{"id":40940,"date":"2013-11-06T12:59:31","date_gmt":"2013-11-06T11:59:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=40940"},"modified":"2013-11-20T13:32:29","modified_gmt":"2013-11-20T12:32:29","slug":"begleiteter-umgang-kinderschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/begleiteter-umgang-kinderschutz\/","title":{"rendered":"Begleiteter Umgang Kinderschutz"},"content":{"rendered":"<p>200000 Paare mit <a title=\"Kinder\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/\">Kindern<\/a> trennen sich allj\u00e4hrlich, bei 20000 bzw. 10% kommt es zu Gerichtsverfahren.\u00a0Leidtragende sind stets die Kinder. Seit 1998 gibt es den &#8222;Begleiteten Umgang&#8220;: Ehrenamtliche z.B. vom <a title=\"Kinderschutzbund\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/kinderschutzbund\/\">DKSB<\/a> sind unterst\u00fctzend anwesend bei der behutsamen Wieder-Begegnung mit dem Kind. So\u00a0ist in Freiburg\u00a0derzeit f\u00fcr ca 40 fr\u00fcheren Paare vom <a title=\"Familie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/\">Familiengericht <\/a>ein &#8222;Begleiteter Umgang&#8220; anh\u00e4ngig.<!--more--><\/p>\n<p><strong>\u00a0\u00a0<br \/>\nDie Begleitung begleiten<\/strong><br \/>\nIn Freiburg gibt es eine vertraglich geregelte Leistungsvereinbarung zwischen Stadt und Kinderschutzbund (kurz: KSB), dass diejenigen Eltern vom Familiengericht zum KSB verwiesen werden, f\u00fcr die der Begleitete Umgang angeordnet wurde. 15 ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter stehen dort zur Verf\u00fcgung, &#8230;.<br \/>\nAlles vom 6.11.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/die-begleitung-begleiten--76877313.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/die-begleitung-begleiten&#8211;76877313.html<\/a>\u00a0<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>Begleitung bleibt von aktuellen Elternstreitigkeiten weitgehend unber\u00fchrt<\/strong><br \/>\nMit seinem Angebot &#8222;Begleiteter Umgang&#8220; ist der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) seit vielen Jahren zuverl\u00e4ssiger Partner und Dienstleister f\u00fcr die Stadt Freiburg und den Landkreis. Die Familien, die an uns verwiesen werden, geh\u00f6ren zu den zehn Prozent von Paaren, deren Trennung so konflikthaft verl\u00e4uft, dass ihr Fall oft vor dem Familiengericht verhandelt wird. Diese Eltern kommen demnach zumeist zwangsweise zu uns. Dennoch wollen die meisten von ihnen ihrem Kind einen Umgang mit dem anderen Elternteil erm\u00f6glichen, so schwer es ihnen zun\u00e4chst auch f\u00e4llt. Diese Eltern freuen sich nach einer ersten &#8222;verordneten&#8220; Phase des begleiteten Umgangs \u00fcber den Erfolg der Ann\u00e4herung. Nat\u00fcrlich gibt es Einzelf\u00e4lle, in denen ein Elternteil \u00fcber die Kind-Eltern-Begegnung innerhalb des begleiteten Umgangs unzufrieden ist.<br \/>\nDas duale System, a) die Begleitung der jeweiligen Eltern-Kind-Begegnung durch Ehrenamtliche (die in der Regel aus dem psychosozialen Bereich kommen und eine umfangreiche und zertifizierte Ausbildung beim DKSB absolviert haben) und b) die Begleitung der Eltern durch das hauptamtliche Fallmanagement, ist ein Strukturprinzip und Qualit\u00e4tsmerkmal des DKSB bundesweit. Die Begleitung bleibt somit von den aktuellen Elternstreitigkeiten weitestgehend unber\u00fchrt. Sie unterliegt auch keinem Wechsel wie der Artikel suggeriert, sondern muss konstant sein, damit in diesem sensiblen Arbeitsfeld ein Vertrauensverh\u00e4ltnis, insbesondere zwi- schen Kind und Begleitperson entstehen kann. In Bezug auf den elterlichen Konflikt bleibt der DKSB stets neutral und allparteilich.