{"id":37770,"date":"2013-09-17T11:27:43","date_gmt":"2013-09-17T09:27:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=37770"},"modified":"2013-09-18T11:28:55","modified_gmt":"2013-09-18T09:28:55","slug":"gartencoop-kuendigt-afd-frau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gartencoop-kuendigt-afd-frau\/","title":{"rendered":"Gartencoop kuendigt AfD-Frau"},"content":{"rendered":"<p>Die <a title=\"Permakultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/permakultur\/\">Gartencoop Freiburg<\/a> als Vorreiter der gro\u00dfartigen Idee des <a title=\"Urban-Gardening\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/urban-gardening\/\">Urban Gardening<\/a>\u00a0f\u00fchrt\u00a0kollektiv eine Landwirtschaft in Tunsel bei Bad Krozingen, deren Ernte die 300 Mitglieder an 14 Abholstellen in Freiburg erhalten. An einer solchen Stelle\u00a0hatte Gartencoop-Mitglied Elke Fein <a title=\"Bundestagswahl 22. Sep 2013\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bundestagswahl-22-sep-2013\/\">AfD<\/a>-Flyer\u00a0ausgelegt. Deswegen wurde ihr nahegelegt, aus dem <a title=\"Permakultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/permakultur\/\">Permakultur<\/a>-Verein auszutreten, was sie ablehnte.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Gem\u00fcse-Kooperative wirft AfD-Kandidatin raus<\/strong><br \/>\nDie &#8222;Gartencoop&#8220; Freiburg hat Elke Fein ausgeschlossen. Die Kooperative, die solidarisch Gem\u00fcse anbaut, f\u00fcrchtet um ihren Ruf. Fein wurde vor anderthalb Jahren Mitglied und tritt jetzt f\u00fcr das junge Gem\u00fcse unter den Parteien an: Die Sozialwissenschaftlerin ist Freiburger Bundestagskandidatin der &#8222;Alternative f\u00fcr Deutschland&#8220; und Sprecherin des AfD-Landesverbands. Die alternativen Gem\u00fcsebauern finden das unvereinbar, wollen sich nicht als Plattform f\u00fcr Parteiwerbung benutzen lassen und ein Zeichen gegen &#8222;nationalistische Aktivit\u00e4ten&#8220; setzen. &#8230;.<br \/>\nAlles vom 7.9.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/gemuese-kooperative-wirft-afd-kandidatin-raus\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/gemuese-kooperative-wirft-afd-kandidatin-raus<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gartencoop.org\/tunsel\/node\/2217\">https:\/\/www.gartencoop.org\/tunsel\/node\/2217<\/a>\u00a0<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die letzte Butter<\/strong><br \/>\nMan muss das schon verstehen. Diese Gartenliebhaber haben es an sich, dass sie ihre Erbsen immer in Reih und Glied s\u00e4en. Gem\u00fcsebeete sehen allgemein so aus wie der Kasernenhof beim Morgenappell. Damit der Militarismus nicht \u00fcberhand nimmt, muss man sich von als national erkanntem Gedankengut strikt distanzieren. Frau Fein k\u00f6nnte n\u00e4mlich auf den Gedanken kommen, mit einer Division Blumenkohl in Griechenland einzumarschieren. Das w\u00fcrde die Kooperative in ein ganz arg schlechtes Licht r\u00fccken.<br \/>\nEines will ich noch anmerken. Frau Fein macht auf ihren Wahlplakaten schon einen sehr \u00f6kologischen und nachhaltigen Eindruck. W\u00fcrde ich zwischen ihrem und dem Foto von Kerstin Andreae tippen m\u00fcssen, wer die Umwelt mehr verpestet, dann h\u00e4tte Frau Andreae schlechte Karten. Vielleicht wollen sich ein paar Gr\u00fcne von Frau Fein nicht noch die letzte Butter vom Brot nehmen lassen, nachdem sie sich schon als antiliberal outen lassen mussten, und beim Sozialismus st\u00e4ndig von der Linken \u00fcbertrumpft werden. Gesundes Gem\u00fcse war das letzte Alleinstellungsmerkmal. Dieses Monopol will man sich unbedingt erhalten. Zu sp\u00e4t! Jetzt wei\u00df die ganze Stadt, dass auch Elke Fein auf gesunde Ern\u00e4hrung gro\u00dfen Wert legt, und das Thema in ihren H\u00e4nden im Bundestag bestens aufgehoben w\u00e4re.<br \/>\n17.9.2013, Reiner Brombach<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Intoleranz<\/strong><br \/>\nReligi\u00f6se und quasi-religi\u00f6se Bewegungen sind nun mal besonders intolerant. Sogar ein Consilium mit hochnotpeinlicher Befragung scheint man veranstaltet zu haben. Als sich des Satans Braut weigerte der Irrlehre abzuschw\u00f6ren ward sie dann exkommuniziert. Mittelalter pur. Ich w\u00fcrde allerdings wetten, dass da ansonsten jede Menge Propagandamaterial der Gr\u00fcnen Priesterkaste rumliegt.<br \/>\n17.9.2013, Anna Tietze<br \/>\n\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><strong>Naiv<\/strong><br \/>\nEs war schlicht naiv von Frau Fein in einem Laden der Kooperative politisch aktiv zu werden. Sie h\u00e4tte vorher fragen m\u00fcssen.\u00a0Ich kenne weder die Kooperative noch Frau Fein. Ich kann es aber verstehen, wenn eine Gruppe Parteipolitik v\u00f6llig aus ihrem Tun heraushalten will.