{"id":38026,"date":"2013-09-11T20:35:02","date_gmt":"2013-09-11T18:35:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=38026"},"modified":"2014-08-01T20:36:40","modified_gmt":"2014-08-01T18:36:40","slug":"burkini-zum-baden-zumutbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/burkini-zum-baden-zumutbar\/","title":{"rendered":"Burkini zum Baden zumutbar"},"content":{"rendered":"<p>Das Bundesverwaltungsgericht entschied am 11.9.2013, dass <a title=\"Islam\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/\">muslimischen M\u00e4dchen<\/a>\u00a0die Teilnahme am <a title=\"Sportlern\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/\">Schwimmunterricht<\/a> in einem <a title=\"Schwimmen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/schwimmen\/\">Ganzk\u00f6rperbadeanzung<\/a>, Burkini genannt, zuzumuten sei und sie dem <a title=\"Gymnasium\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/gymnasium\/\">Schulunterricht <\/a>nicht aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden fernbleiben d\u00fcrfen.\u00a0Damit wurde die Klage einer 13 Jahre alten <a title=\"Frauen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/\">Gymnasiastin<\/a> aus Frankfurt am Main abgewiesen.<!--more--><\/p>\n<p><strong><br \/>\nBurkini Urteil \u2013 Pragmatisch gegen Konflikte<br \/>\n<\/strong>&#8230;Wenn ein M\u00e4dchen aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden keine halbnackten Klassenkameraden sehen will, dann sollte das respektiert werden. Sie schadet damit niemandem. Hier muss der Staat nicht auftrumpfen. Man h\u00e4tte ihr aufgeben k\u00f6nnen, binnen zwei Jahren nachzuweisen, dass sie schwimmen gelernt hat, wo auch immer. Ansonsten sollte man sich freuen, dass auch solche M\u00e4dchen auf staatliche Schulen gehen und nicht in religi\u00f6sen Privatschulen verschwinden. Wer nicht pragmatisch ist, st\u00e4rkt nur den Fundamentalismus.<br \/>\nAlles vom 12.9.2013 bitte lesen auf<br \/>\nf<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/kommentare-1\/tagesspiegel-pragmatisch-gegen-konflikte--75153385.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/kommentare-1\/tagesspiegel-pragmatisch-gegen-konflikte&#8211;75153385.html<\/a><\/p>\n<p>R<strong>egeln m\u00fcssen f\u00fcr alle gleich sein<\/strong><br \/>\nHerr Rath beginnt seinen Kommentar mit dem Satz: &#8222;Unsere Gesellschaft wird vielf\u00e4ltiger, und dennoch wollen wir friedlich zusammenleben. Das erfordert Toleranz und pragmatische L\u00f6sungen.&#8220; Bis auf das kleine W\u00f6rtchen &#8222;dennoch&#8220; gehe ich damit konform, denn eine vielf\u00e4ltige Gesellschaft schlie\u00dft ein friedliches Zusammenleben grunds\u00e4tzlich nicht aus. Die im zweiten Satz erw\u00e4hnte Toleranz ist daf\u00fcr eine Voraussetzung. Was Herr Rath als &#8222;pragmatische L\u00f6sungen&#8220; abtut, sind nichts anderes als f\u00fcr alle in diesem freien Land lebende Regeln, die, so will es unser Grundgesetz, f\u00fcr alle gleich gelten sollten. Wenn im Lehrplan Schwimmunterricht vorgesehen ist, dann gilt das eben f\u00fcr alle Kinder. Der von der Schule zu Verf\u00fcgung gestellte Burkini ist mehr als ein Entgegenkommen. Schlie\u00dflich bekommt meine Tochter ihren Badeanzug