<br \/>\n20.11.2013, Gabriele Valeska Wilczek, Freiburg,<br \/>\nLeiterin der Gesch\u00e4ftsstelle des DKSB Freiburg<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das Schicksal des Trennungskindes<\/strong><br \/>\nEin in der Tat sehr heikles Thema. Und die Leidtragenden sind sowieso die Kinder. Ich selbst lebe als &#8222;neuer Vater&#8220; mit einem Trennungskind zusammen, das auf Dr\u00e4ngen des nach mehrj\u00e4hriger Abwesenheit wiederaufgetauchten biologischen Vaters \u00fcber den KSB begleiteten Umgang hatte. Das Kind hatte zu keiner Zeit seines bisherigen Lebens eine Beziehung zu dem Erzeuger, die Beziehung der Eltern endete noch in der Schwangerschaft. Das Kind wurde, obwohl es nicht mitmachen wollte, gezwungen, dort zu bleiben, wurde vom Personal mit Spielzeug gelockt und mit falschen Versprechungen zum dableiben \u00fcberredet. Alle Einw\u00e4nde, die gegen\u00fcber dem Gebaren des Kinderschutzbundes ge\u00e4u\u00dfert wurden, wurden ignoriert. Es ging nur darum, der Gerichtsvereinbarung folgen zu leisten und den Umgang durchzuf\u00fchren. Ich m\u00f6chte hier nicht die Qualifizierung und Eignung der beteiligten Personen in Frage stellen, das steht mir nicht zu, aber es w\u00e4re durchaus hilfreich, wenn zumindest eine der Verantwortlichen beim KSB selbst Kinder h\u00e4tte und nicht ihr Wissen aus Lehrb\u00fcchern und Seminaren h\u00e4tte.<br \/>\nGebracht hat der Umgang \u00fcbrigens nichts, mittlerweile hat sich der Mann wieder aus dem Staub gemacht, das Kind blieb verunsichert und verwirrt zur\u00fcck. Kinder sind unsere Zukunft, und kaputte Kinderseelen sind schwer zu reparieren. Wenn sich Eltern nicht mehr verstehen ist der Konflikt manchmal nicht l\u00f6sbar, da hilft es dem Kind gar nicht, dass das Gesetz die Rechte der V\u00e4ter st\u00e4rkt, wenn das Kind zu einer Beziehung &#8222;gezwungen&#8220; wird. Vielleicht wird durch das mediale Interesse ein Thema in den Focus r\u00fccken, das in Zukunft immer h\u00e4ufiger zum Problem werden wird, n\u00e4mlich das Schicksal von Kindern getrennter Eltern.<br \/>\n11.11.2013, Robert M\u00fcller<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>E i n e Mutter kritisiert<\/strong><br \/>\nAls Ehrenamtliche des Begleiteten Umgangs beim Kinderschutzbund Freiburg war ich sehr erfreut, dass die Badische Zeitung diesem sensiblen Thema so viel Raum gab. Durchaus offen f\u00fcr Kritik las ich den langen Artikel mit dem Bild des einsamen Kindes auf der Treppe und der dazugeh\u00f6rigen Bildunterschrift. Was ist passiert? E i n e Mutter kritisiert &#8211; aber Sie reden von einigen Betroffenen &#8211; dass im Falle ihres Kindes zwei \u2013 von wie vielen? \u2013 langfristig anberaumte Termine nicht verschoben werden konnten. Es ist \u00fcblich, dass die Umg\u00e4nge auf l\u00e4ngere Sicht hin von allen betreffenden Mitwirkenden terminlich geplant werden. Da der Ehrenamtliche nach M\u00f6glichkeit nicht, wie in dem Artikel f\u00e4lschlich geschrieben, wechseln soll, der umgangsberechtigte Elternteil sich \u00fcblicherweise Urlaub nehmen muss, um sein Kind zu sehen, betrifft die Terminierung verschiedene Menschen. Nat\u00fcrlich soll ein Kind zum Kindergeburtstag oder zu einer Schulveranstaltung gehen k\u00f6nnen, aber dann muss eben unter Umst\u00e4nden dieser Umgangstermin ausfallen. Lassen wir damit ein Trennungskind allein? Tragen wir damit unachtsam dazu bei ein Kind zu verunsichern? Ich h\u00e4tte mir eine bessere Recherche der Badischen Zeitung gew\u00fcnscht, um nicht zu einer tats\u00e4chlichen Verunsicherung der Menschen beizutragen, die dieses Hilfsangebot annehmen wollen.