{"id":39085,"date":"2013-10-11T10:32:18","date_gmt":"2013-10-11T08:32:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=39085"},"modified":"2013-10-11T12:38:26","modified_gmt":"2013-10-11T10:38:26","slug":"wildnispaedagogik-naturschule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wildnispaedagogik-naturschule\/","title":{"rendered":"Wildnispaedagogik Naturschule"},"content":{"rendered":"<p>Wildnisp\u00e4dagogik und &#8222;Coyote Teaching&#8220; \u2013 die Art des <a title=\"Schulen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/\">Lehrens<\/a>, wie es bei <a title=\"Natur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/\">Naturv\u00f6lkern<\/a> praktiziert wird \u2013 standen mit auf dem Programm der Fachtagung, mit der die <a title=\"Naturschule\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/naturschule\/\">Naturschule Freiburg<\/a> am Mittwoch und Donnerstag ihr 25-j\u00e4hriges Bestehen beging. Das Motto der Veranstaltungen in der Waldhof-Akademie in Littenweiler, zu denen rund 80 vorwiegend weibliche Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen, lautete &#8222;Lernen in der <a title=\"Naturschutz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/naturschutz\/\">Natur<\/a>&#8222;. <!--more-->Gespannt waren die Teilnehmer, als Kursleiter Uwe Belz sie am Mittwochnachmittag in den Wald f\u00fchrte: Der 49-j\u00e4hrige Yoga- und Wildnislehrer aus Bad M\u00fcnstereifel ist schlie\u00dflich ein Sch\u00fcler von Tom Brown, Amerikas Outdoor-Mann Nummer eins. Und als solcher verbrachte Belz selbst ein Jahr in der Wildnis \u2013 in einem unwegsamen Gebiet im Osten der USA.<br \/>\nBeeren sammeln und H\u00fctten bauen standen am Mittwoch jedoch nicht auf dem Programm: zum einen, weil die Zeit daf\u00fcr zu kurz war, zum anderen aber auch, weil das reine \u00dcberlebenstraining nur ein Teil dessen ist, was Wildnisp\u00e4dagogik in ihrer Gesamtheit ausmacht. &#8222;Es geht vor allem um ein ganzheitliches Naturverst\u00e4ndnis&#8220;, betonte Uwe Belz. Die zum Leben in und mit der Natur ben\u00f6tigten Techniken und Fertigkeiten stellten ein besonderes Medium dar: &#8222;Wer in der Wildnis zurechtkommen will, merkt schnell, dass dies nur durch Kommunikation und Kooperation m\u00f6glich ist&#8220;, erl\u00e4uterte Belz. Aber auch Inspiration, Vertrauen und motorische F\u00e4higkeiten w\u00fcrden gef\u00f6rdert: &#8222;Drau\u00dfen schaut man auf das, was man kann, und entwickelt es weiter.&#8220; Ebenso w\u00fcrden die Sinne beim Leben in der Wildnis neu aktiviert. &#8222;Das merkt man schon, wenn man beim Feuermachen Blasen an den H\u00e4nden kriegt&#8220;, sagte Belz, der diese Technik an einem Grillplatz demonstrierte. Er rieb einen Holzstab gegen einen anderen, indem er ihn zwischen den Handfl\u00e4chen rotieren lie\u00df, bis die entstehende Glut ein B\u00fcschel Heu entz\u00fcndete.<br \/>\nMehrere Teilnehmer sahen dann gleich auch M\u00f6glichkeiten, einzelne Elemente der Wildnisp\u00e4dagogik in ihren Berufsalltag einzubinden. &#8222;Das Erleben der Natur kann Kindern helfen, zur Konzentration zu finden&#8220;, meinte beispielsweise Erzieherin Denise Kaufmann aus Karlsruhe. Und Markus Stickling aus Freiburg sah darin eine wichtige Erg\u00e4nzung zum Schulalltag. &#8222;Selbsterfahrung und Sensibilit\u00e4t werden gef\u00f6rdert&#8220;, war sich der selbst\u00e4ndige Naturp\u00e4dagoge sicher.<br \/>\nIm Programm der Naturschule sind Wildnisp\u00e4dagogik-Seminare noch recht neu. &#8222;Gerade l\u00e4uft der vierte Kurs an&#8220;, erl\u00e4utert Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Matthias W\u00f6rne. Ein wesentliches Merkmal des &#8222;Coyote Teaching&#8220; sei der damit verbundene Ansatz zur Wissensvermittlung: Der Lernende wird \u2013 statt dass er direkte und vermeintlich abschlie\u00dfende Antworten erh\u00e4lt \u2013 ermuntert, selbst Antworten zu finden und die eigene Neugier nicht zu verlieren. &#8222;Es geht um Lernen von sich selber aus, um Achtung vor der eigenen Person&#8220;, betont der Sozialp\u00e4dagoge. Die Wildnisp\u00e4dagogik sei eine wichtige Erg\u00e4nzung und Fortf\u00fchrung bereits etablierter Angebote der Naturschule, wozu unter anderem Weiterbildungen in Natur- und Wildkr\u00e4uterp\u00e4dagogik sowie zum Thema &#8222;Kindergarten im Wald&#8220; geh\u00f6rten.<br \/>\nMit der Resonanz auf die Jubil\u00e4ums-Tagung zeigten sich die Veranstalter zufrieden. &#8222;Wir waren ausgebucht, einzelne Anfragen konnten leider nicht mehr ber\u00fccksichtigt werden&#8220;, erl\u00e4uterte Hydrologin Nathalie Schott vom Freiburger B\u00fcro der Naturschule. Gr\u00fcnde f\u00fcr diese starke Nachfrage k\u00f6nnten, so Matthias W\u00f6rne, die gelungene Mischung aus Theorie und Praxis sowie die Anwesenheit namhafter Referenten gewesen sein.<br \/>\n11.10.2013, Andreas Braun<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wildnisp\u00e4dagogik und &#8222;Coyote Teaching&#8220; \u2013 die Art des Lehrens, wie es bei Naturv\u00f6lkern praktiziert wird \u2013 standen mit auf dem Programm der Fachtagung, mit der die Naturschule Freiburg am Mittwoch und Donnerstag ihr 25-j\u00e4hriges Bestehen beging. 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