nicht von der Schule gestellt, sondern wir m\u00fcssen ihn, wie vermutlich alle Nicht-Burkini-Kinder-Eltern, selbst bezahlen. Selbst Hartz-IV-Empf\u00e4ngern wird dieses Privileg der Gratis-Schwimmkleidung nicht zuteil, und die Kinder m\u00fcssen\/d\u00fcrfen trotzdem schwimmen. Das Grundgesetz sch\u00fctzt auch abwegigen Glauben, und das ist gut so. Werden allerdings, wie Herr Rath vorschl\u00e4gt, f\u00fcr alle Alternativl\u00f6sungen gesucht, k\u00f6nnten ebenso Forderungen nach der Freigabe der Autobahnen f\u00fcr die Pferdekutschen der Amish-People oder nach Weidepl\u00e4tzen f\u00fcr heilige K\u00fche in der Kaiser-Joseph-Stra\u00dfe stehen. Regeln m\u00fcssen sein \u2013 und dass diese verbindlich sind, hat nichts mit Pragmatismus zu tun, sondern mit Respekt vor unserer freien Gesellschaft.<br \/>\n21.9.2013, Sven Bauer, Freiburg<\/p>\n<p><strong>Missachtung des deutschen Rechtswesens<\/strong><br \/>\n\u00dcber den neoliberalen Kommentar zum Burkini-Urteil kann ich mich nur wundern. Die darin angemahnte Religionsfreiheit zum Schutz auch von Minderheiten ist recht und gut. Deutschland ist aber nicht nur ein demokratischer Rechtsstaat, sondern ein Einwanderungsland. Die Menschen, die hier bleiben wollen, m\u00fcssen integrationswillig und bereit sein, deutsches Recht und Gesetz zu beachten. Die Kl\u00e4gerin war ein 13-j\u00e4hriges M\u00e4dchen, das wahrscheinlich von extrem-gl\u00e4ubigen Muslimen f\u00fcr diesen Prozess vorgeschoben wurde, um die Standfestigkeit beziehungsweise Flexibilit\u00e4t der deutschen Rechtsprechung zu testen. Die Kl\u00e4gerin sagte laut BZ-Bericht, sie akzeptiere das Urteil, allerdings werde sie weiterhin nicht am Schwimmunterricht teilnehmen, man k\u00f6nne sie nicht dazu zwingen.<br \/>\nMit dieser Missachtung des deutschen Rechtswesens verl\u00e4sst die junge Dame die Grundlagen unseres Rechtsstaats und untergr\u00e4bt auch die Grundlage ihres Aufenthaltsrechts. Wie soll sich ein 13-j\u00e4hriges M\u00e4dchen, das sich an derart archaische Kleidervorschriften klammert und wohl auch ansonsten gegen\u00fcber unserer Gesellschaft v\u00f6llig diametral sozialisiert wird, in unsere Gesellschaft integrieren und lernen, ein selbstbestimmtes Leben zu f\u00fchren?<br \/>\n21.9.2013, Roland Bartsche<\/p>\n<p><strong>M\u00fcssen wir uns an die Sitten anderer anpassen?<\/strong><br \/>\nWenn ich als Deutscher in irgendein Land auf dieser Welt auswandere, muss ich mich an die dort herrschenden Gesetze und Gepflogenheiten halten. Tue ich das nicht, muss ich in einigen L\u00e4ndern mit erheblichen Restriktionen rechnen (siehe T\u00fcrkei, \u00c4gypten etc.) Jetzt kommen diese Menschen aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden nach Deutschland und verlangen tats\u00e4chlich, dass wir uns deren Sitten anpassen m\u00fcssen?