<br \/>\n19.11.2013, Gabriele Hoegl<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>Wo bleibt das Recht des Kindes?<\/strong><br \/>\nDer DKSB vertritt die Interessen der Erwachsenen, der Gerichte und der V\u00e4ter. Er sch\u00fctzt nicht das Kind \u2013 wie ich erleben musste. Das Gesetz besagt, dass der biologische Vater das Recht hat, sein Kind zu sehen, ungeachtet, was das Kind m\u00f6chte. Was ist, wenn das Kind nie einen Kontakt zum Vater hatte und diesen Elternteil nicht kennt? Wo bleibt das Recht des Kindes, &#8222;nein&#8220; zum begleiteten Umgang zu sagen? Das Kind muss dem Vater &#8222;zugef\u00fchrt&#8220; werden, entscheidet das Gericht. Der DKSB k\u00f6nnte die Notleine sein und das Kind &#8222;besch\u00fctzen&#8220;. Ich musste erleben, dass das nicht so ist. Es geht nicht um das Kindeswohl, sondern darum, dass der biologische Vater das Besuchs- und Umgangsrecht aus\u00fcben darf \u2013 ungeachtet der Kinderseele, die das im Einzelfall vielleicht nicht verkraftet. Der DKSB m\u00fcsste in den verschiedenen Familiensituationen differenzieren k\u00f6nnen und darf kein reines Ausf\u00fchrungsorgan sein. Kein Kinderschicksal gleicht dem anderen. Ich hoffe darauf, dass die Rechte unserer Kinder von Gerichten, aber auch vom DKSB umgesetzt werden und ein Kind, welches seinen Vater nicht sehen m\u00f6chte geh\u00f6rt und respektiert wird.<br \/>\n20.11.2013, \u00a0Carolin Mayer, March<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>Kritik einer einzigen Mutter<\/strong><br \/>\nErfreut begann ich, den Bericht \u00fcber den begleiteten Umgang zu lesen: handelt es sich doch um ein f\u00fcr die Be-troffenen heikles, schwieriges, oft schambesetztes Thema und f\u00fcr die Mit- arbeiterinnen und Mitarbeiter an den betroffenen Stellen um ein \u00e4u\u00dferst anstrengendes Arbeitsfeld, bei dem hoch-strittige Paare aufeinandertreffen, die oft lange nicht mehr miteinander gesprochen haben und bei denen unterschiedlichste Interessen und Sichtweisen aufeinanderprallen und die den Begriff &#8222;Kindeswohl&#8220; durchaus kontrovers auslegen k\u00f6nnen. Umso emp\u00f6rter war ich am Ende des Artikels \u00fcber die Verunglimpfung, die diese Arbeit in Freiburg erf\u00e4hrt aufgrund der Kritik einer einzigen Mutter. Seit wann f\u00fchrt die Unzufrieden- heit einer Einzelperson zu einer Re- cherche bei der BZ, die sich ja nicht in die Sparte &#8222;Boulevardpresse&#8220; einreiht? In meinen Augen eine entt\u00e4uschend unseri\u00f6se Form von Berichterstattung, die weder der Sache noch einem glaubw\u00fcrdigen Journalismus einen Gefallen tut. Schade.<br \/>\n20.11.2013, Dorothea Fritsch, Freiburg <!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>200000 Paare mit Kindern trennen sich allj\u00e4hrlich, bei 20000 bzw. 10% kommt es zu Gerichtsverfahren.\u00a0Leidtragende sind stets die Kinder. 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