{"id":41540,"date":"2013-11-29T10:48:18","date_gmt":"2013-11-29T09:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=41540"},"modified":"2014-01-07T11:41:23","modified_gmt":"2014-01-07T10:41:23","slug":"muenster-1513-baustelle-gotik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/muenster-1513-baustelle-gotik\/","title":{"rendered":"Muenster 1513 &#8211; Baustelle Gotik"},"content":{"rendered":"<p>Am 5.12.2013 vor 500 Jahren wurde der Hochchor des <a title=\"Muenster\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/muenster\/\">Freiburger M\u00fcnsters<\/a> geweiht.\u00a0Das\u00a0<a title=\"Augustinermuseum\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/museum\/augustinermuseum\/\">Augustinermuseum<\/a> und der <a title=\"Muensterturm\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/muenster\/muensterturm\/\">M\u00fcnsterbauverein<\/a> als Veranstalter mit\u00a0Peter Kalchthaler als Projektleiter haben die Ausstellung &#8222;Baustelle Gotik&#8220; zusammengestellt, die zeigt, wie m\u00fchesoll, komplex und langsam Bauen im 13. bis 16. Jahrhundert waren: Laufrad, Ger\u00fcste, Transporttechnik, Baupl\u00e4ne (f\u00fcnf Risse), Ingenieurkunst, &#8230;.<!--more--><\/p>\n<div><em>Ausstellung &#8222;Baustelle Gotik&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Augustinermuseum und Museum f\u00fcr Stadtgeschichte, Freiburg.<\/em><br \/>\n<em>Bis 25. Mai 2014, Dienstag bis Sonntag 10\u201317 Uhr.<\/em><\/div>\n<div><em><em>Eintritt 7 Euro, erm\u00e4\u00dfigt 5 Euro, Museumspass frei<\/em><\/em><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/muenster-1513-baustelle-gotik\/laufrad1312\/\" rel=\"attachment wp-att-43535\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-43535\" alt=\"laufrad1312\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/laufrad1312-135x180.jpg\" width=\"135\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/laufrad1312-135x180.jpg 135w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/laufrad1312.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 135px) 100vw, 135px\" \/><\/a>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/muenster-1513-baustelle-gotik\/laufrad-demo140104\/\" rel=\"attachment wp-att-43539\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-43539\" alt=\"laufrad-demo140104\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/laufrad-demo140104-171x180.jpg\" width=\"171\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/laufrad-demo140104-171x180.jpg 171w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/laufrad-demo140104.jpg 609w\" sizes=\"auto, (max-width: 171px) 100vw, 171px\" \/><\/a><\/div>\n<div>(1) Laufrad am 6.12.2013 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 (2) Laufrad Demo am 4.1.2014<\/div>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Laufrad-Demo am ersten Samstag im Monat: 4.1.2014 und 1.2.2014 von 14 bis 16 Uhr<br \/>\n<\/strong>Oben am f\u00fcnf Meter hohen Ausleger wird das Seil um das Flaschenzugr\u00e4dchen gelegt. Dann beginnen die Leute um Laufrad zu marschieren, kraftvoll und schwei\u00dftreibend. Die h\u00f6lzerne Konstruktion beginnt sich zu drehen und\u00a0\u00a0wickelt um die Achse ein Seil, das \u00fcber den Flaschenzug an einem ca 250 kg schweren Holzbalken befestigt ist, auf dem Stadthistoriker Peter Kalchthaler mit drei weiteren Personen Platz genommen hat. Dieses Quartett wird nun durch die im Laufrad T\u00e4tigen in die H\u00f6he gehievt, bis es ca vier Meter \u00fcberm Augustinerplatz schwebt (2). Dann \u00e4ndern die im Laufrad Marschierenden ihre Laufrichtung &#8211; und der Holzbalken geht langsam wieder bergab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/muenster-1513-baustelle-gotik\/laufrad1312\/\" rel=\"attachment wp-att-43535\"><br \/>\n<\/a><strong>Ausstellung &#8222;Baustelle Gotik&#8220;: Vom Fegefeuer befreit<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/muenster-1513-baustelle-gotik\/laufrad1312\/\" rel=\"attachment wp-att-43535\"><br \/>\n<\/a><\/strong>Freiburg feiert 500 Jahre Einweihung des Chors im M\u00fcnster mit der Ausstellung \u201eBaustelle Gotik\u201c. Das M\u00fcnster, immer wieder das M\u00fcnster: Die katholische Kirche mit demTurm, der von dem Basler Kunsthistoriker Jacob Burckhard schon 1869 als \u201ewohl der sch\u00f6nste Turm auf Erden\u201c gefeiert wurde, zieht Freiburgund die Freiburger immer wieder in ihren Bann. Jetzt, 500 Jahre nachdem der Hochchor \u2013 der Altarraum \u2013 eingeweiht wurde, trumpfen das kirchliche und weltliche Freiburg in eintr\u00e4chtiger Kooperation mit der Ausstellung \u201eBaustelle Gotik\u201c auf, die gleich an vier Orten stattfindet: Im M\u00fcnster, im c-Punkt M\u00fcnsterforum, im Stadtmuseum Wentzingerhaus und im Augustinermuseum. Die am Freitagabend festlich er\u00f6ffnete Ausstellung im Augustinermuseum ist von den drei Expositionen die zentrale. Dort wird der M\u00fcnsterbau zu Freiburg im w\u00f6rtlichen Sinne zum Anfassen pr\u00e4sentiert, museumsp\u00e4dagogisch gestaltet und mit unsch\u00e4tzbaren Werten best\u00fcckt. Beleuchtet wird die Gotik sparsam, lediglich mit der Lichtst\u00e4rke von 50 Lux. Ein wenig d\u00fcster wirkt das, so wie man sich das Mittelalter vorstellt. Exponate vertragen nicht den hellen\u00a0Schein, sagen die Experten, vor allem die wertvollen St\u00fccke aus Pergament nicht.