{"id":39537,"date":"2013-10-20T14:08:52","date_gmt":"2013-10-20T12:08:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=39537"},"modified":"2014-01-08T17:53:01","modified_gmt":"2014-01-08T16:53:01","slug":"bettensteuer-touristen-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bettensteuer-touristen-freiburg\/","title":{"rendered":"Bettensteuer &#8211; Touristen Freiburg"},"content":{"rendered":"<p>Die Stadt braucht Geld und will es sich jetzt bei den <a title=\"Tourismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tourismus\/\">Touristen<\/a> holen. Leider. Alle, die hier n\u00e4chtigen, sollen 3 Euro berappen. Pro Nacht. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Es trifft genau Diejenigen, die privat in Freiburg \u00fcbernachten. <a title=\"Business\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/\">Gesch\u00e4ftsleute<\/a> bleiben au\u00dfen vor. Wahnsinn: Kommt jemand mit Krawatte zur T\u00fcre hinein, ist er gesch\u00e4ftlich unterwegs? Wie sollen bitte sch\u00f6n <a title=\"Hotel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tourismus\/gastro\/hotel\/\">Hoteliers<\/a> den Unterschied erkennen? <!--more-->Vermutlich wird es gar solche Bl\u00fcten treiben, dass den G\u00e4sten geraten wird, das Kreuzchen bei \u201edienstlich\u201c zu machen&#8230; Und wie wird es eigentlich abgerechnet, wenn ein Paar anreist, er beispielweise auf Besuch eines Fachkongresses und sie als Touristin? Wohl Bett f\u00fcr Bett. Den Stadts\u00e4ckel zu f\u00fcllen ist die eine Seite. Wer von den Kosten nicht betroffen ist, stimmt immer gerne zu. Aber so werden abgesehen von der generellen Fragw\u00fcrdigkeit Einnahmen in H\u00f6he von 3 Euro, aber ein Verwaltungsaufwand in H\u00f6he von 30 Euro erreicht&#8230;<br \/>\n17.10.2013, R\u00fcdiger Kopf , <a href=\"https:\/\/www.stadtkurier.de\">www.stadtkurier.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Gedanken zum Gedenken an\u00a0100 Jahre Eingemeindung Littenweiler zu Freiburg<\/strong><\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt der Eingemeindung reichte die Gemarkung Alt-Littenweilers stadtw\u00e4rts bis an das\u00a0wenige Jahrzehnte zuvor errichtete Naherholungsgebiet Waldsee-M\u00f6slepark. F\u00fcr die unter OB Dr.\u00a0Otto Winterer auch touristisch dynamisch aufstrebende Stadt war es f\u00fcr die Stadtentwicklung von\u00a0Interesse, sich den ob seinem \u00fcberregional bekannten Mineralbad und damit verbundenen Fremdenverkehr\u00a0gelegentlich \u00bbBad Littenweiler\u00ab genannten Vorort einzuverleiben. Die zur Eingemeindung\u00a0versprochene Verl\u00e4ngerung der Stra\u00dfenbahn vom Schiff zum Bahnhof \u00a0zwischen unbebauten\u00a0Wiesen und Feldern hindurch wurde kriegsverz\u00f6gert selbst in den reparationszahlungsgebeutelten\u00a0Nachkriegsjahren geleistet.<\/p>\n<p>Es darf vermutet werden, da\u00df Winterer-Nachfolger Thoma vor 100\u00a0Jahren mit der \u00dcbernachtungssteuer von den Littenweilerern einen Korb f\u00fcr die Eingemeindung\u00a0bekommen h\u00e4tte; denn eine solche r\u00fcckw\u00e4rtsgerichtete Steuer h\u00e4tte weder zum Vision\u00e4r Winterer\u00a0noch dem g\u00e4stefreundlichen Littenweiler gepa\u00dft.