\u00a0Ich vermute mal, dass sich erst bei dem Meeting die Fronten verh\u00e4rtet haben, weil sie argumentiert hat, sie wolle die Idee der Kooperative politisch vertreten. Dass die das nicht wollten, kann ich nachvollziehen.\u00a0Ansonsten h\u00e4tte man die forsche Dame auch nur verwarnen k\u00f6nnen und auffordern, die Satzung einzuhalten.<br \/>\n17.9.2013, Maria Traxler<\/p>\n<p><strong>Toleranz (eigentlich Respekt) vor Andersdenkenden\u00a0\u00a0<\/strong><br \/>\nUm welchen Ruf f\u00fcrchtet die Gem\u00fcsekooperative? Durch diese agressive Haltung sch\u00e4digt sie nur erst recht ihren Ruf. Man k\u00f6nnte doch freundlich klarstellen da\u00df das Auslegen von irgendwelchen politischen Flyern hier nicht erw\u00fcnscht ist, und damit gut. Warum gleich so harsch? Das erinnert mich an l\u00e4ngst vergangene Zeiten, als auf dem Land die gegnerischen Parteianh\u00e4nger noch mit F\u00e4usten aufeinander losgingen. Aber wir leben heute in einer Zeit, wo eigentlich Toleranz (eigentlich Respekt) vor Andersdenkenden propagiert wird. Und was die Einsch\u00e4tzung &#8222;nationalistisch&#8220; betrifft, w\u00fcrde es die AfD sicher gar nicht geben, wenn die im Bundestag vertretenen Parteien die Interessen die deutschen Interessen in der Vergangenheit besser vertreten h\u00e4tten.<br \/>\n17.9.2013, Marianne Schulz<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Nationalistisch<\/strong><br \/>\nDa die Ablehnung der Gleichsetzung von EURO und Europa bei Einigen schon als &#8222;nationalistisch&#8220; und damit als doppelplusungut gilt, m\u00fcssen diese Zahlen aus Frankreich alarmieren: &#8222;In den gro\u00dfen EU-Staaten Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland hat nach einer Studie die Zahl der Euro-Skeptiker sp\u00fcrbar zugenommen.<br \/>\nDer Anteil sei seit Juni 2012 in Deutschland von 36 auf 44 Prozent angewachsen, in Spanien von 26 auf 37 Prozent, in Frankreich von 38 auf 43 Prozent und in Italien von 39 auf 45 Prozent. Das berichtete die franz\u00f6sische Tageszeitung &#8222;La Croix&#8220;. Sie beruft sich dabei auf ein Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ifop. Dieses hatte mehr als 4000 B\u00fcrger in den gro\u00dfen L\u00e4ndern der Europ\u00e4ische Union befragt.&#8220; \u00a0<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article120100372\/Die-Zahl-der-Euro-Skeptiker-steigt-deutlich.html\" target=\"_blank\">https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article120100372\/Die-Zahl-der-Euro-Skeptiker-steigt-deutlich.html<\/a><br \/>\nAlles Nationalisten,oder?<br \/>\n17.9.2013, Kurt Tichy<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\n<strong>Entfernung der AfD-Flyer reicht<\/strong><br \/>\nDie oben zitierte Ausschlussformulierung in der Website der Gartencoop ist kritisierbar und vermutlich nicht gemeinn\u00fctzig formuliert. Sehr richtig ist, dass parteipolitische Infos an Verteilpunkten eines Vereins, der \u00fcberparteilich sein will, v\u00f6llig unerw\u00fcnscht sein sollten. Dazu reicht aber im vorliegenden Fall angemessen zun\u00e4chst eine Entfernung der Papiere und eine Abmahnung.<br \/>\nNationalistisch wegen Kritik an der Art der Eurorettung? D\u00e4nemark, Schweden und Gro\u00dfbritannien haben aus guten Gr\u00fcnden den Euro nicht eingef\u00fchrt. Aber D\u00e4nen und Schweden sind ja deswegen Nationalisten, oder? Griechenland kam durch Betrug mit Hilfe einer US-Gro\u00dfbank in den Euro-Raum, die immer noch viel Geld j\u00e4hrlich daf\u00fcr erh\u00e4lt. Alles bestens \u00f6ffentlich bekannt. Wer den Euro kritisiert, ist zu loben, statt zu kritisieren, denn das hat nichts mit nationalistisch zu tun. Der Euro hat die EU vorhersehbar ins Ungl\u00fcck gest\u00fcrzt und die EU sozial gespalten. Solidarit\u00e4t mit dem Euro bedeutet derzeit Solidarit\u00e4t mit Gro\u00dfbanken und deren Spekulationsgewinnen, nicht mit den Menschen in der EU. Das k\u00f6nnte man z.B. auch durch viele Berichte in der BZ erkennen. Sogar EU-Vertr\u00e4ge wurden aus Anlass der Euro- und Banken-Rettung gebrochen, dar\u00fcber verhandelt das Bundesverfassungsgericht. W\u00e4hrungsunionen von wirtschaftlich und strukturell ungleichen Staaten haben in der Geschichte nie lange gehalten, haben viele Kenner schon vor der Einf\u00fchrung des Euros gewarnt.<br \/>\nDr. Georg L\u00f6ser, parteiloser Demokrat, Gundelfingen i.Br., 18.9.2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gartencoop Freiburg als Vorreiter der gro\u00dfartigen Idee des Urban Gardening\u00a0f\u00fchrt\u00a0kollektiv eine Landwirtschaft in Tunsel bei Bad Krozingen, deren Ernte die 300 Mitglieder an 14 Abholstellen in Freiburg erhalten. An einer solchen Stelle\u00a0hatte Gartencoop-Mitglied Elke Fein AfD-Flyer\u00a0ausgelegt. 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