{"id":38814,"date":"2013-10-05T11:05:14","date_gmt":"2013-10-05T09:05:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=38814"},"modified":"2013-10-21T08:46:56","modified_gmt":"2013-10-21T06:46:56","slug":"schwarz-gruen-wegweisend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schwarz-gruen-wegweisend\/","title":{"rendered":"Schwarz-Gruen &#8211; wegweisend"},"content":{"rendered":"<p>Nach der <a title=\"Bundestagswahl 2013 Ergebnis\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bundestagswahl-2013-ergebnis\/\">Bundestagswahl<\/a> am 22.9.2013: Schwarz-Rot hatten wir schon, schw\u00e4cht die SPD und als gro\u00dfe Koalition <a title=\"Fuenfprozentklausel absenken\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/fuenfprozentklausel-absenken\/\">demokratiefeindlich<\/a>. Rot-Rot-Gr\u00fcn nicht gewollt. Schwarze Minderheitsregierung\u00a0zerm\u00fcrbt mit\u00a0der st\u00e4ndigen Suche nach wechselnden Mehrheiten. Neuwahlen sind feige. Bleibt Schwarz-Gr\u00fcn als zukunftsorientiertes Wagnis: Gr\u00fcne vertreten die Energiewende als ihre Kernkompetenz, CDU das nachhaltige Umfeld.<!--more--><\/p>\n<p><strong>\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\nWegweisendes Beispiel f\u00fcr die Welt<\/strong><br \/>\n&#8230; Es bleibt die Energiewende, das zentrale Thema der Gr\u00fcnen, das die Partei im Wahlkampf vernachl\u00e4ssigt hat. Eine schwarz-gr\u00fcne Koalition bietet die Chance, unter dem Leitmotiv &#8222;Bewahrung der Sch\u00f6pfung&#8220; diese Aufgabe aus christlicher Ethik und aus urgr\u00fcnem Antrieb der Nachhaltigkeit anzugehen. Wir sollten unseren Planeten k\u00fcnftigen Generationen so hinterlassen, wie wir ihn vorfanden \u2013 dieser durchaus Kant\u2019sche Imperativ eint beide Parteien. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft ist die Energiewende der erste Schritt. Schwarz-Gr\u00fcn k\u00f6nnte garantieren, dass wir das begonnene Werk beherzt weiterf\u00fchren, zum Besten f\u00fcr unsere Volkswirtschaft \u2013 und als wegweisendes Beispiel f\u00fcr die Welt. Daher sollten auch die linken Gr\u00fcnen ihre demokratische und \u00f6kologische Aufgabe erkennen und konstruktiv in Koalitionsverhandlungen gehen. &#8230;<br \/>\nAlles vom 5.10.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/meinung\/kommentare\/wegweisendes-beispiel-fuer-die-welt--75870430.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/meinung\/kommentare\/wegweisendes-beispiel-fuer-die-welt&#8211;75870430.html<\/a>\u00a0<br \/>\nEike R. Weber ist Direktor des <a title=\"Fraunhofer-ISE\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/solar\/fraunhofer-ise\/\">Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Solare Energiesysteme<\/a> in Freiburg<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>Modell der b\u00fcrgerlichen Vers\u00f6hnung?<br \/>\n<\/strong>Schwarz-Gr\u00fcn w\u00e4re neben einem Regierungsmodell auch ein spannendes gesellschaftliches Modell. Hier k\u00f6nnte zusammenwachsen, was nach Meinung vieler eigentlich wohl zusammengeh\u00f6rt. Denn vor allem das F\u00fchrungspersonal beider Parteien kommt oftmals aus demselben sozio-\u00f6konomischen, n\u00e4mlich b\u00fcrgerlichen Milieu. &#8230;\u00a0 Ein wortw\u00f6rtliches Beispiel daf\u00fcr, dass Gr\u00fcne und Christdemokraten aus derselben Familie kommen, sind Barbara und Claudia Stamm in Bayern. Die Mutter ist Abgeordnete der CSU, Tochter Claudia sitzt f\u00fcr die Gr\u00fcnen im bayerischen Landtag in M\u00fcnchen. Bei den Stamms zuhause werde gern und kontrovers politisch diskutiert, sagten beide einmal in einem gemeinsamen TV-Auftritt. Und warum sollte, was am K\u00fcchentisch schon funktioniert, nicht auch am Kabinettstisch gutgehen?