\u00a0Freiburg w\u00e4hlte sich als erste Gro\u00dfstadt einen \u00bbgr\u00fcnen\u00ab OB; seine Wiederwahl gelang schwer\u00a0besch\u00e4digt knapp und nur mit den Stimmen der kandidatenlosen CDU. Nicht ohne Grund; denn\u00a0fortschreitend mit dem seit Jahren unter OB Salomon zunehmend fremdenverkehrfeindlichen Verhalten\u00a0der Verwaltung geht viel anderes in Freiburg den Krebsgang.<\/p>\n<p>Wer im zunehmend g\u00e4stefeindlichen Freiburg \u00fcbernachtet, wird schon l\u00e4nger von der Verwaltung\u00a0verh\u00f6hnt. So wirbt die Stadt zwar mit den Segnungen der KONUS-Karte um den Tagestourismus,\u00a0was in erster Linie dem Einzelhandel und der Gastronomie Geld in die Kassen sp\u00fclt. In der Stadt\u00a0\u00fcbernachtenden G\u00e4ste wird diese attraktive Verg\u00fcnstigung nicht gew\u00e4hrt. Ausw\u00e4rtig \u00fcbernachtende\u00a0G\u00e4ste erhalten in Freiburg weitere Verg\u00fcnstigungen (z.B. Offizieller Stadtf\u00fchrer f\u00fcr 4,90 \u20ac\u00a0gratis), in Freiburg \u00fcbernachtende G\u00e4ste erhalten nichts etc. etc.\u00a0Oder: G\u00e4ste m\u00fcssen ihren Weg zum idyllisch, aber etwas abseits gelegenen Hostel &amp; Spa Waldkurbad\u00a0ohne Hilfe einer Beschilderung finden, wobei sich besonders Fu\u00dfwanderer mit oft schweren\u00a0Rucks\u00e4cken wiederholt verlaufen. Das l\u00e4\u00dft die Stadt gleichg\u00fcltig: sie lehnte den Antrag auf\u00a0Wegweiser ab! Aktuelle Begr\u00fcndung: ein Wegweiser w\u00e4re \u201aunzul\u00e4ssige Werbung\u2018. Zum anderen\u00a0Hostel, der Jugendherberge des DJH, gibt es im Stadtteil Waldsee \u00fcber 16 (!) Wegweiser.\u00a0Seit kurzem werden durch die Verwaltung jetzt europaweit reisende Wohnmobilisten vergrault, die\u00a0in Freiburg ohne Feinstaub-Plakette nicht einfahren und keinen der offiziellen \u00dcbernachtungspl\u00e4tze\u00a0mehr straffrei anfahren d\u00fcrfen.\u00a0Und jetzt wird die \u00dcbernachtungssteuer f\u00fcr vollj\u00e4hrige Touristen draufgesetzt! Mit diesem Schritt\u00a0\u00fcberschreitet die Stadt eine \u00bbrote Linie\u00ab an Arroganz und Zumutung. Ganz zu schweigen von dem\u00a0f\u00fcr Gast und Gastgeber uns\u00e4glichen \u00a0erwaltungsaufwand, der ebenso despektierlich wie mit dem\u00a0Schutz der Privatsph\u00e4re kaum vereinbar ist.\u00a0Im Gegensatz zum Meldegesetz wird der \u00dcbernachtungsgeber gen\u00f6tigt, von jedem Gast zus\u00e4tzliche\u00a0Daten \u00bbin geeigneter Form aufzuzeichnen\u00ab (\u00a7 7 Abs. 5), die dort nicht vorgesehen sind.\u00a0Damit werden den Beherbergungsleitern strafbewehrte Handlangerdienste abverlangt, die h\u00f6heren\u00a0Gesetzen fremd sind, und zu unseri\u00f6sen Datensammlern degradiert.\u00a0Statt daf\u00fcr zu sorgen, da\u00df insbesondere die \u00dcbernachtungsdauer zum Wohle der Stadt steigt, l\u00e4\u00dft\u00a0sie keine Gelegenheit mehr aus, die touristische Abwanderung ins unmittelbar \u00a0angrenzende\u00a0Umland zu for\u00e7ieren \u2014 ein brillantes Eigentor ohne Gegner! Die Nachbarn wie Kirchzarten freut`s.\u00a0Unter diesen Bedingungen ist es im Grunde besch\u00e4mend, in Freiburg Gastgeber zu sein. Doch die\u00a0Freiburger als solche sind gern und mit Freude Gastgeber.