mehr als seine konventionell arbeitenden Berufskollegen. So liegt der Preis f\u00fcr Bioware bei 2,50 Euro, f\u00fcr konventionell erzeugte Fr\u00fchkartoffeln zwischen 1,40 und 1,60 Euro. &#8222;Wir haben drei\u00dfig Prozent weniger Ertrag&#8220;, relativiert Binder. In Rechnung gestellt werden m\u00fcsse auch der gr\u00f6\u00dfere Arbeitsaufwand f\u00fcr die Unkrautbek\u00e4mpfung im Bioanbau. &#8230;. Alles vom 23.5.2014 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/forchheim\/verbraucher-wollen-regionalitaet--85230688.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/forchheim\/verbraucher-wollen-regionalitaet&#8211;85230688.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bio-Fr\u00fchkartoffeln aus kontrolliertem Anbau zu 1,99 Euro f\u00fcr 1,5 kg, also 1,33 Euro\/kg. &#8222;Abgepackt von: siehe Etikett, f\u00fcr Edeka.&#8220;\u00a0Schaut\u00a0man aufs Etikett: &#8222;Wild KZM, 75031 Eppingen\/Baden, Albert-Einstein-Strasse 1&#8220;. 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