{"id":40936,"date":"2013-10-16T12:16:52","date_gmt":"2013-10-16T10:16:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=40936"},"modified":"2013-12-04T13:55:45","modified_gmt":"2013-12-04T12:55:45","slug":"palaestina-haeusliche-gewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/palaestina-haeusliche-gewalt\/","title":{"rendered":"Palaestina &#8211; haeusliche Gewalt"},"content":{"rendered":"<p>2012\u00a0gab es in <a title=\"Palaestina\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/palaestina\/\">Pal\u00e4stina<\/a> (2.6 Mio Einwohner in <a title=\"Bethlehem\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/israel2013\/bethlehem\/\">Westjordanland<\/a> und Gazastreifen) 12 Morde an Frauen im Zusammenhang mit h\u00e4uslicher Gewalt, in 2013 bis bereits 26 im Haus der Familie ermordete Frauen. Die Ursachen sind vielf\u00e4ltig. Seit Mai 2013 leistet <a title=\"Amica\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/amica\/\">Amica e.V.<\/a> aus Freiburg vorort Hilfe f\u00fcr traumatisierte Menschen vorort &#8211; so werden\u00a0z.B. Frauen zu therapeutischer Gruppenarbeit ermutigt. <!--more--><\/p>\n<div>\u00a0\u00a0\u00a0<\/div>\n<p><strong>Amica bietet Hilfe\u00a0f\u00fcr traumatisierte Menschen<\/strong><br \/>\nUnter dem Dach von &#8222;Wings of Hope&#8220; agiert ein dreik\u00f6pfiges Team von\u00a0Amica e.V. in Bethlehem. Beide Einrichtungen bieten Unterst\u00fctzung f\u00fcr traumatisierte Menschen an, beide machen sich gegen h\u00e4usliche Gewalt stark. Mehr Infos finden sich auf den Webseiten: <a title=\"\" href=\"https:\/\/www.amica-ev.org\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.amica-ev.org<\/a><br \/>\n<a title=\"\" href=\"https:\/\/www.woh-for-trauma.com\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.woh-for-trauma.com<\/a>\u00a0<!-- RSPEAK_STOP -->\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>Raus aus der Opferrolle<\/strong><br \/>\nBethlehem ist im Moment nur touristenfriedlich&#8220;, erkl\u00e4rt die 57-j\u00e4hrige Faten Mukarker, &#8222;so nennen wir diesen Zustand, der f\u00fcr uns hier blo\u00df die Abwesenheit von Krieg ist.&#8220;Die Depression hinter der Mauer, die Willk\u00fcr an den Checkpoints, Hausdurchsuchungen: das alles seien Dinge, die f\u00fcr Reisende kaum sichtbar w\u00fcrden. F\u00fcr die 30 000 Einwohner der Stadt, eine gute Viertelstunde von Jerusalem entfernt, sind sie Realit\u00e4t. Eine Realit\u00e4t, die nicht nur politisch bedeutsam ist, sondern die bis ins Private hinein wirkt, in Beziehungen und Familien. &#8230;<br \/>\nAlles vom 16.10.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/raus-aus-der-opferrolle-x1x--76194494.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg\/raus-aus-der-opferrolle-x1x&#8211;76194494.html<\/a>\u00a0<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0<br \/>\n<strong>Israelische Besatzung nicht Schuld an\u00a0Zunahme h\u00e4uslicher Gewalt<\/strong><br \/>\nDer Vorstand der Deutsch-Israelischen Gesellschaft setzt sich mit unserem Bericht \u00fcber traumatisierte Pal\u00e4stinenserinnen in Bethlehem (&#8222;Raus aus der Opferrolle&#8220;, BZ vom 16. Oktober) auseinander.<br \/>\nSie weisen mit Recht auf das erhebliche Problem h\u00e4uslicher Gewalt in den Pal\u00e4stinensergebieten hin. F\u00fcr die Ursache dieses Problems stellen Sie in Ihrem Artikel die These auf, die &#8222;israelische Besatzung&#8220; sei schuld an der Zunahme der h\u00e4uslichen Gewalt in den Pal\u00e4stinensergebieten und an der Verdopplung der Morde an Pal\u00e4stinenserinnen innerhalb eines Jahres. Diese sogenannte &#8222;Besatzung&#8220; existiert nun aber bereits seit Jahrzehnten, weshalb ihr nicht die Schuld an der Zunahme der h\u00e4uslichen Gewalt binnen eines Jahres gegeben werden kann. Dar\u00fcber hinaus hat sich die Situation der Pal\u00e4stinenser unter israelischer Verwaltung im vergangenen Jahr durch Netanyahus Regierungskoalition verbessert. Im internationalen Vergleich gibt es keine Kausalit\u00e4t f\u00fcr die zunehmende h\u00e4usliche Gewalt, die der von Ihnen so genannten &#8222;israelischen Besatzung&#8220; auch nur ann\u00e4hernd gleicht. So existiert etwa im Kosovo, in Tschetschenien oder Libyen ebenso h\u00e4usliche Gewalt wie in Deutschland. In Spanien, Indien und der T\u00fcrkei hat die h\u00e4usliche Gewaltsogar deutlich zugenommen \u2013 und dies ohne mit der &#8222;israelischen Besatzung&#8220; vergleichbare Strukturen.