<br \/>\n5.1.2014. Paul Busse, Waldseestrasse 77, 79117 Freiburg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8230; besser in einer der \u00fcber 100 Konus-Gemeinden \u00fcbernachten<\/strong><br \/>\nGl\u00fcckwunsch Freiburger Gemeinderat! Bis zum Schluss hatten wir gehofft, dass der Gemeinderat doch noch gegen die Bettensteuer stimmt &#8211; vergebens. Wie erkl\u00e4ren Sie denn den Touristen (egal ob in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingpl\u00e4tzen,&#8230;), dass sie in Freiburg eine Steuer bezahlen m\u00fcssen, von der sie effektiv nichts haben? \u00dcbernachten sie hingegen z.B. in Kirchzarten, m\u00fcssen sie zwar eine Kurtaxe bezahlen, k\u00f6nnen aber daf\u00fcr u.a. im gesamten Schwarzwald den \u00d6PNV kostenlos nutzen (\u00fcbrigens auch Bus&amp;Bahn in Freiburg!). Wer in Freiburg seine Bettensteuer bezahlt, zahlt dann auch nochmals f\u00fcr den \u00d6PNV extra. Mal ganz ehrlich, liebe Gemeinderatsmitglieder, wenn Sie als Urlauber w\u00fcssten, dass Sie den \u00d6PNV im gesamten Schwarzwald auch kostenlos nutzen k\u00f6nnen, wenn Sie Ihren Urlaub in einer der \u00fcber 100 Konus-Gemeinden verbringen w\u00fcrden, w\u00fcrden Sie dann noch in Freiburg \u00fcbernachten?<br \/>\n&#8230;\u00a0da die Bettensteuer in K\u00f6ln rechtswidrig ist, muss die Stadt von den 2012 eingenommenen 5 Mio nun 3,9 Mio \u20ac zur\u00fcckzahlen. Die \u00dcbernachtungszahlen im K\u00f6lner Umland sind im \u00dcbrigen st\u00e4rker gestiegen, als die \u00dcbernachtungen in K\u00f6ln. \u00dcbrigens: in Goslar hat die Einf\u00fchrung der Bettensteuer zu einem R\u00fcckgang von 5% gef\u00fchrt. Aber was bringen Vergleiche, &#8230; Hoffen wir, dass Freiburg es wie Oldenburg macht: die Bettensteuer nach ein paar Monaten wieder aufheben!<br \/>\n15.10.2013, Claus Busse, Freiburg-Waldsee &#8211; zum <a title=\"Littenweiler 100 Jahre Freiburg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/littenweiler-100-jahre-freiburg\/\">Neujahrsempfang Littenweiler<\/a><br \/>\n<strong>Eine Breisgaumetropolensteuer<\/strong><br \/>\nGutes Haushalten und sparsames Wirtschaften der \u00f6ffentlichen Hand sieht anders aus. Unsinnige Geb\u00fchren und Abgaben einzuf\u00fchren oder diese zu erh\u00f6hen ist leider g\u00e4ngige Praxis.\u00a0Wie w\u00e4re es mit einer M\u00fcnsterplatzabgabe oder einer Breisgaumetropolensteuer, was spr\u00e4che gegen einen allgemeinen Touristensoli oder eine Freiburg-Maut, f\u00fcr alle die motorisiert kommen, eine CO2-Abgabe f\u00fcr LKWs oder eine Fahrradsteuer, eine Veranstaltungssteuer (Kino, Konzert etc.), eine B\u00e4chleabgabe eine Rheinkieselabnutzungssteuer f\u00fcr Fussg\u00e4nger und Gesch\u00e4ftsinhaber in der Innenstadt. Einf\u00fchren k\u00f6nnte man auch eine allgemeine Verwaltungsabgabe, eine Geburtssteuer (f\u00fcr alle Bobbele), einen Green-City-Euro f\u00fcr alle die einen Hauptwohnsitz in Freiburg haben. Und ein Bussgeld f\u00fcr Leute, die einer Strassenbahn nachgaffen.<br \/>\n19.10.2013, Hermann Willaredt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt braucht Geld und will es sich jetzt bei den Touristen holen. Leider. 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