<br \/>\nAlles vom 5.10.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dw.de\/schwarz-gr%C3%BCn-eine-option-f%C3%BCr-deutschland\/a-17118598\">https:\/\/www.dw.de\/schwarz-gr%C3%BCn-eine-option-f%C3%BCr-deutschland\/a-17118598<\/a><\/p>\n<p><strong>Wenn der Mumm fehlt<\/strong><br \/>\n&#8230;\u00a0der Anspruch der Gr\u00fcnen, politisch zu gestalten. Wo, wenn nicht als Teil einer Bundesregierung k\u00f6nnten sie etwa die Energiewende besser vorantreiben? Wenn es sich dabei um das Jahrhundertprojekt f\u00fcr den Klimaschutz handelt, wie die Gr\u00fcnen beteuern; w\u00e4re es dann nicht fahrl\u00e4ssig, sich mit der Opposition zu bescheiden? Dagegen spricht au\u00dferdem eine Erfahrung: Wenn sich die Gelegenheit zum Sprung nach vorne bietet, muss man diese auch ergreifen. Wer sagt, dass eine Partei in vier Jahren erreichen kann, wozu ihr heute der Mumm fehlt? &#8230;<br \/>\nAlles vom 10.10.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/cdu-und-gruene-vor-der-sondierung-wenn-der-mumm-fehlt\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/cdu-und-gruene-vor-der-sondierung-wenn-der-mumm-fehlt<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Gr\u00fcnen: lieber\u00a0Opposition als Regierungsverantwortung<\/strong><br \/>\nMit der Absage an Koalitionsverhandlungen f\u00fcr Schwarz-Gr\u00fcn haben die Gr\u00fcnen unserer Demokratie keinen guten Dienst erwiesen. Sie haben sich f\u00fcr den f\u00fcr sie bequemen Weg entschieden: Lieber Klagen, Besserwisserei und beleidigte Leberwursterei\u00a0von den Oppositionsb\u00e4nken aus als aufrichtiges Bem\u00fchen in der Regierung.<br \/>\n(1) Bei den Gr\u00fcnen handelt es sich um zwei Parteien: Die gen\u00e4\u00dfigt-liberalen Gr\u00fcnen (genannt Realos) und die links-dirigistischen Gr\u00fcnen. Dabei geben die Linken trotzt der verheerenden Stimmeneinbu\u00dfe bei der Bundestagswahl am 22.9.2013 und trotz R\u00fccktritt von Trettin, Kynast und Roth weiter den Ton an, w\u00e4hrend die Realos zu wenig Mumm f\u00fcr eine ehrliche Kraftprobe haben. Eine derart gespaltene Partei ist als Gespr\u00e4chspartner unberechenbar.<br \/>\n(2) Eine den Themen Umwelt, Energie und Klima derart aufgeschlossene CDU hat es noch nie gegeben. Diese einmalige Chance h\u00e4tten die Gr\u00fcnen ergreifen m\u00fcssen, um ihre Kernthemen in der Gesetzesarbeit durchzuboxen. Doch dazu fehlt den Realos der Mut, sie sind zu feige f\u00fcr eine Regierungsverantwortung und genehmigen sich lieber weitere vier Jahre im oppositionellen Verbal-Besserwissertum.<br \/>\n(3) Die Gr\u00fcnen haben am 16.10.2013 nach den zweiten Sondierungsgespr\u00e4chen\u00a0trotz &#8222;sehr guter Atmosph\u00e4re&#8220; die Koalitionsverhandlungen zu Schwarz-Gr\u00fcn abgesagt &#8211; obwohl die CDU betonte, diese w\u00e4ren durchaus realiostisch gewesen. Mit der Absage an Schwarz-Gr\u00fcn sind die Gr\u00fcnen verantwortlich f\u00fcr den Sachzwang der Gro\u00dfen Koalition.