{"id":36681,"date":"2013-08-20T09:40:59","date_gmt":"2013-08-20T07:40:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=36681"},"modified":"2013-08-20T09:42:19","modified_gmt":"2013-08-20T07:42:19","slug":"spanische-pfleger-rabenkopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/spanische-pfleger-rabenkopf\/","title":{"rendered":"Spanische Pfleger Rabenkopf"},"content":{"rendered":"<p>Spanische <a title=\"Pflege\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/pflege\/\">Pflegekr\u00e4fte<\/a> machen im Wohnstift ein Praktikum und hoffen auf einen Job.\u00a0\u00a0Beim <a title=\"Senioren\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/senioren\/\">Wohnstift in der Rabenkopfstra\u00dfe<\/a> absolvieren im Rahmen eines Pflegestudiums derzeit vier Spanier ein berufliches Praktikum. Sollten sie die Abschlusspr\u00fcfung in ihrem Heimatland schaffen, dann winkt ihnen eine Festanstellung in der Freiburger Wohn- und Pflegeeinrichtung.<!--more--><\/p>\n<p>Immer mehr Pflegeeinrichtungen suchen geradezu h\u00e4nderingend qualifiziertes Personal. Angesichts eines leergefegten Arbeitsmarktes sind etliche Einrichtungen mittlerweile dazu \u00fcbergegangen, neue Wege bei der Suche nach Mitarbeitern zu beschreiten. F\u00fcr Direktorin Cornelia Adam und Pflegedienstleiterin Roswitha Lichtenstein-Kluthe war es vor allem die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt, die sie veranlasst haben, sich in Spanien nach geeignetem Personal umzuschauen. Ersch\u00fctternd sei, so Adam, dass in Spanien die Quote der Jugendarbeitslosigkeit auf mittlerweile 53 Prozent geklettert sei. Da es gleichzeitig immer schwieriger werde, vor Ort geeignetes Personal f\u00fcr den Schichtdienst im Pflegeheim zu finden, habe man die eigentlich naheliegende M\u00f6glichkeit beim Schopfe gepackt, sich gezielt in Spanien um Pflegekr\u00e4fte zu bem\u00fchen. Unterst\u00fctzt wurden sie bei der Bewerberauswahl in der kooperierenden Madrider Rey Juan Carlos Universit\u00e4t von Nuria Coll, die als sprachbegabte Begleiterin ma\u00dfgeblich am Zustandekommen des Projekts beteiligt ist.<\/p>\n<div>\n<div id=\"zoneAdserverMrec\">\n<div id=\"helperAdserverMrec\"><noscript><\/noscript><\/p>\n<div id=\"beacon_5685cd9f58\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/w.online-verlag-freiburg.de\/www\/delivery\/lg.php?bannerid=778&amp;campaignid=363&amp;zoneid=65795&amp;loc=1&amp;referer=http%3A%2F%2Fwww.badische-zeitung.de%2Ffreiburg%2Feine-ideale-ergaenzung--74479270.html&amp;cb=5685cd9f58\" alt=\"\" width=\"0\" height=\"0\" \/>Die examinierte Krankenschwester mit abgeschlossenem Pflegemanagement-Studium besitzt die spanische Staatsangeh\u00f6rigkeit \u2013 und wohnt seit Jahren mit ihrer Familie in Kirchzarten. W\u00e4hrend des Praktikums k\u00fcmmert sie sich unter anderem darum, dass sich die vier jungen Spanier w\u00e4hrend ihres Aufenthalts an der Dreisam wohl f\u00fchlen. Flugkosten, Kost und Logis sowie ein kleines Taschengeld f\u00fcr die vier Praktikantinnen und Praktikanten hat das Wohnstift \u00fcbernommen. Vor allem sprachliche Schwierigkeiten sind es, die dem Berufsnachwuchs bisher zu schaffen macht. Um dies zu \u00e4ndern, wird nachmittags Deutsch gelernt. Der allt\u00e4gliche Umgang mit den Pflegebed\u00fcrftigen klappe schon ganz gut, sagt Adrian Sanchez. Die Kommunikation mit den Heimbewohnern finde vor allem auf der non-verbalen Ebene ab. Voll des Lobes \u00fcber das Engagement der jungen Arbeitskr\u00e4fte ist Lichtenstein-Klute. &#8222;Alle vier sind offen, neugierig, lernbereit und dem Neuen zugewandt&#8220;. Beabsichtigt sei eine Festanstellung, sobald das Studium erfolgreich abgeschlossen wurde \u2013 und die sprachlichen Voraussetzungen daf\u00fcr vorliegen. In ihrem Heimatland k\u00f6nne sie mit keinem ad\u00e4quaten Arbeitsplatz rechnen, meint Lidia Sanz. Es gebe, &#8222;wenn \u00fcberhaupt&#8220;, lediglich \u00e4u\u00dferst schlecht bezahlte und zeitlich befristete Arbeitspl\u00e4tze. Der 20-j\u00e4hrige F. Javier Fernandez weist darauf hin, dass er nicht bereit sei, jahrelang zu warten, bis sich m\u00f6glicherweise irgendwo im Land eine feste Anstellung ergebe. &#8222;Wir leben jetzt. Ohne Job \u2019rumh\u00e4ngen ist eine frustrierende Alternative, der wir aus dem Weg gehen m\u00f6chten.&#8220;<br \/>\nF\u00fcr Laura Menendez ist es besonders wichtig, dass der deutsche Arbeitgeber die Professionalit\u00e4t der spanischen Pflegefachkr\u00e4fte w\u00fcrdigt. Dass sich die sozialpolitischen Probleme hierzulande nicht mit denen in ihrem Heimatland vergleichen lassen, macht das Quartett im Gespr\u00e4ch deutlich. In Spanien gebe es keine Pflegeversicherung. Andererseits sei die Familie dort \u2013 anders als in Deutschland &#8211; nach wie vor ein wichtiger R\u00fcckhalt, wenn es um die praktische Unterst\u00fctzung von Senioren oder Kranken gehe.<br \/>\n20.8.2013, Andreas Peikert<br \/>\n<!-- RSPEAK_STOP --><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spanische Pflegekr\u00e4fte machen im Wohnstift ein Praktikum und hoffen auf einen Job.\u00a0\u00a0Beim Wohnstift in der Rabenkopfstra\u00dfe absolvieren im Rahmen eines Pflegestudiums derzeit vier Spanier ein berufliches Praktikum. 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