<br \/>\n21.9.2013, Herbert Fritz, L\u00f6rrach<\/p>\n<p><strong>Grundrechte sch\u00fctzen mehr als ein St\u00fcck Stoff<br \/>\n<\/strong>Das Adjektiv &#8222;muslimisch&#8220; gibt den Eindruck wider, dass religi\u00f6se Gr\u00fcnde Anlass zur Klage der Gymnasiastin waren. In Wirklichkeit sind die Gr\u00fcnde der Verschleierung und des Sich-Abschottens der Frauen oft sehr profan: Sie sind das sichtbare Zeichen einer Gesellschaftsordnung, die noch weit verbreitet ist und die es sogar in Europa gab. Eine Ordnung, die von den M\u00e4nnern beherrscht und in der die Frau untergeordnet ist. Die geschichtlichen Hintergr\u00fcnde der Verschleierung von Frauen sollten an den Schulen und in den Medien erl\u00e4utert werden: Eine solide Toleranz erfordert fundierte Grundkenntnisse. Demokratisch legitimierte Grundrechte zum Wohl der Allgemeinheit sowie eine kompromisslose Aufkl\u00e4rung sch\u00fctzen Frauen besser als ein Gewand aus Stoff.<br \/>\n21.9.2013, Andre Thomas<!-- RSPEAK_STOP --><br \/>\n<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n<p><strong>Aggressiv gegen mit dem Koran unvereinbare Verhaltensweisen<\/strong><br \/>\nDie Trennung von Mann und Frau in Schwimmb\u00e4dern verst\u00f6\u00dft gegen Grunds\u00e4tze unseres Zusammenlebens, f\u00fcr die Frauen in Deutschland seit mehr als einem Jahrhundert k\u00e4mpfen mussten und die heute noch nicht vollst\u00e4ndig erreicht sind. Solche streng gl\u00e4ubigen Muslime, die jede Regel des Korans (die im Falle der Verschleierung gar nicht so zwingend ist, wie der Artikel suggeriert) gegen die Kultur ihres neuen Heimatlandes durchsetzen wollen, benehmen sich in der gleichen Weise aggressiv gegen Schwule und Lesben und andere mit dem Koran (nach ihrer Lesart) unvereinbaren Verhaltensweisen in unserem Land. Sie k\u00e4mpfen ihren Krieg in Nahost in unserem Land mit einem hasserf\u00fcllten Antisemitismus, der j\u00fcdische Mitb\u00fcrger bedroht, und streben in keiner Weise eine Gesellschaftskultur an, wie wir sie bei uns pflegen.<br \/>\nWenn es muslimischen Frauen nicht mehr ausreicht im Burkini zu baden, und sie ein Anrecht auf separate Schwimmzeiten in \u00f6ffentlichen B\u00e4dern einfordern, ist das ein Angriff auf unsere Art zu leben. Diese Muslime haben unser Land aus freien St\u00fccken als neue Heimat gew\u00e4hlt. Daher d\u00fcrfen wir von ihnen erwarten, dass sie dieses Land so akzeptieren wie wir es geschaffen haben, und wie wir es weiter entwickeln wollen. Ihre r\u00fcckst\u00e4ndigen Anspr\u00fcche haben in unserer Kultur keinen Platz. Es geht nicht um zwei Stunden Schwimmzeit in einem Bad. Es geht um die Verteidigung unserer Freiheit.<br \/>\n\u00d6ffentliche Saunen, die Frauentage anbieten, bieten auch M\u00e4nnertage an. Wenn religi\u00f6se Gruppen separate Badezeiten einfordern, muss dieses Recht auch anderen gesellschaftlichen Gruppen einger\u00e4umt werden. Die erzwingen das ansonsten \u00fcber eine Klage. Die Frage stellt sich dann, ob wir daf\u00fcr gen\u00fcgend B\u00e4der haben, und ob wir es uns als Gesellschaft leisten wollen, solche Partikularinteressen zu finanzieren, wenn es denn auch anders geht (Burkini).<br \/>\n25.7.2014, R. Brombach<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Toleranz ebenso nur gegen\u00fcber anderer Toleranz zu akzeptieren<\/strong><br \/>\nToleranz h\u00f6rt da auf, wo die Intoleranz die Toleranz benutzt, selbige abzuschaffen. Einfacher: Wenn die Toleranz die Intoleranz akzeptiert ist die Toleranz verloren.