\u00a0 Die Gr\u00fcnen nehmen also gerne in Kauf, dass es keine starke Opposition (Spd und Linke) in\u00a0der n\u00e4chsten Legislaturperiode geben wird und dass sich Schwarz-Rot bald wieder weitgehend l\u00e4hmen werden.<br \/>\nFazit: Eine Partei &#8222;die Gr\u00fcnen&#8220;, die sich aus innerer Zerrissenheit und aus Bequemlichkeit weigert, Verantwortung auf Regierungsebene im Bund\u00a0zu \u00fcbernehmen, ist keine ernstzunehmende Partei, sondern ein Palaververein von ach so vermeintlichen Gutmenschen und &#8222;Dauer-Emp\u00f6rten&#8220; (Faz).<br \/>\n18.10.2013, Ekke<br \/>\n\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Man kann Geschichte auch schreiben, indem man eine historische Chance vepasst<\/strong><br \/>\nSchwarz-Gr\u00fcn wird als historische Chance bezeichnet: Werner Schulz (MdB Gr\u00fcne, zuvor DDR-B\u00fcrgerrechtler): Wir B\u00fcrgerrechtler sind nach der Wende ins Kabinett Modrow eingetreten, um die friedliche Revolution abzusichern.&#8220; Nun verweigern sich die Gr\u00fcnen einer Zusammenarbeit mit der CDU, um die Energiewende abzusichern:\u00a0&#8222;Man kann Geschichte auch schreiben, indem man eine historische Chance vepasst&#8220;. Harsche Kritik \u00fcbt Schulz an Katrin G\u00f6ring-Eckardt (KGE), der es nur um verbales, nicht aber gestaltendes Tun gehe.<br \/>\n\u00a0\u00a0<br \/>\nG\u00f6ring-Eckardts Selbstkritik gipfelt in der Erkenntnis, dass die Gr\u00fcnen k\u00fcnftig nicht nur die Freiheit der Andersdenkenden respektieren m\u00fcssten, sondern auch die der &#8222;Andersessenden&#8220;. Dann vertraut sie den Delegierten an, wof\u00fcr das gr\u00fcne Herz schl\u00e4gt: &#8222;Wir sind f\u00fcr die Eisb\u00e4ren da und f\u00fcr die Schmetterlinge und f\u00fcr die Textilarbeiter in Bangladesch.&#8220;&#8230;.. Alles vom 21.10.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/deutschland-1\/die-gruenen-drehen-sich-auf-ihrem-parteitag-im-kreis--76337915.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/deutschland-1\/die-gruenen-drehen-sich-auf-ihrem-parteitag-im-kreis&#8211;76337915.html<\/a><br \/>\n\u00a0\u00a0<br \/>\nZitat Kretschmann: &#8222;Die Gr\u00fcnen h\u00e4tten gar nicht mehr bemerkt, dass ihre Themen l\u00e4ngst in der Mitte der Gesellschaft angekommen seien und es nur einen \u00f6kologischen Ordnungsrahmen gebraucht h\u00e4tte, in dem sich B\u00fcrger und Wirtschaft entfalten k\u00f6nnen.&#8220; Mehr gibt&#8217;s zu dieser ganzen Debatte eigentlich nicht zu sagen. W\u00e4hlbar wird der Laden erst wieder, wenn sich der linke Fl\u00fcgel &#8222;selbst\u00e4ndig gemacht hat&#8220; und seine eigene &#8222;gr\u00fcn-linke-Partei&#8220; gr\u00fcndet.<br \/>\nDie Frage ist nur, ob bis dahin eine realo-gr\u00fcne Partei \u00fcberhaupt noch ben\u00f6tigt wird&#8230;???<br \/>\n21.10.2013, Alois M. Jung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Bundestagswahl am 22.9.2013: Schwarz-Rot hatten wir schon, schw\u00e4cht die SPD und als gro\u00dfe Koalition demokratiefeindlich. Rot-Rot-Gr\u00fcn nicht gewollt. Schwarze Minderheitsregierung\u00a0zerm\u00fcrbt mit\u00a0der st\u00e4ndigen Suche nach wechselnden Mehrheiten. Neuwahlen sind feige. 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