<\/p>\n<p>\u201eWir haben hier\u201c, betont Peter Kalchthaler, Kurator der Ausstellung, stolz, \u201edie wahrscheinlich einmalige Gelegenheit, alle f\u00fcnf erhaltenen Planzeichnungen des Freiburger M\u00fcnsterturms zugleich sehen zu k\u00f6nnen.\u201c Die \u201eRisse\u201c wurden in Wien, Berlin, Fribourg und N\u00fcrnberg ausgeliehen. Die Versicherungssumme f\u00fcr die Zeichnungen liegt im zweistelligen Millionenbereich. Warum sie nicht in der Freiburger M\u00fcnsterbauh\u00fctte geblieben sind, wei\u00df man nicht, wahrscheinlich wurden sie von Werkmeistern mitgenommen. Die interessanteste Zeichnung ist der sogenannte \u201eN\u00fcrnberger Riss\u201c von 1280. Karlsruher Forscher glauben, dass sie vom Stra\u00dfburger M\u00fcnsterbaumeister Erwin von Steinbach stammt, der auch am M\u00fcnster in Thann\u00a0 im Elsass und vielleicht auch am Freiburger M\u00fcnster gearbeitet hat. Es ist das \u00e4lteste \u00fcberlieferte Plandokument. Baustelle Gotik ist ein programmatischer Titel. Gotisch ist der Baustil, in dem der gr\u00f6\u00dfte Teil des M\u00fcnsters gebaut wurde. Die wenigen sp\u00e4tromanischen Teile der fr\u00fcheren Stadtpfarrkirche sind im \u00f6stlichen Teil des Baus in den Untergeschossen der \u201eHahnent\u00fcrme\u201c erhalten. Nach 1230 wurde im gotischen Stil weitergebaut. Der Begriff wurde allerdings erst Jahrhunderte sp\u00e4ter gepr\u00e4gt. Mit dem Barbarenvolk der Goten hat er nur so viel zu tun, dass italienische Kunsthistoriker den angeblich primitiven germanischen gegen den antiken edlen griechisch-r\u00f6mischen Baustil abgrenzen wollten. Weil die Baumeister im hohen Mittelalter aber fast \u00fcberall \u00e4hnlich gebaut haben, ist \u201egotisch\u201c heute ein Fachbegriff. Die Baustelle Gotik ist eine gute Gelegenheit, Handwerksgeschichte zu studieren. \u201eDie einzelnen Arbeitsschritte sollen erfahrbar sein\u201c, sagt M\u00fcnsterbaumeisterin Yvonne Faller. Dazu l\u00e4dt das Modell der M\u00fcnsterbaustelle im Eingangsbereich ein, das sonst im Stadtmuseum steht. Am und um den unfertigen Bau wuseln die Steinmetze, Zimmerer und Schmiede, am Turmbau ist zu sehen, dass der Transport schwerer Bl\u00f6cke\u00a0 nach oben mit hoch effizienten Vorrichtungen bewerkstelligt wird. Eines der dazu ben\u00f6tigten Laufr\u00e4der wurde von Zimmerleuten und Azubis aus der Gewerbeakademie der Handwerkskammer drau\u00dfen vor dem Augustinermuseum aus rohem Holz nachgebaut. Mit seiner Hebelwirkung k\u00f6nnenwenige tretendeM\u00e4nner schwere Lasten \u00fcber eine Seilwinde in schwindelnde H\u00f6hen heben. \u201e\u00dcberall, wo gr\u00fcne Farbe ist, darf man anfassen\u201c, ermuntert die M\u00fcnsterbaumeisterin zum Begreifen von Werkzeug, etwa einen \u201eWolf\u201c, ein sich spreizender\u00a0Holzkeil f\u00fcr den Transport schwerer Steine. Wer baut, braucht Geld, die Akquise war fr\u00fcher der ber\u00fcchtigte Ablass \u2013 das Vergeben von S\u00fcnden gegen Zahlung von Geld. \u201eDas war ein wesentlicher Anreiz, f\u00fcr den Bau des M\u00fcnsters zu spenden\u201c, erkl\u00e4rt Tilman von Stockhausen, Leiter der St\u00e4dtischen Museen. Als die Freiburger B\u00fcrger im 15. Jahrhundert ihr M\u00fcnster endlich fertig haben wollten, erlie\u00df Papst Sixtus IV. im Jahr 1457 per Urkunde den M\u00fcnsterspendern 100 Tage Fegefeuer. Noble B\u00fcrger wie Ritter Snewlin oder Kaufmann Peter Sprung nutzten die Gelegenheit, sich mit Glasfenstern oder Wandteppichen zudem ein Denkmal zu setzen.Was bis heute besichtigt werden kann.<br \/>\n1.12.2013, Heinz Siebold, <a href=\"https:\/\/www.der-sonntag.de\">www.der-sonntag.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 5.12.2013 vor 500 Jahren wurde der Hochchor des Freiburger M\u00fcnsters geweiht.\u00a0Das\u00a0Augustinermuseum und der M\u00fcnsterbauverein als Veranstalter mit\u00a0Peter Kalchthaler als Projektleiter haben die Ausstellung &#8222;Baustelle Gotik&#8220; zusammengestellt, die zeigt, wie m\u00fchesoll, komplex und langsam Bauen im 13. bis 16. 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