{"id":48302,"date":"2014-01-30T09:22:09","date_gmt":"2014-01-30T08:22:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=48302"},"modified":"2014-05-30T09:43:42","modified_gmt":"2014-05-30T07:43:42","slug":"kampfradler-an-der-dreisam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kampfradler-an-der-dreisam\/","title":{"rendered":"Kampfradler an der Dreisam"},"content":{"rendered":"<p>Am <a title=\"Dreisamuferweg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/fahrradwege\/dreisamuferweg\/\">Dreisamuferweg<\/a> quer durch die Stadt Freiburg teilen sich alle einen zudem schmalen Weg: <a title=\"Biken\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/biken\/\">MTB-ler<\/a>, <a title=\"Radwanderwege\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/biken\/radwanderwege\/\">Radrennfahrer<\/a>, Fu\u00dfg\u00e4nger, Jogger, Skater, Kinderwagen, Gehfrei-Schieber, E-Biker, touristische Flaneure und Kampfradlern. Letztere dominieren alle anderen und das\u00a0macht Probleme. Was tun: Weg verbreitern, extra Schnellrouten bauen, Kampfradler zum Bremsen zwingen?<!--more--><\/p>\n<p><strong><br \/>\nFreiburg: Dreisamuferweg wird ausgebaut<\/strong><br \/>\nAchtung, Umleitung: Der Radweg an der Dreisam wird dieses Jahr ausgebaut. Deshalb wird er im Sommer drei Monate lang gesperrt \u2013 zumindest im Freiburger Osten. &#8230;.. Alles vom 8.1.2014 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/freiburg-dreisamuferweg-wird-ausgebaut--79346914.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/freiburg-dreisamuferweg-wird-ausgebaut&#8211;79346914.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zwei Radler plus Rollstuhl &#8211; was dann?<\/strong><br \/>\nDas kann nicht wirklich wahr sein. Sie meldeten, dass am Dreisamuferweg die schmale Durchfahrt unter dem Mariensteg f\u00fcr etliche 10 000 Euro verbreitert werden soll. Wie viele Kollisionen gab\u2019s da schon? Wie lang ist der t\u00e4gliche Stau? Wieso sind wir eigentlich seither ohne Vorfahrtsregelung mit roten und schwarzen Pfeilen ausgekommen? Ist eigentlich schon eine Ampelregelung in Erw\u00e4gung gezogen worden? Ist bei der geplanten Verbreiterung gew\u00e4hrleistet, dass zwei Radanh\u00e4nger durchpassen, wenn gleichzeitig ein\/e Rollstuhlfahrer\/in unterwegs ist? Das Geld sollte wirklich besser an &#8222;Aktion Weihnachtswunsch&#8220; gespendet werden.<br \/>\n8.2.104, Peter Kallenberger, Freiburg<\/p>\n<p><strong>&#8222;Kampfradler bremsen nie brav ab, sondern gezwungenerma\u00dfen \u2013 gerne mit Fluch<\/strong><br \/>\nEinmal mehr ist von &#8222;Schnellrouten&#8220; f\u00fcr Radfahrer die Rede. Sicher unbeabsichtigt, aber dennoch wirkungsvoll, unterst\u00fctzt damit das Garten- und Tiefbauamt das Credo der sogenannten Kampfradler: Es ist mein nat\u00fcrliches Recht, auf Radwegen schnell und ungehindert von A nach B zu kommen: Ich fahre auf einer Schnellroute! Platz da! Langsamer fahrende Radfahrer sind l\u00e4stige Verkehrshindernisse, weg damit! In Bezug auf Amtsleiter Frank Uekermann hei\u00dft es: &#8222;Dass Kampfradler, die bislang brav abgebremst haben, k\u00fcnftig durch die verbreiterte Unterf\u00fchrung des Marienstegs rasen, will Uekermann allerdings nicht ausschlie\u00dfen.&#8220; Kampfradler bremsen nie brav ab, gebremst wird gezwungenerma\u00dfen und dann heftig \u2013 gerne mit Fluch. Also, was tun? Das Credo der Stadtbeh\u00f6rden und der vern\u00fcnftigen Alltagsradler k\u00f6nnte sein: Freiburg ist eine Stadt mit einem Herz f\u00fcr Radfahrer. Wir tun fast alles, um das Radfahren in dieser Stadt f\u00fcr alle angenehmer und sicherer zu machen. Wir sorgen f\u00fcr einen m\u00f6glichst hindernisarmen Radverkehr. Radfahrer verhalten sich untereinander partnerschaftlich, nicht rechthaberisch. Radfahrer sind umsichtig, vorausschauend und freundlich. Kluge Radfahrer wissen um ihre Verletzlichkeit, machen sich sichtbar und passen ihr Tempo der Situation entsprechend an. R\u00fccksichtslosigkeit wie Raserei kann man nie ausschlie\u00dfen, aber man sollte sie nicht durch falsche Begriffe auch noch f\u00f6rdern. Mein Vorschlag: Die Stadt baut f\u00fcr Radfahrer statt Schnellrouten &#8222;Gr\u00fcne Routen&#8220; als sichere, und wo m\u00f6glich, begr\u00fcnte breite Verbindungswege quer durch die Stadt. Plakate, Sch\u00fclerwettbewerbe, Infobl\u00e4tter in Fahrradgesch\u00e4ften und witzige Slogans k\u00f6nnten angemessenes Verhalten f\u00f6rdern. Kontrollen sollten gef\u00e4hrdendes Verhalten sanktionieren. F\u00fcr Rennradler bleiben genug \u00f6ffentliche Stra\u00dfen.