{"id":38251,"date":"2013-09-24T10:18:56","date_gmt":"2013-09-24T08:18:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=38251"},"modified":"2013-09-24T10:18:56","modified_gmt":"2013-09-24T08:18:56","slug":"stegen-bau-rad-gewerbe-dsl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/stegen-bau-rad-gewerbe-dsl\/","title":{"rendered":"Stegen: Bau Rad Gewerbe DSL"},"content":{"rendered":"<p>Dreisamt\u00e4ler: Herr Kuster, das Ortsbild <a title=\"Stegen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stegen\/\">Stegens<\/a> wird momentan durch Baustellen gepr\u00e4gt. Was nun gebaut wird, war seit Jahren schon Thema im Gemeinderat.<br \/>\nKuster:\u00a0Es geht dabei um zwei zentrale Punkte: da ist einmal der Neubau des Wohn- und Gesch\u00e4ftshauses Ecke Weiler Stra\u00dfe\/Kirchzartener Stra\u00dfe und zum anderen die Umgestaltung der Ortsmitte mit ihrer <a title=\"Strassen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tourismus\/strassen\/\">Ortsdurchfahrt<\/a>.<!--more--><\/p>\n<p>Dreisamt\u00e4ler: Beginnen wir mit dem Neubau des Wohn- und Gesch\u00e4ftshauses.<br \/>\nKuster: Uns ist es ein gro\u00dfes Anliegen, den bestehenden Lebensmittelmarkt in Stegen zu halten, damit alle Dinge des t\u00e4glichen Bedarfs fu\u00dfl\u00e4ufig in Stegen eingekauft werden k\u00f6nnen. Der alte Markt war zu beengt, so dass nach L\u00f6sungen gesucht werden musste. Mit dem neuen Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus nun wird es in Stegen einen gro\u00dfz\u00fcgigen modernen Markt mit \u00fcber 800 Quadratmetern Verkaufsfl\u00e4che geben, der dem Betreiber Wirtschaftlichkeit und den B\u00fcrgern eine umfassende Grundversorgung garantiert. Der Gemeinderat befasst sich mit dieser Thematik schon seit mehreren Jahren. F\u00fcr das Geb\u00e4ude wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, dessen Ergebnisse der Bev\u00f6lkerung auch vorgestellt wurde. Um nach dem Abriss und w\u00e4hrend der Bauzeit die Lebensmittelversorgung in Stegen dennoch gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, wurde der Markt in die kleine Sporthalle verlegt und \u00dcbergangsl\u00f6sungen f\u00fcr die Volksbank und das Friseurgesch\u00e4ft gefunden. Damit bleibt die bestehende Infrastruktur f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung erhalten. Bis die Vertr\u00e4ge alle unter Dach und Fach waren, hat seine Zeit gebraucht und es kam auch zu Verz\u00f6gerungen. Man hat hier untersch\u00e4tzt, dass die Planung eines Marktes etwas anderes ist, als die einer Wohnung. Vor zwei Wochen fand nun der Spatenstich f\u00fcr das neue Geb\u00e4ude durch den Bauverein Breisgau e.G. statt und wir gehen von einer Fertigstellung des Geb\u00e4udes Ende 2014 aus.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Dreisamt\u00e4ler: Das komplette Erdgeschoss ist neben einer kleinen Bankfiliale f\u00fcr den Lebensmittelmarkt vorgesehen. Was ist f\u00fcr das Geb\u00e4ude geplant?<br \/>\nKuster: In den Obergeschossen entstehen weitere gewerbliche R\u00e4ume und Wohnungen, die alle barrierefrei zug\u00e4nglich sind, da durch Aufz\u00fcge erschlossen. Die Wohnungen, die entstehen, werden ausschlie\u00dflich Mietwohnungen unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe sein, so dass der Bedarf unterschiedlicher Gruppen auch abgedeckt werden kann.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Das zweite Gro\u00dfprojekt ist die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt.<br \/>\nKuster: Auch damit befasste sich der Gemeinderat schon lange Zeit und hier brauchte es seine Zeit f\u00fcr die Umsetzung, weil Zusch\u00fcsse genehmigt werden mussten. Im Moment realisieren wir den ersten Bauabschnitt von den Baugebieten Stockacker\/Schlossacker bis zur Weilerstra\u00dfe. Wir gehen davon aus, dass er bis Ende 2013 umgesetzt ist. Unser Anliegen war es, die Ma\u00dfnahme so durchzuf\u00fchren, dass der zweispurige Stra\u00dfenverkehr ohne Ampelregelung aufrecht erhalten werden kann und das unter der Ber\u00fccksichtigung des erheblichen Sch\u00fcler-Radverkehrs, insbesondere f\u00fcr das Kolleg St. Sebastian. Kein ganz leichtes Unterfangen, weil der Radweg w\u00e4hrend der Bauphase entf\u00e4llt! Der Radverkehr wird zum Teil \u00fcber abgesicherte Bereiche gef\u00fchrt und es gilt eine Tempo-30-Regelung. Au\u00dferdem fand der Schwerpunkt der Abbrucharbeiten in den Sommerferien statt. Ein weiterer Bauabschnitt soll 2014 erfolgen, der noch vor der Inbetriebnahme des neuen Lebensmittelmarktes abgeschlossen werden soll, so dass dort keine Behinderungen im Bereich des Parkens und der Zulieferung \u00a0auftreten.<\/p>\n<p>Dreisamt\u00e4ler: Welche Ziele verfolgen Sie mit der Umgestaltung der Ortsmitte?<br \/>\nKuster: Die Kirchzartener Stra\u00dfe bzw. die Landesstra\u00dfe 133 hat eine \u00fcbergeordnete Funktion und ist momentan vom Stra\u00dfenverkehr dominiert. Sie soll fu\u00dfg\u00e4ngerfreundlicher umgestaltet werden. Deshalb wird die Stra\u00dfe von 6.50 m auf 6.00 m verschm\u00e4lert, was den Geh- und Radwegen zu Gute kommt. Die Hochbord-Randsteine werden verschwinden, so dass der Verkehrsraum barrierefrei wird und die zwei Aufweitungen der Stra\u00dfe im Bereich der J\u00e4gerstra\u00dfe und des \u00d6Z lassen dort Platzsituationen entstehen. Weitere Ma\u00dfnahmen sind die Schaffung eine weiteren Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberweges im Bereich des Dienstleistungszentrums, wohin auch die Bushaltestelle \u201eFriedhof\u201c verlegt wird. Die \u00dcberquerungshilfe beim Stockacker wird in Richtung Unterbirken verlegt, das Kolleg bekommt f\u00fcr die Radfahrer eine neue Rad-Zufahrt und der Friedhofseingang wird neu gestaltet.<\/p>\n<p>Dreisamt\u00e4ler: Umstritten war der ruhende Verkehr zwischen Friedhof und Lebensmittelmarkt, da die ein- und ausparkenden Autos \u00fcber den Geh- und Radweg fahren m\u00fcssen.<br \/>\nKuster: Hinter den parkenden Autos wird ein reiner Fu\u00dfg\u00e4ngerweg verlaufen. Vor dem parkenden Verkehr ist ein Gehweg mit Zusatz \u201eFahrrad frei\u201c geplant. Die Radfahrer sind dadurch nicht verpflichtet, ihn zu nutzen und k\u00f6nnen auch auf der Stra\u00dfe fahren. Dieser Streifen ist drei Meter breit und damit sehr gro\u00dfz\u00fcgig und \u00fcbersichtlich. Deshalb halte ich diese L\u00f6sung f\u00fcr gut! Ich kann die Bedenken mancher B\u00fcrger nachvollziehen. Die Standorte Lebensmittelmarkt und Schule verursachen Verkehr, was zu Konflikten zwischen den unterschiedlichen Nutzern f\u00fchren kann. Dies geordnet und sicher abzuwickeln ist eine Herausforderung. Das ist jedoch der Preis daf\u00fcr, den Markt in der Ortsmitte zu halten und nicht auf die gr\u00fcne Wiese zu verlagern. St\u00e4dtebaulich ist das, wir in Stegen nun realisieren, ein Gewinn und kommt der \u00e4lteren Bev\u00f6lkerung, die nicht mehr die Mobilit\u00e4t hat, sehr entgegen.<\/p>\n<p>Dreisamt\u00e4ler: \u2026 und auch junge Familien mit Kinder profitieren von einer guten Infrastruktur im Ort! Stegen wies ein neues Baugebiet in Oberbirken aus, das Familien mit Kindern Wohneigentum erm\u00f6glichen soll.