{"id":42335,"date":"2013-12-11T19:41:57","date_gmt":"2013-12-11T18:41:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=42335"},"modified":"2013-12-12T19:52:52","modified_gmt":"2013-12-12T18:52:52","slug":"breitnau-rathaus-klaeranlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/breitnau-rathaus-klaeranlage\/","title":{"rendered":"Breitnau Rathaus Klaeranlage"},"content":{"rendered":"<p>Gespr\u00e4ch mit <a title=\"Breitnau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/breitnau\/\">Breitnaus<\/a> B\u00fcrgermeister, Josef Haberstroh. Dreisamt\u00e4ler: Guten Morgen Herr Haberstroh! Seit ich das letzte Mal da war, hat sich das <a title=\"Laendlicher-Raum\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/laendlicher-raum\/\">Rathaus<\/a> innen ja komplett ver\u00e4ndert! Haberstroh: Das Rathaus stammt aus den 50er Jahren und wir hatten innen bisher den Ursprungszustand. Zwar war alles sehr gepflegt, aber es war nun doch an der Zeit, eine Innenrenovierung durchzuf\u00fchren. <!--more-->Die R\u00e4umlichkeiten wirken nun nach Abschluss der Renovierung viel transparenter, offener und einladender.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: F\u00fcr die Mitarbeiter sind die neuen Arbeitspl\u00e4tze eine deutliche Verbesserung.<br \/>\nHaberstroh: Vor allem weil mit der Sanierung auch ein Teil des Mobiliars ausgetauscht wurde. Wir haben h\u00f6henverstellbare Tische und St\u00fchle und sind ergonomisch auf dem aktuellsten Stand. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen f\u00fchlen sich damit sehr wohl. Diese B\u00fcroausstattung hat zwar ein paar Euro mehr gekostet, wirkt sich aber positiv auf die R\u00fcckengesundheit der Mitarbeiter aus. Von daher sind diese Mehrausgaben von Arbeitgeberseite aus auch vertretbar!<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Was kostet diese Erneuerung?<br \/>\nHaberstroh: F\u00fcr die Rathaussanierung waren 99.000,- Euro im Haushalt veranschlagt und damit kommen wir gut hin. 60.000,- Euro bekommen wir erfreulicherweise \u00fcber den Ausgleichsstock des Landes. Im Zuge dieser Sanierung entsteht auch ein barrierefreier Zugang zum Rathaus und gleichzeitig eine barrierefreie Toilettenanlage. Rund um\u2019s Rathaus haben wir ein kleines Dienstleistungszentrum mit Post, Tourist-Info, Sparkasse und der Feuerwehr, das nun mit einer barrierefreien Toilette aufgewertet wird. Das k\u00f6nnen wir realisieren, weil es uns gelang Leader-F\u00f6rdermittel der EU zu generieren. An diesem kleinen Beispiel wird deutlich, dass wir Deutschen nicht nur die Zahlmeister der EU sind, sondern auch Nutznie\u00dfer. Wir bekommen hier sogar einen erh\u00f6hten F\u00f6rdersatz, weil wir zwei barrierefreie Ma\u00dfnahmen umsetzen. Die Zweite ist der Umbau des Foyers beim Hallenbad in eine barrierefreie \u00f6ffentliche B\u00fccherei. Ohne diese EU-Mittel k\u00f6nnten wir uns diese Projekte nicht leisten!<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: K\u00f6nnen Sie das B\u00fccherei-Konzept beim Hallenbad erl\u00e4utern?<br \/>\nHaberstroh: Das jetzige Hallenbadfoyer war fr\u00fcher auch Kurhausfoyer mit gro\u00dfer Toilettenanlage und Garderobe. Nachdem das Kurhaus mit umgekehrter Eingangssituation neu gebaut wurde, passt heute diese Funktionalit\u00e4t nicht mehr. Deshalb bauen wir hier um. Das ganze Foyer wird ausgebeint und bekommt eine komplett neue H\u00fclle mit leichten r\u00e4umlichen Ver\u00e4nderungen, au\u00dferdem wird die WC-Anlage barrierefrei saniert. Der Zugang wird barrierefrei, da wir einen Treppenlift einbauen &#8211; das ist Bedingung der EU-Leader-Mittel. Die Idee ist die einer offenen Bibliothek. Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger k\u00f6nnen dort gut erhaltene B\u00fccher, CDs und DVDs einstellen und wer m\u00f6chte, kann sich mitnehmen, was ihn interessiert. Es wird kein Entleih-, sondern eher ein Austauschsystem sein. Diese Form hat sehr viel Charme. Wir als Gemeinde sind nicht verpflichtet, Medien zu beschaffen und viele Menschen sind froh, gut erhaltene B\u00fccher oder Medien, die zu schade zum Wegschmei\u00dfen sind, der Bibliothek zur Verf\u00fcgung stellen zu k\u00f6nnen. Ich k\u00f6nnte mir dann auch Projekte wie \u201eLesen und Schwimmen\u201c vorstellen. Bei einem Familienbesuch im Hallenbad k\u00f6nnen die Eltern, wenn sie genug vom Wasser haben, sich zum Lesen zur\u00fcckziehen, w\u00e4hrend die Kinder weiter toben k\u00f6nnen.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Im vergangenen Jahr sprachen wir dar\u00fcber, dass Breitnau seine Kl\u00e4ranlage beim Birklehof aufgeben wird.<br \/>\nHaberstroh: Ja, das ist geschehen. Sie ist komplett zur\u00fcckgebaut und das Abwasser wird bereits zur Hinterzartener Kl\u00e4ranlage gepumpt. Das ganze kostet uns rund 3,5 Millionen Euro. Die B\u00fcrger zahlen derzeit eine sehr hohe Abwassergeb\u00fchr, n\u00e4mlich \u00fcber 5,- Euro pro Kubikmeter.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Warum ist der Anschluss an Hinterzarten so teuer?<br \/>\nHaberstroh: Die Hinterzartener Kl\u00e4ranlage musste, um unser Abwasser aufzunehmen, erweitert werden und daran sind wir erheblich beteiligt. Im Prinzip haben wir \u2013 also Breitnau \u2013 dort ein zus\u00e4tzliches Kl\u00e4rbecken gebaut. Die gesamte technische Ausr\u00fcstung des ersten Beckens muss erneuert werden \u2013 was derzeit geschieht -, das ist die Bedingung f\u00fcr eine neue Betriebserlaubnis. Auch an diesen Kosten sind wir beteiligt.\u00a0\u00a0<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Gab es Alternativen?<br \/>\nHaberstroh: Wir haben auch den Anschluss an Neustadt gepr\u00fcft, dann aber verworfen. Am liebsten w\u00e4re uns die Ableitung in den Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht gewesen. Forchheim h\u00e4tte daf\u00fcr auch ausreichende Kapazit\u00e4ten. Aber da gibt es eine Engestelle, n\u00e4mlich die Durchleitung in Ebnet. Die ist zu eng. Diese Option Forchheim haben wir uns mit der jetzigen L\u00f6sung nicht verbaut. Die Betriebserlaubnis wird irgendwann wieder auslaufen und in 20 bis 30 \u00a0Jahren sieht die Situation in Ebnet m\u00f6glicherweise ganz anders aus.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Wie reagieren die B\u00fcrger auf diese hohe Abwassergeb\u00fchr?<br \/>\nHaberstroh: Sehr verst\u00e4ndnisvoll. Wir konnten die Notwendigkeit daf\u00fcr in der \u00d6ffentlichkeit recht gut kommunizieren. Das ist ja auch keine willk\u00fcrliche Ma\u00dfnahme unsererseits. Abwassergeb\u00fchren m\u00fcssen kostendeckend sein und es d\u00fcrfen keine Gewinne damit erwirtschaftet werden. Und weil wir so extrem hohe Abwassergeb\u00fchren haben, kommen wir auch in den Genuss des h\u00f6chsten F\u00f6rdersatzes. Diese hohe Geb\u00fchr ist tempor\u00e4r. Durch den hohen Zuschuss verringert sich der Eigenanteil der Gemeinde, dadurch werden die geb\u00fchrenwirksamen Kosten deutlich reduziert. Wir werden deshalb mit den Geb\u00fchren nach und nach wieder zur\u00fcckgehen k\u00f6nnen. Das muss jedes Jahr neu kalkuliert werden.<br \/>\n11.12.2013, Dagmar Engesser, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n<p><strong><\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gespr\u00e4ch mit Breitnaus B\u00fcrgermeister, Josef Haberstroh. Dreisamt\u00e4ler: Guten Morgen Herr Haberstroh! Seit ich das letzte Mal da war, hat sich das Rathaus innen ja komplett ver\u00e4ndert! 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