{"id":40286,"date":"2013-11-07T20:50:20","date_gmt":"2013-11-07T19:50:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=40286"},"modified":"2013-11-07T20:50:20","modified_gmt":"2013-11-07T19:50:20","slug":"oekostrom-verhindert-blackouts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/oekostrom-verhindert-blackouts\/","title":{"rendered":"Oekostrom verhindert Blackouts"},"content":{"rendered":"<p>Das Forschungsprojekt &#8222;Kombikraftwerk 2&#8220; hat gestern bei einem Testlauf bewiesen, dass <a title=\"Energie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/\">erneuerbare Energien <\/a>gegen einen Blackout ger\u00fcstet sind. Das Kombikraftwerk 2 verbindet zwei <a title=\"Wind\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/wind\/\">Windparks<\/a>, drei <a title=\"Biogas\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/biomasse\/biogas\/\">Biogas<\/a>&#8211; und eine <a title=\"Solar\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/solar\/\">Fotovoltaik-Anlage<\/a> mithilfe einer Steuerungszentrale, deren Server in Kassel steht. Im Test lie\u00dfen sich die Erneuerbare-Energien-Anlagen flexibler steuern als fossile Kraftwerke.<!--more--> Auch wenn kein Wind weht oder der Himmel bedeckt ist, kann das mit Biogas ausgeglichen werden. Das Projekt f\u00fchrte das Fraunhofer Instituts f\u00fcr Windenergie und Energie-System-Technik (IWES) mit verschiedenen Unternehmen der Wind, Solar- und Biogasbranche sowie Siemens zusammen durch. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/gruene-kraftwerke-koennen-blackouts-verhindern-1.1807962\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/gruene-kraftwerke-koennen-blackouts-verhindern-1.1807962<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/umwelt\/2305707\/\">https:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/umwelt\/2305707\/<\/a><br \/>\nDer Pr\u00e4sident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann fordert: &#8222;Keine neue Subvention f\u00fcr fossile Kraftwerke&#8220;:<br \/>\n\u00a0<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bundestagswahl-2013\/energiewende-netzagentur-lehnt-kapazitaetspraemien-fuer-fossile-kraftwerke-ab\/9014744.html\">https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bundestagswahl-2013\/energiewende-netzagentur-lehnt-kapazitaetspraemien-fuer-fossile-kraftwerke-ab\/9014744.html<\/a><br \/>\n\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Erneuerbare Energien &#8211; Gr\u00fcne Kraftwerke allein k\u00f6nnen Blackouts verhindern<\/strong><br \/>\nWindr\u00e4der in Brandenburg &#8211; Windstille muss nicht Stromausfall bedeuten, wenn man regenerative Energie geschickt vernetzt. \u00a0F\u00fcr \u00d6kostrom gilt angeblich: Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, drohen Blackouts. Doch stimmt das \u00fcberhaupt? Ein Test zeigt, dass auch erneuerbare Energien eine stabile Frequenz und Spannung im Netz gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen. Zwei Windparks in Brandenburg, zw\u00f6lf Solaranlagen in der Region Kassel und drei Biogaskraftwerke in Hessen und Rheinland-Pfalz haben am Mittwoch gezeigt, was sie k\u00f6nnen. Statt dauernd so viel Strom ins Netz zu speisen wie irgend m\u00f6glich, folgten die Anlagen einer Art Verkehrspolizei, produzierten mal ein Viertel weniger, mal mehr Energie, um Deutschland ohne Stromausf\u00e4lle mit Elektrizit\u00e4t zu versorgen.<br \/>\nDie \u00fcber der halben Republik verteilten Ger\u00e4tschaften waren zu einem sogenannten Kombikraftwerk zusammengeschaltet worden. Der Test in Berlin, den das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) organisiert hatte, sollte demonstrieren, &#8222;dass Erneuerbare Energien eine stabile Frequenz und Spannung im Netz gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen&#8220;, sagte Projektleiter Kurt Rohrig vom IWES. Blackouts seien somit auch dann nicht zu bef\u00fcrchten, wenn nur noch gr\u00fcner Strom durch die Leitungen flie\u00dft.<br \/>\nAuf diesen Nachweis haben Experten gewartet. Wind und Wasser, Sonne und Biomasse tragen ein Viertel zum deutschen Stromverbrauch bei und sind von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung f\u00fcr die Energiewende. &#8222;Sie kommen aus der Nische und werden zum Pfeiler der Energieversorgung&#8220;, sagte J\u00fcrgen Becker, Staatssekret\u00e4r im Bundesumweltministerium. &#8222;Es ist n\u00f6tig, dass sie Systemverantwortung \u00fcbernehmen.