<br \/>\nKuster: Die Nachfrage war sehr gro\u00df und die Baupl\u00e4tze sind \u00fcberwiegend vergeben. Wir konnten dort zw\u00f6lf Doppelhausgrundst\u00fccke vergeben, au\u00dferdem wird dort ein Mehrfamilienhaus f\u00fcr neun Miet- und Eigentumswohungen mit Belegungsrechten f\u00fcr die Gemeinde entstehen.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Gegen die Ausweisung dieses Baugebietes gab es ja eine ganze Menge Einspr\u00fcche \u2026<br \/>\nKuster: Ein Argument bezog sich auf das Landschaftsbild, das beeintr\u00e4chtigt werde. Im Moment gibt es keinen \u00dcbergang von der Bebauung in die Landschaft hinein. F\u00fcr das neue, kleine Baugebiet wollen wir einen flie\u00dfenden, eingegr\u00fcnten \u00dcbergang zur freien Landschaft hin. Die Vergabe zeigt, dass der Bedarf wirklich da ist und wir diesen ohne dieses Gebiet nicht h\u00e4tten decken k\u00f6nnen.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Zeitgleich erweitern Sie auch das Gewerbegebiet.<br \/>\nKuster: Im bestehenden Gewerbepark sind bis auf ein kleineres alle Grundst\u00fccke ver\u00e4u\u00dfert. Es besteht allerdings ein erheblicher Erweiterungsbedarf eines im Dreisamtal ans\u00e4ssigen und sehr erfolgreichen Familienunternehmens, dem bereits Grundst\u00fccke im Gewerbepark geh\u00f6ren. Die notwendige Expansion des Unternehmens erfordert jedoch einen gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4chenbedarf. Der Unternehmer ist Stegener B\u00fcrger und wir wollen diese Erweiterung erm\u00f6glichen, denn wir \u00a0sind froh \u00fcber jeden Arbeitsplatz, der in Stegen entsteht. Es ist jedoch nicht so, dass wir nun s\u00e4mtliche neu entstehende Grundst\u00fccke sofort vergeben wollen. Unser Gewerbepark muss noch lange halten, einen zweiten wird es nicht geben. Insofern muss man dies als sehr langfristige Planung sehen!<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Die Nachtbeleuchtung Stegens hat sich ver\u00e4ndert!<br \/>\nKuster: Richtig! Die Umstellung der Stra\u00dfenbeleuchtung auf LED-Technik ist abgeschlossen. Wir legen in Stegen sehr viel Wert auf Nutzung und Produktion von erneuerbaren Energien, genauso wichtig ist mir jedoch die Einsparung von Energie. Mit der LED-Technik sparen wir pro Jahr 100.000 Kwh ein und damit fast 20.000,- Euro an Stromkosten. Die Kosten sind hier das eine, das andere ist die Energievermeidung und damit auch die Verringerung des CO2-Aussto\u00dfes.<br \/>\nDreisamt\u00e4ler: Was macht Stegens DSL-Anschluss?<br \/>\nKuster: Nach Eschbach und Wittental konnte nun auch Stegen an das schnelle Internet angeschlossen werden. Die Ma\u00dfnahme musste mit 235.000,- Euro bezuschusst werden, wovon das Land 90.000,- Euro \u00fcbernommen hat. Schnelles Internet ist eine wichtige Infrastrukturleistung, die bei der Vermietung von Wohnungen und Gewerber\u00e4umen bzw. bei der Ansiedlung von Gewerbebetrieben eine entscheidende Rolle spielt.<br \/>\nDer Dreisamt\u00e4ler im Gespr\u00e4ch mit dem B\u00fcrgermeister Stegens, Siegfried Kuster<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Dreisamt\u00e4ler: Herr Kuster, ich danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<br \/>\n24.9.2013, Dagmar Engesser, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dreisamt\u00e4ler: Herr Kuster, das Ortsbild Stegens wird momentan durch Baustellen gepr\u00e4gt. Was nun gebaut wird, war seit Jahren schon Thema im Gemeinderat. 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