<br \/>\n10.3.2014, Helmut Winter, Freiburg<br \/>\n.<br \/>\n<strong>R\u00fccksicht &#8211;\u00a0T\u00f6rle-Bogen am Mariensteg nicht verbreitern<\/strong><br \/>\nSehr geehrter Herr Ueckermann, Ihr Vorhaben \u00fcberzeugt nicht. Der T\u00f6rle-Bogen am Mariensteg \u2013 auch der ist ein St\u00fcck gewachsene Stadtgeschichte. Was ist an einer engen Durchfahrt, die zweibeinige und zweir\u00e4drige Verkehrsteilnehmer sowie die Kinderwagenfraktion zur R\u00fccksichtnahme einl\u00e4dt, schlimm? Es ist kein Unfallschwerpunkt! Es wird angef\u00fchrt, die Verbreiterung sei aus Sicherheitsgr\u00fcnden \u00fcberf\u00e4llig, und dass die Schnellroute dazu zwinge. Fast tut\u2019s schon weh, wenn Sie das Durchrasen von &#8222;Kampfradlern&#8220; nicht ausschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Anderenorts wird viel Geld ausgegeben, um Verkehr zu verlangsamen zur Erh\u00f6hung der Sicherheit. Und hier schafft das Amt eine potenzielle Quelle von Auseinandersetzungen \u2013 vielleicht reicht\u2019s sogar f\u00fcr einen neuen Unfallschwerpunkt. Vielleicht steht dem Amt einfach zu viel Geld zur Verf\u00fcgung \u2013 und dieses Vorhaben ist Anlass f\u00fcr die Stadts\u00e4ckelsanierer, Budgets kritisch unter die Lupe zu nehmen. Schade, dass bis dahin ein weiteres Detail im immer mehr genormten Stadtbild wegsaniert sein wird. Freundliche Gr\u00fc\u00dfe aus der Normalfahrradfahrer-Mehrheit von<br \/>\nRudolf Berndt, Freiburg, 10.3.2014<\/p>\n<div><\/div>\n<div><strong>&#8222;ich war in einem Krieg, aber das&#8230;&#8220;.<\/strong><br \/>\n&#8222;Ich habe ja viel erlebt&#8220;, sagte\u00a0Sasa Stanisic, &#8222;ich war in einem Krieg, aber das&#8230;&#8220;. Der Autor sa\u00df am Dienstagabend im Weingut Andreas Dilger in der Wiehre und gab sich etwas fassungslos. Eingeladen von Buchh\u00e4ndler\u00a0Michael Schwarz, berichtete er anfangs seiner ausverkauften Lesung von seinem nachmitt\u00e4glichen Zehn-Kilometer-Lauf l\u00e4ngs der Dreisam. Raus aus dem Hotel und auf die Flussseite, die sich Fu\u00dfg\u00e4nger und Fahrradfahrer teilen, das hatte ihm einen Eindruck von hiesigen Kampfradlern gegeben, den er nun best\u00fcrzt-belustigt wiedergab. Stanisic, geboren 1978 in Bosnien-Herzegowina, war mit seinen Eltern 1992 vor dem Krieg dort nach Deutschland geflohen. In seinem Deb\u00fct &#8222;Wie der Soldat das Grammofon reparierte&#8220; verarbeitete er die Erfahrungen. F\u00fcr den zweiten Roman &#8222;Vor dem Fest&#8220; bekam er den Preis der Leipziger Buchmesse. &#8230;. Fahrradfahren ist aber schon seine Sache. In seiner Wahlheimat Hamburg fahre er viel, erz\u00e4hlt Stanisic beim Signieren. Aber so etwas wie an der Dreisam, wiederholt er, hat er dort nicht erlebt. Fahrradfahrer, die Fu\u00dfg\u00e4nger &#8222;wie ein Hindernis in der Natur&#8220; betrachten, sind ja vielleicht ein Stoff f\u00fcr ihn. N\u00e4chstes Jahr will er einen Band mit Erz\u00e4hlungen ver\u00f6ffentlichen. Und auch daraus dann in Freiburg lesen.<br \/>\n30.5.2014<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Dreisamuferweg quer durch die Stadt Freiburg teilen sich alle einen zudem schmalen Weg: MTB-ler, Radrennfahrer, Fu\u00dfg\u00e4nger, Jogger, Skater, Kinderwagen, Gehfrei-Schieber, E-Biker, touristische Flaneure und Kampfradlern. Letztere dominieren alle anderen und das\u00a0macht Probleme. 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