{"id":47956,"date":"2014-05-20T14:57:54","date_gmt":"2014-05-20T12:57:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=47956"},"modified":"2014-05-20T14:58:57","modified_gmt":"2014-05-20T12:58:57","slug":"ch-atommuell-am-d-hochrhein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ch-atommuell-am-d-hochrhein\/","title":{"rendered":"CH-Atommuell am D-Hochrhein"},"content":{"rendered":"<p>Vier der f\u00fcnf <a title=\"Schweiz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/schweiz\/\">Schweizer AKW&#8217;s <\/a>stehen grenznah\u00a0am <a title=\"Hochrhein\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/hochrhein\/\">Hochrhein<\/a>. Das\u00a0AKW Leibstadt hat einen st\u00f6ranf\u00e4lligen Siedewasserreaktor und in Beznau l\u00e4uft das \u00e4lteste und damit eines der <a title=\"AKW\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/akw\/\">gef\u00e4hrlichsten AKW<\/a> der Welt. Im grenznahen W\u00fcrenlingen steht das gro\u00dfe &#8222;Atomforschungszentrum&#8220; der Schweiz, ein <a title=\"Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/\">atomares Zwischenlager <\/a>f\u00fcr leicht, mittel- und hochradioaktiven M\u00fcll und eine Castorhalle wie in Gorleben. Dazu kommt in W\u00fcrenlingen ein Verbrennungsofen<!--more--> f\u00fcr radioaktiven M\u00fcll mit einem hohen Schornstein f\u00fcr radioaktive Abgase. Und wo sucht die Nationale Genossenschaft zur Lagerung radioaktiver Abf\u00e4lle, NAGRA, nach einem Endlager f\u00fcr hochradioaktiven M\u00fcll? Selbstverst\u00e4ndlich im Grenzgebiet am Hochrhein und es gibt viele Hinweise, dass dieses Endlager im grenznahen Z\u00fcricher Weinland auch realisiert werden soll, obwohl die dortigen &#8222;endlagerf\u00e4higen&#8220; Gesteinsschichten im internationalen Vergleich extrem d\u00fcnn sind.\u00a0 W\u00e4hrend in der Innerschweiz zumindest ein Ende des Schrottreaktors in M\u00fchleberg im Jahr 2019 geplant ist, wird sich nach aktuellen Informationen das atomare Risiko am Hochrhein noch vergr\u00f6\u00dfern.\u00a0 Das \u201eTechnikmuseum\u201c die beiden Reaktoren im AKW Beznau werden im Gegensatz zum AKW M\u00fchleberg nicht etwa abgestellt, sondern f\u00fcr 700 Millionen Franken aufgeh\u00fcbscht. Und heute melden die Schweizer Medien, dass die Atomm\u00fcllzwischenlager in der ZWILAG in W\u00fcrenlingen fast voll sind und darum ausgebaut werden sollen.\u00a0<i>&#8222;Die bisherige Halle biete Platz f\u00fcr rund 6000 F\u00e4sser und 160 Container. Eingelagert seien bereits 5000 F\u00e4sser und 120 Container.(&#8230;)Weil das Bundeszwischenlager in absehbarer Zeit voll sein werde, liefen bereits seit einiger Zeit die Antragsarbeiten f\u00fcr die Bewilligung eines Erweiterungsbaus. (&#8230;) Geplant sei der Bau einer neuen Halle neben der bereits bestehenden. Die neue Halle soll Platz f\u00fcr 480 Container bieten. Damit w\u00fcrde sie in der alten Halle Platz f\u00fcr 3000 weitere F\u00e4sser schaffen. Das PSI rechnet mit Investitionskosten in H\u00f6he von 7 Millionen Franken.\u201c<\/i>, berichtete die <a href=\"https:\/\/www.aargauerzeitung.ch\/aargau\/kanton-aargau\/bund-muss-sein-zwischenlager-fuer-atommuell-beim-psi-ausbauen-127993311\" target=\"_blank\">Aargauer Zeitung<\/a> am 19.05.14.<br \/>\n<i>\u201eEine Frage sollte unter europ\u00e4ischen Nachbarn m\u00f6glich sein\u201c<\/i>, meint BUND-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Axel Mayer. <i>\u201eWie w\u00e4re die Reaktion der Schweizerinnen und Schweizer, wenn die Situation genau umgekehrt w\u00e4re?\u201c<\/i> Stellen Sie sich vor: <i>\u201eDie Nordschweiz w\u00e4re atomanlagenfrei, genau so wie es in S\u00fcdbaden heute ist. Und Deutschland w\u00fcrde seine Atomanlagen und das atomare Risiko im Grenzgebiet zur Schweiz konzentrieren? Welche Debatten und Emotionen w\u00fcrde das ausl\u00f6sen?\u201c<\/i> Es ist ein europ\u00e4isches Ph\u00e4nomen, dass Hochrisikoanlagen gerne an die nationalen Grenzen gesetzt werden um nationale Vorteile zu genie\u00dfen und die Risiken international zu verteilen.\u00a0 Atomare Risiken kennen keine Grenzen und Radioaktivit\u00e4t unterscheidet weder im sogenannten Normalbetrieb noch bei Atomunf\u00e4llen zwischen den Nationalit\u00e4ten. Berechtigte Sorgen der Nachbarn d\u00fcrfen nicht ignoriert werden und die betroffenen Menschen d\u00fcrfen sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.\u00a0 <i>\u201eAtomm\u00fcll muss gut und sicher gelagert werden. Aber wenn dies wieder grenznah geschehen soll, dann m\u00fcssen zumindest die Hochrisikoreaktoren in Beznau abgestellt werden. Ein st\u00e4ndiger Ausbau des atomaren Risikos, immer in Grenzn\u00e4he, ist unertr\u00e4glich.\u201c<\/i> sagt BUND Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Uli Faigle<br \/>\n20.5.2014, Axel Mayer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer,<a title=\"BUND\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/bund\/\"> BUND<\/a>-Regionalverband S\u00fcdlicher Oberrhein<br \/>\nUli Faigle, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, BUND-Regionalverband Hochrhein<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vier der f\u00fcnf Schweizer AKW&#8217;s stehen grenznah\u00a0am Hochrhein. Das\u00a0AKW Leibstadt hat einen st\u00f6ranf\u00e4lligen Siedewasserreaktor und in Beznau l\u00e4uft das \u00e4lteste und damit eines der gef\u00e4hrlichsten AKW der Welt. 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