\u00a0Der Vorschlag hier ist ein typisches Beispiel: Bisher ist es faktisch jedem erlaubt, das Bad zu nutzen. Man toleriert sogar ganzk\u00f6rperverh\u00fcllte Mitschwimmerinnen! Nun will diese Gruppe unter sich sein und alle anderen raus haben. W\u00fcrde dies eingef\u00fchrt, h\u00e4tte die Intoleranz gegen\u00fcber der Toleranz gesiegt. Denn w\u00e4hrend dieser Spezialzeit f\u00fcr die Intoleranten m\u00fcssen nun die Toleranten draussenbleiben. Den Intoleranten wird es jedoch sogar gestattet sein weiter auch zu der Zeit der Toleranten zu schwimmen. Ein Verbot f\u00fcr die Intoleranten wird es nicht geben. Es ist so auch ein Eingriff in die Freiheit der Nicht-der-Intoleranz-Angeh\u00f6rigen. Das Paradoxon der Toleranz. \u00c4hnlich der Demokratie, welche sich in einer toleranten Form selbst abschaffen kann aber das nachfolgende Herrschersystem wahrscheinlich nur mehr mit Gewalt. Sollte in Deutschland nicht ganz unbekannt sein.\u00a0Die Schlussfolgerung sollte sein, Toleranz ebenso nur gegen\u00fcber anderer Toleranz zu akzeptieren, also ohne selbst in seiner Freiheit eingeschr\u00e4nkt zu werden. Es gab schon viele gute Denker, die das Wesen der Toleranz untersuchten:<\/p>\n<p>&#8222;Toleranz ist ein Beweis des Misstrauens gegen ein eigenes Ideal.&#8220; (Nietzsche)<br \/>\n&#8222;Man sollte die Toleranz nie so weit treiben, da\u00df die Intoleranten Vorteile daraus ziehen k\u00f6nnte.&#8220; (Limpach, dt. Schriftsteller)<br \/>\n&#8222;Toleranz ist gut, aber nicht gegen\u00fcber den Intoleranten&#8220; (Wilhelm Busch)<br \/>\n&#8222;Toleranz bedeutet nicht nur anderen Angenehmes zuzugestehen sondern auch anderen Unangenehmes nicht zuzumuten.&#8220; (Gerald Dunkl)<br \/>\n25.7.2014, Berner<\/p>\n<p><strong>Sonderregelungen des Lorettobades<\/strong><br \/>\nDie Sonderregelungen des Lorettobades sind ein historisch bedingter Ausnahmefall und OK, soweit sich daraus keine ideologische Rechtfertigung f\u00fcr die Abschaffung unserer Grundrechte wie Gleichheit von Mann und Frau ergibt. Wenn Musliminnen vehement und selbstverst\u00e4ndlich Extra-Badezeiten fordern, dann zeugt die von einer Geisteshaltung, die ebenso selbstverst\u00e4ndlich gegen andere Religionen bzw. andere Lebensentw\u00fcrfe gerichtete neue Regeln einfordert, die die B\u00fcrger- und Menschenrechte von Frauen unterdr\u00fcckt.<br \/>\nWenn wir muslimische Burkini-Kleidungsregeln\u00a0in Schwimmb\u00e4dern sogar dort dulden, wo ansonsten lange Badehosen aus hygienischen Gr\u00fcnden untersagt sind, dann d\u00fcrfen als Staat nicht tolerieren, dass im Rahmen der Religionsfreiheit die Grundrechte anderer B\u00fcrger beschnitten werden. Wer sich auf die Toleranz des Grundgesetzes in Religionsfragen berufen will, muss auch die Toleranz gew\u00e4hren, die das Grundgesetz in anderen Fragen anderen Gruppen zugesteht.\u00a0Grundrechte sind keine gesellschaftlichen Moden, die stets im Wandel begriffen sind, sondern ein fester Grundkonsens, wie wir in Deutschland miteinander umgehen. Grundrechte sind unteilbar, eine wehrhafte Demokratie mu\u00df sie verteidigen, will sie nicht untergehen.