<br \/>\nLeider nennen Sie in Ihrem Artikel ganz andere Ursachen f\u00fcr die zunehmende h\u00e4usliche Gewalt in den Pal\u00e4stinensergebieten nicht. Etwa den Femizid, das hei\u00dft die T\u00f6tung von Frauen, weil sie Frauen sind. Die Vereinten Nationen stellten in einer Publikation, die 2013 ver\u00f6ffentlicht wurde, fest, dass Femizid ein globales Problem sei und in einigen Teilen der Erde zunehme. Ein Grund daf\u00fcr sei der in manchen Gesellschaften verankerte Gedanke, dass Frauen minderwertig sind und eine patriarchalische Gesellschaft, die M\u00e4nnern mehr Rechte zuspricht als Frauen. Pal\u00e4stinensische Aktivistinnen sehen auch in der Tatsache, dass das neue Strafgesetz zur intensiveren Verfolgung von &#8222;Ehrenmorden&#8220; noch nicht unterzeichnet wurde, die Hauptursache f\u00fcr die Zunahme der Morde an pal\u00e4stinensischen Frauen.<br \/>\nEs ist bedauerlich, dass ein so wichtiges und ernstes Thema wie die Zunahme von h\u00e4uslicher Gewalt bis hin zu Morden in den Pal\u00e4stinensergebieten durch stereotype Schuldzuweisung an die &#8222;israelische Besatzung&#8220; verf\u00e4lscht wird. Will man den Opfern helfen, m\u00fcssen die wirklichen Ursachen f\u00fcr die h\u00e4usliche Gewalt beim Namen genannt und angegangen werden.<br \/>\n20.11.2013, Ursula Fiedler, Freiburg,im Namen des Vorstandes der Deutsch-Israelischen Gesellschaft<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ist die Besatzung\u00a0Schuld an der Zunahme h\u00e4uslicher Gewalt?<\/strong><br \/>\nAuch wenn ich ein Freund Israels bin und seit 50 Jahren in das sch\u00f6ne Land komme, darf diese sch\u00f6nf\u00e4rberische Zuschrift von Frau Ursula Fiedler nicht unwidersprochen hingenommen werden. Wenn man die Augen nicht vor den Fakten verschlie\u00dft, ist die &#8222;Besatzung&#8220; selbstverst\u00e4ndlich daran Schuld. Und das sind die Fakten: In der pal\u00e4stinensischen Bev\u00f6lkerung gibt es noch ein stark ausgepr\u00e4gtes Rollenverst\u00e4ndnis in Bezug auf die Aufgaben von Frauen und M\u00e4nnern: Die M\u00e4nner gehen zur Arbeit und verdienen den Lebensunterhalt f\u00fcr die Familie, die Frauen sind zust\u00e4ndig f\u00fcr die Arbeit im Haus und die Erziehung der Kinder. Nun haben aber sehr viele M\u00e4nner durch die &#8222;Besatzung&#8220; und den Mauerbau ihre Arbeit verloren, was sie nach au\u00dfen hin nicht zugeben wollen. Es entsteht bei ihnen ein gro\u00dfer Frust, weil sie in ihrer Rolle &#8222;versagen&#8220;.<br \/>\nMit dem Wegfall des Einkommens aus der Arbeit des Mannes kommen auf die Frauen zus\u00e4tzliche Belastungen zu, weil sie nun versuchen, durch kleinere Dienstleistungen oder Verk\u00e4ufe zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen, was oft zu \u00dcberforderungen f\u00fchrt. Diese Mischung aus Frust, in der traditionellen Rolle zu &#8222;versagen&#8220;, und der \u00dcberbelastung, um die Familie durchzubringen, ist urs\u00e4chlich f\u00fcr das Anwachsen h\u00e4uslicher Gewalt \u2013 und das um so mehr, je l\u00e4nger dieser menschenunw\u00fcrdige Zustand andauert. Es w\u00e4re endlich an der Zeit, dass die Deutsch-israelische Gesellschaft ein distanzierteres und kritischeres Verh\u00e4ltnis zur israelischen Politik (nicht zu den Menschen im Land) einnimmt und die Lage sieht, wie sie wirklich ist.<br \/>\n4.12.2013, Gerhard Bender, Freiburg<\/p>\n<div>\u00a0<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2012\u00a0gab es in Pal\u00e4stina (2.6 Mio Einwohner in Westjordanland und Gazastreifen) 12 Morde an Frauen im Zusammenhang mit h\u00e4uslicher Gewalt, in 2013 bis bereits 26 im Haus der Familie ermordete Frauen. Die Ursachen sind vielf\u00e4ltig. Seit Mai 2013 leistet Amica &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/palaestina-haeusliche-gewalt\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-40936","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40936"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40936\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40936"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40936"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=40936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}