&#8220;<br \/>\nIm Stromnetz m\u00fcssen angeschlossene Kraftwerke aktiv daran mitwirken, Spannung und Frequenz zu regulieren. Die europ\u00e4ische Netzfrequenz von 50 Hertz muss peinlich genau eingehalten werden, neigt aber zu Schwankungen, wenn eingespeiste und abgerufene Energie nicht genau \u00fcbereinstimmen.<br \/>\nDem k\u00f6nnen Kraftwerke entgegenwirken, indem sie ihre Einspeisung erh\u00f6hen oder senken, was eine sekundengenaue Reaktion erfordert. Au\u00dferdem wird oft sogenannte Regelenergie ben\u00f6tigt, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen. Hier k\u00f6nnen Kraftwerksbetreiber Geld daf\u00fcr bekommen, dass sie etwa mittags eine halbe Stunde lang mehr oder nachts f\u00fcr drei Stunden lang weniger Strom liefern als geplant.<br \/>\nVon solchen Dienstleistungen sind gr\u00fcne Kraftwerke bislang ausgeschlossen, weil ihre Produktion mit dem Wetter schwankt. Werden mehrere solcher Anlagen zu einem Kombikraftwerk verkn\u00fcpft, k\u00f6nnen sie m\u00f6gliche Ausf\u00e4lle der anderen kompensieren. Wichtiger Bestandteil sind Biogas-Anlagen, die einfach den Hahn auf- und zudrehen k\u00f6nnen.<br \/>\nDas Kombikraftwerk, das die IWES-Experten am Mittwoch vorgef\u00fchrt haben, hat eine Gesamtleistung von 80 Megawatt; das ist nicht viel, ein einzelnes gro\u00dfes Kohlekraftwerk erzeugt leicht zehnmal so viel Strom.<br \/>\nBei dem Test erzeugte das experimentelle Kombikraftwerk sogar nur 16 Megawatt, weil im S\u00fcden Brandenburgs nicht viel Wind wehte. Trotzdem wollten die Projektteilnehmer demonstrieren, wie schnell sich ihr Anlagenverbund auf Anforderungen einstellen kann, die vier Megawatt h\u00f6her oder niedriger lagen. Damit die Windr\u00e4der auf Zuruf mehr Strom produzieren konnten, fuhren sie sozusagen mit angezogener Handbremse: Ihre Fl\u00fcgel waren leicht aus der optimalen Stellung gedreht.<br \/>\nDas erste Kommando im Test war dann, die Stromerzeugung noch weiter zu senken. Dem folgte das Kombikraftwerk sofort, nach rund 15 Sekunden war der neue Sollwert erreicht. &#8222;Erneuerbare reagieren deutlich schneller als konventionelle Kraftwerke&#8220;, sagt Kaspar Knorr vom IWES, der den eigentlichen Test steuerte. &#8222;Sie haben aber mehr Probleme, den abgesenkten Wert genau einzuhalten.&#8220; Als das Kombikraftwerk dann pl\u00f6tzlich wieder deutlich mehr Energie liefern sollte, wurde es eng. Der Wind reichte offenbar nicht mehr aus, nur eine hoch aufgedrehte Biogas-Produktion hievte den Aussto\u00df des Kombikraftwerks auf die von au\u00dfen geforderte Leistung. Immerhin konnte die Anlage dann noch zeigen, dass sie auf die im Sekundentakt schwankende Frequenz im Stromnetz mit leichten Auf- und Abschl\u00e4gen zu reagieren vermag. Insgesamt hatte der schwache Wind den IWES-Leuten ein wenig die Show vermasselt. Die Leistungskurve von der Generalprobe am vergangenen Montag, als sich Herbststurm Christian schon ank\u00fcndigte, wies eine bessere Vorstellung aus. Zuvor schon hatte Staatssekret\u00e4r Becker den Forschern bescheinigt, es sei &#8222;ein guter Tag f\u00fcr die Energiewende&#8220;. Wie passend, so empfanden es viele der Entwickler in dem Projekt, dass Beckers Chef, Minister Peter Altmaier (CDU) zusammen mit der SPD-Politikerin Hannelore Kraft am heutigen Donnerstag bei den Koalitionsgespr\u00e4chen die erste Sitzung der Arbeitsgruppe Energie leiten sollte. &#8222;Wir k\u00f6nnen das&#8220; &#8211; diese Botschaft sollten die Politiker in Berlin deutlich h\u00f6ren.<br \/>\n7.11.2013, Peter Schrum, Pr\u00e4sident<br \/>\nBRM Bundesverband Regenerative Mobilit\u00e4t e.V.\/ ehem. BBK e.V.,\u00a0D-15537 Erkner<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.brm-ev.de%3chttp\/\/www.brm-ev.de\">www.brm-ev.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Forschungsprojekt &#8222;Kombikraftwerk 2&#8220; hat gestern bei einem Testlauf bewiesen, dass erneuerbare Energien gegen einen Blackout ger\u00fcstet sind. Das Kombikraftwerk 2 verbindet zwei Windparks, drei Biogas&#8211; und eine Fotovoltaik-Anlage mithilfe einer Steuerungszentrale, deren Server in Kassel steht. 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