<br \/>\n25.7.2014. Anita Baumann<\/p>\n<p><strong>Bademeister und Bademeisterin<\/strong><br \/>\nIch erinnere mich noch bestens an einen Artikel in der Basler Zeitung, weil Muslimas im Basler &#8222;Fraueli&#8220; einen Bademeister verpr\u00fcgeln wollten. (es hatte nun mal keine BademeisterIN Dienst). Die aus dem Elsa\u00df angereisten Frauen erhielten z.T. einen Verweis. Da ich mit der Sicht- und Denkweise von Muslimen mittlerweile bestens vertraut bin (ich wohne seit 22 Jahren In Frankfurt) w\u00fcrde ich doch einfach vorschlagen da\u00df sich die Koran-Anh\u00e4nger in ihren Moscheen im Keller ein Hallenbad einbauen, und schon sind alle gl\u00fccklich und zufrieden.<br \/>\nDen Kulturkrampf erlebe ich beinahe w\u00f6chentlich in meinem Beruf als An\u00e4sthesiepfleger. Ich mu\u00df wohl den Kommentatoren nicht n\u00e4her erkl\u00e4ren, was bei uns in der Klinik z.T. stattfindet wenn ich Bereitschaftsdienst habe, und eine Muslima kommt zu einem Notfall-Kaiserschnitt. Die Beamten vom FC Blau-Silber mu\u00dften schon \u00f6fters bei uns t\u00e4tig werden, damit wir nicht von einem tobenden Ehemann von unserer Arbeit abgehalten wurden. Hach, ich liebe all diese friedfertigen Religionen.<br \/>\n26.7.2014, Hans Zind<\/p>\n<p><strong>Extra Schwimmstunden f\u00fcr Schwule und Lesben<\/strong><br \/>\nNat\u00fcrlich gehe ich von einer durch die Grundrechte definierten Leitkultur aus. Die Grundrechte schreiben die Gleichberechtigung von Mann und Frau vor. Somit stehen religi\u00f6se Bekleidungsregeln, die Frauen strengere Pflichten auferlegen als M\u00e4nnern im Widerspruch zu unseren Grundrechten. Muslimischen M\u00e4nnern ist es n\u00e4mlich nach dem Koran gestattet, nur mit Badehose bekleidet unter lauter christlichen Frauen zu schwimmen. Mit einem Angebot von Schwimmzeiten nur f\u00fcr Frauen wegen dieser religi\u00f6sen Diskriminierung stellt sich der Staat als Betreiber dieser Schwimmb\u00e4der gegen unsere verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung und unterst\u00fctzt solche verfassungsfeindlichen religi\u00f6sen Umtriebe. Dabei kommt es nicht darauf an, dass die meisten dieser Frauen sich mehr oder weniger freiwillig diskriminieren lassen. Der Staat ist nach unserem Grundgesetz n\u00e4mlich gehalten, unsere verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung gegen seine Gegner zu verteidigen. Deshalb ist es zum Beispiel v\u00f6llig unproblematisch das Zeigen von verfassungsfeindlichen Symbolen zu verhindern, auch wenn mit dieser Meinungs\u00e4u\u00dferung niemandem direkter Schaden zugef\u00fcgt wird. Dem Staat ist es gestattet, verfassungsfeindliches Verhalten unter Strafe zu stellen, auch wenn dadurch keine direkte Beeintr\u00e4chtigung fremder Grundrechte verbunden ist. Beim Schutz der Verfassung kommt dem Staat eine umso gr\u00f6\u00dfere Verantwortung zu, wenn es darum geht, dass er gegen die verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung gerichtete Verhaltensweisen nicht aktiv unterst\u00fctzen darf.