{"id":352,"date":"2012-04-05T09:03:37","date_gmt":"2012-04-05T09:03:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=352"},"modified":"2012-04-24T14:33:03","modified_gmt":"2012-04-24T14:33:03","slug":"kirchzarten-auf-dem-weg-zu-mehr-klimaschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kirchzarten-auf-dem-weg-zu-mehr-klimaschutz\/","title":{"rendered":"Kirchzarten auf dem Weg zu mehr Klimaschutz"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Kirchzarten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/tal\/dreisamtal\/kirchzarten\/\">Kirchzarten<\/a> ist umgeben von D\u00f6rfern, die sich schon lange den Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben, erfolgreich Nahw\u00e4rmenetze realisiert und in alle Bereiche der regenerativen Energien \u2013 von der Windkraft \u00fcber die Sonne bis hin zu Biomasse &#8211; \u00a0investiert haben. Kirchzarten hat hier den Anschluss verloren \u2013 das ist das Fazit der von der Badenova durchgef\u00fchrten Bestandsanalyse. Diese Bestandsanalyse ist die Grundlage f\u00fcr ein k\u00fcnftiges Klimaschutzkonzept, denn inzwischen ist es erkl\u00e4rter Wille des Gemeinderates, sich auf den Weg hin zum Bioenergiedorf zu machen. <!--more-->Vergangene Woche wurden die Ergebnisse der Bev\u00f6lkerung vorgestellt.<\/p>\n<p>Kirchzarten mit seinen 9770 Einwohnern, 2000 Wohngeb\u00e4uden und 4530 Haushalten hat einen j\u00e4hrlichen Gesamtstrom-Verbrauch von 27 Millionen Kilowattstunden (kWh\/Jahr). Der Strom jedoch, der in Kirchzarten erzeugt wird, liegt gerade mal bei 3,4 Millionen kWh\/Jahr, das sind 13 %. Positiv formuliert, werden damit immerhin ein F\u00fcnftel der Kirchzartener Haushalte versorgt. 57 % der Stromerzeugung kommen hier aus der Wasserkraft, 29 % aus der Fotovoltaik, 1 % Biomasse und 13 % aus Kraft-W\u00e4rme-Koppelung.<\/p>\n<p>Der Gesamtw\u00e4rmeverbrauch liegt in Kirchzarten bei 98,5 Millionen kWh\/Jahr. Die Energietr\u00e4ger, die zum Einsatz kommen sind zu 35 % Erdgas, zu 29 % Heiz\u00f6l und zu 19 % Holz. Verschwindend gering ist der Anteil der Solarthermie, n\u00e4mlich nur 0,6 %.<br \/>\nKirchzartens Gesamt-CO2-Emissionen \u2013 hier wurden sowohl die Emissionen des Verkehrs als auch die des Strom- und W\u00e4rmeverbrauchs mit einbezogen &#8211; betragen 63.424 Tonnen pro Jahr. Pro Kopf sind das etwa 6,5 Tonnen. Damit liegen die Kirchzartener aber immerhin unter dem Landesdurchschnitt von 6,8 Tonnen. Das klimaneutrale Ziel, das die Landesregierung verfolgt, sind 2 Tonnen pro Kopf und Jahr.<br \/>\nUm das zu erreichen, bleibt noch viel zu tun.<br \/>\nPotentiale daf\u00fcr sind vorhanden, so Manuel Baur, Projektleiter \u201eInnovations- und \u00d6kologiemanagement\u201c bei der Badenova, der die Daten vorstellte.<br \/>\nDie Wasserkraft ist in Kirchzarten noch ausbaubar, genauso wie das Solarpotential und zwar sowohl die Fotovoltaik als auch die Solarthermie. Windkraft sei im Dreisamtal aufgrund der zu geringen Windh\u00f6figkeit nicht wirtschaftlich. Eine Hackschnitzel-Heizanlage, so Baur k\u00f6nnte das Dreisamtal jedoch vertragen. Gro\u00dfe Energieholzpotentiale w\u00e4ren sowohl im angrenzenden Staatswald als auch an den Gew\u00e4sserstreifen, die regelm\u00e4\u00dfig gepflegt werden m\u00fcssten, vorhanden. Auch sei das angelieferte Material der Gr\u00fcnschnittsammelstelle nicht zu untersch\u00e4tzen. 2\/3 davon k\u00f6nnten energetisch verwendet werden, ja m\u00fcssten es sogar aufgrund der Novelle der Bioabfallverordnung.<\/p>\n<p>Nicht vergessen werden d\u00fcrfe auch das Potential der Energie-Einsparung. 69 % der Kirchzartener Geb\u00e4ude seien vor der zweiten W\u00e4rmeschutzverordnung 1983 erbaut worden und sind kaum ged\u00e4mmt. W\u00fcrden all diese Geb\u00e4ude saniert, k\u00f6nnte der W\u00e4rmeverbrauch um 50 % gesenkt werden.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation dieser Daten war ein erster Schritt Kirchzartens, mit dem Klimaschutz ernst zu machen. Der n\u00e4chste soll am 21. April erfolgen. Die Gemeinde Kirchzarten l\u00e4dt alle B\u00fcrger zur \u201eEnergiewerkstatt W\u00e4rmenutzung\u201c in der Talvogtei ein. Auf diesem ganzt\u00e4gigen Workshop von 9 bis 16 Uhr sollen die B\u00fcrger die M\u00f6glichkeit haben, aktiv am Klimaschutzkonzept mitzuarbeiten und ihre Vorstellungen und Ideen mit einbringen k\u00f6nnen.<br \/>\nModeriert wird die Veranstaltung von Susanne H\u00e4sler von der Kommunalentwicklung Karlsruhe.<br \/>\nDie Gemeinde bittet interessierte B\u00fcrger um Anmeldung, die \u00fcber das Internet m\u00f6glich ist: dreisamportal.de\/kirchzarten\/klima\/energiewerkstatt.php<br \/>\nDen Teilnehmern wird die Pr\u00e4sentation der Badenova-Studie dann vorab zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>4.4.2012, Dagmar Engesser, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kirchzarten ist umgeben von D\u00f6rfern, die sich schon lange den Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben, erfolgreich Nahw\u00e4rmenetze realisiert und in alle Bereiche der regenerativen Energien \u2013 von der Windkraft \u00fcber die Sonne bis hin zu Biomasse &#8211; \u00a0investiert haben. Kirchzarten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kirchzarten-auf-dem-weg-zu-mehr-klimaschutz\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,171],"tags":[44,42,715,41,43],"class_list":["post-352","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-energie","category-verbraucher","tag-bioenergiedorf","tag-co2","tag-klima","tag-nachhaltig","tag-nahwaermenetz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=352"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/352\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}