{"id":43546,"date":"2014-01-07T16:05:53","date_gmt":"2014-01-07T15:05:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=43546"},"modified":"2014-01-09T16:38:36","modified_gmt":"2014-01-09T15:38:36","slug":"eeg-befreiung-fuer-braunkohle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/eeg-befreiung-fuer-braunkohle\/","title":{"rendered":"EEG-Befreiung fuer Braunkohle"},"content":{"rendered":"<p>Die <a title=\"NGO\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ngo\/\">Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) <\/a>beklagt, dass die Bergbautochter des Vattenfall-Konzerns von den Befreiungen von der \u00d6kostrom-Umlage (<a title=\"EEG\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/eeg\/\">EEG-Umlage<\/a>) in 2013 knapp 68 Millionen Euro profitiert &#8211; aus Sicht der DUH der vielleicht aberwitzigste Fall einer Fehlsteuerung. Damit werde ein Unternehmen entlastet, dessen <a title=\"Kohle\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/kohle\/\">Braunkohlekraftwerke<\/a> ca 63 Mio. Tonnen <a title=\"CO2\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/co2\/\">CO2<\/a>\u00a0im Jahr aussto\u00dfen<\/p>\n<p><!--more-->und damit allein f\u00fcr ein F\u00fcnftel der strombedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich sind.<br \/>\nVattenfall profitiert als einziger Braunkohle-Verstromer:\u00a0&#8222;Dieses Beispiel schreit nicht nur zum Himmel, weil sich ausgerechnet einer der schlimmsten Klimakiller aus der Verantwortung f\u00fcr die Energiewende stiehlt. Es sind exakt solche F\u00e4lle des Missbrauchs der Entlastungsregelungen bei der EEG-Umlage, die j\u00fcngst die EU-Kommission auf den Plan gerufen haben und inzwischen die Energiewende in Deutschland insgesamt bedrohen&#8220;, sagt DUH-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Resch. &#8222;Die Bundesregierung muss auch Richtung EU-Kommission klipp und klar erkl\u00e4ren, dass sie diesen Unsinn so schnell wie m\u00f6glich beenden wird&#8220;.<\/p>\n<p>Wie die DUH darlegte, habe die Bergbausparte des Energiekonzerns Vattenfall Europe Mining AG 2012 nach eigenen Angaben in der Lausitz (Brandenburg \/ Sachsen) 62,4 Mio. Tonnen Braunkohle gef\u00f6rdert, die anschlie\u00dfend in den Braunkohlekraftwerken des Konzerns verfeuert wurden und dabei etwa 63 Mio. Tonnen CO2 emittierten. Aus der Antwort der abgew\u00e4hlten schwarz-gelben Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage des Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer (B\u00fcndnis 90\/ Die Gr\u00fcnen), geht hervor, dass der &#8222;Braunkohletagebau&#8220; im Jahr 2012 im Umfang von 43,5 Mio. Euro von der EEG-Umlage entlastet wurde, 2013 soll diese Entlastung noch einmal um mehr als die H\u00e4lfte auf 67,7 Mio. Euro ansteigen. Die Zahlen wurden jedoch von der alten Bundesregierung mit dem Argument unter Verschluss gehalten, es handele sich dabei um Betriebs- und Gesch\u00e4ftsgeheimnisse.<br \/>\nDie DUH hat daraufhin \u00fcberpr\u00fcft, welche Unternehmen des Braunkohletagebaus sich hinter den von der Bundesregierung intern genannten Entlastungssummen verbergen. Das Ergebnis zeigt, dass 2012 und 2013 nicht alle in Deutschland im Braunkohlebergbau t\u00e4tigen Unternehmen befreit waren, sondern ausschlie\u00dflich Vattenfall.<br \/>\nKein internationaler Wettbewerb f\u00fcr Braunkohle<br \/>\nDer deutsche Braunkohletagebau stehe keineswegs im internationalen Wettbewerb und profitiere dar\u00fcber hinaus seit Jahren von extrem niedrigen CO2-Preisen im europ\u00e4ischen Emissionshandel. Braunkohle wird im Gegensatz zu Steinkohle aufgrund ihres geringen Energie- und hohen Wassergehalts (mehr als 50 Prozent) nicht \u00fcber weite Strecken transportiert, sondern fast ausschlie\u00dflich in grubennahen Gro\u00dfkraftwerken verstromt. Die bergbaubetreibenden Unternehmen verstromen die gef\u00f6rderte Braunkohle deshalb ausschlie\u00dflich in eigenen Kraftwerken.<br \/>\nJ\u00fcrgen Quentin, Kraftwerksexperte der DUH: &#8222;Es ist einfach nur absurd, ausgerechnet solche Kraftwerke von den Kosten der Energiewende zu entlasten, die die Energiewende am st\u00e4rksten behindern. Braunkohlestrom ist nicht nur klimasch\u00e4dlicher als jede andere Form der Elektrizit\u00e4tserzeugung. Braunkohlekraftwerke verstopfen dar\u00fcber hinaus zunehmend die Stromnetze und verhindern zu bestimmten Zeiten die Einspeisung von sauberem Strom aus Wind und Sonne.&#8220;<br \/>\nWeitere Nachrichten und Infos zum Thema<br \/>\nIn Garzweiler II darf gebaggert werden &#8211; <a href=\"https:\/\/www.iwr.de\/news.php?id=25252\">https:\/\/www.iwr.de\/news.php?id=25252<\/a><br \/>\nDIW: Braunkohle &#8222;nicht systemrelevant&#8220; f\u00fcr Energiewende &#8211;<a href=\" https:\/\/www.iwr.de\/news.php?id=25209\"> https:\/\/www.iwr.de\/news.php?id=25209<\/a><br \/>\nPresseinfos zur Energiewende &#8211; <a href=\"https:\/\/www.iwr-institut.de\/de\/presse\/presseinfos-energiewende\">https:\/\/www.iwr-institut.de\/de\/presse\/presseinfos-energiewende<\/a><\/p>\n<p>7.1.2014,\u00a0BRM Bundesverband Regenerative Mobilit\u00e4t e.V.\/ ehem. BBK e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) beklagt, dass die Bergbautochter des Vattenfall-Konzerns von den Befreiungen von der \u00d6kostrom-Umlage (EEG-Umlage) in 2013 knapp 68 Millionen Euro profitiert &#8211; aus Sicht der DUH der vielleicht aberwitzigste Fall einer Fehlsteuerung. 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