<br \/>\nDie Einrichtung von Frauenschwimmzeiten verst\u00f6\u00dft auch gegen den Gleichheitsgrundsatz. Wenn Frauen das Recht haben, Schwimmb\u00e4der zu bestimmten Zeiten exklusiv zu benutzen, muss man das gleiche Recht M\u00e4nnern zu anderen Zeiten auch zugestehen. Ebenso k\u00f6nnten andere Gesellschaftsgruppen f\u00fcr sich reklamieren, zu bestimmten Zeiten exklusiven Zugang zu Badeanstalten zu haben. So w\u00e4ren Schwimmstunden f\u00fcr Schwule und Lesben vorstellbar. Schwimmstunden von k\u00f6rperlich oder geistig Behinderten, Schwimmstunden von Sozialdemokraten und Konservativen. Schwimmstunden f\u00fcr Badeanzugstr\u00e4gerinnen und Tangaliebhaber. Schwimmstunden f\u00fcr Barttr\u00e4ger oder Intimrasierte. Nat\u00fcrlich Schwimmstunden f\u00fcr FKK-Anh\u00e4nger. Schwimmstunden f\u00fcr \u00dcbergewichtige und Magers\u00fcchtige. Schwimmstunden f\u00fcr Unansehnliche und Schwimmstunden f\u00fcr Sch\u00f6nheiten. Und selbstverst\u00e4ndlich Schwimmstunden f\u00fcr Gruppierungen die mehrere der oben aufgef\u00fchrten Attribute aufweisen, wie z. B. tangatragende, sozialdemokratische Barttr\u00e4ger. Jede dieser Gruppen k\u00f6nnte irgendwelche Gr\u00fcnde vortragen, warum sie lieber unter sich bleiben und nicht den Blicken der \u00d6ffentlichkeit ausgesetzt werden m\u00f6chte. Keine dieser Gruppen kann sich jedoch auf ein Grundrecht berufen, dass einen solch bevorzugten Zutritt zu Schwimmb\u00e4dern rechtfertigen k\u00f6nnte. Das gilt auch f\u00fcr streng gl\u00e4ubige Musliminnen.<br \/>\n26.7.2014, Rainer Brombach<\/p>\n<p><strong>Integration bedeutet nicht durchboxen<\/strong><br \/>\nSchon mal \u00fcberlegt, dass evtl. f\u00fcr den Bademeister eine neue Arbeitsstelle gesucht werden muss? Die Basler hatten bereits in ihrer Badi damit zu k\u00e4mpfen. Die Begehrlichkeiten der Muslime finden damit kein Ende.<br \/>\nWelche anderen L\u00e4nder nehmen soviel R\u00fccksicht auf ausl\u00e4ndische G\u00e4ste in ihrem Land wie wir ? Mir f\u00e4llt keins ein! Entweder passe ich mich als Gast der Kultur und den Gebr\u00e4uchen in einem fremden Land an, oder ich gehe zur\u00fcck in mein Heimatland und kann ja dann dort meine &#8222;Kultur&#8220; ausleben. Zu erwarten, dass mein Gastland sich MIR anpasst , ist schon ziemlich r\u00fccksichtslos und egoistisch. Das hat nichts mehr mit &#8222;Integration&#8220; zu tun; Integration bedeutet, sich anzupassen und nicht SEINE Kultur in einem fremden Land durchzuboxen!<br \/>\n1.8.2014, Marion God<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesverwaltungsgericht entschied am 11.9.2013, dass muslimischen M\u00e4dchen\u00a0die Teilnahme am Schwimmunterricht in einem Ganzk\u00f6rperbadeanzung, Burkini genannt, zuzumuten sei und sie dem Schulunterricht nicht aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden fernbleiben d\u00fcrfen.\u00a0Damit wurde die Klage einer 13 Jahre alten Gymnasiastin aus Frankfurt am Main &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/burkini-zum-baden-zumutbar\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[343,59,95],"tags":[431,725,421,574],"class_list":["post-38026","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-baeder","category-frauen","category-schulen","tag-gerecht","tag-integration","tag-islam","tag-schwimm"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38026","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38026"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38026\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38026"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38026"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38026"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}